Hilfe und Tipps für eigenbau Impeller 90mm mit 35N Schub

Hallo,

Für mein Winterprojekt Horten IX in 1:8 benötige ich zwei 90mm Impeller. Ich möchte dazu zwei gegenläufige Impeller einsetzen. Da hier der Markt doch recht übersichtlich wird, ist Selbstbau angesagt. Das Bauen wäre auch nicht so das Problem, die Berechnung und Auslegung des Antriebes bereitet mir dagegen einiges Kopfzerbrechen.
Da hier nicht nur rechnerische Grundlagen zählen, sondern vor allem auch Erfahrungswerte, hoffe ich, dass ich hier einige Tipps erhalten kann. Da hier auch Profis mitlesen, möchte ich deren Bedenken über einen möglichen kommerziellen Missbrauch ihres geistigen Eigentums zerstreuen: Ich möchte Impeller in Holzbauweise bauen. Dies ist mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden – ein Handel mit diesen Einzelstücken wäre definitiv nicht wirtschaftlich. Ich mache das alles also nur zu meinem privaten Vergnügen. Vertrauliche Hinweise und Ratschläge per Mail, PN oder Telefon werden auch genauso behandelt. Ich habe kein Interesse daran, mich mit fremden Federn zu schmücken und damit auch noch Geld zu verdienen.

Nun aber zum Pflichtenheft; was muss der (die) Impeller können:
- 2x 90mm Impeller, gegenläufig
- jeweils etwa 35N Schub
- angenehmes Strahlgeräusch, keine fliegende Kreischsäge!!!

Der gesamte Antrieb soll so leicht wie möglich sein. Natürlich ist es kein Problem, die Schubwerte mit 10s LiPo zu erreichen. Ich möchte aber das Gesamtgewicht möglichst gering halten und 6 bis höchstens 8s LiPo einsetzen. (Pro Impeller natürlich)
Wäre nicht die Sache mit den gegenläufigen Impellern, würde ich es mir vielleicht nochmal überlegen, so einen Aufwand zu treiben. Denn 90mm Impeller, die die übrigen Vorgaben erfüllen gibt’s schon genügend. Auf der anderen Seite ist es aber auch reizvoll, einen maßgeschneiderten Impeller mit eigenen Händen zu bauen…
Das Abfluggewicht liegt laut Hersteller (Raimund Sonst) bei über 7 kg. Um sicher von Gras starten zu können, wäre also ein Schub/Gewichtsverhältnis von 1:1 nicht schlecht, ergo: 35N

Soweit zu den Fakten, nun die Fragen:
1.Blatttiefe: alles, was ich der einschlägigen Literatur entnehmen konnte, ist die Aussage, dass sich die Blatttiefe aufgrund der sich ändernden Re-Zahlen nach außen hin verkleinern sollte. Aber wie tief sollten die Blätter an der Wurzel nun idealerweise sein?
2.Blattform (Flüsterimpeller): Ich möchte kein Kreischeisen, sondern ein dezentes Rauschen. Die Jetfans von Ejets hören sich schon mal klasse an. Woran liegt das? Liegt es an der Sichelform, oder gibt es noch andere Faktoren, die Geräuschminimierend wirken.
3.Drehzahl: Bei mehreren in Frage kommenden Motoren: sollte ich eher einen hochdrehenden Motor wählen, oder lieber weniger Drehzahl bei höherer Blattsteigung? Ich vermute dass sowohl von der Geräuschimmission, als auch vom Luftwiderstand her eine geringere Drehzahl sinnvoll wäre, liege ich damit richtig?
4.Die Rotorblätter bekommen eine Verwindung von etwa 20°. Lohnt es sich, die Statorblätter ebenfalls zu verwinden, oder wird diese Maßnahme zu kaum messbaren Steigerungen führen?

