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Heinkel He 162 "Salamander" (M 1:4 - 2,30 m x 1,80 m): Baubericht

Hallo,

ich möchte hier einen Baubericht meines aktuellen Projekts

Heinkel He 162 Salamander, 1:4, 2,28 m Länge, 1,78 m Spw.

starten und euch herzlich zu einer lebhaften Diskussion einladen! Wenn auch Vorbereitung und 3D CAD Entwurf - ich arbeite vorwiegend mit Rhino 5, madCAM und SheetCAM - zu diesem Projekt bereits einige Zeit in Anspruch nahmen, und manches deshalb schoen etwas fortgeschritten wirken mag, würde ich mich doch über jeden gut gemeinten Ratschlag freuen. Schließlich ist das hier ein Prototyp, und Luft nach oben ist ja immer. Auch fragen kostet nix. :)

Einige kennen vielleicht bereits meine DH 88 Comet, deren Entwicklung -> hier im Forum <- ebenfalls ausgiebig diskutiert wurde. Zwar ähneln sich die beiden Projekte in ihrer Bauart, doch betrete ich mit der He 162 Neuland: Dies ist mein erstes Jet-Projekt! Mein Spreiselsatz soll mit einem 120er Vasafan (14 Blatt) befeuert werden, für einen netten Vereinskollegen werde ich aber auch gleich eine Turbinenvariante fräsen. Das geschätzte Abfluggewicht beträgt etwa 7 bis 8 kg.

Für den Anfang ist jetzt aber genug erzählt. Hier gibt´s gleich mal ein paar virtuelle und auch und die ersten realen Bilder!

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Viele Grüße,
Christoph.
 
Hi
Schönes Bauprojekt das du da auf dem Tisch liegen hast.
Schwerpunkt genau berechnen (den Rumpf einbeziehen), sonst hast nur kurz Freude daran. Wenn du da nicht fit bist, wende dich an dirkcim hier im Forum. Der rechnet dir das perfekt.
 
Hallo Peter,

na da postet ja einer, der sich ohne Zweifel auskennt! Freut mich, dass du dich hier zu Wort meldest. :) Ich hab eben noch mal ein wenig gestöbert unter deinen zahlreichen He 162 Threads.

Danke für deinen, wenn auch leider etwas knappen und unbestimmten, Hinweis zu einem möglichen Schwerpunktproblem.
Vor meiner CAD Konstruktion habe ich (software-unterstützt) zu ermitteln versucht, wo der Schwerpunkt in Abhängigkeit des anzunehmenden Abfluggewichts, der Fluggeschwindigkeiten, dem von mir gewählten Profil und der EWD liegen müsste. Auch den Rumpfquerschnitt und die Hebelverhältnisse zwischen Tragfläche und Leitwerksflächen habe ich mitberücksichtigt, soweit das mit FLZ Vortex eben möglich ist. Genau damit und mit ein wenig Strömungslehre-Wissen geh ich sowas üblicherweise an. Mehr Mittel stehen mir halt nicht zur Verfügung. Für meine Kombination ergab sich die Schwerpunktlage bei rechnerisch 81 mm.
Wenn ich das mit deinen Angaben von 85 bis 95 mm für deine 1:3.5 Salamander vergleiche, scheint das zumindest größenordnungsmäßig recht gut übereinzustimmen. Das stimmt mich schon mal fröhlich!

Bei aller Rechnerei und allen Vergleichen, die man da so anstellen kann bleibt aber - gerade für den Erstflug - sicher ein hohes Risiko. Einen erprobten Flieger von der Stange zu kaufen, wäre bestimmt der einfachere und erfolgversprechendere Weg. Wir werden sehen, man muss optimistisch sein ... ;)

Nach meiner Überzeugung ist der Schlüssel zum Erfolg bei Muster-bedingt derart kritischen Proportionen ein möglichst niedriges Abfluggewicht. Die Sicherheitsmarge für den Erstflug steigt bei Fehlabstimmungen maßgeblich mit jedem Gramm, das man an Gewicht sparen kann. Bei meiner Comet hat das glücklicherweise super geklappt, und deren Outlines sind auch nicht gerade anfängerfreundlich.


Viele Grüße,
Christoph.
 
Hallo Christoph

Geh mal auf 75mm das sollte für den Erstflug gut passen. Achte beim Fahrwerk auf eine leichte Ausführung der Räder (NONA Air), da es hier sonst zu einer unerwünschten SP Verschiebung kommen kann.

