J-10 von CARF

Roxx

User
Moin zusammen.
Ich habe heute den Erstflug mit der J10 gehabt. Der Start und das Fliegen an sich… total easy. Die Landung? Alptraum! Ich habe die Kiste leider nicht heile runter bekommen. :cry:

Meine Eindruck war wie folgt:
Solange die J10 die Nase waagerecht oder nur leicht nach oben gestellt hat, ist an einer Landung nicht zu denken. Das Tempo ist einfach mörderisch und unser 150m Platz reicht nicht aus.

Das Ding will (muss?) richtig steil angestellt werden und die Turbine muss gut am Gas hängen, mit meiner 220er nicht sooo einfach.
Nach einigen Anflügen lag die J10 sauber in der Luft, steil angestellt und ruhig…so bleiben – bis zur Landung dachte ich. Doch die Höhe kontrolliert mit Schub zu regeln war mir nicht möglich. Sobald die Kiste zu langsam wurde, griffen die Ruder ins „Leere“ und der Bauchklatscher hat gnadenlos zugeschlagen. Ich glaube, dass die Vektorsteuerung in dem Fall noch hilfreich gewesen wäre indem der Schub das Modell, bis zum Einsetzen des volles Schubes, nach oben gedrückt hätte.

Ich glaube im nachhinein, dass die Vektorsteuerung in der Landephase zu deaktivieren, keine gute Idee von mir gewesen war.
Beim nächsten Versuch werden Canard und Vektor massiv mitwirken.
Kann jemand diese Einschätzung teilen? Oder ist das Landen ohne Vektor auf einem 150m-Platz total easy? Dann hänge ich das Projekt an den Nagel :rolleyes:

Gruß
Thomas
 
Landung J10

Landung J10

Hallo Thomas,

es tut mir leid, dass Du solche Probleme mit der J10 hast. Meine (3-monatige und ca 25Flüge dauernde) Erfahrung sieht völlig anders aus. Ich lande immer! mit Canards und Vektor. Einstellungen s. oben. Dabei fliege ich in ca. 50 m Höhe parallel zum Platz und nehme etwa an der Stelle das Gas bis auf 2 Klicks raus. Fliege dann am Platz vorbei und halte die Höhe. Dann hole ich sie relativ eng um 180Grad in die Landerichtung und baue dabei schon massiv Höhe ab. In der Regel kann ich dann schon in den Leerlauf gehen und halte die Nase leicht hoch. Am Gas mache ich bis zum Aufsetzen nichts mehr. In etwa 50cm Höhe hebe ich die Nase etwas weiter an und die J10 setzt butterweich auf. Rollt dann noch mit Bremse 20-30m. Meine anderer Jet ist da deutlich anstrengender.
Ich kann Dir gerne ein Video schicken.


viele Grüße
Hartmut
 
Hallo Thomas,

das tut mir sehr leid, was ist denn alles kaputt? Sehr sehr ärgerlich, wenn dies direkt beim 1. Flug passiert.

Ich habe auch noch etwas zu kämpfen mit der Landung, wie Du weisst :-)

Meine Erfahrungen:
Die ersten 12 Landungen waren zum Teil OK, die 13. Landung erfolgte ohne Vektor, dies war dann auch meine schlechteste Landung, mit gebrochenem Fahrwerkspant, wahrscheinlich ähnlich wie bei Dir, das Video von der Landung kennst Du ja.

Die folgenden 4 Landungen am Samstag waren gut bis sehr gut, mit aktiviertem Vektor, der bleibt auch jetzt bei der Landung aktiviert, damit kann die Nase immer nach oben gedrückt werden, bei ausreichend Schub.

Bei den nächsten Landungen wollte ich aber mal testen, die Canard bei der Landung auf einen festen Wert festzusetzen, damit die J-10 nicht mehr so direkt auf die Höhenruder reagiert und die Landungen entspannter werden.

Viele Grüsse
Steve
 

Roxx

User
Hallo Thomas,

es tut mir leid, dass Du solche Probleme mit der J10 hast. Meine (3-monatige und ca 25Flüge dauernde) Erfahrung sieht völlig anders aus. Ich lande immer! mit Canards und Vektor. Einstellungen s. oben. Dabei fliege ich in ca. 50 m Höhe parallel zum Platz und nehme etwa an der Stelle das Gas bis auf 2 Klicks raus. Fliege dann am Platz vorbei und halte die Höhe. Dann hole ich sie relativ eng um 180Grad in die Landerichtung und baue dabei schon massiv Höhe ab. In der Regel kann ich dann schon in den Leerlauf gehen und halte die Nase leicht hoch. Am Gas mache ich bis zum Aufsetzen nichts mehr. In etwa 50cm Höhe hebe ich die Nase etwas weiter an und die J10 setzt butterweich auf. Rollt dann noch mit Bremse 20-30m. Meine anderer Jet ist da deutlich anstrengender.
Ich kann Dir gerne ein Video schicken.