Ich habe mit dem Elektroimpeller Buch von Dirk Juras schon mal ein wenig rumgerechnet und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen:
Leistungsberechnung:
D in m = Wurzel aus D²kanal – D²motor
= Wurzel aus 0,09m² – 0,04m²
= 0,0806m
Vaustritt = Wurzel aus S/(0,96 xD²)
= Wurzel aus 35N/(0,96x0,0806²)
= 74,91 m/s (= 269,68 km/h)
P = Vaustritt x S
= 74,91 m/s x 35N
= 2.621,85 W

Drehzahl Impeller:
Nennspannung 8s Lipo = 29,6 V
Motor = HET 650-68 1500 kv
29,6V x 1500 kv x 80% = 35.520 U/min

Konstruktion:
Modellgeschwindigkeit Vm = 36,11 m/s (=130 km/h)
Strahlgeschwindigkeit Va = 74,91 m/s (= 269,68 km/h)
Maximale Motordrehzahl 1500 kv = 35.520 U/min
Drall freie Strömung bei 75% Leistung = 35.520 U/min x 75% = 26.640 U/min
Ri = Di/2 = 20mm = 0,02m
Ra = Da/2 = 45mm = 0,045m
Ui = π x 0,02m x 26.640/30s = 55m/s (=200,86 km/h)
Ua = π x 0,045m x 26.640/30s = 125m/s (=451,94 km/h)
Blattspitzengeschwindigkeit bei Maximaler Motorleistung: π x 0,045m x 35.520/30s = 167,38m/s (=602,58 km/h)

Die Blattwinkel habe ich zeichnerisch mit Vektorpfeilen ermittelt. Folgende Rotorwinkel, bezogen auf die Drehachse kamen dabei raus:
Rotor Stator
Anstellwinkel i: 52° 12°
Anstellwinkel a: 72° 20°
Eine Winkelübertreibung ist hier noch nicht berücksichtigt.

Die große Frage lautet hier: Wie komme ich bei der Berechnung auf die erforderliche Strömungsgeschwindigkeit von 74,91 m/s??? Grundlage für die zeichnerische Ermittlung der Anstellwinkel mittels Vektorpfeilen ist nach Dirk Juras die FLUGgeschwindigkeit. Müsste ich nicht eher die gewünschte STRAHLgeschwindigkeit als Vektor nehmen?

Ihr seht: Fragen über Fragen. Es wäre toll, wenn mir jemand helfen könnte, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Auch eine kritische Betrachtung meiner Berechnungen wäre toll!

Gruß, Tim
 
Hallo Tim,
ich kenne das Buch zwar nicht, aber wenn ich deine Frage richtig verstanden habe, benötigst du den Fluggeschwindigkeitsvektor um, kombiniert mit dem Vektor der Blattgeschwindigkeit z.B. an der Blattspitze, den Auftreffwinkel (Vektor, was auch immer) der Luft auf das Blatt zu ermitteln. Damit kann man dann ermitteln, wie man das Blatt bei welchem Profil und Wölbung anstellt um eine bestimmte Auftriebskraft bzw. Schubkraft zu erzeugen (Tragflügeltheorie).
Dafür benötigst du die Fluggeschwindigkeit.

Danach bin ich mir nicht ganz sicher, aber du müsstest dann eine geringe Druckerhöhung bekommen. Wenn du die Energiegleichung aus der Strömungslehre kennst, kannst du diese dann auf den Querschnitt unmittelbar hinterm Rotor und im Auslass anwenden und bekommst so die Strahlgeschwindigkeit.

Ich hoffe ich konnte was helfen.
Stell doch mal deine Skizzen Online.

LG,

Deniz
 
zum Thema angenehmes Rauschen,... Die Change Sun Impeller Hören sich GENIAL an!!!
Schau mal..
Change_90mm_2.JPGChange_90mm_3.jpg
 
2x 6s vs. 1x 12s

2x 6s vs. 1x 12s

Hallo Tim,

interessantes Projekt!!
Ich kann dir vielleicht nur eine kleine Anregung geben, aber ich stand bei der Antriebsauslegung für meine doch relativ grosse Saab105 (6,7kg Abfluggewicht)(bzw. für die kommende Su27)(beide "Tetris - Baussätze") vor einer ähnlichen Situation:
- 2x 90mm
- möglichst leicht
- möglichst Leistungsstark
- keine "Kreischer"

