Kurbelwelle gebrochen DLE 170

gleching

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Ich sehe auch die Erwärmung als primären Schadensursprung. Anlassfarbe blau bis blaugrau, da kamen 400 Grad vom Lager. Die Härte der Welle nahm einseitig ab. Hauptlast an der KW sind Torsionsspitzen, die sind am Rand am größten, da wo die Oberfläche weich wurde wird der Bruch ausgegangen sein. Wäre interessannt mal das Lager aufzuflexen (ohne es weiter zu verfärben).
Bei 400 °C wäre das Lager wahrscheinlich eher kaputt gegangen als die Kurbelwelle.
 

gleching

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... Wenn es nicht so unsinnig wäre, würde ich vermuten, hier hat jemand versucht die angerissene Welle im eingebauten Zustand zu schweißen. ...
Die bei Kurbelwelle verwendeten sog. Einsatz- oder Vergütungsstähle sind grundsätzlich nicht schweißgeeignet (wg. zu hohem Kohlenstoffgehalt).
 
Zuletzt bearbeitet:
Muss doch zweimal Danke sagen, erstens für die Updates zu den DB 605´ern von x78587 und zweitens für die (manchmal recht robust formulierten) weiteren Posts von gleching.

akafly: Es hat aufgrund von Deinem Messuhr-Foto "klick" gemacht. Jetzt würde ich meine Motoren erst recht bei Unsicherheiten einschicken, ansonsten müsste ich ja wohl neben der Messuhr-Apparatur noch eine Drehbank kaufen mit einem "gut laufenden" Dreibackenfutter...Hölle, Hölle.

Und es heisst für mich, "Vorsicht" nach einer heftigen Bodenberührung des Props bei unseren Boxermotoren.

Bis denne Dietmar
 
Dietmar,

eine Messuhr incl. Stativ kriegst heutzutage für unter 50 Euro. Eine Rundlauf-Messvorrichtung kostet auch nicht mehr die Welt, ist jedenfalls wesentlich günstiger als eine Drehbank. Eine Drehbank mit Dreibackenfutter ist für sowas eher suboptimal, man sollte dann wenigstens mit Spannzangen arbeiten. Wobei auch hier gerne mal ein Hundertstel an Ungenauigkeit durchschlüpft. :D

Gruß,

Robby
 

x78587

User
Hallo,
aufgrund von Lärmwerthe war eine Mejzlik 30x13x3 mit 5050 U/ min am Boden.
Gruß Horst
Danke, das hatte ich ja mittlerweile schon mitgeteilt bekommen.
Das ist, (wie hier schon erwähnt) nicht der Drehzahlbereich wo so ein Motor sich "wohlfühlt", im Prinzip "abgewürgt". Bleibt aber kaum eine Alternative, wenn sog. Lärmvorschriften örtlich da die Grenzwerte setzen😢


.
 
Hallo Guido,
der Verkäufer ist wirklich i.O. Wir haben uns lange unterhalten bis wir darauf kamen das die Propberührung die vermeintliche Ursache sein könnte. Von 3W erwartet man eine Rundlaufende Kw im gekauften Motor.
Hallo Dietmar, eigentlich ausser bei 3W brauchst nur einen Schraubstock und eine Messuhr. Bei den meisten Motoren, kannst den hinteren Deckel abnehmen. Zündkerzen raus , den Motor am vorderen Gehäuse vorsichtig festklemmen und hinten mit der Messuhr am Zapfen den Höhenschlag messen. Genau so kann man auch vorne den Mitnehmer messen.
Screenshot_20201128-022433.png

Das reicht erstmal für eine grobe Einschätzung. 3W hat bei den meisten Motoren längsgeteilte Gehäuse. Da musst mehr zerlegen .
Gruß Horst
 
Moin Horst,

hä? Wie machen die das denn mit der Rundlaufmessung bei 3W? Etwa durch Handauflegung?

