Köpergewebe als Torsionslage

Hallo,

köper bezeichnet eine Webart, genauso wie z.B. Leinen.
Bei Köperbindung sind die beiden 90° zueinanderlegenden Faserstränge nicht an jedem Kreuzungspunkt miteinander verschlungen. Ich meine, nur an jedem zweiten oder dritten.
Dadurch kann man es besser drapieren, es schmiegt sich besser an. So läßt es sich in engen Radien und nicht abwickelbaren Flächen sehr gut verarbeiten.
Insgesamt ist es so anfälliger gegen Verschieben, beim Umgang und beim flächigen Einsatz muss man es also vorsichtig behandeln.

Die Webart hat mit der Faserausrichtung im Bauteil ertsmal grundsätzlich nichts zu tun.
In einem Flügel macht es fast nie Sinn, das Gewebe unter 0/90° einzulegen. Es sollte immer unter 45° verwendet werden, da es hauptsächlich gegen Torsion wirken soll und die daraus resultiereden Spannungen eben unter 45° verlaufen.

Gruß Arne
 
Hallo zusammen

280 g gewebe nur wegen torsion einzulegen halte ich für übertrieben.
Da kommt ja noch 280 g harz dazu.
Das kann man schon als aussenhaut nehmen.
80 g tun es bestimmt auch!

Gruß Aloys.
 
@arne

danke für die aufklärung.

@aloys
Daten 280gr-Glas Köper:
Harzverbrauch: 220 g/m² (Daten für Handlaminate mit 35 Vol.-% Fasern, Laminatdicke: 0,308 mm, Laminatgewicht: 500 g/m²)

80gr nehm ich ich für einen 2m-Segler mit "erweiterten Thermikambitionen".
die 280gr sollten eher in richtung 1.8m-DS-Brett gehen...... und das soll schnell sein und das gewicht spielt dabei eine untergeordnete rolle..... :)

und erst wenn sich die konstruktion bewährt hat, kommt das "gute" 160gr-Bidirektionale CFK-Gelege an die reihe......

gruß

david
 
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