Ich hab mich dann anhand vorhandener Messdaten an eine für mich passende Lösung getastet.
Nicht 6s (von denen ich ja sowieso zwei Stück benötigt hätte) sondern 2x 6s in Serie, also 12s.
Der einzige Nachteil: zwei HV Regler, die etwas mehr Gewicht haben als die kleineren, die bis 6s gehen. Dafür haben die 12s Regler Leistungsreserven und somit ist das Mehrgewicht absolut nebensächlich.
Gesamtes Antriebsgewicht mit 2x JetFan90 + 2x 120A Regler + 20A BEC + 2x 6s5000mah NanoTec 65/130c + 2x Scorpion 3026/1000kv = 2,6kg
Ampere benötigt der ganze Anrieb zwischen 150 und 170. Das klingt sehr viel, sind aber pro Motor eigentlich nur 75 - 85A (ich bin bisher einige male 3mal hintereinander geflogen. Gleich nach dem Fliegen nachgeladen und da gaben die Akkus nach jedem Ladezyklus (ca 26min für ca 3500mah) mehr Ampere her :confused: Beim jeweils ersten Flug warens immer so um die 150A und beim jeweils dritten Flug so um die 170A. Keine Ahnung wieso - vielleicht brauchen die auch Betriebstemperatur)

Naja, jedenfalls braucht die HV-Auslegung meines Erachtens nach im Flugbetrieb weniger Strom, weil bei drittel oder halgas nur 20 bis 60A fließen und die zum schönen Fliegen absolut reichen! Vollgas ist eigentlich nie nötig (macht aber soooo viel spass) :D

Also mein Tip: für eine 2-Motorige Anwendung auch über eine HV Auslegung nachdenken. ;)

Grüsse
Georg

PS: anbei doch noch ein Video von dem beschriebenen HV-Antrieb.

 
Hallo Leute,

@ Deniz: Die Geschwindigkeitsvektoren für Fluggeschwindigkeit und Blattgeschwindigkeit hab ich und konnte damit auch den Blattwinkel bestimmen. Ich frag mich nur, wie ich die Strömungsgeschwindigkeit ermitteln kann, denn mit der kann ich dann letztlich den Schub bestimmen. Die Energiegleichung kenne ich nicht, hab sie aber gegoogelt und gleich darauf Schweißausbrüche bekommen ;) Da muss ich mal in Ruhe drüber brüten...

An die Zeichnungen komm ich gerade nicht dran. Hab das Buch und meine Zeichnungen gerade nicht bei mir. Ich stell sie aber rein, sobald ich sie wieder habe.



@ Flightmaster: die Changesun sind u.a. auch preislich ne Alternative. Ich werd mal lesen, was dazu so geschrieben wird. Danke für den Hinweis!

@ Georg: Danke für diesen Beitrag und das Video!!!! :D
Die Leistung Deines Antriebes ist sehenswert, aber der Sound topt alles! Ich habe die Jetfans schon einzeln in unterschiedlichen Setups gehört und find die Dinger toll. Aber zwei 90er in einem Modell höre ich zum ersten mal - und bin Platt. So eine brachiale Steigleistung passt zwar nicht zur H9, aber ein bisschen Spaß muss sein. Ich hab mir auch schon eine Lackierung rausgesucht, die es so nie gegeben hat, dann kann ich auch mal in der Luft etwas "unscale" unterwegs sein...

Sag mal, wo gibts den diese interessanten Puzzlebausätze?

Noch ne Frage zu Deinem Antrieb: 12s: 44,4V x 75A = 3.330W! Wie kommt denn der Motor damit klar, hast Du den mit Flüssigstickstoff gekühlt? ;)

Du hast mir ganz schön den Mund wässerig gemacht. Nach dem Video kann ich mir vorstellen, die H9 erstmal mit Serientriebwerken (Jetfan90) zu bauen und parallel dazu mit Eigenbauimpellern weiter zu experimentieren.

@ All: Zum Schluss möchte ich noch auf die offenen Fragen hinweisen: Blattform, -tiefe, -anzahl und Statorblattverwindung sowie optimale Drehzahl (eher hoch oder niedrig mit hoher Blattsteigung?)

