Hitec-Servo abgeraucht im Jet

Hallo zusammen,

habe heute letzte Tests an meinem Harpoon gemacht, darunter mal ein erster Reichweitentest, Tanksystem (mit Hopper) und so weiter. Dachte so bei mir, schaust mal bei laufender Turbine unter die Kabinenhaube und überprüfst mal den Flüssigkeitsspiegel im Hopper (Luftblasen?) und wundere mich, warums unter dem ECU-Brettchen qualmt. Ist mir doch tatsächlich das Servo Hitec HS5945MG im wahrsten Sinne des Wortes abgeraucht. Schachtelneu, Fertigungsdatum 07.05; hatte es für die Speedbrake eingebaut und funktionierte bis jetzt einwandfrei. Ich vermute mal dass das Servo am Getriebe blockierte und dann der Glockenankermotor so heiss wurde, dass der Kunststoff zu rauchen begann. Es gab vorher kein "Gekreische" weder bei ausgefahrener noch bei geschlossener Klappe. Auch sonst ist die Anlenkung einwandfrei. Hat jemand schon mal Erfahrungen dieser Art gemacht?

hs5945mg_schmor.jpg



Gruss Michael
 
Hallo,
würde das Servo trotz des Aufklebers in die Mülltonne kloppen!;-)
Aber im ernst: ich habe selbst ein 5945 im Rookie an den Canards problemlos im Betrieb und bin mit Hitec-Servos voll zufrieden.
Vielleicht Produktionsfehler?
Gruß
Manni
 
Hallo,
eigentlich deutet das auf einen Dauerüberlastschaden hin, du schreibst für Speedbrake, mechanische Anlenkung? oder für ein Pneumatik-Schieberventil?

Bei einer rein mechanischen Anlenkung kann bei laufender Bine der Sog im Rumpf so groß werden, das das Servo die Klappe nicht mehr öffnen kann, also quasi blockiert, und bem Pneu-Ventil, kann der Schieber so weit durchrutschen, zB durch einen Einschaltimpuls weil der E. zuerst eigeschaltet wurde, das ein O-Ring frei liegt, das Servo hat dann uU nicht mehr die Kraft den Schieber rein zu ziehen.

Andererseits, sind mir jetzt zwei zwar 3 Jahre alte aber schachtelneue 606 bb kaput gegangen, weil die nicht genug Kraft für die Pneu-Ventile hatten. Wobei 6,6 kg Kraft dafür eigentlich dicke reichen sollten. Vieleicht wurde das Servo vom Hersteller deshalb aus dem Programm genomen.

Gruß
Eberhard
 
Hallo,

die Speedbrake ist direkt angelenkt, also kein Pneumatikzylinder. Ich habe diese Servos schon lange im Einsatz und dies ist das erste welches sich derart spektakulär verabschiedet hat. Der Servohebel blieb in dieser Stellung auf dem Foto stehen, in Stellung "zu". Die Speedbrake an sich hat auch einen Anschlag in Stellung "zu", weiter gehts nicht. Vielleicht wirklich ein Fertigungsfehler. Da ja Garantie drauf ist (Ich habe das Servo erst vor einer Woche bekommen und vergangenen Mittwoch eingebaut) werde ich morgen den Händler kontaktieren. Habe nun wieder das in der Bauanleitung angegebene Graupner 5077 eingebaut, demnächst soll Erstflug sein.

Gruss Michael
 
Hallo Michael,
das Problem ist eigentlich alt. Die größte Katastrophe für ein 5945 ist irgendein mechanischer Anschlag, auch wenn er nicht so hart erscheinen mag. Das Servo zieht schnell dauerhaft 1-2A Strom am Anschlag und die Wärme wird nicht abgeführt. Irgendwann sieht es dann so aus wie auf dem Bild.

Lösung: 1. für sowas ein analoges Servo nehmen (z.B. HS-645 oder HS-945)
oder 2. mit dem Programmiergerät die Nulllage beim 5945 "weicher " stellen

Grüße
Ralph
 
Hallo turbomichi,

ich hatte bereits ebenfalls ein ähnliches Problem mit den Hitec-Servos vom Typ HS5945. Ich habe mit einem Modellbaukollegen zusammen eine Sammelbestellung durchgeführt. Es waren ingesamt 15 Servos des gleichen Typs. 3 Servos dieser Lieferung sind bisher defekt (eines bei meinem Kollegen, zwei bei mir)!