viele Grüße
Hartmut
Moin Hartmut,

deine Variante habe ich die ersten 4x versucht. Das war Plan "A". Hat bei mir nicht funktionert, die J10 war mir einfach noch zu schnell. Vielleicht hätte es geklappt aber mein Gefühl sagt mir: Lass es lieber, das kann nur krachen :)
Dabei habe ich noch vorab die Leerlaufdrehzahl der FT220 von 35.000UPM auf 33.000UPM reduziert :eek:

Plan B war dieser Landestil:

https://www.youtube.com/watch?v=pp_kAvFr8_M&feature=youtu.be&t=348

Schaut so simpel aus, ging auch ganz gut doch auf dem letzten Höhenmeter konnte ich die Höhe nicht mehr kontrollieren. Vermutlich hätte eine aktivierte Vektorsteuerung geholfen.

Das Video würde mich sehr interessieren.

Gruß
Thomas
 
Die J-10 ein Delta, wie viele andere auch. Ich fliege fast nur Deltas und das ist bestimmt keine Frage des Restschubes, sondern reine Übungssache. Ich habe die ersten Flüge meistens immer damit verbracht so langsam wie möglich zu fliegen und mich daran zu gewöhnen. Irgendwelche Landeeinstellung benutze ich dabei nie. Problem ist leider bei den heutigen Turbinen die viel zu schnelle und leider nicht mehr so feinfühlige Beschleunigung. Meine Kithira mit der BF 300 schlecht zu landen, da die zu schnelle Drehzalsprünge macht. Mit der Olympus garkein Problem, da sehr angehm linear und weich beschleunigt. Und wie gesagt, das ist kein Turbinenproblem, sondern nur der ECU Einstellung geschuldet. Aber die meisten wollen es ja immer schneller und schneller leider. Ansonsten hilft nur üben üben und nochmal üben.
Gruß. Carsten
 
Man kann bei der Hornet 3 im 1er Menü den Menüpunkt Gasexpo kleiner oder sogar auf Null einstellen. Dann kann man die Turbine von unten heraus feinfühliger dosieren.

MfG
Karsten
 
Hallo zusammen,

bei Flugplätzen mit langen Landebahnen und wo ein freier Landeanflug möglich ist, habe ich keine allzu grossen Probleme mit der J-10, aber

auf Flugplätzen mit kurzen Landebahnen (+- 120m) zusätzlich mit Anflug über eine Hochspannung / Bäume/..., die ca. 200-300m entfernt sind, habe ich ähnliche Probleme als Thomas und ich stelle mir folgende Frage:

Wie kann ich im Landeanflug viel Höhe abbauen ohne dass die J-10 zuviel Geschwindigkeit aufnimmt?

Bei der Turbine würde ich mir wünschen, dass meine Frank FT180 Raptor schneller beschleunigt, aus dem Leerlauf, um besser durchstarten zu können, oder um schnell Schub zu bekommen, wenn ich die J-10 kurz vor dem aufsetzen zu sehr angestellt habe und der Klatscher ist dann leider unvermeidbar.

Mit den Canards wollte ich aber noch experimentieren, mit weniger Ruderausschlägen, resp. mit fester Anstellung als Landephase, mit Ziel dass die J-10 feinfühliger auf dem Höhenruder wird und die Höhe schneller abbaut ohne an Geschwindigkeit zuzulegen.


Vielen Dank und viele Grüsse
Steve
 

Wolfgang Fleischer

Vereinsmitglied
auf Flugplätzen mit kurzen Landebahnen (+- 120m) zusätzlich mit Anflug über eine Hochspannung / Bäume/..., die ca. 200-300m entfernt sind, habe ich ähnliche Probleme als Thomas und ich stelle mir folgende Frage:
Wie kann ich im Landeanflug viel Höhe abbauen ohne dass die J-10 zuviel Geschwindigkeit aufnimmt?
Hallo Steve,
ein Anflug von 300m sollte eigentlich reichen. Ganz wichtig ist aber was w.o. Helmut dazu geschrieben hat.
Das Modell muss langsam aus der Landekurve kommen, ich habe den Schub schon vor der Kurve ganz raus genommen.
Wenn sie langsam genug ist, kannst du nach der Kurve die Nase leicht anhaben und das Modell beginnt durchzusacken.
Sackt sie zu schnell, etwas Gas nachschieben. Kurz vor dem Platz, Gas raus und die die Nase höher nehmen und sie wird sanft aufsetzen.
Ich habe die J-10 nach der ersten Anleitung gebaut, da war der Höhenvektor, außer bei 3D, abgeschaltet.

