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Kurbelwelle gebrochen DLE 170

Hallo,
ich habe viel gesucht aber nichts gefunden. Deshalb hier mal ein Fred.
Es geht um Großvolumige Motoren ab 100 ccm.
Mein DLE 170, hat nach nur 40 L im schlepp mit einem 19kg Segler bei viel Wind, geschätzt am Boden 40-50km/h, in 600 m Höhe den Prop, die Nabe usw. abgeworfen.
20200531_200915.jpg

Propeller war (leider) wegen Lärmwerte ein Mejzlik 30x13x3Evo. Am Boden war die Drehzahl knapp 5000Umdrehungen bei 75Db. Eingebaut war das ganze in einem Pafnachbau mit 3.3m bei 18 kg. Geht wirklich gut.
Ich würde gerne einen Meinungsaustausch mit Modellkollegen anstreben die Fachspeziefisch Ahnung haben. Meine Kollegen behaupten das das ein Dle Problem sei. Habe jedoch diesbezüglich keine Infos. Ergoogeln können. Der Motor wurde eingeschickt und repariert. Die Infos. des Instandsetzers würde ich erstmal zurückhalten um hier zu sehen was für Ursachen vermutungen etc. angestrebt werden.
Gruß Horst
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

sponi

User
Also wenn mich das Foto nicht täuscht, hatte die KW einen alten Bruch (dunkle Stellen). Das kann von Materialfehler, den ich für sehr wahrscheinlich halte, bis zu einem Riss nach einem Vorfall alles sein.
Gruß
Klaus
 
Hallo
Das ist ein Ermüdungsbruch !!
den letzten Bruch, das ist ein Gewaltbruch, aber das ist dann normal, wenn das Material soweit geschwächt ist, dann bricht es komplett.
Kann es sein, dass diese große Luftschraube irgendwelche Vibrationen hatte?
Denn anders geht das eigentlich nicht mit Ermüdungsbrüchen.
Und wenn es nur geringe Vibrationen sind, die gehen immer ins Material und lassen das Material schwingen, auf Dauer hält das kein Werkstoff aus.
Bevor jemand jetzt sagt, das wäre Quatsch oder sonstwas, bitte studiert mal Werkstoffwissenschaft und arbeitet an modernen 3D CAD Systemen, da kann man sehr gut Belastungssimulationen erstellen bis die verschiedenen Materialien brechen.
Gruß
Lothar
 
Hallo Klaus,
ja auf den Foto schaut das so aus. Aber in echt schaut es eher nach "verdrehtem" Stahl aus. Deshalb helle und mstte stellen mit " Kratern" . Man kennt solche Risse von Fahrwerksstahl schrauben etz. mit glänzigen Stellen und matte Stellen. Dies schaut ganz anders aus und schau mal der angelaufene Blaue Bereich auf dem Lager .
Gruß Horst
 
Hallo Lothar,
der Propeller war perfekt ausgewuchtet. Ich wuchte flach mit diesem Wasserglas Luftblasen Ding. Der Motor hatte keine Vibrationen noch hat er was abbekommen. Hat gerade mal 40 L durch von dehnen 10 beim Einlaufen und 20 in Himmelstadt beim Grosseglertreffen 19.
20200531_200904.jpg
 
Hallo
Definitiv handelt es sich um einen Ermüdungsbruch, der über längere Zeit entstanden ist. Man kennt die Vorgeschichte des Motors nicht, egal was war, das da ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Materialfehler
Lösung:
Kurbelwelle und alle Lager wechseln

Gruß
Lothar
 

DBDTG

User
Hallo man sieht auch am Lager oben links ein Ausglühen, was von einer minimal anlaufenden KW stammen kann.
Das ist aber nix, was von Heute auf Morgen passiert.
Gruß Dbdtg
 
