Interessantes Interview

Moin Zusammen,

ein interessantes Interview zum Thema Foiling, leider in englischer Sprache:

http://www.catsailingnews.com/2013/03/martin-fischer-latest-projects-current.html#more

Wichtige Aussagen:

- Die Größe der Ruder Winglets kann mittels der Perturbation Theorie berechnen??? Störungstheorie, oder Näherungstheorie.
(Hier ein Artikel dazu: http://en.wikipedia.org/wiki/Perturbation_theory)

- L-Förmige ruder haben weniger Widerstand als T-Ruder

- Verstellbare Anstellwinkel (V-Form) seien sehr wichtig. Ein senkrechtes Schwert hat bei weniger Wind und am Wind weniger Widerstand???

- Ein A-Cat Rumpf hat bei wenig Wind weniger Widerstand als ein Foil welches das Gewicht bereits aus dem Wasser gedrückt hat!!
(Ich denke das haben wir bei allen FoilerProjekten bisher gesehen außer vielleicht bei Peters Projekt). Bei einer Motte ist das anders. Die Motten-rümpfe ist so kurz, das er bei steigenden Geschwindigkeiten sehr viel wiederstand haben, die Flächen sind so klein das Gleiten nicht recht funktioniert. Die Foils aber bringen den Lift schon bei geringen Geschwindigkeit und die gewünschte Widerstandsreduktion Deshalb ist das Fliegen bei denen auch so erfolgreich.

- Vom vorgenannten Aspekt macht er auch die Startgeschwindigkeit abhängig. Ein fliegender A-Cat bei ca 10Kn Wind, wird langsamer sein als ein konventioneller. Bei 22+ Knoten Wind sieht das aber ganz anders aus. Hier steigt der Widerstand des A-Cat Rumpfe wohl so an, so das das Fliegen sich lohnt.... Man wird sehen. (A-Cats segeln ab ca 8 Knoten -10Kn ungefähr so schnell wie der Wind).

- Fliegen um jeden Preis wird nicht zu einem schnellen Schiff um die Boje führen. Oder: Die einzigen die Fliegend tatsächlich schneller auf der Regattabahn sind als konventionelle sind die Motten. Das wird sich ändern. Aber ob auf allen Kursen geflogen werden kann/muss um auf der Regattabahn zu siegen ist fraglich.


Im Prinzip deckt sich das was der Martin Fischer da so erzälht mit dem was wir die letzten Jahre gut beobachten konnten:

- Je leichter das Schiff, um so früher kann es fliegen
- Selbst beim Fliegen kommen die erwarteten Geschwindigkeitssteigerungen nicht zum Tragen.
- Fliegen bisher nur unter bestimmten Bedingungen möglich, unter allen anderen waren die Konfigurationen bisher eher nachteilig, sprich konvenitonellen Ansätzen unterlegen.



Ich bin auf die kommende Saison gespannt.


Grüße

Jens
 
nichts wesentlich neues

nichts wesentlich neues

Hallo Foilerfreaks:

nun ich glaube immer noch an:


(Kraft * Masse)-Widerstand = g Beschleugigung

alles andere Geschilderte ist abhängig von der konstruktiven Umsetzung.


Gruß


Rene

GER530
 
...

- Verstellbare Anstellwinkel (V-Form) seien sehr wichtig. Ein senkrechtes Schwert hat bei weniger Wind und am Wind weniger Widerstand???
...

moin jens...weshalb die fragezeichen?

ist eigentlich ne alte geschichte und hat in der fliegerei zu häßlichen geschichten geführt.
da geht es um abfließende strömung...
als die flügel bei jets der ersten 2-3 generationen immer mehr pfeilung bekamen, gab es kritische situationen durch strömungsphänomene.
die strömung verlief nicht mehr parallel zur rumpflängsachse, sondern wanderte entlang der spannweite ab.
deshalb entstanden diese "grenzschichtzäune", die man wunderbar an alten jets erkennen kann.

das selbe passiert natürlich auch an einer flosse, wenn sie gepfeilt eingebaut, oder deltaförmig gebaut ist. die strömung "rutscht" mit der pfeilung und dein wunderschönes, schmales schwert wird strömungstechnisch richtig schön tief und der wiederstand geht nach oben--->längere laufstrecke durch den bogen, den die strömung auf dem schwert macht.

deshalb auch meine überzeugung: breites schwert am rumpf mit deutlicher verjüngung nach unten (lateralfläche weiter oben), aber die pfeilung sehr moderat wählen und lieber die endkante stärker pfeilen.
 