Kurz zum Hintergrund: Ich lasse generell alle neuen Servos und Empfänger erst eine gewisse Zeit (ca. 7-8 Std.) im Betrieb, bevor ich die Teile in den Flieger einbaue (Badewanneneffekt!!!).

Während dieses Testbetriebs liegt KEINE Last am Servos. Es wird auch nicht bewegt. Es liegt nur permanent an Spannung (4 Zellen). Dabei ist mir dann das erste Servo ausgefallen. Es wurde sehr heiß (offensichtlich aber nicht so stark wie bei dir ;) ) und reagierte auf keine Steuerbefehle mehr. Ich habe dieses Servo zu Multiplex geschickt und anstandslos ein neues erhalten.
Das zweite Servo viel direkt kurz vor dem Jungernflug (Harpoon) aus. Das Servos war auf einem Querruder eingebaut (also am Boden sehr wenig Belastung).
Symptom: Servo fuhr in den Vollausschlag und blieb dort stehen. Keine Steuerreaktionen mehr. Anlage AUS/EIN geschaltet. Servo ging kurze Zeit wieder und blieb dann wieder in Neutralstellung stehen.
Gott sei Dank, dass es noch VOR dem Start passierte, sonst wäre mein Harpoon wahrscheinlich Schrott gewesen.
Nach einsenden des Servos erhielt ich dieses wieder zurück. Im Reparaturbericht stand zu lesen "kurzeitige Signalunterbrechung behoben" :rolleyes:

Bei meinem Modellbaukollegen fiel sein Servo auch auf dem Schreibtisch (ohne Last) aus. Einfach keine Reaktion auf Steuerbefehle mehr.

Ich habe dann im Harpoon alle Servos auf Quer (bzw. Höhe) gegen Servos eines anderen Herstellers ausgetauscht. War mir einfach zu riskant. Was ich mit den Servos jetzt anfange... :confused:



Eine Nachfrage bei Multiplex, ob es hier ein Qualitätsproblem geben könnte wurde verneint.
 
klingt ja nicht sehr vertrauenserweckend... aber was gibt es zur Zeit für digitale Alternativen?

Die DS8411 / 8311 sollen zu verstärkten Getriebespiel neigen, bei robbe/Futaba tut sich im verschmerzbaren Bereich auch wenig.

Ich muss auch bald 2 hochwertige Kisten mit Servo´s bestücken, ich denke ich muss mir das nocheinmal alles durch den Kopf gehen lassen.

Andererseits sind wohl die Hitec Servos die zur Zeit am meisten verwendete Servomarke, nicht nur bei den Jets hier, wenn die wirklich überdurchschnittlich viele Mängel hätten wären sie das eigentlich nicht....

Jörg
 
Hallo,

bis dato hatte ich noch nie Probleme mit diesen Servos, im Reaper werkeln 2 Stück in den Tragflächen. Aber dass ein Servo abraucht bzw. zu heiss wird - das kann ja wohl nicht angehen und darf nicht passieren. Wenn MPX die dann anstandslos ersetzt, OK. Aber es bleibt dann doch ein mieses Gefühl... andererseits hatte ich auch schon ein analoges frisch aus der Schachtel von Graupner/JR, das sich nicht zur Mitarbeit überreden liess. Die anderen im Harpoon sind jeweils 2 gebrauchte 5945, v.1.03 in jeder Fläche eines und 2 neue 5945, v.1.04 für die äusseren Quer-/Höhenruder. Die haben keine Mucken gezeigt bisher. Was mich nur wundert ist, fällt mir jetzt gerade ein, auf dem abgerauchten Servo war keine Firmwarenummer zu sehen, lediglich das Herstelldatum...

Gruss Michael
 
Servos abrauchen ...

Servos abrauchen ...

>>Gott sei Dank, dass es noch VOR dem Start passierte, sonst wäre mein Harpoon wahrscheinlich Schrott gewesen.<<

Das Kangaroo meines Flugkollegen war dann Schrott, ein hitec-Digi (allerdings kein 5945, genaue Type weiss ich jetzt leider nicht mehr, müsste nachfragen) fuhr beim 13. Flug plötzlich in Endstellung (mechanisch) und verharrte dort mit aller Gewalt die ihm die 4zellige Stromversorgung ermöglichte. Nach dem Einsammeln der Trümmer war dieses Verhalten am Boden eindeutig reproduzierbar, äußerlich kein Schaden zu sehen. MPX "retournierte" das defekte Servo (schriftlich), Diagnose kurz und bündig: Überlast, kein Ersatz, wenn ich mich nicht ganz irre sollte mein Flugkollege dann sogar noch das Rückporto berappen bzw. das defekte Servo dort zur Entsorgung belassen ...

