Ladegerät für Autobatterie?

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Moin!
Hat jemand eine Empfehlung für ein Ladegerät für eine Autobatterie (46Ah)? Schalten die "billigen" Geräte automatisch ab? Der Strom regelt sich doch von selbst, so daß eine Autobatterie eigentlich nicht überladen werden kann, oder? Dann würde doch auch ein günstiges reichen :rolleyes: ?

Dank und Gruß
Heiko
 
Moin
Kannst bedenkenlos so ein "Billiglader" aus dem Baumarkt kaufen.
Abschalten wenn der Akku voll ist?
Das machen Lader für Autobatterien oder für Bleiakkus überhaupt, eigentlich gar nicht.
Es wird lediglich der Ladestrom bis auf null geregelt bzw. wenige mA.
 

knitz

User
Hallo Kapitäne,
die Autoakkus sind leider für unsere Hobbyzwecke schlecht geeignet,da sie für hohe Stromentnahme(Motorstart >100A) ausgelegt sind,und wir eben nur ca.6-8A entnehmen.Folge ist,der Autoakku geht in der Kapazität immer stärker zurück,so dass er nach ca.2 Jahren kaum mehr für unsere Automatiklader zu gebrauchen ist.Hinzu kommt,dass die herkömmlichen Baumarkt-Ladegeräte den Akku auch nie richtig voll laden.
 
Ich verwende seit ca. 10 Jahren ein stabilisiertes Netzgerät 13,8V / 25 A. Der Autoakku ist entweder auf dem Flugplatz oder hängt am Netzgerät - immer. Die 13,8V sind knapp die Ladeschlußspannung des Bleiakkus. Wenn er leer ist, brummt das Netzgerät und powert ihn voll( immer noch etwas begrenzt durch die Übergangswiderstände der Bananenstecker und Krallen ), nach zunehmender Ladung nimmt der Ladestrom bis auf ein paar mA Erhaltungsstrom ab. Wenn ich in der Werkstatt Akkus lade, kommen die Schnellader an den Akku samt Ladegerät. Stromentnahmen von 30A sind dann kein Problem, der Bleiakku glättet die Restwelligkeit des Netzgeräts.
Die Akkus halten so 3-4 Jahre. Mehr ist m.E. bei der hohen Stromaufnahme auf dem Flugfeld eh nicht drin.
Gruß P.Frach
 
Autobatterien sind für unser Hobby bestens geeignet, so´ne 71Ah Kiste als Fahrakku verspricht laaaaange Fahrzeiten selbst wenn sie noch für einige Jogurtbecher die Stromdöschen wieder füllt.
Bleiakkus, resp. Autobatterieen lassen sich nicht pushen :D , mehr als 13,8V Leerlauf is nicht.

Die Baumarktladegeräte sind zum Dauerladen bzw zum puffern der Batterien ausgelegt, z.b. für die Moppedbatterie die von November bis März geladen wird.
Normale Ladeschlußspannung sind 14,4V.
Ein Bleiakku stirbt nicht vorzeitig wenn er nur mit niederigen Strömen entladen wird, er hats aber gerne wenn er danach sofort wieder geladen wird und nicht an mehreren Tagen ein wenig Saft abgeben und wenn nichts mehr geht erst laden, oder noch schlimmer, erst noch´n paar Tage stehen lassen, das mag er überhaupt nicht. Die Suppe muß immer in Wallung sein ;) dann lebt er lange.
 

knitz

User
Also,das was zuvor steht, sind meine eigenen Erfahrungen.Ich hatte einen hochwertigen Bosch Autoakku 60 Ah,den ich dann nach ca.2-3 Jahren meinem Nachbarn für seinen Golf geschenkt hab, und der ist seit 3 Jahren happy :) ,d.h. der Akku hat sich in seinem Auto wieder regeneriert.Ich hab nun seit der Zeit einen Dryfit,so wie er auch für Krankenstühle gebraucht wird, mit einem besseren Ladegerät.Alles über IT besorgt,kaum teurer als herkömmlich im Baumarkt.
 
Hallo Heiko und die anderen,

ich benutze seit ein paar Jahren einen nur 36 Ah großen Säureakku. Seine Vorgeschichte kenne ich nicht, da er beim Kfz-Betrieb aus einem Unfallwagen ausgebaut wurde. Ich habe ihn lediglich äußerlich gereinigt und geladen.

Seitdem versieht er seinen Dienst. Er wird gelegentlich genutzt als Ladeakku für Modellbau, dann wieder während der Urlaube als eigenständiger Stromversorger im Wohnwagen während der Fahrt und bei kurzen Pausen oder Übernachtungen, dann mal wieder eine Zeit nicht.

