Krill ARES L - kennt jemand den Erstbesitzer dieses Modells?

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Blaichi

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Hallo.

Ich habe ein Problem mit einem kürzlich gekauften Krill ARES L.

Das Angebot bzw. der Kauf lief ausserhalb dieser Plattform - die Veröffentlichung dieses Threads ist mit den Verantwortlichen von RC-Network im Vorfeld abgestimmt.

Es geht um ein recht teures Modell - als in Top Zustand ohne jegliche Schäden beschrieben - und daher auch zu einem auch recht hohen Gebrauchtpreis. Die Realität sah dann leider sehr deutlich anders aus...

Der Kauf lief über (geschickt aufgenommene) Bilder und Zustandsbeschreibung per Whatsapp - der Transport war privat organisiert über eine Person die sowohl der Verkäufer als auch ich kennen und die keine Schuld trifft.

Der Verkäufer verweigert die Rücknahme und versucht mir den Schaden in die Schuhe zu schieben... Die Folge daraus ist, dass ich zum ersten Mal in meinem nicht mehr gerade jungen Leben einen Anwalt zur Vertretung meiner privaten Interessen beauftragen musste.

Es geht um diese Krill ARES L (siehe Bild) in einem serienmäßigen - aber recht selten gewählten Design. Komponenten sind durchweg MKS-Servos, eine Powerbox Competition SR2 mit Gyro, Pohle Kissen-Beuteltank, Bernreiter Schubrohr mit Vektor. Verbaut war ursprünglich eine JetCat P220-RXI die aber nicht Bestandteil des Kaufs war.

Nun die Frage an Euch - kennt eventuell jemand den Vor- oder Erstbesitzer bzw. Erbauer des Modells?

Meines Wissens hatte der vorherige Besitzer auch noch eine ARES XL im gleichen Design - die jetzt der Typ besitzt der mir die ARES L verkauft hat.

Der Erstbesitzer/Vorbesitzer ist nicht (!) der Betroffene - ich würde nur gerne mit ihm spechen, denn er wäre ggf. ein wichtiger Auskunftgeber für die zivilrechtliche Klärung.


Danke Euch!

Steffen
 

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Danke Dir! Die Verkaufsanzeige habe ich auch noch in der Merkliste. Hab das auch alles gescreenshotted und dem Vorgang angehängt.
 
Ich verstehe Deinen Ärger, allerdings verstehe ich nicht, wie es dazu kommen kann. Aber andere Frage: versprichst Du Dir tatsächlich eine Rückerstattung resp. eine Preisminderung oder wie man das nennen willl...auch nach Abzug der Anwaltskosten? Diese Menschen kosten doch unglaublich Geld.
 
Klar, Anwalt kostet Geld und ich hab da auch null Spaß daran - aber ich lasse mich nicht wehrlos verarschen und es geht hier für Modellbauverhältnisse auch um einen recht hohen Betrag. Deshalb wäre der Kontakt zum Vorbesitzer hilfreich...

Wie es dazu kam ist relativ simpel - Arglistige Täuschung und gutgläubiger Käufer + aufgebauter Zeitdruck vom Verkäufer, daher war für mich leider keine Selbstabholung vor Ort möglich, waren fast 500km Enfernung. Anzahlung und dann auf der Prowing treffen wollte er auch nicht - obwohl das von ihm nicht weit gewesen wäre. Hinterher bin ich natürlich auch schlauer.

Mein Ziel ist hier ganz einfach eine Rückabwicklung - und das liegt in dem Fall auch im rechtlichen Rahmen.
Und auch die wäre/wird blöd für mich, da ich schon bei Revoc ne Rumpftasche und ein Suncover bestellt hab, ist schon fertig... und bei Xicoy eine X240 Light für das Modell. Zumindest die Turbine könnte ich wahrscheinlich stornieren, dauert bei denen ja ohnehin ewig.
 