>>Ich habe dann im Harpoon alle Servos auf Quer (bzw. Höhe) gegen Servos eines anderen Herstellers ausgetauscht. War mir einfach zu riskant<<

Genau das tat er dann auch, jetzt werkeln im Nachfolgemodell Harpoon keine vier hitec´s mehr sondern vier Digis von robbe/futaba ... das Argument "Überlast" erschien ihm doch etwas zu "dubios", die vier hitec am Vierklappenflügel des Kangaroo waren laut Herstellerempfehlung ausreichend stark dimensioniert (entsprechend den kg-Angaben) ...

Muss aber dazu sagen, ich persönlich bin bis jetzt jedoch voll und ganz zufrieden mit meinen Digi´s aber auch den Analogen von hitec *AufHolzKlopf* ... allerdings zugegebenermaßen nun ein wenig verunsichert ...

Als Denkanstoß eine Empfehlung meinerseits an die Servohersteller, von mir als Elektronikdilettant und Laie, es kann und darf nicht sein dass ein Servo (auch kein Digi) im Überlastfall innen derart heiß wird sodass es das Gehäuse durchschmilzt oder wie im obigen Fall - falls es wirklich Überlast war - derartige interne Defekte (Endposition) verursacht. Ein derart überlastetes Servo sollte sich selbsttätig stromlos schalten sobald eine kritische zerstörereische Temperatur überschritten wird. Jeder billige Haarföhn tut dies!

Und wenn die Temperatur wieder in moderate Bereiche abgesunken ist soll es sich wieder eigenständig aktivieren, als Indikator ob dies nun zb. im Flug kurzfristig der Fall war dann zb. nur mehr mit halber Servogeschwindigkeit (bis zum nächsten aus/einschalten).

Ein kleiner Thermosensor + eine Softwareanpassung wär alles!

Je nach Anwendungsfall wär dann selbst mit einem "toten" Servo sogar noch eine (Not-)Landung denkbar, speziell die hochwertigen Digis bieten stromlos kaum Widerstand und das Ruder wird vom Fahrtwind in den Strak gedrückt, event. wär dadurch das Kangaroo mit seinem 4Klappenflügel dann noch zu retten gewesen ...


Grüße Spunki
 
@Jörg
Ja es ist schon etwas komisch. Ich habe bisher auch nur die besten Erfahrungen mit HITEC gemacht und mich auch deshalb für die 5945 entschieden. Es werden auch sicherlich eine ganze Menge von diesen Servos verkauft, wie man ja in vielen Modellberichten, Bauberichten usw. nachlesen kann. Viele sind sehr, sehr zufrieden.

Nach meinen persönlichen Erfahrungen bleibt jedoch ein gewaltiger Nebengeschmack :confused: :rolleyes:

@Spunki
Ja du hast völlig recht ! Normalerweise würde ich schon erwarten, dass in die Servos eine elektronische Strombegrenzung integriert ist. Es dürfte auf jeden Fall nicht sein, dass -selbst wenn es sehr stark mechanisch belastet wird- sich das Servo mit Gewalt selbst zerstört :confused:

Es bleibt schwierig ..... :rolleyes:
 
Selbstzerstörung ...

Selbstzerstörung ...

Hallo Franz!

>>Normalerweise würde ich schon erwarten, dass in die Servos eine elektronische Strombegrenzung integriert ist. Es dürfte auf jeden Fall nicht sein, dass -selbst wenn es sehr stark mechanisch belastet wird- sich das Servo mit Gewalt selbst zerstört<<

Natürlich könnte "man" so wie bei diversen Stellern für E-Motore bei thermischer bzw. Strom-Überlast die Leistung (und damit auch die Verlustleistung, sprich Wärme) elegant stufenlos reduzieren ...

Dies könnte aber fatale Auswirkungen haben, zb. könnte eine abnehmende Servoleistung dazu führen dass sich 10 high-speed Abschwünge noch ausgehen, der 11. aber aufgrund von fehlender Servoleistung und hohen Ruderkräften im Dreck endet ... oder die Ruder zu Flattern beginnen weil die Haltekraft nicht mehr ausreicht, usw. ...

