Kompressor auf Schall isolieren

Teddito

User
Hallo,
mein 3Kw Gieb Kompressor mit 150L Kessel macht ganz schön Krach.
Also habe ich mich entschlossen den mit 22mm OSB Platten und
Purskin 30 Akustikschaum auf Schall zu isolieren.

Leider konnte ich nicht so viele gute Bilder machen wie bei dem Boge
Schallisolationsgehäuse. Das Ergebnis der Schallisolierung ist gut.
So leise wie der Boge ist er nicht geworden aber fast.
Zumindest braucht man keine Kopfhörer mehr und man kann sich in
gehobener Zimmerlautstärke unterhalten.

Ob die Frischluftzuvur ausreicht müssen wir sehen.
Es gibt 4Stk. 120mm Lüfter5 die die warme Luft nach außen blasen.
Dabei entsteht ein Unterdruck im Gehäuse der damit Frischluft ansaugt.
Das GEhäuse ist ca 115x80cm groß. Also schon ziemlich heftig.
Ich muss jetzt nur noch ein M5 Filterfließ vor der Ansaugöffnung
einlegen und dann ist das Teil fertig.

Anbei ein paar Bilder
1.JPG

2.JPG

3.JPG

4.JPG
 
Ich habe Sauger und Kompressor mit in den Maschinentisch aus Holz integriert. Die Dämmung mit 8 cm Steinwolle, besonders ist der Trittschall nicht zu unterschätzen den ein Kompressor auf Holz stehend so "verteilt". Ergebnis: von 82 auf ca. 60dB gedämmt, absolut zufriedenstellend. Lüftung findet mit Zu- und Abluft 2x120 mm PC Lüfter (Arctic je €5,-, angenehm leise, drehen immer auf Vollast je 60m³/h) mit 12V statt, das Volumen ist ausreichend. Wichtig ist auch die Luftkanäle in 90° zu verschachteln und zu dämmen, sonst kommt der Maschinenkrach durch die Lüfter heraus.

VG
Christopher
 
Ein Gerät produziert keinen Trittschall...;) eher Körperschall, oder Luftschall?

Zum Dämmen gibt es Schaumstoff mit wellen-, oder pyramidenförmiger Oberfläche, dieser absorbiert den Schall besser...für Zu und Abluft gibt es Rohrschalldämpfer, wird bei Klimaanlagen benutzt.

Wenn die Holzplatten innen mit Rigips verkleidet werden, verbessert sich das Ergebnis deutlich.
 
Die Geräusche des Kompressors wurden ordentlich gemindert. Durch den Resonanzkörper habe ich jedoch böse Raummoden im Bereich 40hz.
Der billige Chinanoppenschaum arbeitet nicht so gut wie gehauteter Akoustikschaum aus den Profibereich.
Ich erstelle gerade ein Temperaturprofil ohne Deckel und mit Deckel.
Mit Deckel bei sehr geringer Laufzeit habe ich 102°C als Höchsttemperatur ermittelt.
100°C habe ich eben aber auch ohne Deckel ermittelt. War also noch nicht so dramatisch.
Später weiß ich mehr.

Die Raummoden zu eliminieren wäre darüber hinaus noch toll. Wenn einer, eine Idee hat immer her damit.
 
Der Druckbehälter strahlt Köperschall ab. Liegt unten frei. Evtl testweise ein paar OSB Platten um die Kompressorbasis stellen und dann das veränderte Geräusch anhören. Luftansaugung ist wie og. auch sehr wichtig zu dämmen.
 
Ein Gerät produziert keinen Trittschall...;) eher Körperschall, oder Luftschall?

Zum Dämmen gibt es Schaumstoff mit wellen-, oder pyramidenförmiger Oberfläche, dieser absorbiert den Schall besser...für Zu und Abluft gibt es Rohrschalldämpfer, wird bei Klimaanlagen benutzt.

Wenn die Holzplatten innen mit Rigips verkleidet werden, verbessert sich das Ergebnis deutlich.