Gruß Guido
Hallo Guido,
du hast echt eine recht direkte Art. Lies bitte den Text genau. Die Meisten Motoren haben hinten einen Deckel. 3 W ist längsgeteilt.
Screenshot_20201128-131859.png


Da musst beide Zylinder ab um das Gehäuse trennend zu können und an den Hinteren zapfen zum Messen zu kommen.
Somit tut 3 W nicht " Handauflegen" sondern einfach nur mehr zerlegen.
Gruß Horst
 
Horst, hasste denn schon mal einen BIELA-Prop ausprobiert? Nach meiner subjektiven Wahrnehmung sind die leiser als die von MEJZLIK.
Und schick sehen die auch noch als: 😋
Hallo Guido,
die Biela sind mies im Wirkungsgrad" sorry Biela" bei 5000 -5100 U/min schleppst da nichts mehr. Eine 2 Blatt Biela mit 6000U/min hat minimum 80DB.das geht bei uns nicht. Haben 74DB.
Habe normalerweise nur HF -Fuchs Latten.
Gruß Horst
 

Kafo

User
Hi Kafo,
da wage ich zu widersprechen:
Wenn das Lagerspiel zwischen KW und Lager-Innenring im kalten Zustand nicht zu eng ist (d.h., das Lager lässt sich relativ leicht aufschieben), ists im Betrieb (d.h., alle Bauteile haben mindestens 100 °C) auch nicht zu eng. Grund: Der Lager-Innenring dehnt sich stärker aus als die Welle (obwohl beide aus Stahl sind und somit denselben Wäremeausdehnungskoeffizent haben). Und selbst wenn beim betriebswarmen Motor kein Lagerspiel mehr vorhanden sein sollte, führt das keinesfalls zu einem Ermüdungsbruch der KW. Grund: Alle vom Lager auf die KW einwirkenden Kräfte drücken im Bereich des Lagersitzes senkrecht (radial) und über den gesamten Durchmesser gleichmäßig verteilt auf die KW. Ein Ermüdungsbruch der KW wird nur durch Biege- oder Torsionskräfte, die auf diese von außen einwirken, ausgelöst (unabhängig von eventuellen Fehlern bei der Wärmebehandlung der KW).

Gruß Guido
Hallo Guido,
für den betriebswarmen Motor sollte das axiale und radiale Betriebsspiel des vorderen Lagers minimal aber nicht Null sein.
In der Warmlaufphase des Motors wird die Wärme von der Kurbelwelle auf den Lagerinnenring übertragen.
Ein Ermüdungsbruch geht in der Regel von einem Rissstarter aus. Dies können Gefügefehler durch falsche Wärmebehandlung wie du schon richtig bemerkt hast, Einschlüsse, Lunker, Risse, Schleifriefen, etc. sein.
Der Rissbeginn liegt hier anscheinend im Bereich der vorderen Lagerstelle. Die dunkle Verfärbung dort kann typisch für einen gelaufenen Motor sein oder auch nicht. Wenn die Kurbelwelle in der Warmlaufphase dort gerieben hat kann das zu Materialverformungen bzw. Rissen führen die dann als Rissstarter fungieren.
Gruß Kafo
 
Dietmar,

eine Messuhr incl. Stativ kriegst heutzutage für unter 50 Euro. Eine Rundlauf-Messvorrichtung kostet auch nicht mehr die Welt, ist jedenfalls wesentlich günstiger als eine Drehbank. Eine Drehbank mit Dreibackenfutter ist für sowas eher suboptimal, man sollte dann wenigstens mit Spannzangen arbeiten. Wobei auch hier gerne mal ein Hundertstel an Ungenauigkeit durchschlüpft. :D

Gruß,

Robby
Hi Robby, danke für die Tips. Es haben sich zwei Freunde bei mir gemeldet, wusste gar nicht, was sie so alles im Bastelkeller haben.

