Jeti: MC24 und 2 TU Module

Hallo zusammen,

Da der Aufwand wirklich gering und ein TU Modul preiswert ist, überlege ich die Funkstrecke für meine Turbinehelis redundant auszulegen und ein zweites TU-Modul einzusetzen, nachdem der R18 mit Satellit jetzt seine Arbeit macht.

Daher die Frage: hat schon jemand Erfahrungen mit zwei TU Modulen in seiner MC24 und nutzt die Möglichkeit, einen R18 und einen Satelliten mit jeweils eigener Funkstrecke anzusteuern?

Mich interessieren zur Zeit folgende Fragen:
- Wie werden zwei TU Module im Sender "verdrahtet"? Parallel oder hintereinander? Wie müssen dann die Jumper stehen?
- Wie verhält sich das "überflüssige" Modul, wenn man Modelle mit einem Empfänger fliegt? Schaltet Ihr das dann so lange ab ?
- Muss man den Satelliten dann immer noch als "Clone" betreiben oder kann er als Master weiter laufen ?
- Wie realisiert Ihr das Binding und stellt sicher, daß mit dem jeweils richtigen Modul gebunden wird?
- Wie habt Ihr den Anschluß der JetiBox gelöst ? Beide raus geführt, oder einen Umschalter eingesetzt ?

Da das ja eher ein spezielles Thema ist, habe ich einen eigenen Thread geöffnet, damit die Informationen nicht im Wust der anderen Erfahrungen untergehen. Da blickt ja keiner mehr durch. :D
 
Moin,

naja etwas mehr als den Ausfall eines Sendemoduls abzufangen bringt es schon. Mann hat 2 Sende- und 4 Empfangsantennen und kann wenn man will die Redundanz bis zu den Servos führen.

Auf der Jeti-Homepage gibt es ein Konzeptpapier dazu.

Gruß

gecko
 
..das einzige was du da abdeckst ist ein Ausfall eines Sendermoduls
Ich verdoppele ausserdem die Sicherheit der Funkübertragung. Statt auf einem Kanal werden die Daten zeitgleich auf zwei Kanälen des 2,4GHz Bandes übertragen. Ich zähle auf der Funkstrecke wie zwei Piloten die zeitgleich fliegen. Natürlich gibt's nach wie vor Stellen die ausfallen können, alles kann man nicht redundant auslegen, aber hier ist der Aufwand mit knapp 100€ für ein zweites TU Modul im Vergleich zum Wert der Modelle wirklich extrem gering. Und Jeti ist an sich so preiswert, daß ich die gesparte Kohle ruhig in etwas Redundanz stecken kann. Und bei Ausfällen denke ich nicht an Sendemodule, sondern an empfindliche Stellen wie die Senderantenne. Die kann schnell mal beim Transport unsichtbaren Schaden nehmen. Ausserdem ist's technisch interessant. :D

Sollte der Satellit als Master genutzt werden können, erhalte ich ausserdem Übertragungswarnung ( ich will's nicht Reichweitenwarnung nennen , die ist so hoch, daß ich sie mit einem Heli niemals nutzen kann ) etwas früher, da der Sat nicht so empfindlich ist.

@gecko
Ein Konzeptpapier für Redundanz bis zum Servo habe ich nicht gefunden, nur ein 2-seitiges PDF mit Kombinationsmöglichkeiten, aber das kenne ich schon. Hast Du mal einen Link zu dem Konzept?

Redundanz bis zum Servo wäre wirklich mal etwas ganz Neues, das setzt aber voraus, daß man zwei Empfänger hat, deren Signale absolut syncron ausgegeben werden. Dafür würde sprechen, daß im R14/R18 vorgesehen ist, Pins im Failsafe Fall auf "Off" zu stellen. Dann kämen die Signale des anderen Empfängers ungehindert beim Servo an.
 
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Sollte der Satellit als Master genutzt werden können, erhalte ich ausserdem Übertragungswarnung ( ich will's nicht Reichweitenwarnung nennen , die ist so hoch, daß ich sie mit einem Heli niemals nutzen kann ) etwas früher, da der Sat nicht so empfindlich ist.

Wenn Du 2 Sendeteile hast kannst Du natürlich beide Empfangsteile als Master nehmen und hast dann auch 2 vollwertige Rückkanäle.

@gecko
Ein Konzeptpapier für Redundanz bis zum Servo habe ich nicht gefunden, nur ein 2-seitiges PDF mit Kombinationsmöglichkeiten, aber das kenne ich schon. Hast Du mal einen Link zu dem Konzept?

