Holmproblem bei Voll GFK

Gast_1787

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Hallo

ich habe folgendes Problem.
Bau eines Voll GFK Modelles, der Holmgurt ist 10-15mm breit. Es werden 50 CFK NF24 Rovings verbaut. Wenn man die nun alle drin hat endsteht ein Berg.
D.h. der Holmsteg liegt nur punktuell auf.

holm.jpg


Wie ist das zu lösen, (Balsa)-Holmgsteg ausfeilen? Evtl. kann ich von den 50 Rovings noch runter gehen.
Eine Holmform ist mir zu aufwendig. HMS Rovings die dünner wären gibts zur Zeit nicht zu kaufen, wären mir auch zu teuer. Der erste Flieger geht super, nur ich muss ca. 150-200g Gewicht an der Fläche einsparen.
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Moin,

hast du 50 Stück pro Schale oder 50 insgesamt? Also ~25 oben und unten?

Leg sie doch flach ein und wenn du absaugst, kannst du die Kontur noch zurecht drücken, zumindestens grob wenn sie vorher einigermaßen verteilt liegen.

So etwa 25 pro Schale, oben vielleicht ein paar mehr als unten aber Summe 50 könnte für einen ziemlich harten Flügel hinhauen.

Dein Problem könnte sein, dass die Mumpeschicht zum Steg stellenweise sehr dick sein wird und die Verklebung nicht das hält, was du dir erwünscht.

Ansonsten den Stützstoff breiter aussparen, klar, auf der Unterseite des RW1 ist die Holmbreite vorgegeben, aber was da an Rovings nicht gescheit rein passt, ist auch zu viel. So viel brauchst du nicht mal für einen Showflugflügel.
 
50 oben und 50 unten, aussen liegen wohl so ca 10 Stück.

Der Flügel ist "Brettsteif" (Hangteil halt-was auch elektrisch geht), also würden weniger auch reichen. Ich habe mich nur am original Wurm gehalten, ca. 53 HMS oben+unten, nur dieser biegt sich mehr durch.
Das mit den rechtrücken beim absaugen geht nicht, das schiebt sich nichts mehr.
Es ist auch nicht gerade einfach die Rovings schön flach zu bekommen, sind halt immer verzwirbelt, aber dies ist neh andere Sache.
 
Moin,

du das mit dem Platzieren geht schon, glaubs mir ;) .

Die Hochmodulrovings sind eine andere Stärke. Die sind etwa so dick wie 6k Rovings, nicht wie 24k normale. 50 Stück pro Schale ergeben einen ehrenwerten F3B Holm ;) . Bei meinem Spin Off sind 60 24k drin rpo Schale und da ist der Stützstoff auf etwa 4cm ausgespart gewesen, wenn ich grob daran zurückdenke. Bei 50 Stück pro Schale brauchst du doch kaum noch Steg im Wurm ;) .

Guck dir das mal an hier:

v5holm.gif


Ist von der Seite von Hannes Delago. 30 Stück 12k also 15 von deinen. Mach grob 25 draus und du hast einen harten Flügel.
 
Hi Eike

joh diese Grafik kenne ich.
Nun denn, der neue Flügel kommt die Tage dran, werde dann mal Deinen Rat befolgen, so 25 Stück pro Seite. Nur man ist sich dann nicht so sicher, weil die Erfahrungen noch fehlen.
 
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Nur mal so als Anhaltspunkt hast du ja jetzt den Holmlegeplan, der noch aus Zeiten von HT Rovings stammt aber die V5 war etwas kleiner. Ansonsten gehen in einen Tokoloschi so 4-6 24k in der Wurzel, bei einem Hotliner so ~20, bei einem harten Flügel ein paar mehr aber eher die Hälfte von dem, was du jetzt drinne hast. Und stufe sie entsprechend der Grafik ab, du braucht keine 10 Stück bis außen raus, da ist kaum noch Last.
 
