Hitzeschutzlack

Hallo!

Ich suche einen möglichst effektiv wirkenden Hitzeschutzlack, der wenigstens für Sekunden bis zum Einsatz des Feuerlöschers das Modell plus Innereien schützen kann. Das was ich letzte Woche
im Rahmen eines "Arschbrennens" an meinem Hotti erlebt habe, hätte einen Jet mit Innen-Turbine sicher komplett zerstört. Der Lack müßte hoch Temp.-fest sein und möglichst leicht. Wer vertreibt einen solchen Lack? Als Alternative überlege ich mir meine neue Maschine im Turbinen-
und Hosenrohrbereich mit Alufolie auszukleiden.
Wir würdet ihr die Folie verkleben, mit Weißleim?
Kann man alternativer Weise auch hochwertigen Ofenrohrlack verwenden? An dieser Stelle noch eine Warnung: Ich hätte nicht gedacht, wie schnell 2 kg CO2 verbraucht sind. Also immer schön auf volle Füllungen achten. Selbst volle
Löscher sind nach spätestens 15 Sek. leer !!!!

Grüße!

Frank
 
Hallo,
schau mal hier rein,
http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=6;t=000269
da steht auch was über Feuerlöscher.
Ich habe gestern den Heat-shield vom Jetshop im innern und nur im Bereich des Schubrohres verstrichen, hab aber noch keine Erfahrung damit.
In dem Fall oben hat die Hitzeschutzfarbe aber auch nix mehr genutzt.
Grüße
Christian

[ 19. Juli 2003, 09:15: Beitrag editiert von: ceffi ]
 
Hallo
Es gibt da wirklich garnichts was da hilft.
Wenn man sich klar macht wie heiß die Geschichte werden kann.

Wichtig noch: ZB. Harz wird wieder bei ca 100-150° + flüssig oder verbrennt.
Lacke geben auch sehr schnell den Geist auf, es gibt dann schöne Blasen.
Ich habe meine Modelle innen mit Alufolie beklebt, ist nur bei normalen Betrieb eine leichte Dämmung, brennt es, keine Sekunde und die Folie ist weggebrannt.
Normale Folie ist einfach zu dünn, um so hohe Temparaturen auszuhalten.

Wenn es im Modell brennt und es erkennt ist,ist alles schon zu Späht.

Ich hatte mal einen Turbinenstart wo ich auf einmal Wind von hinten bekam, mann echt schlimm ,was da schon alles mit Blasen hochkam.

Deshalb schön auf den Wind achten, Turbine gut einstellen, keine Heißstarts und den vollen Feuerlöscher immer zur Hand.
Außerdem noch viel Glück das immer alles gut geht!!!

Gruss Micha
 
Hallo Frank
es gibt Brandschutzlacke für Holz die ab einer bestimmten Temperatur aufschäumen und so das Holz vorm entzünden schützen, ich weiss aber nicht ab welcher Teperatur.
Wenn dich das Interessiert müsste ich am Montag mal beim Lieferanten nach einem Datenblatt fragen
 
Hallo Spunki!

Danke für die Info. Aber was ist nun besser: Lack oder Matte oder sogar die Kombination? Das Beste ist m.M. ständig einen Löscher bereit zu halten. Zu oft sehe ich, dass selbst unsere Profis dies nicht so handhaben. 100mal geht es gut und dann brennt´s wie Hölle. Kann jetzt auch diesbezüglich mitreden.

Frank
 
Hallo Frank

Anstrich und Matte sind in erster Linie gedacht um Holz und GFK vor Wärmestrahlung abzuschirmen (zb. bei wenig Abstand Rumpf-Schubrohr, speziell im Stand) ...

Sie halten natürlich kurzfristig auch direkte Flammeinwirkung aus, nur, wenns mal innen richtig brennt dann nützt das auch wenig - man kann ja nicht alle Komponenten im Rumpfinneren damit einstreichen ...

In erster Linie soll man Brände vermeiden - eine Turbine brennt nur dann wenn vor dem Startvorgang Kerosin eingelaufen ist - kann passieren zb. durch ein undichtes Magnetventil und der Tank liegt höher als die Turbine ... bestes Mittel dagegen: manuellen Festo-Absperrhahn, erst unmittelbar vor dem Anlassen öffen und bereits beim Nachkühlen sofort wieder schließen ...

Und falls doch: Feuerlöscher immer bereit halten, speziell bei Modellen mit innenliegender Turbine ...