Wenn du mit viel Geschwindigkeit aus der Landekurve kommst, musst du sie ziemlich steil anstellen, zu dieser Methode kann ich dir nichts sagen,
weil ich sie auch nicht beherrsche.
 

ThomasE

User
Hallo Steve,
Das Modell muss langsam aus der Landekurve kommen, ich habe den Schub schon vor der Kurve ganz raus genommen.
Wenn sie langsam genug ist, kannst du nach der Kurve die Nase leicht anhaben und das Modell beginnt durchzusacken.
Sackt sie zu schnell, etwas Gas nachschieben. Kurz vor dem Platz, Gas raus und die die Nase höher nehmen und sie wird sanft aufsetzen.

That's it....

Ich habe mit Vektor experimentiert und meine Erfahrung sagt mir: Ich lasse den Vektor beim Landen aus. Das macht sie zu empfindlich auf dem Höhenruder und steigert nur die Gefahr das sie nach hinten runter auf den Arsch fällt. Die J10 geht soooo langsam, so langsam fliegt man kaum eine andere Kiste.. Man muss sich da dran gewöhnen. Anfangs war ich auch immer oft viel zu schnell. Wenn man die Angst abgebaut hat gehts dann besser und relaxt.
 

Roxx

User
Ich sauge die Tipps hier auf wie ein Schwamm :)

Wie aber soll ich eine Kiste, die 300m (!) entfernt und nur 50m hoch ist und die ich nur die Silhouette der Nase sehe, sicher zum Platz manövrieren? Wenn sie sackt, kommt noch die extrem träge Gasannahme der Turbine zum Vorschein. Das macht es nicht einfacher.


Gruß
Thomas
 
ich geb mal etwas gedanklichen senf dazu, obwohl ich nicht 3d fliege und bisher noch kein delta (lavi steht aber eine bereit).

die j-10 ist halt sehr leicht im verhältnis zur größe mit einem eigentlich überdimensioniert starken triebwerk fürs 3d-fliegen. da ist auch das flugverhalten bei anstellung nicht mehr so "einfach" zu handhaben wie bei einem normalen deltajet, der bereich zwischen anstellen und gesteuertem sinken und etwas mehr anstellen und durchsacken ist halt grenzwertig und eng.
trotzdem denke ich, daß man ja im angestellten flug zur landung etwas schub oberhalb des leerlaufschubes braucht.
die turbine aus dem vielleicht noch runtergeregelten leerlauf "schnell" rauszubeschleunigen geht ja aus physikalischen gründen nicht.
wenn ich jetzt die leerlaufdrehzahl eher etwas erhöhe bei der frank-turbine auf knapp unter oder um die 40.000/min, kommt sie natürlich schneller von unten raus. ist der restschub dann zu hoch, um sie noch in die abbremsende anstellung hineinzubekommen?

was ich hier an ideen noch nicht gehört hatte: wie schaut es aus mit speedbrake (-s) auf dem rumpfrücken oder hinten seitlich wie bei der lavi? bringt sicher etwas mehrgewicht, aber wäre das noch tolerabel?

und bezüglich sichtbarkeit in der oben beschriebenen situation:
ordentliche unilight-beleuchtung! bei unserem flugplatz gibt es auch einen teils sehr kontrastarmen landeanflug, das hilft ungemein. landelämpis am flügel außen an der nasenleiste, und weiteres landelämpi in der rumpfspitze oder daruntergesetzt vorm fahrwerk. zur not auch alternativ an den fw-beinen.
durch den entsprechenden versatz der 3 landelämpis kannst du auch einigermaßen die anstellung beurteilen. man muß ja nicht zwingend die komplette weihnachtsbaumbeleuchtung installieren, aber die drei landescheinwerfer in ausreichender leuchtkraft auf jeden fall dann.

beste grüße,
thomas.
 

Roxx

User
Moin Thomas,

meine Erfahrung ist, und davon habe ich leider bislang sehr wenig, dass eine erhöhte Leerlaufdrehzahl für zuviel Schub sorgt und die J10 das unweigerlich in Tempo umsetzt.
Ich habe nun viele Gespräche mit (erfolgreichen) Piloten der J10 geführt. Das Geheimnis scheint die letzte Kurve zu sein.
DORT muss die Fahrt abgebaut werden. Nach Abschluss der Kurve gilt es die Kiste "nur noch" im richtigen Winkel zum Platz zu führen.
Ich habe bislang erst die Kurve geflogen und DANACH versucht Fahrt abzubauen, ohne Erfolg.