Oh dann möchte ich auch klugsch... :D

Die üblichen Noppen- und Pyramidenschaumstoffe erfüllen idR nicht die nötige Brandschutzklasse für den Fall dass man die Fräse auch gewerblich betreiben möchte. Daher habe ich sie nicht verbaut. Ja, es gibt sie auch in den erforderlichen Klassen wie den Basotect+, aber 1xx€ für wenige Platten wollte ich nicht ausgeben. Körperschall ist zutreffend. Steinwolle ist ein sehr effizientes Material hierfür mit sehr gutem Preis-/Leistungsverhältnis.

Körperschall lässt sich damit oder zB mit Moosgummiplatten deutlich reduzieren. Das wichtigste vorab: nicht den billigsten Baumarkt-Kompressor kaufen, sondern bereits darauf achten und die Kosten zur Lärmbeseitigung reduzieren.
 
Dafür hats Geld nicht gereicht.
Ich habe 18 Riesen in das WZW Projekt gesteckt wo aktuell noch 0 zurück geflossen ist.
Einerseits weil ich krank bin und anderer seits da ein solches Projekt mit Mach3 schon ziemlich anspruchsvoll ist.
Der Wechsler mit den Werkzeuglängensensor läuft seit heute aber.
Durch diverse Crahs muss ich nochmal alle Werkzeuge vermessen und dann kanns losgehen. Theoretisch.

Weiß jmd wie heiß so ein Kompressor werden darf oben am Kühler. Aktuell liege ich bei 112°C nach etwa eine Stunde Betrieb (Ohne Schallgedämmter Deckel!
Das kommt mir heftig vor.
Unten wo das Öl eingefüllt ist sinds nur ca 55°C. Das sollte ok sein.
 
Was mir eben auffiel: die Verbindungslaschen vom Kompressor sollte durch Gummi entkoppelt werden. Moosgummi auf das Gehäuse bringt nichts, da brauchts Gewicht, deshalb Gipskarton.

...Die üblichen Noppen- und Pyramidenschaumstoffe erfüllen idR nicht die nötige Brandschutzklasse für den Fall dass man die Fräse auch gewerblich betreiben möchte. Daher habe ich sie nicht verbaut. Ja, es gibt sie auch in den erforderlichen Klassen wie den Basotect+, aber 1xx€ für wenige Platten wollte ich nicht ausgeben.

schnell gefunden: https://www.akustik-pyramiden-schaumstoff.de/pyramiden/schaumstoffe.php

Bei der geringen Menge sollte das bezahlbar sein.

Ich habe vor vielen Jahren mal eine Hobelmaschine eingehaust, dabei habe ich mich von einem Fachmann beraten lassen. Das Ergebnis war für uns und unsere Nachbarn recht angenehm...
 
Dauerlaufkompressor + Nebenraum....

Für 18k gibts schon gebrauchte richtige Industrie-Bearbeitungszentren mit wzw...ab ca 25-26k sogar 5-Achs...aber das ist hier ja nicht Thema....
 
Genau,
genau so wenig wie Hunderte von Euros wenn mal etwas defekt ist im Falle einer Reparatur und Instandhaltungsmaßnahme.
Hinzu kommen die Verfahrwegsbeschränkungen für Standlautsprecher und Kriechgänge bei optimistischen 12.000U/min an der Hauptspindel.
Gut, mit Glück bekommt man eine "ausgenudelte" M8 für 16.000-18.000€.
Bliebe aber noch immer die Beschränkung des Verfahrweges. Darüber hinaus gäbe es kein Kompressor, Kältetrockner, Armaturen, keine Aufstellmöglichkeit
mangels Deckenhöhe und mit der Stromversorgung könnte es auch eng werden wenn noch 2 andere Maschinen laufen sollen.
 
Der gute alte Noppenschaum...
Man muss hier zwischen Schalldämpfung und Schalldämmung unterscheiden:
Schalldämpfung dient dazu INNERHALB der Kabine eine ausgewogene Raumakkustik zu erhalten. Dazu verwendet man Noppenschaum, Bassfallen o.Ä.