Gruß Tim
 
Hallo Leute,
@ Georg: Danke für diesen Beitrag und das Video!!!! :D
Die Leistung Deines Antriebes ist sehenswert, aber der Sound topt alles! Ich habe die Jetfans schon einzeln in unterschiedlichen Setups gehört und find die Dinger toll. Aber zwei 90er in einem Modell höre ich zum ersten mal - und bin Platt. So eine brachiale Steigleistung passt zwar nicht zur H9, aber ein bisschen Spaß muss sein. Ich hab mir auch schon eine Lackierung rausgesucht, die es so nie gegeben hat, dann kann ich auch mal in der Luft etwas "unscale" unterwegs sein...

Sag mal, wo gibts den diese interessanten Puzzlebausätze?

Noch ne Frage zu Deinem Antrieb: 12s: 44,4V x 75A = 3.330W! Wie kommt denn der Motor damit klar, hast Du den mit Flüssigstickstoff gekühlt? ;)

Gruß Tim

Hallo Tim,

freut mich, dass dir das gefällt :D
Die Bausätze kommen aus der Gegend um Moskau. Wurden auf einer "sechs Achsen CNC Heissdrahtschneidemaschine" produziert. Wenn du 10 Modelle von irgendeinem Modell bei dem Russen bestellen würdest, dann entwickelt er es für dich. Umso grösser, desto lieber ist es ihm. So sind wir zu der Saab105 gekommen, die es ja sonst als Modell nicht zu kaufen gibt.
War mir den Versuch wert und mir gefällts :D

Zum Antrieb: damit die nur ca 200g leichten Motoren das aushalten und nicht überhitzen, hab ich den grösstmöglichen Ventilator davor montiert :D 90mm Durchmesser und 9 Rotorblätter ;)
Die Motoren kann man nach den Flügen berühren! Sie sind zwar sehr warm, aber nicht heiß. Die Regler sind da heißer! Normalerweise bekommen die bei mir immer einen direkten Kühluftstrom, aber bei der Saab hab ich mir das gespart... Die Kühlluft kommt zzt noch nur durch die Fahrwerksöffnungen.
Und die 3026/1000kv Scorpion Motore sind scheinbar die Einzigen, die das aushalten. Ich hab da einige verschiedene Fabrikate versucht :rolleyes:. Alternativ gäbe es noch die HET 700/60 Serie, die eigentlich nur etwas schwerer wären aber weil Innenläufer, auch verträglicher für die Regler.

Soweit...
Grüsse
Georg
 
@ Tim:

1. Du hast das falsche Buch. :D
Juras ist halt eher populärwisseschaftlich.
Das Standardwerk ist hier:

Voss: Der Traum von der Düse
Leider nur noch antiquarisch erhältlich.
Aber Achtung, harte Kost.

Hier werden Deine offenen Fragen beantwortet.

2. Gegenläufige Impeller
Ist meines Erachtens überflüssig. Aus erfolgreichen HIX wissen wir ja längst, daß das Problem hier ein anderes ist (Anströmungsveränderung durch Schubstrahl)

3. Schub-/Gewichtsverhältnis
1:1 ist für ein solches Modell völlig übertrieben.
Ich habe schon mehrere Nachbauten der Sonst HIX begleitet und frag mich immer, was das soll. Die Dinger werden doch nur bleischwer und kritisch.
Warum wiegt ein solch kleines Modell 7 kg?
Schub-/Gewicht von 0,7:1 mit leichterem Antrieb ist satt und reicht auch problemlos für Rasenstart.

4. HV Anwendungen
In der Sache hat Gepo Recht, wobei die Wirkungsgradgewinne eher klein sind Meist so um die 5%.
Vorteil sind z.B. auch leichte Kabel
Nachteil die meist teureren Regler
Grundsätzlich ist hohe Spannung aber eigentlich immer einem hohen Strom vorzuziehen.
Die Beliebtheit der 6-Zellenklasse rührt eher aus der preiswerten Regel- und vielfach limitierten Ladetechnik.

Ich würde als Target max. 6 kg nehmen und ca. 50 N installierten Schub.