Grüße Spunki
 
Es gibt keine Hitzebeständigen Lacke auf Lösemittelbasis. Bestenfalls kann man ein Modell "beschichten" lassen mittels Pulverlacken. Aber ich denke das ist nicht zu realisieren da dies
a.) nicht bezahlbar ist
b.) unsere Modell nicht elektrisch leitend sind an der Oberfläche und somit das Verfahren nicht funktioniert.

Wenn Du Dein Modell im Rumpf temperaturfester bekommen möchhtest dann geh in die Apotheke und kauf dir sogenanntes "Wasserglas" das ist ein Pulver, ich glaube auf Kieselerde Basis, welches Wasserlöslich ist und dann eine weisse Paste ergibt die man auf alle möglichen Oberflächen Auftragen kann.

Merkst Du was??? Ja genau BVM Heatshild ist genau dasselbe Zeugs nur ungefähr 10 mal so teuer, wie so ziemlich alles bei BVM.

Wasserglas kostet soweit ich weis ca 30 ct. für 100 gr. Das reicht locker für 10 Flugzeuge.

Wenn Dir das nicht reicht kannst Du bei einem Heizungsbauer Keramikflies kaufen. Das ist ca. 1mm dick und reicht bei 650°C für ca. 3 sekunden um Deinen Flieger zu schützen. Tja. So siehts halt aus. Feuer ist ne doofe Sache an der falschen Stelle.

Andreas

[ 24. Juli 2003, 11:31: Beitrag editiert von: RCN-Team ]
 
Hallo!

Andreas gibt an, dass "Wasserglas" dem BVM-Zeug entspräche, ohne dabei sicher zu sein, was nun in diesem "Wasserglas" enthalten ist. Also, diese Diskussion käme zu einem grandiosen finish, wenn hier Jemand dies bestätigen könnte. Und zur Beruhigung : Meine Turbine brannte nach einem ECU-Wechsel. Dies ist sicher interessant, aber eben nicht das Thema und konnte konstruktiv mit dem ECU
Hersteller geklärt werden.

Also klare Antwort erbeten:

Entspricht "Wasserglas" dem
BVM-Lack?. Ich sag´s auch nicht weiter. :D :D

Frank
 
Hallo Dontstall,

lies das bitte mal richtig. Ich habe geschrieben das ich nicht weis woraus Wasserglas besteht nicht das ich nicht weis woraus das BVM Heatshield besteht!!

DAs Zeugs von BVM ist Wasserglas. Dies wurde auch schon in einem anderen Thread geklärt, ich glaube es war im alten RC-Online!

Im übrigen ist Wasserglas ein Alkalisilikat und wird sonst als bindemittel verwendet. Hat aber auch eine ausreichende Temperaturbeständigkeit.

Sooo jetzt wird aber wieder oFF tOPIC!

Guts nächtle
 
Hi!

Also zum Thema: Ich habe mal heute meine guten Beziehungen zur Pharmaindustrie ausgenutzt und bin zu folgenden Infos gekommen:

Es gibt nicht DAS Wasserglas !!! Laut dem Hersteller in Deutschland (Fa.Cognis) gibt es ca. 100 (!) verschiedene Typen von "Wassergläsern" mit jeweils unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Also ist es sehr wohl berechtigt nach der spezifischen Ausfertigung von Wasserglas zu fragen, wenn hier ein Vergleich mit dem Material von BVM gemacht wird. Hier braucht man wohl nicht wissenschaftlich zu diskutieren, oder man hat handfeste Info`s. Mit dem entsprechenden Repräsentanten der Fa. Cognis habe ich heute unsere Problemstellung im Jet besprochen. Er hat mir zugesagt, das ideale "Wasserglas" für unsere Anwendung in Jets zu nennen. So, wenn ihr noch interessiert seit hier fachliche Informationen zu bekommen, so werde ich dies hier bekanntgeben. In diesem Zusammenhang habe ich auch die opt.Verarbeitungsform angefordert.

Frank

[ 24. Juli 2003, 11:10: Beitrag editiert von: RCN-Team ]
 
Fein und wo ist jetzt meine Falschaussage?
Wasserglas ist und bleibt ein Alkalisilikat und bietet in der einfachsten Form die in Apotheken unter "Wasserglas" verfügbar ist eine ausreichende Hitzebständigkeit. Zumindest war es bei DEM "Wasserglas" so das ich hier in Düsseldorf in der Apotheke gekauft habe. Richtig ist das es unterschiedliche Arten von Alkalisilikaten gibt die natürlich unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.

