Kleine Infrarot Hubschrauber

Hallo zusammen,
Ihr kennt doch bestimmt diese ultraleichten Hubschrauber, die es seit einigerzeit zu kaufen gibt: 15cm lang und mit zweikanal Infrarotsteuerung. Sind ganz witzig, um im Wohnzimmer Wind zu machen.
Ich habe von Hubschraubern an sich nur ein bisschen Ahnung (Flächenflieger), daher meine Frage: Diese Modelle haben nur eine starre Rotorachse, die keinerlei gesteuertes Kippen erlaubt. Es gibt nat. keine Taumelscheibe und einen fixen Hauptrotorpitch, aber es gibt über dem Hauptrotor noch einen kleinen Rotor, dessen Pitch über zwei Steuerstangen über den Hauptrotor geändert werden kann. (Das würde heißen, dass der Hauptrotor doch nicht so starr ist, hm ... ) Wie auch immer, vielleicht kennt ja jemand diese Modelle und kann mir mit kurzen Worten erklären, wozu der kleine Hilfsrotor gut ist.
Viele Grüße,
Heiko
 
Nachtrag mit Bild

Nachtrag mit Bild

Hallo,
na, ich sehe schon, mein Spielzeug wird nicht als Hubschrauber ernst genommen :-) Ist auch wirklich nicht nötig, mich interessiert aber nach wie vor die aerodramatik hinter der Rotormechanik. Ichhabe mal ein Bild gezeichet. Es handelt sich natürlich doch nciht um einen fixierten Pitch des Hauptrotors. Dieser kann um seine Längsachse drehen, mithin seinen Anstellwinkel ändern. Aber nur passiv (was bringt das?). Dabei wird über die Hubstangen die Pitchänderung in der Weise auf den Hilfsrotor übertragen, dass diese um eine kleine Querachse, senkrecht zur Hauptrotorachse, dreht. Es kippt also die Drehfläche des Hilfsrotos gegenüber der des Hauptrotors bei Pitchänderungen, die man wie gesagt gar nicht steuern kann.
Wassollas?
Beste Grüße
Heiko
 

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EHeli

User
bei dem oberen teil geht es nur ums gewicht das aussen angebracht ist.
das versucht durch die fliehkraft immer waagrecht zu bleiben und stabilisiert so den hubi.

gibt bei den kleinen auch andere konstruktionen mit einer carbonstange und messinggewichten.
schöne grüsse
h.
 
Der Witz ist

Der Witz ist

es ist eine geniale Mischung aus:
Fliehkraft
Kreiselprezision
und der Anordnung zueinander.......
 
dann mal im Detail

dann mal im Detail

Hallöle,
danke für den Input!
Also die Theorie ist demnach Folgende:
Heli rollt oder nickt aufgrund seiner prinzipiellen Instabiliät ein Stück.
Dabei wird die Drehebene des oberen Rotors gekippt, die aufgrund des Präzessionsmoments (welches durch Massestückchen vergrößert wird) ganz gerne in Ruhe gelassen werden möchte und sich durch Kippen 90° in Drehrichtung 'nach' der Auslenkungsrichtung beschweren möchte. Letztlich kann der Rotor aber aufgrund der Lagerung nur in einer Richtung kippen.
Kippt die Drehebene letztendlich, ändert sich der Anstellwinkel des Hauptrotors, dieser macht mehr oder weniger Auftrieb. Das führt meines Erachtens nicht sofort zu einer Stabilisierung, zumindest kann ich nicht einsehen warum.
Möglicherweise ist entscheidend, dass sich bei Änderungen des A.winkels der aerodynamische Widerstand des Hauptrotors erhöht/verringert, so dass sich bei gleicher Motorleistung eine Beschleunigung / Abbremsung des gesamten rotierenden Gebildes ergibt und hieraus eine Stabilisierung entsteht?
Das Ganze scheint mir physikalisch höchst interessant zu sein.
Gruß
H
 

EHeli

User
denk doch nicht so kompliziert:da wird nix beschleunigt oder abgebremst.
was eine seite durch grösseren anstellwinkel anhebt, macht die andere seite durch kleineren anstellwinkel wieder wett.
der normalzustand bei so einem system ist einfach ein waagrechter rotor.

auf die 90grad komm ich zwar nicht hin, wenn ich mir die kleinen so ansehe, aber offenbar dürfte das bei so einem system ziemlich egal sein, weil ja ohnehin keine zyklischen bewegungen gesteuert werden müssen.

wenn du dir mal einen etwas grösseren koax ansiehst, hast du beim oberen rotor, der nicht angesteuert wird, auch nur so ein gewicht das irgendwie probiert den rotor geradezuhalten.

habs mir gerade betrachtet, die winkel sind ähnlich aber nicht gleich.
wird wahrscheinlich innerhalb eines gewissen bereiches wurscht sein.
schöne grüsse
h.
 
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