Hilfe Motoreinbau in Seglerrumpf

sunny

User
Hallo ich habe mir einen K2 gekauft und möchte in elektrisch machen, kann mir jemand sagen, wie ich die Haube abschneide? wieviel grad, zug, spant einharzen......u.s.w. eben die vorgehensweise, das grundsätzliche.
vielen dank im voraus.
 
Schneid die Schnauze so ab, daß sich der Spinner möglichst harmonisch der Rumpfkontur anpasst.
Pfeiff auf Sturz und Zug, die sind bei solch einem Modell unwichtig, da der Motor nur zum Steigflug genutzt wird.

Viele Grüße, Michael
 
hi ... (wenigstens den Vornamen bekannt zu geben würde ich nicht als Unhöflichkeit auffassen)

1. stabile Pappe, etwa postkartengross: Spinner auflegen und Kreisumriss aufzeichnen und ausschneiden

2. Rumpf mit Höhenruder stabil auf Tisch aufbocken - Höhenruder muss waagerecht sein.

3. Lochschablone aufsetzen und Sturz und Zug ausrichten. Über die Menge scheiden sich die Geister - ich nehme bei den heute üblichen Motoren 8° Sturz nach unten und 4° Seitenzug (nach rechts, von hinten gesehen). Markieren und Rumpfspitze 1mm vor der Markierung abschneiden (wird am Schluss abgefeilt).

4. Motorspant herstellen, in eines der Befestigungslöcher eine neue Anlenkungsstange für Ruder (ca. 20cm lang, 1cm davon M3-Gewinde) einschrauben.

5. Spant im aufgebockten Rumpf ausrichten (i.d.R. müssen noch relativ viele Unebenheiten im Rumpf weggedremelt werden!) und mit wenig Sekundenkleber anpunkten. Anschliessend mit angedicktem Lamierharz oder UHU endfest 300 festharzen.

Bertram
 
Hallo Danke für die vielen Antworten, aber woher weiß ich welches die Mittellinie von meinem Rumpf ist???? Nach irgendwas muß ich mich doch ausrichten!! Oder woher weiß ich was 8 oder 4 Grad sind??
Ciao salvatore
 
1° entspricht auf 100 mm (z.B. Spinnerdurchmesser) einer Schrägstellung von 1.75 mm. Ab da Dreisatz. (Z.B. 4° am 45 mm Spinner: 1.75*4*.45 ~ 3.2 mm Schrägstellung)

(Ja, ich weiss, das geht nicht streng linear. Für diese kleinen Winkel ist das aber genau genug.)

Ausrichtung auf die Mittelline nach Augenmass. Der Rumpf ist ja lang.
 
Ausgerichtet wird immer nach dem Leitwerk und nicht nach der Rumpfmittellinie.
Alle Einstellwinkel beziehen sich immer auf das Leitwerk. Man kann eine Rumpflinie als Hilfslinie nehmen, aber mehr als eine Hilfslinie ist es nicht. Nimmst du eine Rumpflinie, dann ist es beim Zug relativ einfach, da das SLW in aller Regel mit der Rumpfmittellinie fluchtet.
Beim Sturz mußt du dann aber noch die Abweichung HLW und Rumpflinie mit verrechnen.
Mach es dir doch nicht so schwer und bau den Motor einfach optisch schön ein.
Jeglicher Zug und Sturz ist bei solch einem Modell einfach nur unschön anzusehen und vom fliegerischen her völlig überflüssig.
Meine persönliche Meinung: Wenn ich den Motor einschalte, dann soll das Modell nach oben wegsteigen. Aus welchem Grund sollte ich einen Sturz einbauen um diesen Auftrieb zu vernichten? Ich erhöhe damit nur den Widerstand, da der Flügel noch schräger angeblasen wird. Du hast es hier nicht mit einem F3A Modell zu tun.
Einen fehlenden Seitenzug wirst du überhaupt nicht bemerken.
Eine schief stehende Nase wird dir immer ins Auge stechen.