So um dann auch mal was zum Thema konstruktiv beizutragen. Es gibt keine Hitzebeständigen Lacke auf Lösemittelbasis. Bestenfalls kann man ein Modell "beschichten" lassen mittels Pulverlacken. Aber ich denke das ist nicht zu realisieren da dies
a.) nicht bezahlbar ist
b.) unsere Modell nicht elektrisch leitend sind an der Oberfläche und somit das Verfahren nicht funktioniert.

Wenn Du Dein Modell im Rumpf temperaturfester bekommen möchhtest dann geh in die Apotheke und kauf dir sogenanntes "Wasserglas" das ist ein Pulver, ich glaube auf Kieselerde Basis, welches Wasserlöslich ist und dann eine weisse Paste ergibt die man auf alle möglichen Oberflächen Auftragen kann.

Wasserglas kostet soweit ich weis ca 30 ct. für 100 gr. Das reicht locker für 10 Flugzeuge.

Wenn Dir das nicht reicht kannst Du bei einem Heizungsbauer Keramikflies kaufen. Das ist ca. 1mm dick und reicht bei 650°C für ca. 3 sekunden um Deinen Flieger zu schützen. Tja. So siehts halt aus. Feuer ist ne doofe Sache an der falschen Stelle.

P.S. Gibt es schon BVM Trash Bags??? :eek: :D

[ 24. Juli 2003, 11:56: Beitrag editiert von: RCN-Team ]
 
Liebe Forumsbenutzer!

Hier musste kräftig mit dem Moderationsbesen gefegt werden.
Bitte haltet Euch in Zukunft an die Forenregeln!

Euer RCN-Team
 
Hi!

Also wie versprochen folgende Info:

Für brandschutztechnische Anwendungen sind höher kieselsaure Wasseglastypen interessant, da dann der Schmelzpunkt des Alkalisilikates sicher über 800 Grad liegt. Für unsere Belange kämen laut Hersteller 2 Typen von Wasserglas in betracht:
Das Natronwasserglas 37/40 oder das Natronwasserglas 43/45. Beide können auf die zu behandelnden Flächen (auch mehrfach) aufgepinselt oder aufgesprüht werden. An der Luft trocknet der
Wasserglasfilm , behält eine Restfeuchtigkeit von
ca. 15-20 %, die im Brandfalle den Film aufschäumen lässt und eine zusätzliche Isolierwirkung ergibt. Wie ich nun erfahren habe
beliefert Cognis ihre Kunden fast ausschließlich per Bahn,Pipline oder Tankzug. Da müssten wir schon eine Sammelbestellung starten! Aber: Über die Fa. Caldic Chemie GmBH , Tel.:0211-7346240
sind auch Kleinmengen in Form einer fertigen Lösung zu beziehen. Die Version 43/45 ist dichter,
somit auch schwerer und soll brandtechnisch keine
wesentlichen Vorteile zum Produkt 37/40 bieten.
Für 43/45 läge aber ein Gutachten vor.
Der Preis liegt deutlich unter dem der bekannten Konkurrenz. 200 ml reichen für 1 Qadratmeter.
Die Alternative wäre das Wasserglaspulver,wie
Raptor schon sagte,über die Apotheke zu beziehen.
Denn Wasser braucht man wohl nicht teuer einkaufen. Hier muss aber eben nach der Type 37/40
(der 43/45)nachgefragt werden. Der Nachteil ist aber, dass man die ideale Streichkonsistenz selber
ertesten muss. Die fertigen Gebinde haben hier sicher Vorteile.

Turbogrüße! ;)

Frank
 
Hi,

aus meiner Chemielaborzeit weiß ich, daß es Wasserglas auch in flüssiger Form in 1l-Gebinden in Drogerien zu kaufen gab. Das ist allerdings ca. 20Jahre her, ob das immer noch zutrifft kann ich nicht sagen. Und welche Art von Wasserglas das war weiß ich erst recht nicht.

Gruß Kai

[ 24. Juli 2003, 15:12: Beitrag editiert von: Armageddon ]
 
Hallo

und was haltet Ihr von einem 10 gr. schweren Feuerlöscher (in Kunststofftubenform) der ca. 20 Liter von einem "erlaubten" sauerstoff-verdrängenden Gas entwickeln kann.

Hatten wir mal im Programm vor ca. 4/5 Jahren (waren wohl zu früh auf dem Markt und BV kannte das Zeug nicht um es weltweit "populär" zu machen.

Taugt aber nicht für Maschine die die Turbine draussen haben...

Gruß
Alvin
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten