Hochgezogener Formenrand?

Hallo zusammen,

ich möchte eine Form vom gezeigten Rumpf machen.
Kann ich hier die Form einfach parallel zur Trennebene verlaufen lassen, oder empfiehlt Ihr ein hochziehen des Formenrandes?
Ich frage, da die Form nicht flächig ist, wodurch ein Verzug eher entstehen könnte.

Grüße

Niels
 

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Mach einen Rand, dann passt die Form auch nach Jahren noch. Selbst mit absolut symmetrischen Aufbau verziehen sich Formen ohne Rand, tempern ist dann sowieso problematisch. Beim Aufbau mit Rand brauchts den symmetrischen Aufbau gar nicht, die bleibt auch so. Ich würd nach 2-max 4 leichten Glaslagen mit Kohlegelegen arbeiten, damit wird die Form leicht und steif bei relativ dünnen Laminat.

Ich würd ihn so hoch machen, daß die Form vollständig am Rand aufliegt, das erleichtert das Arbeiten.

Wie groß wird die Focke?
 
Formenrand

Formenrand

Ja,wie schon Erwin gesagt hat unbedingt die Form mit einem Rand bauen. Den Hohlraum mit Poraver Bläglaskugeln füllen und dann die Form auf der Rückseite mit Gfk schließen. Dh einen geschlossenen Torsionskasten bauen.

Ich würde aber das Trennbrett deutlich verkleinern sonst wird die Form zu groß,sperrig und viel zu schwer.

Die Rumpföffnung zur Flächenauflage sollte verschlossen werden.



Mfg Michael
 
Ja,wie schon Erwin gesagt hat unbedingt die Form mit einem Rand bauen. Den Hohlraum mit Poraver Bläglaskugeln füllen und dann die Form auf der Rückseite mit Gfk schließen. Dh einen geschlossenen Torsionskasten bauen.

Ich würde aber das Trennbrett deutlich verkleinern sonst wird die Form zu groß,sperrig und viel zu schwer.

Die Rumpföffnung zur Flächenauflage sollte verschlossen werden.

Gleicher Grundgedanke aber,

mit Poraver würd ich nur hinterfüllen wenn im Foliensack abgesaugt werden soll. Für "normalen" Rumpfbau würd ich offen lassen.

Trennbrett muß nicht verkleinert werden, der Rand wird ja aufs Brett aufgesetzt und kann so noch ans Urmodell rangerückt werden. Ohne Hinterfüllung und mit Carbongelege wird die Form federleicht, im Verhältnis zu alten Glasformen.

Warum die Rumpföffnung verschliessen, die Öffnung braucht man später zum zusammensetzen der Formhälften. Oder meinst du beim Urmodell zum Abformen, als verkastung der späteren Öffnung?


Gute Größe, ich hab seit ca. 10 Jahren nen GFK-Rumpf und Styrokerne in ähnlicher Größe rumliegen, komm aber nicht zum bauen. Vielleicht mal als Rentner....
 
Form

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Hallo Erwin,

ja klar nur die Rumpföffnung am Urmodell mit einem schönen Kasten verschließen, damit man später eine saubere Öffnung hat ,um die Formenhäften zu verkleben.

Hier mal ein paar Bilder einer Form, die als geschlossener Kasten gebaut wurde. Super leicht und auch nach vielen Jahren immer noch gerade.
In die beiden Torsionsbohrungen in den Profilen sind Hartmetall Borhbuchsen eingelassen. Damit passen später alle Flächen 100% an den Rumpf.
Zusätzlich als Aufblasform gebaut und daher ein muß für den Poraver Hinterbau.

Zusätzlich sieht man wie ich die Auflagefläche rund um die Rumpfkontur der Form sehr klein und hochgesetzt ist ( 1cm). Das hat der Vorteil,dass nur hier die Form beim zusammenschrauben aufliegt und nich auf der ganzen Trennebene, die sich machmal ganz leicht verzieht. Dadurch erhalte ich super dünne saubere Kanten.

MFG Michael
 

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Die Focke hat aber nicht unbedingt die optimale Rumpfform und -größe zum aufblasen. Außerdem müsste zum aufblasen dann doch der Flächenausschnitt geschlossen sein.

Ich würd da eher oldscool naß in naß mit Sandwicheinlage an den Rumpfseiten arbeiten. Wenns besonders leicht und steif werden soll, dann mit Wabe und Vakuum, geht auch ohne Hinterfüllung wenn der Sack groß genug ist und schön faltig gelegt wird.

Die Abgrenzung für den Formenrand würd ich mit Balsa machen und dieses dann an der Form lassen, als weichen Kantenschutz.
 
Formenrand

Formenrand

Hallo Erwin,

die Produktionsmethode old scool ist ok.

Aber wenn der Torsionskasten( Form) auf der Rückseite nicht geschlossen ist, nutzen die hochgezogenen Ränder nur wenig. Mit Poraver die Form füllen und die Rückseite mit GFK überziehen - dann bleibt die Form gerade.

MFG Michael
 
Aber wenn der Torsionskasten( Form) auf der Rückseite nicht geschlossen ist, nutzen die hochgezogenen Ränder nur wenig. Mit Poraver die Form füllen und die Rückseite mit GFK überziehen - dann bleibt die Form gerade.

Wenn die Formen nicht warmgehärtet und nur bei Raumtemperatur benutzt werden, dann ist der Einfluss der unterschiedlichen CTE der verwendeten Materialien relativ gering. Deshalb ist auch der Deckel aus Glas in Ordnung, wenn der Rest aus Kohle besteht – aber nur dann! Eine geometrische Aussteifung durch um 90° hochgezogene Ränder ist meines Erachtens nach völlig ausreichend, um eine Form ausreichend steif zu bekommen, da bin ich ganz bei Erwin. Darüberhinaus würde ich immer einen symmetrischen und quasiisotropen Laminataufbau allen anderen Varianten gegenüber bevorzugen. Aber genau das hab ich ja bereits bis zur Erschöpfung geschrieben. Wer es jetzt noch anders macht, dem kann ich auch nicht helfen.
 
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