Hardcase Gehäuse für 12s LiPo basteln

Hallo,

ich baue ja eigentlich keine Modelle, sondern Elektrofahrräder, ich komme da aber gerade nicht weiter und es jetzt gerade um RC-LiPos, die ich zweckentfremde.
Deswegen bin ich hier ja hoffentlich nicht ganz falsch.

Ich möchte aus 2* 6s 5Ah Zippy Flightmax Akkus einen 12s machen und dafür ein Hardcase mit Einschub bauen.

Die beiden Akkus zusammenzuführen und einen Balancerstecker und Stromstecker dranzulöten überfordert mich noch nicht.

Die zweite und weit schwierigere Geschichte wird wohl der Gehäusebau und der Einschub.
Ich habe im Gepäckträger einen Schacht von 110x60mm, mit gerundeten Kanten würde sogar etwas mehr passen. Die 12 Zellen haben werden knapp 90x50 mit 140mm Länge messen.

Was ich gerne bauen würde, wäre ein Schacht mit den Außenabmessungen 110x60mm ca 100-150mm lang.
Und passend für den Schacht ein Akkugehäuse mit den Innenabmessungen min 90x50x170.

In den Schacht und das Gehäuse würde ich hybride D-Sub Stecker bauen, mit großen Kontakten für die hohen Ströme und kleineren für die Balancerkontakte.

Für meinen Graupner Ultramat 18 würde ich dann auch noch ein passendes Ladekabel machen. So könnte dann sogar meine Freundin mit einem Einstecken und 2 Knopfdrücken den Akku laden und durch einfaches Einschieben am Fahrrad anbringen.

Habt Ihr vielleicht Vorschläge, wie man so was auf GFK, CFK, sehr dünnem Alublech oder einem anderen Werkstoff bauen könnte?

Ich habe keine Angst, was Neues auszuprobieren, habe aber keinerlei Erfahrung damit.

Was ich als Erstes bräuchte, wäre ein Quader von 100x55x170 mit einer der beiden 100x55 Seiten ohne Wand. Die Wand sollte nach Möglichkeit an den Kanten Winkel haben, damit das Gehäuse zusammengesetzt und evtl geschraubt oder geklebt werden kann.
 
Hey, das Gehäuse sieht ja echt schick aus. Die Seitenplatten fehlen wohl noch auf den Bildern.
Aber ich weiß leider trotzdem nicht, wie ich das gebaut bekomme :-(
 
Hallo

da gibt es keine Seitenplatten die sind so wie sie auf dem Bild sind im Boot verbaut.
Hat den Vorteil siehst es gleich wenn eine Zelle bläht.
Das sind gefräste Carbonplatten und einfach Alusteher von oben und unten geschraubt.
CNC Fräse und Drehmaschine sind bei dem Vorhaben sicher von Vorteil.

gruß AT
 
Hmm... Fräse habe ich leider keine und auch keinen Zugang dazu.
Ich brauche auf alle Fälle Seitenwände, damit der Akku keine Stichverletzungen bekommen kann.
CFK wäre natürlich schon lustig, aber wohl auch als volles Gehäuse schwer.

Gibt es denn vielleicht eine günstige Möglichkeit 1mm Alublech abzukanten oder zu biegen?
 
CFK ist nicht schwer.

Mein Vorschlag:
Kauf die CFK Platten (ca 1-2mm) und säg dir die Seitenwände mit der Laubsäge aus. Sägeblätter werden schnell stumpf also häufig wechseln. Verschleifen mit dem Schleifklotz. Dann Aluwinkel aus dem Baumarkt mit den Platten verschrauben so das der Kasten entsteht.
Innen polstern (z.B. EPP) damit die Schrauben nicht auf die Akkus drücken und du Aussenformat an deine Akkus anpasst.

Eine Fräse braucht man für sowas jetzt nicht umbedingt.
Alternativ zu CFK geht auch GFK (ca. 2-3mm), Hartpapier (ca. 3mm) oder klassisch 3-4mm (Birken)-sperrholz

Gruß
Malte
 
Und wenn du keinen Bock auf die Laubsäge hast, geht für gerade Schnitte auch ne (Hand-/Tisch-)Kreissäge mit nem scharfen Wechselzahnblatt ;)
 
Ich hätte für meinen Dremel Diamanttrennscheiben. Von dem her, was ich gelesen habe, soll man die zum Schneiden von CFK benutzen.

GFK oder CFK Platten wären natürlich schon ne Sache. Keine Ahnung, warum ich vorhin geschrieben habe, dass ein volles Gehäuse daraus recht schwer wäre. Ich meinte wohl, schwer herzustellen.

Das mit den Platten und Winkeln zum Verschrauben klingt nach keiner schlechten Idee, auch wenn es mit den ganzen Schrauben nicht mehr so schön aussieht.
Die Aufnahme müsste man wohl trotzdem aus einem Blech herstellen, aus einem U-Profil oder so
 
Ich hätte für meinen Dremel Diamanttrennscheiben.

Würde ich abraten: viel Feinstaub (krebserregend wenn CFK) und man kommt mit den Scheiben nicht viel schneller oder gerader voran als mit der Laubsäge. Die Kreissäge ist da mE viel besser. Als Rechtshänder bekommt man beim Dremel auch den ganzen Staub ab.

Gruß
Juri
 
Danke für den Tipp. Feinstaubmasken hätte ich schon zuhause.
Aber mit einer Handsägewürde das sicher auch gehen.

Hat jemand eine "günstige" Quelle für dünne CFK-Platten oder auch GFK?
 
Ich würde hierfür definitiv GFK-Platten verwenden.
Die gibts auch schwarz eingefärbt.

CFK macht dir bei der Verarbeitung, bei der Gefährung deiner Gesundheit (ohne die richtigen Schutzmittel), beim Preis (ca Faktor 10 teurer)
nur Probleme.
Wenn es auf ein paar wenige Gramm nicht ankommt würde ich definitiv GFK verwenden.

Schau mal hier: GFK Platten

CFK-Preise als Bsp. mal hier


....und mit einer Handsäge an die teuren CFK-Platten ranzugehen....würde ich nicht machen !
 
@ Rene, vielen Dank für das liebe Angebot.
Für die Frontplatte des Gehäuses würde ich gerne auf Dein Angebot eingehen, weil ich die auf alle Fälle magnetisch brauche und die D-Sub Buchse da genau reinpassen muss.
Ich schreibe Dir deswegen eine PM.

@ Flowmotion.

Dass Glasfaserstaub so viel gesünder ist, als Kohlefaserstaub glaube ich jetzt zwar nicht, aber Du hast natürlich alleine was den Preis betrifft schon recht. Und zum ersten Ausprobieren wäre das GFK auch mit ein paar Fehlversuchen nicht tragisch.
Wenn sich das jetzt noch bieten lassen würde, wäre ich noch glücklicher.

Wie gesagt, Feinstaubmaske und Schutzbrille hätte ich schon daheim.

Aber GFK Platte zuschneiden, mit Flachwinkeln in den Ecken zu einer Kiste verkleben und vorne eine Stahlblende dran geschraubt, würde ja schon mal das Gehäuse lösen.

Ok, also das Gehäuse würde ich sagen, machen wir so. Das GFK wird sich ja gut an die Platten kleben lassen.

So, fehlt nur noch der Schacht.
Wenn Ihr auf dem Bild schaut, seht Ihr, dass da unten 4 Löcher für Schrauben sind, wo auch die Originalhalterung angeschraut wird.
Der Schacht könnte auch nach unten hin offen bleiben. Die Platte ist gerade und dann könnte ich den Akku auch besser greifen.
Die Frontplatte mit dem Flansch braucht auch zwei große Löcher, damit ich den Akku wieder raus drücken kann.
Von oben her muss auf alle Fälle ein Deckel sein, damit kein Regenwasser an die Buchse kommt.

Was soll ich denn dafür nehmen?
 
Japp, ich meinte natürlich "biegen"

Dass es thermoplastische Carbonplatten gibt, habe ich schon gelesen.
Carbonrohre soll man dazu mit Quarzsand füllen und dan biegen, aber wie man eine einigermaßen vernünftige, gerundete Biegekante hinbekommt, habe ich noch nicht gefunden.
Gibt es nicht kleinere Abkantbänke für bis zu 50cm oder so, die auch bezahlbar sind?
Ich habe mich aber eigentlich eh schon mit dem geklebten GFK/Edelstahl-Gehäuse abgefunden.
 
Hallo Malte,

die handelsüblichen Profile haben leider nicht die Größe, die ich brauche.
Stell Dir als Aufnahme einen hohlen Quader vor mit den Kanten 150x110x60.
Eine der Seiten, die 110x60 messen, ist offen. Durch diese Öffnung wird das Gehäuse reingeschoben.
Die Seite, die zu biegen wäre, ist ja nur 15cm lang, als eigentlich nichts ganz Tragisches.

Soll ich den Schacht auch aus GFK machen?
 
Noch ein Aspekt: Carbon leitet Strom.
Ich bin zwar ein leidenschaftlicher Bastler, aber man könnte auch nach fertigen Cases schauen, z.B. beim grossen C oder so, da gibt es Plastikgehäuse in verschiedenen Grössen.

Gruß
Juri
 
Nach fertigen Gehäusen hatte ich schon geschaut. Es ist echt schwer was zu finden, was Innen und Außen auf ein paar mm genau passt.

Heute habe ich eine Lieferung von Reichelt bekommen.
Da hatte ich eins mitbestellt, von dem ich gehofft habe, dass es passt.
Und siehe da, es ist innen auf den Millimeter genau gegangen.

Hier mal ein paar Eindrücke. Soooo schön sieht es nicht aus, und ich muss noch schauen, dass ich die Frontplatte schön gefräst bekomme, ach ja und natürlich die Aufnahme müssen wir noch hinbekommen, aber ein gutes Provisorium ist das schon mal.















 
Hardcase Gehäuse für 12s LiPo basteln

Hi,

welche Innenabmesungen hat das Gehäuse und die Reichelt Bestellnummer wäre schön.
VG
 
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