Schalldämmung dient dazu einen Raum nach Aussen akkustisch zu Isolieren. Eine gute Schalldämmung erhält man am einfachsten durch hohes Gewicht der Wände. Vgl. Panzerglas in Tonstudiokabinen. Je dicker/schwerer die Scheibe, umso höher die Dämmung. Je schwerer sich eine Wand zum mitschwingen "überreden" lässt, desto weniger kommt auf der anderen Seite an ;-).
Ein aufdoppeln der OSB Platten mit Rigips o.ä. ist deshalb schonmal eine gute Idee. Das bringt bedeutend mehr als Noppenschaum, zumal dieser auch nur Frequenzabhängig absorbiert. Noppenschaum ist eigentlich nur dazu da um hochfrequente Reflektionen zu dämpfen. Vgl. Lambda/2
Der Körperschall des Kompressors sollte sich natürlich so wenig wie möglich auf die Kabine übertragen. Eine möglichkeit wäre den Kompressor auf Tennis oder Squashbälle zu stellen und so zu entkoppeln.

Solltest du tatsächlich stehende Wellen in deinem Raum haben, kannst du dir eine Bassfalle bauen. Google mal nach Helmholtz-Resonator. Ich vermute aber eher das die vorhandene Konstruktion nur die hohen Frequenzen wegdämpft und deswegen nur noch Gewummer zu hören ist.

Gruß Max
 
Nackte Rigipsplatten schlucken keinen Schall. Der Schall wird daran reflektiert.
Ich vermute mal Schall schlucken und dämpfen ist das selbe.

Anbei das Profil von meinen kleinen Bogekompressor vor der Schallisolierung (Kessel ist auch frei)
frequenz.jpg


Mit Purskin 3 Isoliert:
7.JPG


Sieht deutlich besser aus.

Anbei noch ein Bild vom Aufbau.
6.JPG


Das Profil zeigt uns das in erster Linie im Hochtonbereich Peaks entstehen die mit Purskin oder ähnlichen Akoustikschaum gedämpft werden können.
Es gibt noch anderen Schäume die andere Frequenzen schlucken... Schlussendlich ist der "Dämmwert" von gehauteten Schaum besser als bei den Chinaschäumen.
Zumindest auf den Datenblättern.

Ich prüfe in einigen Wochen mal was sich tut wenn ich den Kessel mit einhause. Das Frequenzprofil vom Gieb ist anders als vom Boge.
Dennoch stehen die lautesten Frequenzen auch eher im Hochtonbereich. Aktuell arbeitet der Gieb noch ohne Deckel da ich erst mal herausfinden muss wie warm der Kühler werden darf.
Kann sein das ohne Deckel weniger "Raummoden" auftauchen. Interessante Theorie. Dem werde ich gleich mal nachgehen. Ohne Deckel, keine "Bassbox"

€dit:
ja ohne Deckel gibt es keine Raummoden. Also habe ich mir eine Bassreflexbox gebaut O.o
 
Nackte Rigipsplatten schlucken keinen Schall. Der Schall wird daran reflektiert.
Ich vermute mal Schall schlucken und dämpfen ist das selbe.

Das ist richtig. Rigips absorbiert/dämpft/schluckt wenig. Aber er hindert durch die hohe Masse den Schall daran nach aussen zu dringen.
Siehe Unterschied Dämpfung/Absorbtion VS Dämmung.

Momentan hinderst du mit dem Akkustikschaum die hohen Frequenzen daran sich auf die OSB platten zu übertragen, welche dann denn Schall nach aussen weiterleiten. Daher der Abfall im Hochtonbereich.
Effektiver ist aber trotzdem der ganzen Kiste eine höhere Masse zu verpassen.
Beispiel: Eine massive Steinwand lässt weniger Schall durch als eine Trockenbauwand in gleicher Dicke. Da hilft Steinwolle oder Akkustikschaum zwar ein bischen, aber nicht sehr effektiv.
Wenn du dein Heimkino oder Aufnahmekabine o.Ä. willst, so das du IM RAUM eine ausgewogene Akkustik ohne übermässige Reflektionen oder stehende Wellen hast, nimmst du Akkustikschaum und Absorber.
Wenn du willst das deine Frau nicht nervt weil es ständig AUS DEM RAUM wummert, baust du massive Wände und entkoppelst sämtliche Schallerzeuger davon.


Gruß Max
 
Würde alles mit Rigipsplatten beplankt werden würde der ungedämpfte komplette Schalle aus die Luftansaugöffnung und Austrittsöffnung gelangen. Das Ergebnis wäre miserabel.
Deine Ansicht teile ich, sofern die Kiste Luftdicht ist.
 
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