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Ist Wasserstoff der Energieträger der Zukunft ?

Hallo !
Hier mal ein interessanter Link :

Es scheint also bei den Netzbetreibern schon in die richtung zu gehen.
Warum auch nicht - aktuell bezahlen sie sich ja dumm und dämlich an entschädigungszahlungen für erzeugten aber nicht eingespeisten Strom.
Um das abzufedern gibts ja die EEG-Umlage.
Die geht dan schön als Gesamtgesellschaftlich eingesammeltes Geld an die EG-Anlagenbetreiber. Die verdienen sich da eine Goldene Nase, gerade Windparks So ein 2,5MW Windrad kostet auch in etwa 2,5 Millionen. Das haben die nach Spätestens 3 Jahren wieder drin.
Wer bezahlts - der Stromkunde. Deshalb ist es evtl. auch ganz schlau, den zubau etwas zu drosseln. Ich frag mich nur, warum die Kommunen nicht Selbst die Windräder betreiben, die Stadtwerke sind ja auch oft Kommunal.

VG,
Sebastian
 
""Ich frag mich nur, warum die Kommunen nicht Selbst die Windräder betreiben ""
Gewinne --> privatisieren, das ginge ja dann nicht.
Stadtverwaltung <-//-> Gewinnerzielungsabsicht.
Gruss Dietmar
 

cap-1

User
China hat angekündigt bis 2035 eine Million Wasserstoff-Fahrzeuge auf die Straßen bringen zu wollen.
Dazu werde auch 1000 Wasserstoff Tankstellen gebaut.
Die haben wohl erkannt dass die Batteriautos nur einen Teil der Mobilität sein kann und die Zukunft ohne Wasserstoff nicht funktioniert.
Gruß Günther
 
Na, ich denke, sie haben auch erkannt, dass sie es nicht schaffen, in den Städten die Netzkapazität entsprechend zu erhöhen.
Wir hier in D haben ja ein ziemlich intaktes system, wo ja schon noch ein paar Batterieautos drüber versorgt werden können.
Ich würde mal vermuten, dass z.B. in Peking die Netze nicht so viel Reserve haben und alles verstärkt werden müsste. Da baut man ein paar Jahrzehnte.
An den Punkt würden wir in D vermutlich etwas Später kommen. Aber auch hier müsste man in Städten neue Mittel- und Hochspannungsleitungen legen, um die Energie überhaupt in Sinnvoller Menge Verteilen zu können. So ein bisschen Ladereglung schafft das nicht allein..
VG,
Sebastian
 

cap-1

User
Der Verbrauch von Wasserstoff an öffentlichen Tankstellen steigt weiter an, es sind dieses Jahr bereits um die 13 to. getankt worden.
Das ist noch nicht so viel, reicht aber natürlich für viele Kilometer....................
Die Zahl der öffentlichen Tanken ist jetzt bei 86 angelangt. (ohne die Industrie Tankstellen).
Gruß Günther
 

smaug

User
und was steht auf Seite 11 da am Ende der Zukunft , ja eben Fuelcell.
kleine Leseschwäche deinerseits...am Ende steht EV (Battery / FuelCell)
Die konnten damals (2013) ja nicht wissen dass FuelCell im Rohr krepiert.

Bis FuelCell massentauglich funktionieren könnte ist die Akkutechnik was Leistung/Ökonomie/Ökologie angeht wieder um Lichtjahre weitergekommen bzw. voraus.
 
Das wird schon so sein, aber die Akkus werden nicht für alle reichen und du bekommst die Leistung , wenn die Heizung etc auch elektrisch wird nicht so ohne weiteres in die Städte. Dann bleibt dir nichts anderes übrig als Plan B oder C, weil das Hightechauto mangels Betriebsstoffen nicht mehr Fahren kann. Ersatzkanister ist ja nicht so einfach beim Batterieauto.
Wie gut großangelegte Bauprojekte funktionieren sieht man ja am BER.. der ist vom Umbauaufwand gegen das, was bei reinem EG und Akkuautobetrieb nötig wäre ein Fliegenschiss.

VG,
Sebastian

P.S.: Weitere Hürde wird sein, wenn die Chinesen uns dann nicht mehr die Rohstoffe, sondern nur noch fertige Autos verkaufen wollen.
Dann wird in Europa eventuell Lithium und die Seltenen Erden knapp - da gibts ja nicht so viele Vorkommen .
 
Zuletzt bearbeitet:
Was noch interessant ist - Intelligente Netze und wie lange das dauert bis da was passiert.
Seit 2010 rum gab es die EU Vorgabe, Smart Meter flächendeckend einzubauen. 2015 war es dann fast so weit, dann ist dem BSI aber aufgefallen, das es viel zu unsicher ist. Seit diesem jahr dürfen nun die Geräte mit einem hohen Aufwand und Kosten verbaut werden. Die können erstmal nichts außer 15 Minuten Zählerstandsgänge aufzeichnen und übermitteln. (außer sonderanwendungen, die von einzelnen vorangetrieben werden, ist dann aber bisher noch nicht Standardisiert) Das hat 10 Jahre gedauert. Was denkst den du, wie sich die verschiedenen Interessenvertreter im Detail die Hölle heiß machen, bis es da eine standardisierte Lösung für die Lastregelung gibt ?
Ich rede noch nicht mal vom Grid..
 

cap-1

User
Bis FuelCell massentauglich funktionieren könnte ist die Akkutechnik was Leistung/Ökonomie/Ökologie angeht wieder um Lichtjahre weitergekommen bzw. voraus
Hallo Smaug, träume weiter in der schönen Schweiz..............;)
Man kann sich dagegen stemmen wie man will, H² wird kommen, das Akku Auto gibt's nun auch schon lange und das umständliche Händling
ist immer noch das gleiche.
Es muß viel besser werden wenn die Masse nach dem wegfall der Förderung drauf ansprechen soll, zum Bsp. tanken in fünf Minuten..........
Gruß Günther
 

smaug

User
zum Bsp. tanken in fünf Minuten..........
träum weiter...die ersten zwei Fahrzeuge tanken in 5 Minuten...die nächsten stehen stundenlang Schlange, warten auf Hochdruck und/oder H2 Versorgung.