Oliver
 
Hi Oliver,

Mit Dirks Buch kann ich halt auch als Laie umgehen. Aber ich seh ja was passiert, wenn ich ins Detail gehen will, da hilft der Schmöker nicht. Ich versuch mal an Heinrichs Buch zu kommen. Ich hab auch noch Ludwig Retzbachs Buch, aber auch das geht nicht auf meine offenen Fragen ein.

Gegenläufige Impeller sind nicht wirklich nötig, da hast Du wohl recht, aber im Falle des Selbstbaus ist es auch kein Mehraufwand einen Linksläufer zu bauen.

Wie Raimund auf die 7kg kommt, kann ich mir auch nicht erklären. Das Geheimnis lässt sich erst lüften, wenn ich den Bausatz im Keller hab und das dauert leider noch ein paar Wochen. Ich muss erst noch andere Arbeiten abschließen. Wenn ich 6kg TOW bei 50N Schub hinbekäme, wäre ich schon glücklich, aber Raimund hat mir geschrieben, dass das Gewicht zwischen 7 und 10 kg liegt :eek: Wir werden sehen, wo bei mir die Waage stehenbleibt. Aber als klein würde ich die H9 in 1:8 auch nicht bezeichnen. Die hat dann schon 2,10m Spannweite und das ist für einen Jet schon ordentlich

Das Schub/Gewichtsverhältnis von 1:1 hab ich mir selbst als Ziel gesetzt, da ich davon ausgehe, dass ich diesen Wert in der Praxis mit Eigenbauimpellern ohnehin nicht erreiche. Mit etwas weniger Schub kann ich also gut leben.

Gruß, Tim
 
Hallo Tim,

Also ich versuch hier mal was beizutragen. Zunächst; ich schrecke nicht vor dem Standardwerk zurück "der Traum von der Düse". :D Ich find das eigentlich recht gut beschrieben... aber das ist was anderes.

Die Fragen die du hast sind typisch für jemanden der sich zum ersten Mal ernsthaft mit der Auslegung von Turbomaschinen beschäftigt. Zu der Frage der Blattzahlen und der -tiefe: Es gibt ein Verhältnis welches den Abstand zwischen zwei Schaufeln (t) zur Sehnenlänge der Schaufeln (s) ins Verhältnis setzt. Nennt sich dann auch t/s-Verhältnis. Das ist bei einem Verdichter (Impeller sind da nix anderes) irgendwo zwischen 0,7 und 1. Also, wenige Schaufeln aber tief oder viele aber kurze. Das trifft bestimmt auf die neueren Impeller zu die man neuerdings sieht. Bei älteren hat man sich das geschenkt und hat ja auch Designs gehabt die 3, 4 oder 5 Blätter hatten. Das aber nur mal so am Rande.

Bei deinen Vektoren blick ich überhaupt nicht durch. Die Qualität ist aber auch recht bescheiden, find ich. Damit du einen Druckaufbau in der Beschaufelung (sowohl von Rotor als auch vom Stator) erreichst mußt du die Luft verzögern. Das Funktioniert indem die Strömung umgelenkt wird. Welche Umlenkung hast du bei diesen Vektoren genommen (delta zwischen w1 und w2)? Ich kann da nur eine marginale Umlenkung sehen, das wäre zu klein. Die Umlenkung kann zwischen 5° und vielleicht 10° sein. Mehr macht so ein Verdichter leider nicht mir.

Wenn du noch fragen hast kann ich auch versuchen, das mal in einem Telefonat zu klären. Mehr gerne per PN.

Cheers
Chris
 
Hallo,

Für mein Winterprojekt Horten IX in 1:8 benötige ich zwei 90mm Impeller. Ich möchte dazu zwei gegenläufige Impeller einsetzen.

Gruß, Tim

Hmm. Stators are designed to straighten the airflow to maximize efficiency. The only reason you want a counterrotating motor is to cancel out coupling which is nihil (and will become even less with trottle delay)

I'd recommend to buy 2 good efficiency fans (multiblade units not in favour for several reasons) and good efficiency setup for good flight times which you need for classic jets.