Hallo
Das ist ein Ermüdungsbruch !!
den letzten Bruch, das ist ein Gewaltbruch, aber das ist dann normal, wenn das Material soweit geschwächt ist, dann bricht es komplett.
Kann es sein, dass diese große Luftschraube irgendwelche Vibrationen hatte?
Denn anders geht das eigentlich nicht mit Ermüdungsbrüchen.
Und wenn es nur geringe Vibrationen sind, die gehen immer ins Material und lassen das Material schwingen, auf Dauer hält das kein Werkstoff aus.
Bevor jemand jetzt sagt, das wäre Quatsch oder sonstwas, bitte studiert mal Werkstoffwissenschaft und arbeitet an modernen 3D CAD Systemen, da kann man sehr gut Belastungssimulationen erstellen bis die verschiedenen Materialien brechen.
Gruß
Lothar
-> Ist halt immernoch eine Kurbelwelle ;)
Werkstoffwissenschaftler... :D



Die KW muss in ihren wenigen Betriebsstunden im Bruchbereich kaum dyn. Sicherheiten gehabt haben - sprich überlastet gewesen sein.
Die Ermüdungsbruchfläche ist schön ausgeprägt.

Gibt es eine Scheibenfeder als Verbindung zur Propellernabe? Ist im Foto nicht gut zu erkennen. Man könnte es erahnen, auch dass dort der Anriss begonnen hat.
E-Teil Zng. zeigt bei Pos. 22 eine:
1603361036365.png


Eine Kerbstelle ist ein möglicher Startpunkt für diesen Schaden. Kann auch sein, dass die KW beim montierten Prop in dem ursächlichen Abschnitt und bei der niedrigen Drehzahl etwas schwach rauskommt, immerhin 2-Takt 2zyl Boxer.

Auch den ZZP prüfen, ggf. etwas retour nehmen bei dem schweren Schleppbetrieb, undmögl. Sprit mit hohem Oktanwert nehmen.

Was kann vorbeugen?
- kleinerer Durchmesser vom Prop, generell mögl. leichter Prop
- Max. Drehzahl (deutlich) anheben -> das hilft am meisten
- ZZP nicht zu früh, um den Preis daß die Zylindertemp. höher rauskommt
- Sprit mit mögl. hoher Oktanzahl, Öl-Anteil nicht höher als vorgegeben (dafür sehr gutes 2T-Öl verwenden!)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo !
Warum ist denn der Innenring des Lagers einseitig blau ?
Man sieht doch schön die harte Schicht der Oberflächenhärtung der KW an der Bruchfläche - da wo die Anlassfarbe am Innenring sichtbar ist, fehlt die Schicht, da fließt das Metall mit zur Mittelsehne.
Ich denke, da hat evtl. eine Kugel im Lager gefressen und die Welle einseitig weich geglüht. Man sieht ja sogar etwas blau an der Bruchfläche. Entweder war das Lager und Welle noch heiß als die Welle gerissen war , oder es Passierte in mehreren Intervallen - da hätte man aber eigentlich schon bein Anlassen was merken müssen..
VG,
Sebastian
 
Zuletzt bearbeitet:
Meiner Meinung nach erst Lagerschaden, dadurch kurbelwelle punktuell weich geglüht und dann ging es dahin. Sowohl Lager als auch die kurbelwelle sind blau an der Stelle wo der Bruch losging. Das kann nur bei laufendem Motor passieren, deshalb liegt die Ursache mit höchster Wahrscheinlichkeit im Lager. Würde gerne das Lager von innen sehen. Wo es blau ist klebt bestimmt eine Kugel auf dem innenring (aufgeschweisst).
 

akafly

User
Ich sehe auch die Erwärmung als primären Schadensursprung. Anlassfarbe blau bis blaugrau, da kamen 400 Grad vom Lager. Die Härte der Welle nahm einseitig ab. Hauptlast an der KW sind Torsionsspitzen, die sind am Rand am größten, da wo die Oberfläche weich wurde wird der Bruch ausgegangen sein. Wäre interessannt mal das Lager aufzuflexen (ohne es weiter zu verfärben).
 
