Herr Steinbrück und Co./Nebentätigkeiten

PW

User gesperrt
Hallo,

abgesehen von den Honoraren frage mich echt wie er all seinen Nebentätigkeiten noch machen will, falls er Kanzler wird ....

Irgendwie scheinen unsere gewählten Herren Politiker mit ihrem eigentlichen Beruf = Parlamentarier/Staatsdiener nicht ausgelastest zu sein. Es gibt ja auch andere Herren Politiker, die noch 10-30 Nebenjobs haben (in Aufsichtsräten von Banken, grössen Wirtsschaftsunternehmen etc.)

Der Normalbürger arbeitet 8-10 Std. am Tag; der hätte gar keine Zeit für solche Nebentätigkeiten !

Schon nicht schlecht:

1 Std. Vortrag (Reden geschrieben von den Mitarbeitern, die auch wir Steuerzahler bezahlen) und bis zu 25.000 EURO.


Herr Steinbrück wird ja echt zum "Sozialfall", wenn er Kanzler werden würde.....



Gruss

PW
 
Mich interessiert, WER den Herrn zu einem Vortrag einlädt und WARUM.

Im Netz heißt es, er hätte z. B. vor der Südwestbank AG über die Regulierung der Märkte gesprochen.

Aha. Muss eine Bank einen Wald-und-Wiesen-Politiker einladen, damit der einen Besinnungsaufsatz zu einem Balla-Balla-Thema vorliest?

Sicher nicht. Es dürfte vielmehr darum gehen, den möglicherweise zukünftigen Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland auf die Linie des Hauses einzunorden.
 
Never ending story, quer durch alle Parteien. Am besten gar nicht erst aufregen und bei der nächsten Wahl dran denken :rolleyes: !!! Dabei aber immer an den ersten Satz denken "alle Parteien".
Glaube keiner daran, daß es erfolgreiche Politiker gibt, die nicht irgendwann dem Phänomen Macht und Geld erliegen und dafür alles tun :eek:

Fakt ist: Mit ehrlicher und "produktiver" Arbeit verdient man kein Geld mehr.
 
Moin Peter,

auch wenn es nichts bringt und der Stammtisch es anders sieht:

Fast alle Politiker sind aus meiner Sicht in ihrem Hauptjob (Abgeordneter) unterbezahlt!!;)

Mein ehemaliger Chef (Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens mit 4000 Mitarbeitern) verdiente in einem Jahr so viel wie Herr Steinbrück in den vergangenen drei Jahren. Er hat auch hier und da Reden gehalten (diese allerdings ohne Honorar) die aber auch von seinen Mitarbeitern geschrieben wurden ... also hat es hier zwar nicht der Steuerzahler aber der Kunde des Unternehmens (mit)bezahlt.

Frau Merkel (Chefin eines Unternehmens mit mehr als 80 Millionen Angestellten:D) verdient im Jahr nicht mal eine halbe Million, darüber lächelt mein Chef nur leicht.

Stimmen hier etwa die Relationen?

Martin hat recht, viel mehr Sorgen sollte uns machen, wer unseren Politikern Nebenverdienste ermöglicht, hier sehe ich das eigentliche Problem der sanften Einflußnahme. Bei einer angemessenen Vergütung für den eigentlichen Hauptjob als Abgeordneter (mit regelmäßig 14 stündiger Arbeitszeit) würde die Nebenjobs an Bedeutung verlieren.
 
Bei der nächsten Wahl bleiben nur noch die Piraten, die sollen vom Kuchen ja auch mal was abhaben...;)
Bei den anderen ist mir nicht mehr sooo klar was das kleinere Übel ist: wähle ich grün kann ich ja gleich Steinbrück, aber dann doch lieber, oder etwa doch nicht? Es ist hinten so vorne wie rechts und links...:rolleyes:
 
Hallo,

und unser Herr Steinbrück hat bei 7 Plenarsaal Sitzungen gefehlt ... musste sich wohl auf seine Vorträge konzentrieren !

Zu Herren wie Herrn Winterkorn (VW) etc.:

Ich würde da nicht sagen, dass unsere Politiker unterbezahlt sind; ich würde ehr meinen, dass diese Herren völlig (!!) überbezahlt sind. Für mich unbegreiflich wie Herr Winterkorn ca. 16 Millionen im Jahr verdienen kann. Völlig maßlos und völlig unverhältnismäßig zur Leistung/Gehalt der VW Arbeiter.


