Konions: Ein unfreiwilliger Dauerentladetest

Die Suchmaschinen haben nach kurzer Durchsicht keine vergleichbaren Fälle ergeben, so dass ich denke, dass folgende Geschichte von Interesse sein könnte:

Es handelt sich um einen 3s2p-Pack Konions, als Einzelzellen vor über einem Jahr beim örtlichen Fachhändler aus Kontronik-Lieferungen gekauft.

Nach einer Auslandsreise und weiterem Zeitmangel habe ich erst in der vergangenen Woche bei überraschend gutem Wetter einen meiner E-Seglerrümpfe vorgenommen um den darin befindlichen, o.g. Pack wieder aufzuladen. Dabei habe ich festgestellt, dass der Pack seit der letzten Nutzung vor mehr als 3 Wochen noch immer am Steller (Stromaufnahme irgendwo bei einigen zehn mA) angeschlossen war...! (Der separate RC-Akku war abgesteckt, so dass der Motor nicht anlaufen konnte). Eine Spannungsmessung ergab 0,wenige Volt (wenn überhaupt - ich habe es mir nicht gemerkt)

Weder die Suchmaschinen, noch ein Telefonat mit kd ergaben hoffnungsvolle Informationen, so dass ich vom verfrühten Ableben der Zellen ausgehen musste.

Neugier und gewisse Gene, die auf vermehrte Sparsamkeit hinweisen ;), haben mich zu Folgendem veranlasst:

Schritt 1: Anschluss an den Schulze isl 6-330d „wie wenn nichts gewesen wäre“. Nach einigen Ladezyklen mit Warnungen hat er pflichtschuldigst seine Aktivitäten völlig eingestellt mit dem Hinweis „falsche Zellenzahl“.

Schritt 2: Anschluß an ein Netzgerät mit stabilisierter Spannung und einstellbarer Strombegrenzung. Spannung auf 11,irgendwas Volt (unterhalb der 12,6 V Ladeschlussspannung) und ca. 100 mA Strom – und tatsächlich: Der Akku nahm Spannung an.

Schritt 3: Nach mehreren Stunden waren etwas über 9V erreicht und dann habe ich den Akku wieder an den Schulze angeschlossen, zusammen mit einem früher (vor lauter „LiPo/LiIo-Schreck“) gebauten Balancer. Die Fertigladung in der 250 mA-Einstellung verlief ganz normal.

Schritt 4: Die Entladung mit etwa 3 A über den Heckmann CAC-1 mit PC-Darstellung ergab die volle Kapazität von etwa 2200 mAh.

Schritt 5: Erneute Ladung mit dem Schulze in Einstellung „2 A“, entsprechend 1 C, und die Entladung über den E-Antrieb mit etwa 23 bis 18 A, abgebrochen bei 9 Volt und einer Entnahmekapazität von 1766 mAh, hat den früheren Zustand bestätigt!!!

Ich freue mich und staune, was die Zellen aushalten!

Gruß
Herbert Eberbach
 
ja das gleiche hatte ein Kunde von mir auch. Dem ist das Flugzeug in einem Baum hängen geblieben und konnte erst am nächsten Tag geborgen werden. Die Akkus waren auch unt er 0,5V/ Zelle aber seit dem hat er schon wieder (vor vier Wochen) 20 Zyklen drauf und das, wie er meint, ohne Leistungs verlust.

Gruß

Mayk
 
Hi,

ein Kollege von mir hat die Konion versehentlich mit dem NiMh-Programm überladen. :o
Fliegt heute noch mit diesem Pack.
Es ist wirklich erstaunlich, was diese Zellen so wegstecken. :D

Grüße ;)

HerrMann
 
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