Setze auch schon längere Zeit die Sachen von 3W und von anderen gut bekannten Lieferanten ein. Ich muss einfach mal sagen, das war bei meinen Motoren bisher alles bestens, ebenso die Infos am Telefon, wenn es mal pressierte...
Ja, auch ´ne leicht angetickte Kw von einem ZG45 wurde mit vorsichtigen Hammerschlägen im Betrieb von T.Clark/Reinsch seinerzeit gerichtet, das gute Stück läuft bis heute einwandfrei. Gut, es wird auch nicht so belastet wie andere meiner Motoren.

Die für mich interessanteste Info war hier für mich, bei ungünstiger Bodenberührung des Props können sich Teile einer "zusammengesetzten" Kw unter Umständen ganz geringfügig verdrehen...
und zusätzlich die Kw ev. auch mit einem "Schlag" zurücklassen, o.k., diese Auswirkung erkennt man ja u.U. leicht.
Gruss Dietmar
 
Zuletzt bearbeitet:

Dix

User
Im Übrigen:

Bei den Großen nennt man den Spaß "shockloading".
Da wird sofort die Shockloading-Inspektion beim Motoreninstandsetzer erforderlich, falls der Propeller von äußeren Mächten ziemlich schnell abgebremst wird und nicht auslaufen darf...
 

gleching

User gesperrt
Hallo Guido,
die Biela sind mies im Wirkungsgrad" sorry Biela" bei 5000 -5100 U/min schleppst da nichts mehr. Eine 2 Blatt Biela mit 6000U/min hat minimum 80DB.das geht bei uns nicht. Haben 74DB.
Habe normalerweise nur HF -Fuchs Latten.
Gruß Horst
Hallo Horst,
Hand aufs Herz: Hast Du tatsächlich Vergleichsmessungen, was die Zugkraft der Props von unterschlichen Herstellern betrifft, gemacht? Ich kann nur sagen, dass ich mit den Bilea-Props noch jeden Flieger gescheit vom Boden bekommen habe. Und geschleppt habe ich damit Segler bis zu 24,9 kg Eigengewicht (Austria Elefant mit über 10 m Spannweite). Zum Beweis, dass es auch mit ´nem Biela-Prop (32x12) senkrecht nach oben gehen kann:
Im Anhang zum Beweis ein Bild, wo man erkennt, dass es sich um einen Biela-Prop handelt.

Gruß Guido


Piper05.jpg
 
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Hallo Horst,
Hand aufs Herz: Hast Du tatsächlich Vergleichsmessungen, was die Zugkraft der Props von unterschlichen Herstellern betrifft, gemacht? Ich kann nur sagen, dass ich mit den Bilea-Props noch jeden Flieger gescheit vom Boden bekommen habe. Und geschleppt habe ich damit Segler bis zu 24,9 kg Eigengewicht (Austria Elefant mit über 10 m Spannweite). Zum Beweis, dass es auch mit ´nem Biela-Prop (32x12) senkrecht nach oben gehen kann:
Im Anhang zum Beweis ein Bild, wo man erkennt, dass es sich um einen Biela-Prop handelt.

Gruß Guido


Anhang anzeigen 11866688
Hallo Guido,
das Video schon wäre bei uns verboten aufgrund der Lautstärke. Da wirst bei 82-84 DB in 25 m sein. Diese Vorzüge sind leider nicht überall zu haben. Ja ich habe Praktische vergleichsmessungen. 75 DB werden als 3 Punkt Messung eingestellt mit der Drezahl( Servoweg) dann wird geflogen und geschleppt. Ich kann dir von meiner 30x12x3 Biela ein Foto nachher machen wenn ich daheim bin. Leider ging da wirklich nur Skale schleppen im Vergleich zur Falcon, Mejzlik oder HF- Fuchs. Kannst die Biela kaufen wenn darauf stehst(";")
Gruß Horst
 
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