Hilfe Nimbus 7m

Hallo Großseglerpiloten,
ich habe Probleme, meinen 7m Nimbus von EMS zu landen.
Sobald ich die Störklappen ausfahre, habe ich eine nicht kontrollierbare
"Giftigkeit" auf dem Höhenruder. Soll heißen: Klappen raus-guter zügiger Sinkflug-wenn ich jetzt leicht ziehen will, erfolgt zunächst keine Reaktion, bis er plötzlich ohne Vorankündigung nach oben schießt. Das ganze macht in Bodennähe nicht viel Spaß.
Wer kann mir helfen bzw. irgendeinen Tipp geben? Erfahrungen mit Seglern von 8-14 kg und 5 Metern sind vorhanden.
mit freundlichen Fliegergrüßen
A.Roß
autohaus@kia-scholz.de
036781-29444
 

COOLMOVE

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Hast Du auch eine Butterflystellung der Ruder auf die Störklappen gemischt?
Wenn nicht, wäre das vielleicht einen Versuch wert.
 

Dido

User
Hallo, so ganz kann ich Diese Erklärung nicht nachvollziehen. QUOTE] Soll heißen: Klappen raus-guter zügiger Sinkflug-wenn ich jetzt leicht ziehen will, erfolgt zunächst keine Reaktion, bis er plötzlich ohne Vorankündigung nach oben schießt.[ [/QUOTE].
Für mich bedeutet es, dass das Höhenruderservo nicht proportional ausschlägt und Dein Modell mit recht hoher Geschwindigkeit zur Landung kommt.
Meinen HKM Nimbus, 6,6 m, 10kg Fluggewicht, habe ich nach vielen Test wie folgt programmiert: Nach ziehen des Gasteuerknüppel fahren zuerst die inneren Wölklappen nach unten, ab ca. Mittelstellung fahren dann gleichzeitig die mittleren Wölklappen nach unten und die Störklappen aus. Die Querruder bleiben dabei immer in Neutralstellung. Die Fahrt wird dabei gewaltig abgebaut. Über den Kurvenmischer ist das Höhenruderservo mit entsprechenden Tiefenruderauschlag beigemischt.
Selbst bei Windstille habe ich mit dieser Einstellung den Nimbus immer Griff.

Versuche mal die Einstellung der Klappen zu optimieren und mit weniger Fahrt zur Landung zu kommen.

Gruß Dieter
 
Kann es sein dass das Höhenruder abreisst weil die Störklappen ein zu grosses Moment um die Querachse erzeugen und das Höhenleitwerk übervordert? Welches Profil hat Dein Nimbus?

Der Nimbus von HKM hat ein mit ca. 25% über dimentioniertes Höhenleitwerk für mehr Stabilität um die Querachse.

Daniel
 
Nimbus

Nimbus

Danke für die Antworten. Ich habe jetzt erst einmal die EWD gemessen, auf welche ich mich Anfangs verlassen hatte. Erstaunlicherweise liegt diese nur bei 0,8°. Bei dem verwendeten Profiel HQ 2,5 sollten das zwischen 1,5 und 2,0° sein. Dieses werde ich erstmal ändern. Seltsamerweise bin ich den Nimbus mit einigermaßen neutralem HR geflogen. Kann mir nur erklären, daß unter den Strömungsverhältnissen bei Klappenbetrieb die zu kleine EWD solche extremen Auswirkungen hat. Ich werd's probieren-was sagt ihr zu EWD-kann die solche Einflüsse haben?
 
Hallo, ich denke NICHT, dass die EWD mit diesem Phänomen in Zusamenhang steht.
Ich sehe keinen Anlass die EWD zu erhöhen Meine ASW 22 mit 6m (9kg) fliege ich auch mit 0,8°.... wobei jeglicher Vergleich in dieser Hinsicht hinkt.

Ich denke, dass Du eine senderseitige (falsch/exponentiell) ansteigende Höhenzumischung schon überprüft hast. (zugemischte Expo Anteile etc... was alles passieren kann...)

Möglicherweise befindet sich das Leitwerk in diesem Flugzustand auch so im Abwind (down wash), dass erst größere Ausschläge (und dann überraschend) die Wirkung zeigen.

Bei meiner ASW 22 fahren zuerst die Klappen komplett aus und bei halbem Knüppelweg kommt noch Butterfly hinzu. Ich habe damit keinerlei Probleme.

Wie gesagt, von einem Verändern der EWD würde ich Dir abraten, da dies aus meiner Sicht in keinerlei Zusammenhang stehen kann.

Viele Grüße
 
Hallo

Mir sind die Zicken beim EMS N4 nicht bekannt. Die EWD würde ich auch eher verringern wie erhöhen, denn der N4 liegt mit dem Profil auf der sicheren Seite. Ich kann mich erinnern, dass bei dem HLW-Servo nicht gerade viel Platz war. Schau doch mal ob da vielleicht irgendwas schleift ....

MfG
Benjamin
 
Nimbus

Nimbus

Ja-es gibt natürlich unterschiedliche Meinungen-wenn das Wetter morgen(Sa) mitspielt, werde ich über meine Versuche berichten. Hoffentlich bin ich in der Lage, auch mehrere Versuche zu starten.....
Meine Änderungen:
-EWD erhöht auf 1,5°-kann ja nichts passieren, außerdem austrimmbar
-Schwerpunkt vorsichthalber ca 1,5 cm vor Herst.angabe eingestellt
-da die Klappen sehr weit hinten sitzen, scheinen diese nur im steilen Abflug gut zu bremsen-daß heißt: komme ich wieder in die Horizontale und die Flächen bekommen von unten Anströmung, so wird der Aufbäumeffekt durch die plötzlich fehlende Klappenwirkung, verstärkt. Dem entgegenzuwirken versuche ich die WK nach unten mit auszufahren-somit erhoffe ich mir in jeder Fluglage eine definierte Bremswirkung
-außerdem werde ich mich auf die Eigenarten besser konzentrieren
ich gebe nicht auf und berichte wieder-danke für die Berichte
 

Jan

Moderator
Bei dieser schmalen Tragflüche sind 1,5 cm SP-Vorlage ziemlich viel.

Habe auch nicht verstanden, ob der SP von Anfang an so weit vorne war.
Kannst Du das mal klarstellen?

Die Idee eines Abrisses am HR wäre bei Kopflastigkeit plausibel.
Dazu passt auch die zunächst geringe HR-Wirkung.
Dann wäre aber im Fall des Abrisses IMHO ein "unterschneidendes" Verhalten zu erwarten.

Eine kopflastige Einstellung passt auch nicht so recht zu der geringen EWD.

Was ich machen würde: Schwerpunkt nach hinten auf die Herstellerangabe. EWD 1,5 Grad. Und die Einstellung der Landekonfig. wie oben von Dido dargestellt.
 
Nimbus

Nimbus

den SP hatte ich vorher genau auf Herst.angabe! Mit dem SP habe ich genug probiert-hier sind keine Änderungen eingetreten. Jetzt lege ich ihn aus Sicherheitsgründen vor. Ich gehe davon aus, daß ich natürlich Tiefe trimmen muß. Dem wirkt der nach vorne verlegte SP vor und erhöht die Sicherheit.
Nach Erfolg wird Stück für Stück zurückgenommen. So bin ich auf der sicheren Seite. Wir werden sehen-ich berichte wieder-(natürlich nur bei Erfolg!!!)
 
[QUOTEdaß ich natürlich Tiefe trimmen muß][/QUOTE]
Ich würde sagen "Höhe" trimmen, wenn vorne zu schwer.
Gruß Dirk


Haste viel Expo auf Höhe?
 
Nicht wegen EWD sondern wegen dem Schwerpunkt nach vorne, meinte ich, das da Höhe getrimmt werden muß.
Gruß Dirk
 
Nimbus

Nimbus

Gestern-Samstag teilweise bei Nieselregen und leicht böigem Seitenwind mußte unbedingt ein Testergebnis her!
Die EWD wurde um mind. 1° erhöht auf ca 1,8°, der SP etwas vor und zu den Klappen wurden die inneren WK mit ausgefahren. Ergebnis: ich freue mich nun auf jede Landung-der Nimbus ist wie umgewandelt und absolut kontrollierbar auch mit ausgefahrenen Störklappen. Nach 3 Start-Landeflügen erfolgte der Abbau im Regen! Ich beanke mich für den Einsatz des geduldigen Schleppis Marian Queck und der beiden Helfer Michael Mai und Tim Roß.
Danke auch für die Antworten und Anregungen.
Gruß Andreas
 
Hallo Andreas, na dann kann ich ja gratulieren! Freut mich, dass es etwas gebracht hat.
Wenn jetzt noch jemand den Zusammenhang zwischen einer EWD Änderung und diesem Verhalten erklären kann, wäre ich auch glücklich...
Oder sind die Wölbklappen dafür verantwortlich?
Viel Erfolg noch mit dem Nimbus.
Gruß
 
Hallo Gliderfreak, ich denke, der Nimbus ist durch seinen kurzen Rumpf und die 7 Meter SW auf dem HR sehr empfindlich. Das HR braucht exakte Anströmung und etwas "Druck". Dadurch muß die Einstellung genau stimmen. Er fliegt jetzt auch in der Höhe wesentlich ruhiger. Gleichzeitig bin ich der Meinung, daß die ausgefahrenen WK(mit Störklappen) einfach mehr Stabilität bringen.
Wir waren übrigens gestern-bei Sch...Wetter-wieder mit dem Nimbus zu Gange. Alles Bestens-geht super!
Gruß Andreas
 
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