Hallo Lothar,
der "Halbmond" ist weiter vorne. Die bruchstelle ca. 15-20mm weiter richtung Lager.
Spritt war immer Ultimate 102 Oktan mit Motul 800. 1:50 Mischung. Ich denke auch das der Zapfen was hatte und vorher aufgrund vom Minderwertigen Stahl nicht optimal ausgelegt ist. Laut Instandsetzer , passiert das bei Überdimensionierten mit viel Steigung habenden Propeller. Vorstellbar währe es da in 600m Höhe der Wind extrem war. Wir sind kurz statt Quer zu dem Wind, mit dem Wind geflogen bis wir eindrehen konnten. Mit dem Wind, muss der Prop, breites Mejzlik aber leichtes Blatt, sehr schnell gedreht haben. Hat man auch unten gehört. Als wir in den Wind drehten, muss der Wiederstand am Prop stark angestiegen sein und die Drehzahl viel. Dann kurz danach ein " Metalisches surren" ca 2-3 Sekunden. Dann fehlte der Vortrieb. Die Landung war knifflig da am Landebahn Anfang ein Steinbruch ist der Tief ist. Normal hebt das mit dem Zapfen da der viel mehr Festigkeit hat. Aber warum ist das Lager so blau angelaufen? Wenn eine Kugel gest sitzt, dann ist es ringsherum Blau.
Gruß Horst
 
Hallo,
das mit drm Lager ist ein Ansatz aber eine Kugel kann nicht festsitzen sonnst müssten die Anderen die ja überspringen.
Gruß Horst
 
Hallo Horst
kann das sein, dass Du aus dem Saarland kommst?
Ich frage wegen dem Steinbruch.
Aber der Schaden da , der da entstanden ist, kommt nicht von jetzt auf gleich, denn diese Bruchstelle ist ganz typisch ein Ermüdungsbruch, der nicht bei einem einzigen Flug her stammt
Gruß
Lothar
 

akafly

User
Wir werden auf jeden Fall nur noch mit Rückenwind schleppen.
 
Hallo Lotar,
nein aus Bw. Beim E-Meeting Aspach da ist der Steinbruch oder in Himmelstadt 11 F-Schlepp die ersten 30 min Fliege ich oft mit so einem Lila Paf verschnitt. Mir gehts auch eher um die Blaue Stelle an Lager. Wie kann das oder könnte das sein? Fressendes Lager kann kaum sein da das ringsherum " schabt" . Kann mir das mit der neuen KW auch passieren aufgrund eines motorfehlers? Kw, Mitnehmer Prop, kostet einiges und ist auch gefährlich.
Gruß Horst
 
Hallo Horst
hat dieses vordere Lager sich noch drehen lassen?
Und wie sieht der Passsitz des Lagerzapfens aus, ist der lose ?
Meine Vermutung ist mittlerweile die, dass da hintere Lager Spiel hat und das vordere fest war. Denn dann hast du Kurbelwellenkippen , nur so kann ich mir den angelaufenen Innenring an der oberen Seite erklären.

Gruß
Lothar
 
Hallo Hobby-Kriminologen,

mir fallen hier ein paar Ungereimtheiten auf:
Rücken- oder Gegenwindschleppen gibt es nur beim Start, solange man Bodenkontakt hat! Danach bewgt sich das Gespann in einer Luftmasse,
die sich aber gegenüber dem Piloten bewegt, was leicht zu Fehleinschätzungen führt.
Gehörte Drehzahlunterschiede kommen aus dem Motor selbst oder vom Dopplereffekt.

Ich habe schon einige überhitzte angelassene Lager gesehen. Große und kleine.
Einseitig überhitzte Ringe waren nicht dabei. Jedenfalls nicht wenn die Hitze von der Reibung kam.
Wenn es nicht so unsinnig wäre, würde ich vermuten, hier hat jemand versucht die angerissene Welle im eingebauten Zustand zu schweißen.
Möglicherweise hat auch kurz vor dem endgültigen Bruch die Welle hier durch Wechselbiegung soviel Wärme punktuell erzeugt, dass der Innenring nur teilweise überhitzt wurde. Das finde ich aber selbst unwahrscheinlich.

Habt ihr eigentlich den Propeller und das jetzt lose Wellenende gefunden?
Ein Bild wäre interessant. Ein Blick in das Lager ohne den Staubschutz übrigens auch...

Weiterforschen
Andreas
 
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akafly

User
Bruchflächen in 45 Grad Neigung entstehen durch Torsion, nicht durch Biegung.
 
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