Um sie schön gleichmäßig flach einzulegen nehm ich immer eine Gummiwalze wenn das Vakuum gerade abgedichtet ist (die schmalen, ca. 5cm breit) und fahr dann sehr kräftig den Holm entlang. Dabei nur aufpassen, dass du die Folie nicht verletzt und Luft einströmen kann. Aber funktioniert prima!!
 
Servus Burki,

das Problem ist dadurch zu lösen, daß Du die laminierten Schalen (in der Form), durch Knetmasse abnimmst, die Abstände vermisst, um dann einen passenden Holm ( - o,3 mm) anfertigst.

Ein sauber getränkter Kohleschlauch, nach Überstreifen des Holmes wieder langgezogen (über dem Holm), und in Form gebracht und verlegt, (Mit Balsastützchen gegen Verrutschen), bringt das gewünschte Ergebnis.

Wichtig ist auch, daß Du den gut getränkten Holm wieder von überschüssigem Harz befreist (Abstreifen mit Gummihandschuh). Dieser Holm wiegt nichtmal 3 gr. mehr als die alte Methode, das dort, das meißte Harz-Ballon-Gemisch, am Holm "runtersaut".

Grüße
Jörg Peter
 
Hallo Doc ;)
über den Holm mache ich mir dann sicher auch noch Gedanken.
Verstehe ich Dich da richtig, nur einen CFK Schlauch übern Balsaholm OHNE die CFK Rovings :confused:
Aber dann doch sicher UD Band in die Form?!
Das vorrangige Problem der Rovings ist ja nun erstmal geklärt. Danke für die Tips!
 
@ Burki: Die Wurst hab ich beim ersten mal auch mit Staunen gesehen. Inzwischen bauen wir mit der Hälfte bis 2/3 Rowingzahl. Die Wurst ist aber immer noch da.
Beim Absaugen noch richten geht bei mir nicht recht, da ja nur dünn getränkt ist - da verschiebt sich wenig. Und wenn sichs verschiebt, dann irgenwie, und glatt und gleichmäßig siehts auch nicht aus.
Zu breit machen kann man die Rowings beim RW1 auch nicht legen, sonst kommt der Holm zu weit nach hinten, und dann hab ich Angst, dass die Servos sich in die Form bohren.
Hast Du meinen Film gesehen?
http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=392045&page=4
(hoffe es klappt mit Torrent)
Wir machens wie dort gezeigt mit einer Schaumstoffwurst im Glasschlauch - sehr einfach und sicher auch nicht labbriger als 1 cm Epoxy-Pampe

@ mofix: Die Gummiwalze (oder härter?) ist ne attaktive Idee - probier ich nächstes Mal.

Jürgen
 
Moin,

beim Steg sollte man aufpassen, dass die Faserkanten senkrecht stehen und nicht wegbeulen, sonst gibt man ihnen die Versagensrichtung bereits vor ;) . Schaumstoffwurst klingt da verdächtig ;) .

Was ein guter Kompromiss ist, ist Depron, mehrere Streifen nebeneinander jeweils mit einem Kohleschlauch drüber und dann evt noch ein dickerer gemeinsamer Schlauch. Zur Not passt sich das auch noch ein bischen so einer Gurt-Wurst an ohne all zu viel Mumpe.
 
@ Jürgen
Danke für das Video :) :) :) per DSL sind auch 250 MB kein Problem :D
Werde ich mir mal in Ruhe anschauen. Woh, da sind neh Menge Sachen drin zum abschauen!

PS: mit Sek.Kleber die Servos einkleben, das hat bei mir mal 2 Servos zerstört. Kapillarwirkung und das Getriebe war fest. Aber ich habe keinen Aktivator genommen.
 
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Wobei.... gibt es auch noch den zweiten Teil mit den wichtigen Sachen ? *frechfrag*...... ?

z.B. wie man sauber die Klappen gangbar macht z.B.....
 
Hallo
....ich nehme dafür die Proxxon Diamanttrennscheibe. Mit der Hand am Stahllineal entlang geführt, der Rest geht dann so per Hand.
Das durchtrennen mache ich so:
16.jpg


Die Querschnitte auch am Stahlineal, mit einer Laubsäge, entlang.