There is no reason to build your own fans. Just enjoy your HIX !!

best regards,
Erik
 
Hi Erik,

you and Oliver are right: there´s no need to build contrarotating fans. I am converted ;) I will use 2x Jetfan 90 for the H9.

But I´m still interested in the Design of EDF´s and build one by myself, just to see if I´m able to build an efficient and silent EDF.

@ Christian: Danke für den Tip mit dem t/s Verhältnis. Das Problem dabei ist aber, dass sich dieses Verhältnis nach außen ändert. Am Schaufelfuß hab ich die größte Tiefe des Blattes, aber auch den geringsten Abstand zum Nachbarn...

Also kann ich die Blätter nur an einem bestimmten Punkt ins richtige Verhältnis bringen. Wo wäre das am günstigsten? Am Schaufelfuß?

Gruß, Tim
 
Hi Tim,

if you compare Amp draw of the midi and mulitblade rotors you will notice silent fans need more power (much shorter flight time). I do fly Jetfan90 too but biggest problem is you cannot hear the fan rpm at low throttle. because of this it is very hard to judge flying speed when landing.

An other problem is the multiblade rotors are acting like speed brakes when the power is off. you always need to run rpm to keep a good flying speed which reduces flight time too. With less blades it is much easier to glide with your plane and increase flight time. Because of this, low blade rotors like JD, Midi and old DS show longer flight times, but the downside is noise level is louder.That's rules of physics you cannot bend!
For me, the rotor sound level needs to be acceptable, not ear piercing. The design of the intake is a big factor to reduce noise as well. The Midi is still a very good choice.

The biggest problem for edf planes it to keep it light. If you want to build a very good plane you need to make a lot of choices and compromises.
I am still having problems to keep my Fearey Delta1 light. I need to reduce weight from 7kg to 3.5kg to shorten the 300m runway. This consumes a lot of time to find the best setup. choices for fan, controller and cells is very important for the FD1 and for every classic jet.

I do think it is great to design your own fan, but rule of ecciciency shows the whole drive train (fan, motor,controller,batteries) is perfroming very low when 1 thing is not so well designed:
90%+90%+90%+90%= 0.9x0.9x0.9x0.9=65% efficiency
70%+90%+90%+90%= 0.7x0.9x0.9x0.9=51% efficiency (which needs to be comromised with more batteries!!)
I hope you see why this example shows you you need the best components to get the best efficiency. Designing a fan might be a very long way to make you smile.

good luck!
Erik
 
Erik hat das sehr schön auf den Punkt gebracht!

Aber ich möchte noch einmal auf das Modellgewicht zurück kommen.

Das Original von Alfons Gabsch im Maßstab 1:10 fliegt exzellent mit zwei Mini Fans und wiegt 2 kg.

Hier geht es nun um ein Modell im Maßstab 1:8, also 25% vergrößert.

Wenn man davon ausgeht, daß das Gewicht eines Modells in der dritten Potenz steigt, dann kommen wir auf ca. 4 kg.
Genau das halte ich auch für ein sinnvolles Gewicht! :rolleyes:


Wie Raimund Sonst auf mindestens 7 kg, oder angeblich sogar noch mehr kommt, ist mir dabei nach wie vor ein völliges Rätsel.
Nach meiner Erfahrung geben sich leider gerade in Impellerdingen Unbewanderte (der Threadstarter ist hier natürlich ausdrücklich ausgenommen, ich denke hier gerade an zwei Kunden in den 70ern, die diese Ho IX als erstes Elektro- Impellermodell bauen), an dieses Projekt. Vermutlich wegen des besonderen Reizes dieses Modells.
Wenn dann die Antriebsvorgaben so gravierend falsch sind, dann ist der Frust vorprogrammiert. Ich hab mir da schon stundenlang den Mund fuselig geredet.... :cry:
Aber wenn ich dann in der Beratung den Vorgaben widerspreche, dann glaubt der Kunde das natürlich nicht und kauft stattdessen lieber beim Hobyking oder Schw..., die stellen halt keine Fragen. :D

Ein Teil der Antwort mag schon in den Gedanken des Treadstarters liegen.
Wenn ich schon mit 7 kg Abfluggewicht plane, und dann von Schub-/Gewichtsverhältnis von 1:1 als Grundlage ausgehe, dann benötige ich dafür Antriebe, die mal mindestens 1500 g je Stück wiegen, also zusammen 3,0 kg, eher mehr.
Dafür muß das Modell dann konstruktiv auch ausgelegt werden, was es wieder schwerer macht. Irgendwann hat man dann eine Lenkrakete mit bescheidenen Flugeigenschaften.