Aber für eine Rückabwicklung ganz ohne Vertrag und so...hast Du da wirklich Chancen? Du musst ja alles beweisen. Denkst Du nicht, Du wirst da einen Schuh voll rausziehen? So rein finanziell?
 
Wichtig ist eine gute Dokumentation der Anbahnungsphase, Abwicklung und dem Versuch der Klärung. Im Zweifel gibt's für sowas Gutachter und die stellen Recht gut und stichhaltig fest, ob der Mängel vorher schon da war oder eben nicht. Zieht sich halt unnötig, wenn sich wie hier eine Partei quer stellt.

Wenn kein schriftlicher Vertrag, gelten halt die gesetzlichen Regularien. Da wir ja nicht genau wissen was tatsächlich der Mängel darstellt, kann man aber pauschal sagen: bei arglistiger Täuschung wird's für den Verkäufer eng.
 
Ich bin skeptisch. Das wird teuer und langwierig mit eingeschränkten Erfolgsaussichten.
Wenn ich Vorschläge zu einem Gutachten lese, sollte man immer bedenken, dass damit Kosten verbunden sind und die Aussagekraft vor Gericht eingeschränkt ist.
Im schlimmsten Falle beauftragt das Gericht einen weiteren gerichtzugelassen Gutachter.
Kosten, Kosten, Kosten.
Üble Sache, die mal wieder belegt dass man sich beim Kauf eines Modells hinfahren sollte und vor Ort begutachten.

Mfg Michael
 
Mir ist auch klar, dass das wahrscheinlich aufwendig und teuer wird - habe mich aber entschieden das durchzuziehen. Läuft auch bereits, das erste Anwaltsschreiben ging gestern an den Verkäufer raus.

Wie seht ihr das?

Beschrieben war das Modell mit "er ist in einem sehr guten Zustand! Keine Reparaturen oder Sonstiges"
Ich habe dann konkret gefragt: "Gibts irgendwelche Reparaturen, Schäden oder größere Kratzer am Modell?"
Darauf die Antwort: "Nein keine großen Schäden oder sonstiges, nur normale Gebrauchspuren vom fliegen"

Am Tag nach der Übergabe (hab am Abend nicht mehr ausgeladen) in der Mittagspause ist mir der Schaden aufgefallen,
auch noch einige andere Kleinigkeiten die weniger gravierend waren - die ich aber in der Beschreibung definitiv erwähnt hätte.

Ich habe ich ihm dann also sofort (mit Bild) geschrieben: Hi XXX. Hab mich gestern mit YYY getroffen. Ganz ehrlich - ich bin leicht pissed, das wäre aus meiner Sicht zwingend erwähnenswert gewesen.

Darauf er: "okay ich bin ehrlich ich hab nie wirklich drunter geguckt, weil ich ihn selbst mal komplett gekauft habe."
Darauf ich: Naja, die Turbine hast wohl nicht von oben ausgebaut, von unten unübersehbar.

Das Modell war ohne Turbine die er zum Verkauf ausgebaut hat - der Schaden ist tatsächlich von oben nicht zu sehen - deshalb fiel es mir bei der Übergabe auch nicht direkt auf - ist aber unten unmittelbar neben dem Deckel/Zugang zur Turbine. Eigentlich war dann für mich dann schon klar, dass es blöd wird - denn 99% aller Sätze die mit "okay ich bin ehrlich" beginnen, enden mit einer Lüge.

Er hat den Schaden also nicht bemerkt, schreibt aber kurze Zeit später "Der Schaden ist ja von innen nicht zu sehen". Woher weiss er das denn bitte?

Ab da kam dann von ihm nur noch Bullshit, inklusive diverser Beleidigungen, etc.

Mit dem Erbauer/Vorbesitzer habe ich gestern recht lange telefoniert - danke nochmal für den Hinweis von hier - er hat den schadenverursachenden Ständer weder gebaut noch verwendet.
 