H2 da lagern wo es erzeugt wird und bei Bedarf wieder direkt verstromen und ins Netz einspeisen - das einzig sinnvolle
Alles andere ist schlichtweg zu teuer, weil extrem ineffizient.

Schau dir die aktuellen käuflichen zwei Fahrzeuge doch an, teuer, Leistungsschwach, schwer, Reichweiten unter eines anständigen BEV's, kaum Betankungsmöglichkeiten, subventionierte H2 Preise, Wartungsintensiv - für die Masse längst krepiert
 
Wird sicher noch dauern bis verfügbar, wie bei den neuen verbesserten Akkus ebenso angekündigt, aber es geht auch hier weiter.
Gruss Dietmar
Gibt es nicht BZ die man mit Methan betreiben kann? Dachte schon, oder?
 
Siehe oben, Wasserstoff im Stadtgasnetz. Es geht ja darum, die Erneuerbaren zu nutzen, nicht unbedingt nur damit Autos fahren zu lassen.
Die Verstromung hat einen Wirkungsgrad, Transportverluste und vor Ort wird ja auch der Strom wieder mit eta x in irgendeine Arbeit umgewandelt, das ist dann eigentlich völlig ineffizient, da gefällt mir ein Anschluss ans Gasnetz und direkte Nutzung besser.
VG,
Sebastian
 
Noch ne Anekdote :
Was ja das energieffizienteste Fortbewegungsmittel ist, ist ja das Pferd, braucht Weder Lithium oder Wasserstoff, die Biomasse muss nicht erst verstromt werden sondern wird direkt gefüttert.
Noch stärkere soziale Bindung als an ein Auto.
Nur Parken in der Stadt ist ein bisschen schwierig. (da ein paar dächer, Futtertröge un Barren zum anbinden hinzustellen geht aber sicher einfacher als eine Ladeinfrastruktur, würde auch arbeitsplätze schaffen) Aber so haben vor 120Jahren unsere Vorfahren ein ziemlich ökologisch machbares leben gelebt. Da konnte man auch Kohle verheizen, denn es wurde eh nur ein zimmer geheizt. Das war dann im gesamtkontext nicht so viel,
Das fällt dann nicht weiter auf. Nur Regionales Bioessen, weil es die ganze Chemie in der Form gar nicht gab.
;)
Also wer energie sparen will muss energie sparen. klingt logisch.. Also auch mal den Tesla oder H2 stehen lassen. Autofahren und Energieverschwendung durch Luxus ist das problem, nicht irgendeine Technologie.
Die Fossile verstromung hat ja auch einen zugewinn für die gesellschaft gebracht. Damals war es ja auch noch nicht so ein großer bedarf.
Heute fühlen sich alle Endnutzer wie die Kings, was sie für moderne revoluzzer sind, aber hinter diesen ganzen Sachen stehen vor allem Wirtschaftliche interessen, keine Umwelt-Idealisten. (die werden gar nicht mehr wahrgenommen, da die auf den Messen viel zu wenig gestylt auftreten und radikalere Positionen vertreten, die sich nicht direkt Monetarisiren lassen. Solche Typen werden von der Industrie nur als Gewissens-Aushängeschild benutzt)
Da gehts einfach um Knete, knallhart.
Schön Idealistisch aufheizen, dann macht man auch Geld locker.

VG,
Sebastian
 
Na, du kannst ja nicht über nacht alles auf Methan umstellen. Du brauchst Transittechnologien, die bestehende Infrastruktur mitnutzen. Die Kapazitäten, mehrere Parallele Strukturen nebeneinander laufen zu lassen und dann umzuschalten gibt es nicht. Das ist z.b. ein Vorteil vom Batterieauto, dass man begrenzt das bestehende E-Netz nutzen kann, reines H2 braucht eine eigene Infrastruktur.
 

JRehm

User

Hans Schelshorn

Moderator
Teammitglied
Noch ne Anekdote :
Was ja das energieffizienteste Fortbewegungsmittel ist, ist ja das Pferd, braucht Weder Lithium oder Wasserstoff, die Biomasse muss nicht erst verstromt werden sondern wird direkt gefüttert.
...
Nette Anekdote, ja.
Dabei gibt's aber auch ein paar Nachteile: Das Pferd verbraucht auch dann Energie, wenn es nix tut. Das würde ich mir beim Auto schon sehr verbitten. Und die Produktion von Biomasse nutzt nur max. 1% der Sonnenenergie. Solar kann zwanzigmal mehr. Ab einem Wirkungsgrad von 5% hat es die Nase vorn vorm Pferd. Andererseits kann man das Pferd durch Aufessen umweltfreundlich entsorgen, von Autos hat man das noch nicht gehört.

Servus
Hans
 
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