Nein, das Servo soll bis zuletzt seine volle Leistung bringen, nahezu! ... jedoch knapp bevor es sich dann beginnt selbst zu zerstören und in Rauch und Flammen aufgeht oder durch internes "verschmoren" unvorhersehbare Reaktionen zeigt (siehe oben) soll es sich dann besser gleich ganz "totstellen" ... zumindest hat man dann nicht noch zusätzlich zum kaputten Flieger auch noch ein verkohltes Servo ...

Am besten wär natürlich eine "russische Lösung", das Servo hält selbst Blockierstrom dauerhaft stand! ... dies würde aber Gewicht+Abmessungen (Voll-Metallgeäuse mit ausreichend dimensionierten Kühlrippen) erhöhen, vermutlich andere Servomotoren erfordern und den Preis hochtreiben ...


Grüße Spunki
 
Hallo Spunki,

Dies könnte aber fatale Auswirkungen haben, zb. könnte eine abnehmende Servoleistung dazu führen dass sich 10 high-speed Abschwünge noch ausgehen, der 11. aber aufgrund von fehlender Servoleistung und hohen Ruderkräften im Dreck endet ... oder die Ruder zu Flattern beginnen weil die Haltekraft nicht mehr ausreicht, usw. ...


hast schon recht. Aber in diesem Fall würde ich sagen ist das Servo dann etwas unterdimensioniert. Wenn es das aushalten soll, sollte man eben ein stärkeres verwenden.
Es sollte auf jeden Fall nicht sein, dass sich ein Servo selbst zerstört.
 
Probleme mit HITEC Servos

Probleme mit HITEC Servos

Hallo,

alles klar Spunki.

Ich würde aber dennoch gerne nochmal an den Anfangsgedanken von turbomichi anknüpfen.

Gibt es wirklich mehr Modellbauer, die mit HITEC -insbesondere Digitalservos- Schwierigkeiten haben ??

Oder sind das wirklich nur Einzelfälle ?
 
ich kann persönlich bis jetzt nur von einem schachtelneuen 5955 TG berichten welches seinen Geist aushauchte. Habe aber z.Zt. auch nur 9 Hitecs im Einsatz

Jörg
 
"Gibt es wirklich mehr Modellbauer, die mit HITEC -insbesondere Digitalservos- Schwierigkeiten haben ??"
Ich habe mittlerweile fünf 5945 Servos in den Händen gehabt,die genau so aussahen wie Michaels "durchgebranntes"Servo :-( Wobei Überlast hier schon eine Rolle gespielt haben kann(2 HR Servos in 46%Velox/1 Fahrwerksverriegelungsservo 50% Me 163/ 2 Querruderservos 39% Katana)
Die Katana gehörte einen Freund.Mittlerweile gehört sie mir und wurde kpl.auf 8511 umgerüstet.Nach mittlerweile recht vielen Flügen immer noch kein Problem mit den Graupnerservos.
Gruß
Markus
 
Hallo Markus,

nur nebenbei: Servus, wir hatten schon mal ein langes Telefonat (Tankverschluss, UL, Pfarrkirchen,Ampfing, Hienheim, usw.) Vielleicht erinnerst du dich noch ;)

Zum Thema: Wenn ein Servo in einer Ruderfunktion eingebaut ist und somit nicht an einen Anschlag läuft, DARF es doch nicht wegen Überlast durchbrennen, oder?
Mir scheint sich jetzt schon abzuzeichnen, dass hier etwas "Faul" ist :confused:
 
Hallo,
offenbar liegt hier schon Servoseitig etwas im Argen, sonst würde sich das nicht bei so wenigen Usern derartig darstellen.
Für mich stellt sich die Frage, ist das bisher nur bei den 5945 MG aufgetreten, oder auch zB. bei den großen 5735 MG und 5745 MG bzw. anderen Hitec Digi-Servos.

Hallo Markus,
was für Dicke Brummer verwendest du in deiner Me?

Michael,
sag mal, was für einen Sender/Empfänger verwendest du,
ich denke da grade an die unterschiedlichen Impulsraten der Anlagen, das hier der Hund bei der Kompatibilität begraben liegt.

Gruß
Eberhard
 
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