Die Landung von dem Thomas ist genial:

https://youtu.be/3rad7yR7lc4?t=70

Perfekte Landung, schaut sooo simpel aus :D

Nach Rücksprache mit ihm kam auch hier heraus, dass die Fahrt durch die letzte Kurve abgebaut werden muss.
Ihm reichen dann gute 100m Entfernung und ca. 20m Höhe.


Ich werde versuchen das umzusetzen :rolleyes:

Die Idee mit der Beleuchtung ist gut, wird später vielleicht auch noch umgesetzt.


Jetzt haben wir schon 3 "Thomasse" in der Runde :)


Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,

wir werden dies schon hinbekommen :-)

Das bedeutet, die letzte Kurve mit der Turbine im Leerlauf, hier wird die Höhe und Geschwindigkeit "vernichtet". Kostet etwas Überwindung, aber die J-10 schmiert sowieso nicht ab :-)

Nach der Kurve wieder etwas Schub um die Sinkgeschwindigkeit zu reduzieren. Kurz vor dem aufsetzen weiter anstellen und geringfügig mehr Schub.

Viele Grüsse
Steve
 

Roxx

User
Hallo Thomas,

wir werden dies schon hinbekommen :-)

Das bedeutet, die letzte Kurve mit der Turbine im Leerlauf, hier wird die Höhe und Geschwindigkeit "vernichtet". Kostet etwas Überwindung, aber die J-10 schmiert sowieso nicht ab :-)

Nach der Kurve wieder etwas Schub um die Sinkgeschwindigkeit zu reduzieren. Kurz vor dem aufsetzen weiter anstellen und geringfügig mehr Schub.

Viele Grüsse
Steve
Klar :)


Nicht die Höhe wird abgebaut sondern nur die Fahrt. Die Höhe wird anschließend, beim frontalen Anflug, abgebaut.
Ich glaube, dass der Schub weg bleibt, außer der Platz wird nicht erreicht. Dann sollte man wohl gleich einen neuen Versuch starten.

Schau dir das Video genau an:

https://www.youtube.com/watch?v=3rad7yR7lc4&feature=youtu.be&t=70

Der Pilot gibt null Schub, alles passt.

Gruß
Thomas
 
...außerdem würde ich mir für die nächsten Flüge mal einen langen Platz suchen. Auch wenn ich dafür 100 km fahren müßte.Unser Platz hat z.B. 310m Bahnlänge. Da kann man anfangs auch mal schneller landen und muß nicht Angst haben über das Platzende hinaus zu rollen usw.. Das ganze Fliegen wird entspannter und man kann sich beim Landen an die Minimalgeschwindigkeit rantasten. Nach 4 vermurksten Landeanflügen (wenn ich Deinen Post richtig verstanden habe) noch eine ordentliche Landung hinzubekommen ist sowieso sehr schwierig. Man wird immer nervöser, das Gefühl die Kiste wahrscheinlich nicht ohne Schaden runter zu bringen wird immer größer, die Finger zittern, die Kollegen am Platz zücken schon die Handys um die nahende Katastrophe zu Filmen usw. usw. ;-) Da mache ich doch lieber ein paar entspannte Flüge mit meinetwegen Landungen , die den 300m Platz komplett "ausnutzen", als dass ich auf Biegen und Brechen(hier wahrscheinlicher) versuche auf einen 120 m Platz irgendwie runter zu kommen. Viel Erfolg beim nächsten Mal! Du schaffst das!
Gruß
Markus
PS Bei meiner Byron GeeBee waren es 5 vermurkste Landeanflüge auf einen kurzen Platz bis ich sie dann in den Dreck geknallt habe :-( Ich spreche also aus Erfahrung.
 

Roxx

User
Die Landeanflüge wurden ja recht schnell gemacht aber nach 7 Minuten wird es Zeit auch mal wirklich zu landen :D

Markus hat schon recht, man sollte sich wirklich einen langen Platz suchen und ausgiebig üben.
Dort spart Ärger und schont die Nerven.

Gruß
Thomas
 

Crazyfly

User
Hallo Zusammen,

ich lande IMMER mit Vektor, damit bekomme ich sie besser in den "angestellten" Zustand.

Stelle den Flieger bereits vor und vorallem in der letzten Kurve sehr stark an (in Verbindung mit dementsprechendem Schub) und fliege dabei auch sehr eng (Vektor) damit die Fahrt abgebaut wird.

Man benötigt dann natürlich bei hoher Anstellung und engem Kurvenflug auch mehr Schub. Kurz vor dem Aufsetzen nehme ich das Gas raus und lasse die J 10 ausschweben.

Siehe Video: https://www.youtube.com/watch?v=1R7RH-63Ex4

Gruß Felix
 
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