Wie man auf sowas kommt? Keine Ahnung. Ich kann mir nur vorstellen, daß es mangelnde Erfahrung in der Auslegung von Impellern ist.

Denn auch in der kleinen Version sind 69er Impeller ja eigentlich schon zu groß und werden am unteren Ende des Sinnvollen betrieben (gerade mal 8N je Seite).

Ich würde deshalb dieses Projekt radikal anders aufziehen!

Zielgewicht: 4 kg
Schub: 0,8:1 = 36N
Antrieb: 2 x Mini Fan mit HET 2W25
Akku: 1 x 6s 6000 oder 2 x 6s 3600


Diese Antriebe wiegen komplett zusammen (!) ca. 1,3 kg
Bleiben 2,7 kg für das Modell.

Mir kann keiner erzählen, daß man eine 2 m Horten mit 2,7 kg nicht gescheit realisiert bekommt, inkl. Fahrwerk!

Vorteil wäre dann auch noch, daß bei kleineren Impellern der Schubstrahl weiter von der Fläche entfernt ist. Das mag die vorhandene Beeinflussungsproblematik verringern.

Bei einem solchen Modell hätte ich dann auch Lust es zu fliegen!

Und revolutionär sind diese Gedanken auch nicht, gab es doch den Ansatz schonmal hier: http://www.wingsontheweb.com/ho229/index.php und RBC hatte ein ähnliches Modell auch schonmal, letztlich aber nicht produziert.


Oliver
 
Hi Oliver,

das ist ja auch mal ein interessanter Ansatz!

Ich muss aber auch mal betonen, dass die 35N Schub nur eine theoretische Zahl, basierend auf der Gewichtsangabe des Herstellers ist. Wenn die Holzteile nicht alle aus Birke oder Buche sind, könnte man bestimmt ein leichteres Leergewicht auf die (Fahrwerks-) Beine stellen. Aber dazu kann ich halt erst genaueres Sagen, wenn das Holzpuzzle im Keller liegt.

Wenn ich mir die Bilder des Modells so ansehe, scheint Raimund Pappel und Balsa einzusetzen. Die Kiefernholme scheinen auch nicht überdimensioniert zu sein und bei der Beplankung kann man das Holz mit der Briefwaage sortieren (mach ich eh immer). Leichtbaupotential ist also vorhanden.

Bei einem derart reduzierten Gewicht kann man auch ein wesentlich leichteres Fahrwerk einsetzen, was zusätzlich das Gewicht senkt...

Das einzige, was bei Deinem Vorschlag nicht wesentlich leichter wird, ist der Geldbeutel :D denn zwei 90er Fans mit entsprechenden Motoren, Reglern und Akkus kosten schon ne Stange Geld :rolleyes: Also auch aus finanzieller Sicht ein guter Vorschlag

Ich denke mal über diese interessante Alternative nach.

Gruß, Tim
 
Hi Tim,

From experience, I think you can make your project even lighter as Oliver suggests. From personal experience I know retracts and edf are a difficult combination because edf needs a lot of power to roll a plane on grass. With retracts you need big batteries as well. The Horten planes are designed as fast gliders and a glider needs only 20% thrust/weight ratio.
I converted hotliners to edf and these planes need only little power to fly aerobatics:
http://airtoimedia.nl/web/upload/Emile/Lift-Off_xs_EDF_Erik_8-7-2007.wmv
That's only 550W

at post 1988 you will see an old vdo from my 90mm huckebein with minifan480,16/15/3 and 4s 2200mAh cells
http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=202005&page=67
if you read the next posts you will understand edf engeneering a little bit more.
btw minifans sound even better as midi.