Ansonsten ist das ein völlig unkritisches Baumuster. Schubachse ist vollkommen egal, irgendwie hinten raus.
Nur Schwanzlastigkeit mag er gar nicht. Fliegt dann keine Kurve mehr.

Ich habe meine auch selber konstruiert und gebaut. Es war mein erster Jet, und dann auch noch mit Eigenbauturbine. 18 kg schwer aber völlig problemlos, und immernoch mein Lieblings-Jet im Hangar.
 
Hi,

danke für die Tipps, Peter. Allerdings wird das noch etwas dauern bis zum Erstflug.

Hier hab ich derweil noch ein paar Screenshots, u. a. auch einer von der Seite. Nicht irritieren lassen durch die vielen Stützbeinchen.

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Gruß,

Christoph.
 
Hallo,

die Fragen zur Outline und "Scaletreue" scheinen ja nicht abreißen zu wollen. Danke für deine pm, Hans-Jürgen, und die Diskretion, die du mir angeboten hast. Das war sehr anständig. Allerdings habe ich keinen Grund, die Arbeit, die ich in Sachen "Originaltreue" im Vorfeld erledigt habe, hier nicht offen zu legen.

Die folgenden Screenshots zeigen die verschiedenen Quellen, die ich allein für die Ermittlung der richtigen Seitenansicht heran gezogen habe. Ein ähnlicher Aufwand war auch jeweils nötig für die Front- und Draufsichten. Die Zusammenführung der Einzelergebnisse und der Abgleich mit den in geringerem Maße verfügbaren und dazu (noch) weniger zuverlässigen Spantenrissen ergab am Ende "meine" He 162. Ach ja, ich war dann noch in Paris (Le Bourget) und in London (Hendon), um ein paar Fotos zu knipsen. Leider haben mich weder die Franzosen noch die Briten ihren Exponaten mit einem Maßband zu Leibe rücken lassen. Immerhin aber mit dem Fotoapparat!

Man bedenke, dass der Abstand von zwei dieser parallel verlaufenden, dünnen grünen Strichen der Strichstärke der "Papiervorlage" (jpg, bmp, gif, ...) entspricht. Die Vorlagen stehen meistens nur in recht begrenzter Auflösung zur Verfügung. Es versteht sich, denke ich, von selbst, dass von meiner Seite nichts deskaliert wurde, schließlich dürfte gerade ich an der "realen" Outline besonders interessiert sein ...

Am irritierendsten - was die Seitenansicht angeht - ist das letzte, ganz unten gezeigte Bild. Vermutlich orientieren sich sehr viele Scalemodellbauer gerade an diesem markanten, etwas kugelig wirkenden, Rumpfbild. Ich hab mir da auch den Kopf zerbrochen, wollte aber dann doch eher den vielen anderen Quellen Glauben schenken, die unisono ein anderes, eher schlankeres Bild vermittelten. Meine Besuche in den beiden Museen halfen mir in dieser speziellen Frage erstaunlicher Weise nicht wirklich weiter. Denn wenn man direkt davorsteht, gerade in der dunklen Halle in Hendon, bewirkt das noch einmal ein seltsam anderes Empfinden.
Sehr unterschieldich stellt sich auch die Outline der Düse in den jeweiligen Quellen dar.

Tja, ich weiß, im Nachhinein hätte ich vielleicht aufdringlicher sein müssen mit den Museumswärtern. :( Hätte, hätte, Fahrradkette! :) Irgendwann muss man aber 5 g´rade sein lassen und einfach mit der Arbeit beginnen. Und das hab ich dann auch getan. Ich würde sagen, da muss jeder selbst entscheiden, wieviel Scale - und die damit verbundenen Vorarbeiten - ihm wichtig ist, bzw. damit einhergehen.

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Möge sich nun jeder sein eigenes Bild machen, gern auch davon, was Scalerecherche eigentlich bedeutet.


Danke für eure Beiträge, macht weiter so!
Christoph.
 
salamander........

salamander........

hallo chris,:)

wenn der jet genau so gut ist - wie deine comet -....:D..., dann hast du spätestens am sonntagabend eine vorbestellung...:rolleyes:...freue mich drauf.....wir sehen uns.....

ps.

ein ganz dickes lob von mir für die baubeschreibung und vorstellung deines neuen fliegers................

lg :-) olli
 
Hallo Christoph,

ja, also die Bugkappe stimmt. Jetzt habe ich mich über eine Stunde nach meinen spärlichen Unterlagen damit beschäftigt.
Die Bugkontur habe ich auch mit diesem Foto verglichen.

Ist dieses (bekannte) Foto der Werk Nr. 310 027 sehr verzerrt....?