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Wo genau befindet sich der Schaden? Kann ich so nicht erkennen... ( neben der Turbine / Schacht....durch ein Ständer verursacht )

Die Turbine kann man nur von unten ausbauen? Dann müsste man den Schaden sehen?

Wenn du diese Kommunikation schriftlich hast....daß er nie wirklich drunter geschaut hat....dann lügt er. Wenn ein Chat da beweiskräftig ist.

Und wenn er behauptet, daß bei ihm der Schaden nicht war.....?
Wie willst du beweisen, daß du das Modell nicht mittags auf einen Ständer gestellt hast, und den Schaden verursacht hast?
 
Ich verstehe Deinen Ärger wirklich. Aber wegen den paar Dellen gleich hunderte Euros verlochen? Nimms als Mahnmal für künftige Occasionskäufe und lass gut sein. Du ersparst Dir viel Ärger und graue Haare.
Natürlich hätte es der Verkäufer erwähnen müssen, stimme ich Dir zu. Aber Du als Käufer: Kontrolle ist besser als Vertrauen.
 
Moin,
vor etlichen Jahren habe ich über RC Network in der Börse 4st 10S Lipostangen gekauft. Lt. Verkäufer neuwertige SLS mit 40 C.
Der Spaß war dementsprechend nicht gerade billig.
Gekommen sind dann 4 völlig verhunzte mit blauer Schrumpffolie überzogene Stangen. Nach dem Entfernen der Folie hatte ich dann 8 geblähte
Turnigy Akkus 20C/30C die auch noch schlecht verlötet waren. Totaler Schrott...
Kommunikation daraufhin mit dem Verkäufer blieb erfolglos, er war oft online hat aber nie geantwortet.

Nach langem Überlegen ob Anzeige usw. usw. habe ich ausfindig gemacht in welchem Verein der junge Mann fliegt. Habe dann Kontakt mit dem Vorsitzenden und dem Kassenwart aufgenommen und wirklich nette Gespräche geführt. Was die mit dem Burschen gemacht haben, kann ich natürlich nicht sagen, aber es dauert nur wenige Tage und und ich hatte meine Kaufsumme zurück.

Gruß Ralph
 
Ich verstehe Deinen Ärger wirklich. Aber wegen den paar Dellen gleich hunderte Euros verlochen? Nimms als Mahnmal für künftige Occasionskäufe und lass gut sein. Du ersparst Dir viel Ärger und graue Haare.
Natürlich hätte es der Verkäufer erwähnen müssen, stimme ich Dir zu. Aber Du als Käufer: Kontrolle ist besser als Vertrauen.
Ich bin auch der Meinung, da wird außer Kosten nicht viel passieren.
MFG Michael
 
Recht haben heißt halt leider nicht Recht bekommen.
Wer es beweisen kann bekommt Recht.
Musste ich auch schon lernen.

Ich würd's auch durchziehen. Egal, und wenn ich draufzahle 🙂
 
Es sind auf beiden Seiten (Auflagestellen) je 40-50 Dellen, ein Gutachter wird also (hoffentlich) bestätigen, dass das nur von vielfachem Auf- und Abladen auf diese selbstgebauten Ständer kommen kann und in dieser Menge nicht beim Transport von ihm zu mir entstanden sein kann. Zumal auf dem Ständer - so wie ich ihn bekommen habe - sehr dicke Polster drauf sind die bestimmt nicht von Anfang an drauf waren, denn sonst wären diese Dellen nämlich nicht so kantig.

Klar, unter Kosten-Nutzenaspekten macht das keinen Sinn, zumal ich einen Vereinskollegen hab der solche Reparaturen echt super wieder hin kriegt. Zudem - das ist auch blöd - kann ich an dem Modell natürlich nichts machen solange es nicht geklärt ist wie es weiter geht.

Ich lasse mich allerdings nur sehr ungern anlügen, verarschen und dann noch als dumm bezeichnen... vorwiegend deshalb ziehe ich es nun auch durch.
 
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