Gruss

PW


www.jeti-forum.de
 
Moin Peter,

auch wenn es nichts bringt und der Stammtisch es anders sieht:

Fast alle Politiker sind aus meiner Sicht in ihrem Hauptjob (Abgeordneter) unterbezahlt!!;)

Mein ehemaliger Chef (Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens mit 4000 Mitarbeitern) verdiente in einem Jahr so viel wie Herr Steinbrück in den vergangenen drei Jahren. Er hat auch hier und da Reden gehalten (diese allerdings ohne Honorar) die aber auch von seinen Mitarbeitern geschrieben wurden ... also hat es hier zwar nicht der Steuerzahler aber der Kunde des Unternehmens (mit)bezahlt.

Frau Merkel (Chefin eines Unternehmens mit mehr als 80 Millionen Angestellten:D) verdient im Jahr nicht mal eine halbe Million, darüber lächelt mein Chef nur leicht.

Stimmen hier etwa die Relationen?

Martin hat recht, viel mehr Sorgen sollte uns machen, wer unseren Politikern Nebenverdienste ermöglicht, hier sehe ich das eigentliche Problem der sanften Einflußnahme. Bei einer angemessenen Vergütung für den eigentlichen Hauptjob als Abgeordneter (mit regelmäßig 14 stündiger Arbeitszeit) würde die Nebenjobs an Bedeutung verlieren.

Nicht die Politiker verdienen zu wenig, sondern etliche in der freien Wirschaft einfach zu viel! Die nächsten Jahre werden zeigen, wie stabil die sogenannte Mittelschicht in Deutschland verankert ist oder ob der Abstand zwischen supergut/gut/geringverdiener weiter auseinanderdriftet (ich sage jetzt bewusst nicht arm und reich).

Was in den oberen Etagen bezahlt wird hat nichts mehr mit Leistung und vor allem überhaupt nichts mit Risiko zu tun. Jeder kleine Handwerker hat mehr persönliches Risiko (Haus und Hof!).
Ich empfinde das in letzter Zeit immer öfter als schamlos und empörend. Dein Beispiel halte ich daher für absolut ungeeignet.

Um das nochmal klar zu stellen. Gute Arbeit soll gut entlohnt werden und wer zudem ein persönliches Risiko trägt muß hierfür auch einen adäquaten Ausgleich bekommen. An dieser Stelle stimmen für mich die Relationen aber leider zu oft nicht!

Welches persönliche Risiko tragen Politiker eigentlich?
 
Lobbyismus gibt es in vielen Jobs, also auch der Politik.
Bzw. Vernetzung zwischen denen die etwas erreichen wollen.
Steinbrück lebt von den Vorträgen und die Banken haben zu ihm gute Kontakte.
So funktioniert unsere Wirtschaft nunmal.

Ist es denn im Bereich Modellbau anders?
Da gibt es auch jede Menge Interessen"vertretungen".. Man trifft sich, man kennt sich ..


Alles läuft über Vitamin B

Warum sollte uns das wundern ?

Jürgen
 
Moin Marcus

Was in den oberen Etagen bezahlt wird hat nichts mehr mit Leistung und vor allem überhaupt nichts mit Risiko zu tun. Jeder kleine Handwerker hat mehr persönliches Risiko (Haus und Hof!).
Ich empfinde das in letzter Zeit immer öfter als schamlos und empörend. Dein Beispiel halte ich daher für absolut ungeeignet.

Tja Markus, aber so ist leider die Realität - daher m. E. ein geeignetes Beispiel. Der "Markt" bezahlt nun mal diese Positionen mit den hohen Gehältern. Ich würde es auch gern anders sehen...

Welches persönliche Risiko tragen Politiker eigentlich?

Genausoviel oder genausowenig wie Vorstände ... Beide haben in der Regel gute Rückfallpositionen.
 
Hallo Hans,

dann sind wir uns doch im Grunde einig. Ich würde aber trotzdem sagen, daß der Maßstab an der richtigen Stelle angelegt werden sollte.

Und tja.......so isses halt im Leben..........das weiß ich leider selber........... Das muß ich aber trotzdem nicht für gut heißen und wenn ich als kleines Licht was dran ändern kann
("die Hoffnung stirbt zuletzt" oder "wie naiv/blöd ist der Wähler eigentlich Teil 24") dann ist es ein Versuch wert.

Ein Beispiel hierfür ist das anpassen des persönlichen Kaufverhaltens.
Man ändert im Grunde nicht viel und vielleicht mag mancher drüber lachen aber Mißstände zu ignorieren (oder resignieren) ändert auch nichts!
 
Ouh,
mal wieder ein Stammtischthema.

Ich glaub', ich schenk' mir doch mal 'n Gläschen Trollinger ein.

Grüße
S.
 
Nicht ganz die Hälfte der Einnahmen spendet er dem Finanzamt, der unterstützt so heimlich die Regierung. (mehr Steuereinnahmen, also nicht in der Schweiz verklappt)

So steht die CDU besser da, er wird nicht Kanzler und kann weiter Vorträge halten! :)
 
MoinMoin!

Die Diskussion über zu hohe Einkommen ist doch schon so alt wie die Menschheit. Es hat schon immer Leute gegeben, die deutlich mehr als andere bekommen haben (ich sag extra nicht verdient). Nicht umsonst gibt es erwiesenermaßen eine Pareto-Verteilung (20% der Bevölkerung besitzt 80% des Vermögens). Der Ruf nach gerechterer Verteilung erinnert mich an politisch eher problematische Systeme, die gerade nach und nach aussterben. Bitte nicht schon wieder! Über eines sollten sich alle klar sein ... das Gehalt eines VW-Vorstandes wird von den VW-Kunden bezahlt. Wenn ich sehe wie viele Leute ein überteuertes, deutsches Fahrzeug auf ihrem Hof stehen haben, welches so ziemlich überhaupt nichts mehr mit einem "Volkswagen", im wahrsten Sinne des Wortes, zu tun hat, dann wird mir klar, dass das Gehalt von Herrn Winterkorn noch viel zu niedrig ist. Es ist wie "bully-billi" schreibt, wenn alle mal ihr eigenes Kaufverhalten überdenken würden, dann würde sich auch etwas bei den Gehältern der Vorstände ändern. Das ist so, als wenn man sich über die zu hohen Gehälter der Fußballer beschwert, aber gleichzeitig zu Hause den Sky-Receiver bezahlt und für eine Stadionkarte mit Topzuschlag, ohne zu murren 80€ und mehr hinblättert. Da sag ich nur ... "selbst schuld!".

Und Herr Steinbrück? Tja, dass es überhaupt möglich und erlaubt ist, als Abgeordneter bezahlte Nebentätigkeiten (Rednerauftritte) ausführen zu dürfen, dass ist das was MICH nachdenklich macht. Arbeitsrechtlich kann ich komischerweise nichts machen, ohne das es mein AG erlaubt und es nicht meine eigentliche Tätigkeit beeinflusst. Für einen "Staatsdiener" sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass er seine ganze Aufmerksamkeit seiner Aufgabe widmet. Denke ich zumindest. Über die Höhe der einzelnen Gagen braucht man IMHO nicht reden. Solange es jemanden gibt der 15.000€ für eine Rede von Herrn Steinbrück bezahlt, ist das auch okay!

So und jetzt hole mir ein leeres Weinglas, setzte ich mich zu "Stephan2" (in der Hoffnung er gibt mir etwas von seinem Trollinger ab) und spende noch etwas Knabberkram. Auf einen gemütlichen Abend .... Prost! *pling*

In diesem Sinne

Gruss
Markus

PS: Jemand Lust auf Salzstangen?
 
Her Steinbrück hat doch nur alles bestätigt was wir schon immer über Politiker wußten;)

Die Frage ist nur:
wenn wir das schon immer wußten, wieso wählen wir dann wie immer???

Oliver
 
......Über eines sollten sich alle klar sein ... das Gehalt eines VW-Vorstandes wird von den VW-Kunden bezahlt. Wenn ich sehe wie viele Leute ein überteuertes, deutsches Fahrzeug auf ihrem Hof stehen haben, welches so ziemlich überhaupt nichts mehr mit einem "Volkswagen", im wahrsten Sinne des Wortes, zu tun hat, dann wird mir klar, dass das Gehalt von Herrn Winterkorn noch viel zu niedrig ist. Es ist wie "bully-billi" schreibt, wenn alle mal ihr eigenes Kaufverhalten überdenken würden, dann würde sich auch etwas bei den Gehältern der Vorstände ändern. .......

Hallo Markus,
verdammt erwischt! Was wohl mein Nickname mit meiner Wahl des fahrbaren Untersatzes zu tun hat :rolleyes: So gesehen bin ich für das Gehalt des Herrn Winterkorn mitverantwortlich, Schande über mich :eek:

Eben alles zu seiner Zeit auch ich bin nicht unfehlbar und VW-Bus ist meine schwache Seite...... und überhaupt was ist denn so schlimm, ich behaupte einfach das Gegenteil, das habe ich doch schon immer gesagt, nein da habt Ihr mich falsch verstanden, das muß ein Mißverständnis sein..:D.. (habe ich glaube ich so oder in ähnlicher Form schon mal gehört)

P.S. Salzstangen finde ich blöd, gehen nicht auch Chips?
 
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