He-162-Bug.jpg
Quelle:
Heinkel He162: From Drawing Board to Destruction: The Volksjager
ISBN-13: 978-1906537005
erhältlich u.a. über Amazon
510uIOHJIxL.jpg

Schade dass es meine Zeit nicht erlaubt da noch etwas länger dran zu
bleiben, aber ich glaube ich weiß was ich in nächster Zeit mal
mache........

Gruß
Hans-Jürgen
 
Hallo,

ach ja, Hans-Jürgen, hätte ich bloß mehr Zeit, aber ich bin ja ständig am Konstruieren :rolleyes: Wenn dann mal was kommt auf N24 oder NTV über die alten WW2 Maschinen, dann lass ich mir das nicht entgehen. Und der "Volksjäger" hat wirklich was ganz besonderes. Ich hab da auch allerlei Literatur zu Hause...

Hey Olli, der ist genauso gut! Der wird auch genauso gut fliegen wie die Comet. Möööglicherwiese ein bisschen schneller vielleicht?! :D:D Alles klar, kommt vorbei, am Sonntag!

Markus, die Sache mit dem Hochskalieren werde ich definitiv angehen. Es gibt da ein Rhino Plug-In, mit dessen Hilfe man parametrisch konstruieren kann. Ein Beispiel: Nehmen wir mal an, wir wollen die LTR-14 vom Maßstab 1:3 auf 1:2 hochskalieren. Das hätte zur Folge, dass jeder 3x3 Kiefernholm zu einem 4,5 x 4,5 Holm würde. Solche Holme gibt es allerdings nicht einfach zu kaufen. Ich würde mich also für einen 4x4 oder 5x5 Holm entscheiden, da dies Standardgrößen sind. Mit der Parametrisierung kann ich das (hoffentlich) machen. Hat man zu Beginn diese Elemente also parametrisch angelegt, ist im Nachgang quasi per Mausklick jeder beliebige Maßstab machbar. Mal sehen, wird aber eher in der zweiten Jahreshälfte passieren.

Eine LTR möchte ich auf jeden Fall auf die ProWing Messe mitbringen. Olli und ich werden da einen Stand haben. Da wird man sich das Teil als unbeplankes Gerippe in seiner ganzen Grazie ansehen können.

Ich hab´ heute eine Hammer Migräne Attacke, war heute nicht arbeiten, stattdessen bis 16.00 Uhr im Bett. Trotzdem konnte ich es nicht ganz lassen: Nach Tablettenkonsum war ich eben eine Stunde im Keller und hab das ganze Rumpfgerippe mit SK verklebt, sowie den Rumpfbug und vorderen Fahrwerksschacht mit Balsa hergerichtet. Obwohl ich nichts anderes erwartet hatte, bin ich wieder einmal völlig baff. Da passt einfach alles wie A... auf Eimer.

Aber seht selbst:


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Gruß,
Christoph.
 
Hallo,

ich habe mal ein wenig weiter gebastelt, nachdem ich zwei Tage flach gelegen war. Die meisten Holme sind drin, es fehlen i. W. noch die der Düse. Ein paar GfK-Teile braucht´s auch noch, allerdings warte ich auf eine Lieferung GfK-Platten. Sieht soch schon ganz nett aus, oder?


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Gruß,
Christoph.
 
Absolut Hammermäßig was ich hier sehe, ich glaub bei mir stellt sich doch glatt wieder mal das "haben will" Bauchgefühl ein. :D
.....eine 162ger im richtigen Maßstab und der richtigen Bauweise - ab wann denkst du wird ein Bausatz käuflich zu erwerben sein und wird es Set´s geben ähnlich wie bei der DH-88?

Gruß Markus
 
Hallo Christoph, im Nachbarforum zeigt du das der Impeller ein Stück weiter vorne eingebaut werden kann, wäre es auch möglich ihn noch weiter nach vorne zu platzieren um dann mit den Antriebsakkus ein Stüch nach hinten zu wandern um einen Cockpitausbau zu realisieren?

Fliegergruß Markus
 
Hi Markus,

ich würde mir vorstellen, dass es die Kiste rechtzeitig zu Beginn der Bausaison, vielleicht ab Nov. o. Dez. geben könnte. Das hängt schlicht vom Erfolg des Erstfluges ab und wie sich der Flieger so fliegt. Diese He hab ich aerodynamisch (Profil/Profilverteilung) auf relativ niedrigen Widerstand getrimmt. Wenn die Flaps wirken wie simuliert, dann sollte auch die Landung kein Problem sein. Es hängt also auch ein bisschen davon ab, wie schwer die Mühle am Ende wird. Je leichter, desto sicherer natürlich, das ist eh klar. Ich bin aber sehr optimistisch, bei der Comet hatte ich mehr Bauchgrimmen, glaub´s mir, ich hab mir das hier im Forum nur nicht anmerken lassen. :rolleyes: Und das Ding fliegt einfach traumhaft und hat wegen ihres 2K Autolackiererfinish über ein Kilo zu viel Speck auf den Hüften.