Aber vielleicht gibts ja bald Teil 2 des Videos?
 
Hallo zusammen,

anstelle von Rovings für die Holmgurte nehme ich Unidirektionales KohleGELEGE. Das gibts in Rollenware (ca 35cm Breite) bei EPO ( http://www.epo-gmbh.de ) Ich schneide daraus je nach Flügel Trapezförmige Holmgurte und lege die Gurte übereinander.
Holmgurte2.jpg

Vorteil die Fasern liegen ganz exakt in Zugrichtung, ist optimal auszurichten, zu tränken, zu entlüften, einzuwalzen und alles ist schön flach...

Schaut Euch doch mal meine Flächen an.

unter meiner HP "Projekt Shpinxx"

...Alles was in Kohle geht wird gebaut...
 
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Servus Burki,

je nach Anwendungszweck würde ich so vorgehen:

z.B. 160 cm. Seglerversion: Gelcode oder Acryllack-Glas-Balsa-Glas Kohleschlauch-Holm und gut.

Hotliner-Hangfräße: Gelcode-Glas-Balsa-Glas, jedoch ausgeschnittener Holmbereich (im Balsa). Ausschnitt mit CFK-Rovings auslegen, mit UD-CFK-Band abschließen. Dann die Kohleschlauch-methode. (Relevant bei 16-Zellen aufwärts und Showflug modell).

Die Kohleschläuche bekommst bei Carbon-Vertrieb-Weissgerber.

Durch das Zusammenschieben des Schlauches, ergibt sich eine ca. 3 fache Öffnung des Schlauches. Durch Dehnung-Streckung, passt sich der Kohleschlauch wie eine Strumpfhose an. Darum kaum Materialüberschuß.

Noch besser nimmst Du als Holmstützstoff das grüne Styrodur (formstabiler als Styropor). Somit gibt es keine etwaigen Abdrücke in der Außenschale.

Grüße
Jörg Peter
 
Bezugsquelle Carbon-Schläuche

Bezugsquelle Carbon-Schläuche

... oder bei Siltex. Wesentlich größere Auswahl, bessere Preise. Siltex ist der Hersteller der Flechtschläuche. Auch Aramid- und Glasflechtschläuche sind im Angebot.

http://www.siltex.de

Dort beziehe ich meine Schläuche, und davon brauch ich viel!!
 
Zu Dominiks Frage: Ruder gängig machen:

Burki´s Methode finde ich fast gut, wenn Du gute Flexblätter hast. Wenn mal eine Scheibe fluktuiert, ist der Tag, und die 4 vorherigen kaputt :cry:

Bei kleinen "Pylon-Strecken" z.B. Querruder oder HLW,genügt ein OP-Skalpell und ein Stahllineal. Bei Hottis trenne ich auf der Fräse. Falls keine da sein soll, geht das ebenfalls mit dem Lineal.

Wenn Du dann das komplett rausgetrennte Ruder hast, kannst Du es vorsichtig in Form schleifen (400er Körnung auf Holzleiste verklebt). Danach mit Tesa in Funktionslage bringen und den Scharnier silikonieren. Vorteil beim herausgetrennten Ruder ist auch, daß Du mit Aerosil-Harzbrei, perfekte schleif-korrigierbare Dichtlippen erstellen kannst.

(Silikon wird z.B. auch beim Shark XL verwendet). Hält.

Grüße
Jörg Peter
 
Hi!

Wer Schläuche in etwas größerer Menge braucht (20m aufwärts), dem kann ich Siltex auch nur wärmsten ans Herz legen. Die sind, wie Markus schon sagt, der eigentliche Hersteller. Größte Auswahl, die mit Abstand geringsten Preise. Alle anderen sind in dem Fall nur Vertreiber und halten natürlich auch die Hand auf.
Ebenfalls wie Markus, kann ich UD-Gelege zur Holmgurterstellung empfehlen, hat gegenüber Rovings fast nur Vorteile. Allenfalls etwas teurer, bei Abnahme von etwas Menge eigentlich auch schon nicht mehr groß.

Gruß Arne
 
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