Viele Grüße, Michael
 
bzgl. Seitenzug gebe ich recht, das ist beim Segler nicht relevant. Beim Höhensturz ist es aber sehr angenehm. Du fliegst sonst loopings (wirklich). Du willst zwar nach oben, aber auf einer geraden Linie. Du musst also ohne Höhensturz permanent drücken bzw. per Mischer Tiefe zum Motor geben. *DAS* ist erst recht nicht effizient. Die Tiefenmischung kann übrigens beim sehr tiefen durchstarts ins Auge gehen, da die Motorleistung erst kurzer Verzögerung (anlaufkurve) wirksam wird, das Höhenruder aber schon auf Tiefe geht (das ist reale Erfahrung von mir, wird dir schon schummrig wenn der Segler in 5m Höhe die Nase nach unten nimmt ;) ). Ich habe einen Segler mit korrektem Sturz und einen ohne, und ich bevorzuge den mit :)

ach und nochwas, wenn du die Nase selbst abschneidest, kannst du ja gleich mit Höhensturz abschneiden, dann sieht man nix von den 3°. Wie man korrekt Nasen abschneidet und dann auf Passung schleift, ist hier super beschrieben.
 
Jeglicher Zug und Sturz ist bei solch einem Modell einfach nur unschön anzusehen und vom fliegerischen her völlig überflüssig.
Einspruch, von wegen kein Sturz nötig.
Das hat mich schon einen schönen Segler gekostet.
Szenario:
das Modell wird am Hang "hereingehungert". Also mit wenig Fahrt und mit hohem Anstellwinkel.
Es reicht aber trotz allem nicht. Also Motor an!
Dadurch nimmt das Modell kurz "die Nase hoch"...
Strömungsabriss, Trudeln und ab in die Steine :(
Gruss Jürgen
 
Du musst also ohne Höhensturz permanent drücken
Und mit Sturz mußt du permanent ziehen. Wo ist da der Unterschied?
Wenn ich permanent drücke (das muß man nur, wenn die Motorleistung sehr groß ist)
dann haben Leitwerk und Fläche Auftrieb. Wenn ich aber ziehen muß, dann hat die Fläche Auftrieb, das Leitwerk Abtrieb und der Widerstand der Fläche gegenüber der Luft die Angeblasen wird ist größer, da die Stirnfläche größer ist. Je größer der Sturz, desto größer ist der Widerstand gegenüber der durch den Motor bewegten Luft.
Was ist also wohl effizienter zum steigen?

@Jürgen N.
Das war dann ja wohl, in erster Linie, ein klassischer Pilotenfehler und nicht unbedingt die Schuld des Modells. Und daß ein Modell so schnell die Nase hebt und keine Fahrt aufnimmt,
das glaube ich dir nicht. Wenn der Motor so stark ist, daß die Nase hochgerissen wird, dann reist nie und nimmer die Strömung ab. Zumindest nicht durch die Schuld des Motors.
Andersrum ist es etwas anderes. Landung wird zu lange, man ist knapp über dem Boden,
man schaltet den Motor ein und bevor der Auftrieb wirksam wird hat der Motor das Modell in den Boden gezogen. Auch schön öfter mal beobachtet.
Ich denke jeder hat da so seine Methode. Ich habe die FÜR MICH optimale Lösung durch viiiiiiel probieren herausgefunden. Probier es doch selber einmal aus.

Viele Grüße, Michael
 
Ich habe die FÜR MICH optimale Lösung durch viiiiiiel probieren herausgefunden. Probier es doch selber einmal aus.
Das ist genau der Punkt. Viel zu oft wird so etwas hier pauschal als das Alleinseligmachende verkauft.

Wenn Du mit Sturz permanent ziehen musst, ist der Sturz falsch gewählt. Man legt einen Motorsegler ja nicht auf vollkommen neutrales Verhalten aus.
 
Exact! Da man das vor dem Abschneiden der Nase aber nicht genau bestimmen kann, kann man das spätere Verhalten nur erahnen.
Wenn ich dann aber, wie oben, 8° Sturz lese, dann wirst du wahrscheinlich permanent ziehen müssen.
In meinen Augen macht es keinen Unterschied ob ich ein bisschen drücken muß oder ein bisschen mehr. Wenn ich den Motor also sowieso nicht komplett ausgleiche, warum dann überhaupt?

Viele Grüße, Michael
 
naja, die ganze Diskussion mit denselben Teilnehmern gabs ja schon hier.

Ich habe genau Bertrams Erfahrungen bzgl. durchsacken gemacht.

Gibt anscheinend 2 Lager, die die mit 0° arbeiten und die einen Sturz einbauen. Die letzteren habens schwerer da sie sich für eine Gradzahl entscheiden müssen ;).

Und nein, wenn man den korrekten Sturz einbaut, muss man nicht permanent ziehen. Ich denke ein Sturz um die 8° ist ok. siehe z.b. hier oder hier... überall zuwenig Sturz.
 
0° ???????? Neeee, der Übergang Rumpf-Spinner soll harmonisch sein, die Gradzahl ist mir dabei völlig egal. Ich denke Powercroco hat das in dem anderen Thread auch so gemeint.
0° war wohl nur etwas irreführend geschrieben.

Viele Grüße, Michael
 
Hallo,

meine Segler versuche ich so einzustellen, dass das Modell beim Motor einschalten gerade nach vorne beschleunigt. Dann einmal kurz gezogen und der Flieger steigt im gewünschten Winkel nach oben weg. Korrekturen sind nur noch bei wechselnden Windverhältinssen in höheren Luftschichten notwendig. Alles andere kostet nur unnütz Energie und Nerven.

Der Sturz liegt dafür irgendwo um die 5°, je nach Modell und Antrieb. Wichtig ist, dass der Sturz beim fertigen Modell nachträglich geändert werden kann. Zwischen Spant und Motor kommen bei mir immer die überzähligen Gummis, die den Servos beiliegen. Feineinstellung dann mit mehr oder weniger stark angezogenen Schrauben. Geht wunderbar.

:)
 
Motorisierung LS8

Motorisierung LS8

hallo

ich suche nach antworten zur elektrifizierung meiner ls8 von graupner.

1. die mittellinie im rumpf. weiter oben schreibt jemand das die mittellinie sich auf das leitwerk beziehe. eh.... ich habe ein T leitwerk? also mus ich mich doch wohl auf die hintere rumpföffnung konzentrieren, oder????

2. sturz wird mir wohl niemand abschliessend beantworten können. ich denke das ich mich einmitte bei villeicht 4 ° wenns so noch optisch vertretbar ist.

was muss ich sonst beachten? (anfänger)

gruss fritz
 
= eine Linie Deiner Wahl, aber parallel zur HR-Ausrichtung (mehr oder weniger). Dürfte in etwa der Achse des Rumpfhecks entsprechen.
Also jedenfalls NICHT parallel zur Tragflächensehne oder Unterseite (obwohl letztere meist der Mittellinie recht nah kommt).

LG

Bertram
 
Hallo Fritz,

Habe schon mehre Segler, auch Scale Motorriesiert. Baue auf jeden Fall einen Sturz ein. Gradangaben zu machen ist schwer. Wer kann das schon genau aufs Grad messen?
Irgendwas zwischen 4-8 ° Wer "0 °" anstrebt kann auch leicht das Gegenteil von einem Sturz erzielen. Keine Ahnung wie man das nennt. Steigung veilleicht.
Als Hilfreich hat sich erwiesen, eine längere Gewindestange vorn mittig durch den Spant zu montieren. Lässt sich der Sturz gut abschätzen, mehr ist ohne großen Aufwand sowieso nicht. Die Gewindestange kannst Du dann gleich zum Spannt festklemmen nutzen. Spant mit Gewindestange durch den Rumpf zur Nase einführen und vorn ein Querholz und Mutter drauf. Gewindestange mit Augenmaß ausrichten, Spant festharzen oder auch nur heften.
Seitezug würde ich beim Zwecksegler machen, bei Vorbildgetreuen nicht. Beim Vorbildgtreuen passe ich auch den Spinner optimal an die Obere Rumpfkontur an. Auf jeden Fall mit Sturz. Der ergibt sich dann meist ohnehin.


Tschüß
Knut
 
Für den Motorsturz gibt es folgenden Anhaltspunkt:
Man zielt mit der Motorachse "knapp" über den Auftriebsschwerpunkt, welcher "knapp" hinter dem Schwerpunkt liegen sollte (CG).
Die Motorachse ungefähr auf den Schwerpunkt (CG) an der Oberseite der Fläche auszurichten kommt in etwa hin bei 0° V-Form. Bei mehr V-Form liegt der Auftriebsschwerpunkt entsprechend höher.

Bei einem Mitteldecker oder einem weit vor den Flächen liegenden Motor braucht man so weniger Sturz als bei einem Schulterdecker mit kurzer Nase.

Die Regel scheint auch für Heckantriebe von Nurflüglern zu gelten. Mein Nuri fliegt beim Gasgeben wie auf Schienen geradeaus, auch wenn ein recht großer Wert von etwa 10° rauskam.
 
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