Auf jeden Fall soll man sich auch die He 162 wieder aus Sets zusammen stellen können. Das hat sich jetzt schon bewährt. Man nimmt halt nur, was man braucht. Ich hab mich z. B. wieder für Petrausch Steckungen entschieden, aus Zeitgründen. Wer´s drauf hat, soll die Teile natürlich auch selbst herstellen können.

Den Impeller weiter nach vorne rücken ist sicher machbar. Wie gesagt, für den Wirkungsgrad dürfte es günstig sein ihn dort zu haben, wo er im Moment liegt. Allerdings ist ein Full-Scale Cockpitausbau auch ein Argument, das seh´ ich genauso!
Die Frage ist natürlich auch, ob das Vorverlegen des Antriebs das Zurückverlegen des Akkupacks überhaupt kompensieren kann. Mehr als ein "Spantengefach" nach vorn würde ich wegen d. Wirkungsgrades nicht empfehlen. Man müsste darüber nachdenken, den Akkupack nicht als Stange, sondern nebeneinanderliegend zu konfektionieren. Und ich würde auch den gesamten vorderen Rumpfteil neu arrangieren müssen. Vielen Dank für die super Anregung, Markus! Ich werde das definitiv im Hinterkopf behalten. Es wird ohnehin wieder ein Redesign geben, das alle Aspekte des Auf-/Zusammenbaus und der Flugerprobung berücksichtigt.

So, Burschen, ich muss jetzt frisches Holz bestellen: Modellfliegerkollege und Beta-Tester Hans-Gerd möchte schließlich bald seine Turbinenversion auf die Haxen stellen! :D


Gruß,
Christoph.
 
90er Version?

90er Version?

Hi Christoph,

planst du in der Zukuft (so für 2015...) auch eine 90er Version? Das wär der Hammer! So mit ca. 160 x 120cm ungefähr. Die wäre sogar so kofferraumfreundlich, dass sie unzerlegt in einen Kombi passt... ;)

Grüßle

Stefan
 
Hallo Christoph!

Es ist immer eine Gradwanderung zwischen Scale und den optimalen Flugeigenschaften. Ich für meine Wenigkeit würde sicherlich auf etwas Flugleistung verzichten und dem evtl. Mehrgewicht leben können wenn der Scale-Eindruck passt. Bei einem Flieger in dieser Größe sollte es vielleicht doch die Option auf einen Cockpitausbau geben - somit bleibts dem Erbauer überlassen welchen Weg er geht.

Es bleibt jedenfalls sehr spannend was noch kommt:cool::cool:

Ciao,
Markus
 
Hi Stefan,

das wäre ja schon reizvoll. Die He 162 als 90er Kofferraummodell! :)

Ich fürchte nur, die wird´s eher nicht geben. Es steckt einfach eine Menge Arbeit darin, bis so ein Frästeilesatz guten Gewissens angeboten werden kann, sieh mal:
Zunächst kommt die CAD Arbeit, dann die CAM Arbeit, dann Fräsen. Aufbauen, Teile korrigieren und nachfertigen, CAD Korrekturen. Danach die Flugerprobung, und eine umfassende CAD Redesignphase. Wieder die ganze CAM-Arbeit. Jetzt entsteht der erste Frästeilesatz, den man anbieten könnte, würde man sich um Antriebsvarianten, Fahrwerksfragen usw. keine Gedanken machen wollen. Tut man aber nicht.
Etwas für sich selbst und ein paar Freunde zu entwickeln ist eine Sache. Etwas mit einem gewissen Maß an Verantwortungsbewusstsein der ganzen Modellbaugemeinde zuzumuten, ist schon ein bisschen aufwändiger.

Aber hat nicht Peter Adolfs die kleinere Schwester im Angebot? Die hat 1,90 x 1,50. Für den Kofferraum könnte man ja die Flügel abnehmen :) (War nicht böse gemeint!)

Liebe Grüße,
Christoph.
 
Hi Chris,

verständlich aber schade. Die von Paf ist blöd, da nicht aus Holz... Ich mag Holz!

Grüßle

Stefan
 
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