Hallo Foilerfreaks:

nun ich glaube immer noch an:


(Kraft * Masse)-Widerstand = g Beschleugigung :confused::confused:
alles andere Geschilderte ist abhängig von der konstruktiven Umsetzung.


Gruß


Rene

GER530

Dimensionsbetrachtung:

Der Widerstand wird als Kraft F bezeichnet
Kraft F = N = kg x m/s²
Beschleunigung a oder g als Erdbeschleunigung = 9,81 m/s²

Demnach .....

(kg x m/s² x kg) - kg x m/s² soll nach Rene sein => m/s² ???? :confused:

Da hab ich wohl was falsches in der Schule gelernt:rolleyes:
 
Hi Torti,

die Fragezeichen beziehen sich auf die Frage ob gerundete Schwerter oder gerade, ob senkrechte oder schrägere Schwerter mehr oder weniger Widerstand haben. Das kann ich nicht recht beurteilen.

Wenn ich oder eigentlich Martin Fischer, von variablen Anstellwinkel schreiben, ist nicht die Planfform gemeint, also die Seitenasicht. Sonder die Front oder Heckansicht. Die Schwerter (nenn Sie auch Foils) gehen vom Rumpfboden des Schwimmers Richtung Schiffsmitte.

Fischer hat nun die Schwerter der Paradox oder der GC32 so gestaltet, dass man sie leicht senkrechter (von vorne gesehen, das bedeutet weniger Andrift) oder schräger (mehr Auftrieb aus dem Wasser) fahren kann.


Was die Planformen betirfft hast D sicher Recht.

Grüße

Jens

moin jens...weshalb die fragezeichen?

ist eigentlich ne alte geschichte und hat in der fliegerei zu häßlichen geschichten geführt.
da geht es um abfließende strömung...
als die flügel bei jets der ersten 2-3 generationen immer mehr pfeilung bekamen, gab es kritische situationen durch strömungsphänomene.
die strömung verlief nicht mehr parallel zur rumpflängsachse, sondern wanderte entlang der spannweite ab.
deshalb entstanden diese "grenzschichtzäune", die man wunderbar an alten jets erkennen kann.

das selbe passiert natürlich auch an einer flosse, wenn sie gepfeilt eingebaut, oder deltaförmig gebaut ist. die strömung "rutscht" mit der pfeilung und dein wunderschönes, schmales schwert wird strömungstechnisch richtig schön tief und der wiederstand geht nach oben--->längere laufstrecke durch den bogen, den die strömung auf dem schwert macht.

deshalb auch meine überzeugung: breites schwert am rumpf mit deutlicher verjüngung nach unten (lateralfläche weiter oben), aber die pfeilung sehr moderat wählen und lieber die endkante stärker pfeilen.
 
Dimensionsbetrachtung:

Der Widerstand wird als Kraft F bezeichnet
Kraft F = N = kg x m/s²
Beschleunigung a oder g als Erdbeschleunigung = 9,81 m/s²

Demnach .....

(kg x m/s² x kg) - kg x m/s² soll nach Rene sein => m/s² ???? :confused:

Da hab ich wohl was falsches in der Schule gelernt:rolleyes:

Vor Lauter Bäumen den Wald nicht sehen ? Andreas.
also die Erdbeschleunigung kannst Du bei der möglichen Liftoffhöhe vernachlässigen.

Geh mal über Ekin gegen Fließwiderstand (Wasser) und der benetzen Oberfläche und resultierende Stirnfläche.
Dann ist die Hypothese mehr Widerstand durch Anwendung von Foilern nonsence.
Wenn ein Foiler die Vorteile nicht umsetzen kann,liegt es an der konstruktiven Umsetzung aller Einflußfaktoren die nicht konstant sind.
Gewicht,Windstärke,wirksame Segelflächegrösse,wirksame Foilergrösse...
Jens, da liegt der Grund warum nicht unter allen Bedingungen die Vorteile sich ableiten lassen bei fest vorgegebenen nicht variablen Dimensionierungen.

Gruß


Rene
 
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