I would be suprised if your Horten would not glide as well as my Huck with 2x 2w20 and 4s4000mAh which is 1100W. But I would recommend a bunghee. Use lighter servos too (I like graupner 292MG and Futaba S3150)

Today I crashed my Miniwave90 with jetfan90. landing speed was faster as I thought because I could not hear the rpm... The 8s5000mah pack broke the fuse in half. The good news is I have a setup for my Fd1 project now (2450W) :rolleyes: but I am in doubt for midi+650er. Not using the Jepe retracts+behotec c21 for a edf anymore.

greets!
Erik
 
Yeah! you can raise your fans 20mm higher and this might be enough to avoid those ugly long thrusttubes!

Really Eric? How do you know that? Do you have it self-flown or or heard of someone else? Please show me the EDF- IX with this detail and without thrust tubes and without a fin :eek:

My experience is that it does not matter how high the exit over the wing surface is. I fly my Ho IX without thrust tubes and with the thrust exit directly over the wing surface.
At this flight the thrust rudders at my IX were off, I noticed it after the flight :o:rolleyes::D


@Tim: bei einer Horten IX mit hohem Schub-Gewichts-Verhältnis sehe ich ein spezielles Problem. Die Instabilität nimmt mit dem Schub zu, bzw. mit der Differenz aus Fluggeschwindigkeit und Strahlgeschwindigkeit des Impellers. Je mehr Leistung eingebaut wird, umso "weicher" werden die Ruder bzw. man kann es vielleicht damit beschreiben dass man mit wenig Leistung mehr Grip hat und mit zunehmender Leistung wird es immer mehr als ob man sich auf glattem Eis bewegt.
Schubrohrverlängerungen beseitigen das Problem weitestgehend.
Meine Schubruder in Kombination mit der Finne helfen nur bei dem kritischen Vollschub geben bei niedriger Fluggeschwindigkeit, die Hauptarbeit macht die Finne.

Meine 1,25 m / 0,29 m² Ho IX wiegt übrigens nach den vielen Reparaturen 1,5 kg, das sind knapp über 50 g/dm². Man sollte je nach Maßstab 60-70 g/dm² möglichst nicht überschreiten weil bei dem geringen Maximalauftrieb einer Horten sonst die Landegeschwindigkeit sehr hoch wird, das Flugzeug neigt dann zum überschlagen wenn es irgendwo einseitig einfädelt.

Gruß,

Uwe.
 
Ich muss aber auch mal betonen, dass die 35N Schub nur eine theoretische Zahl, basierend auf der Gewichtsangabe des Herstellers ist.

Sorry, ich hab das vielleicht mißverständlich ausgedrückt. Die Kritik richtete sich nicht gegen Dich!
Du als Kunde kannst ja erstmal nicht anders, als erstmal von den Angaben des Herstellers auszugehen.

Ich bin da vielleicht ein wenig allergisch, weil halt schon mehrere Modellbauer hoffnungsfroh nach Antrieben mit 7-8 kg angefragt haben und ich immer geraten habe, doch erst einmal das Modell zu bauen und dann eine Gewichtsbilanz zu machen.

Frage: Ist denn nachweislich schon überhaupt irgendeine Ho IX mit 2,1 m Spannweite und 7 kg erfolgreich geflogen?

Die Horten aus USA die ich verlinkt habe, hat auch etwas mehr als 2m Spannweite und wiegt deutlich unter 4 kg.

Und sie hat einen Antrieb, der gerade mal halb so stark ist, wie der von mir oben empfohlene. Und selbst das reicht nach den Videos zum Bodenstart von Asphalt.

Hach, wenn ich Zeit hätte, würde ich selbst eine bauen. :D

Aber ich denke, auch wenn dieser Thread inzwischen eine unerwartete Wendung genommen hat, zusammen mit den wertvollen Tipps von Uwe H. kommst Du langsam in die richtige Richtung.

Oliver

PS.: Wenn ich mich nicht verrechnet habe, dann bedeuten Uwes Aussagen, daß das Modell 4,9-5,7 kg nicht überschreiten sollte.
 
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