Das 2 seitige PDF meinte ich. Bis zum Servo kommst Du mit 2 Empfängern und denn sonst hier zu findenden Konzepten wie man 2 Servos überedet nur eine Ruderklappe anzusteuern ohne Kleinholz zu produzieren. Bei dem Konzept von Jeti kann man dann wichtige doppelt und unwichtige einfach auslegen.

Redundanz bis zum Servo wäre wirklich mal etwas ganz Neues, das setzt aber voraus, daß man zwei Empfänger hat, deren Signale absolut syncron ausgegeben werden. Dafür würde sprechen, daß im R14/R18 vorgesehen ist, Pins im Failsafe Fall auf "Off" zu stellen. Dann kämen die Signale des anderen Empfängers ungehindert beim Servo an.

zB. Und dann noch über die Gruppen und ähnliche Einstellungen Feintuning dann hat man eine hohe Redundanz.

Da werden noch einige neue Möglichkeiten hinzukommen.

Gruß

gecko
 
..aber überlegt doch mal.....da Jeti durch die Kanäle hopt und es sollte zu Störungen kommen muß!!! der gesamte durchhoppte Bereich gestört sein, damit es zu Ausfällen kommen kann. Wenn der gesamte Bereich aber gestört ist, ist auch dein zweites Empfangsteil tot - also nix mit Redundanz im Übertragungsbereich - und solange der Berich einigermaßen sauber ist, tuts auch 1 Empfänger....meine Meinung.

...weniger ist manchmal mehr - muß aber jeder selber entscheiden.
 
Moin,

Störungen in der Funkstrecke können auch technische ( Hardware ) Ursachen haben. Ein fröhlich rauchender Transistor, eine abgeknickte Antenne und was sonst noch so die Signal- und Energiekette bevölkert.

Aber sonst gebe ich Dir recht - es muß jeder selbst wissen und entscheiden wie er seinen Flieger gegen Probleme mit der Steuerung absichert. Bei den meisten von uns würde Training den größten Effekt bringen - mich eingeschlossen :D

Gruß

gecko
 
...Fehler auszuschließen durch erhöhen der Fehlerquellen halte ich sowieso für den falschen Weg. Mit dem Rest von Dir.......oh mann da geb ich dir aber voll Recht:D:D:D...und auch ich bin nicht unfehlbar:cry:
 
...Fehler auszuschließen durch erhöhen der Fehlerquellen halte ich sowieso für den falschen Weg.
Sorry, aber genau da liegst Du wirklich falsch. Dann darfst Du auch keine Doppelstromversorgung fliegen ( ist auch eine Erhöhung der Fehlerquellen ).
Es gibt zwar mit 2 TU Modulen ein paar Bauteile mehr im Gesamtsystem, aufgrund der Anordnung wird aber die Ausfallwahrscheinlichkeit der gesamten Übertragungsstrecke bzgl. der Daten die am Servo ankommen deutlich gesenkt.
Die gleichen Verfahren werden z.B. in großen Netzwerken angewendet, um die Verfügbarkeiten von Datennetzen zu erhöhen. In hochkritischen Umgebungen teilweise mit 4-facher Redundanz. Da wird mit noch viel mehr Aufwand um kleinste Steigerungen der Verfügbarkeit gekämpft. Ich kann Dir auf Wunsch gerne die entsprechenden Formeln zur Berechnung zur Verfügung stellen.
Mit Jeti geht das noch vergleichsweise einfach und preiswert. Würde ich Julian's Schaumwaffeln fliegen, würde ich auch nicht drüber nachdenken.
Bei wertvollen Modellen (Zeit/Geld) aber schon, wenn ich mit 100€ Einsatz einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn realisieren kann.

Was das Hopping angeht: Stimmt - das System hoppt - und zwar jedes TU Modul für sich und auf seinen eigenen 16 Kanälen. Es können also durchaus Bereiche belegt/blockiert sein - das andere Modul muss nicht zwangsläufig den gleichen Bereich nutzen.
Dazu kommt die Redundanz der Senderantenne - aus meiner Sicht aufgrund der Bauweise, der exponierten Lage ausserhalb des Senders und des empfindlichen Steckers immer noch eine der kritischsten Stellen im System.

Hier geht es ja nicht um die Diskussion, warum jemand meint das es nichts bringt, sondern um die Praxiserfahrung wie es gemacht wurde bzw. wird.
 
Hi,

RL: Erzähl das ACT - die haben das fest im Produkt eingebaut. Bei Jeti hat man wenigstens die Wahl.
bei ACT geht's weniger um Redundanz, sondern um optimale Abstrahlung des HF-Signals (-> so gut wie keine HF-Abstrahlung in Antennenachsenrichtung -> Lösung: 2 Sendeantennen im 90° Winkel).

Gruß
Gerhard
 
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