Geladen wird er mit einem Hella Charger 10 Automatik, der mich vor zwei Jahren umgerechnet ca. 75 € gekostet hat. Dieser Lader schaltet bei Erreichen der Ladeschlussspannung ab und wieder ein, wenn ein bestimmter Spannungswert unterschritten wird.

Der Vorteil dabei ist, dass der Lader ausgangsseitig gesteuert wird. Wenn der Ladevorgang beendet ist, schaltet er primärseitig ab. Somit benötigt er keinen Strom aus der Steckdose, wenn er nicht lädt.

Zuvor hatte ich einen Lader, der den Strom zurück geregelt hat, wenn die Spannung gen Ladeende ging. Bei dieser Methode, so hatte ich den Eindruck, wurde der Akku nie richtig voll.

Die jetzige Variante mit dem Hella Charger 10 Automatik funktioniert dabei tadellos. Auf diese Weise kann der Akku immer angeklemmt bleiben; eine Überladung ist ausgeschlossen.

Weitere Infos hier ;) :
Hella pdf-Datei, siehe Seite 4

[ 17. Mai 2002, 14:43: Beitrag editiert von: Andreas Michel ]
 

knitz

User
IT heisst natürlich Internet,Thomas. ;) Ich hab übrigens einen Automtik-Lader von Anssmann mit I,U-Kennlinie.Die üblichen Lader haben eine reine W-Kennlinie.Ich brauche Akku/Lader auch für mein Segelboot(Elektronik,Beleuchtung,AB-Start).
 

Ulrich Horn

Moderator
Teammitglied
Moin,

das ist mir fast zu technisch.. für das Laden von Bleiakkus braucht man keine hochwertigen Netzgeräte..

Die Billiglader aus dem Baumarkt (bitte NUR für 12V-Bleiakkus verwenden) sind schlichte spannungsgeregelte Netzteile. Sie schalten nicht ab (keine Ladeschlusserkennung oder sowas) sondern haben lediglich eine begrenzte, äußerst wellige (komplette obere Halbwelle) und nicht gepufferte Höchstspannung.

Und damit sind sie für Autoakkus perfekt geeignet. Der Ladestrom geht automatisch gegen Null, wenn der Akku voll ist, und das winzige bisschen Restladung schadet im nicht. Überladung ist ausgeschlossen, es sei denn vielleicht bei 12V 2Ah Gel-Akkus.

Das gilt wie gesagt nur für 12V-Bleiakkus von 15-200 Ah. Für jeden anderen Akkutyp sind diese Geräte nicht geeignet.

Grüße, Ulrich Horn
 
Moin zusammen!

@TIBOS: Ist mir auch zum Teil zu technisch ;)
Deshalb danke für Deine Zusammenfassung. Ich werde mir so einen Billiglader aus dem Baumarkt gönnen, der langt, denke ich, locker.

Gruß
Heiko
 
Moin Leute! :D

So ganz billig sollte das Ladegerät nun auch nicht sein!
Ich hatte mal eines das die Ladeschlußspannung des Bleiakkus nicht erreichte und dann ist der Bleiakku auch schnell "hops".

Hab ich aber leider erst gemerkt als der gute 60Ah Bleigelakku ( der gast wenigstens nicht )das "zeitliche gesegnet" hatte.

Gruß
Helmut
 

knitz

User
Hallo Ulrich,hallo Heiko,
da ist nicht grosses technisches dran. ;) Ein Lader mit einer W-Kennlinie lädt nach Widerstand des Akkus(mit zunehmenden Widerstand erhöht sich der Ladezustand des Akkus und der Strom nimmt entsprechend ab ),ein Lader mit einer U,I-Kennlinie läd mit mit geregeltem Strom bis zur Ladeschlusspannung.Die letzterem sind im Prinzip all unsere Lader für den E-Flug.
Bezüglich unseres Autoakkus beisst sich hier nur die Katze in den Schwanz :D . Der Akku beginnt durch unsere geringe Stromentnahme zu sulfatieren.Dieses Sulfatieren bedeutet Rückgang der Kapazität mit gleichzeitiger Zunahme des Ri des Akkus.Da wir einen Lader nur mit W-Kennlinie haben,läd der den Akku immer weniger voll.So war bei mir nach ca.2-3 Jahren der Zustand erreicht,dass mein neuer Bosch Autoakku 60Ah praktisch nur noch stundenweise mein Ultra Duo Plus verkraften konnte.Da mir dies dann auch in meinem Segelboot passierte(die Stomentnahme ist ähnlich gering wie beim E-Modellflug),und ich dann auf der Ostsee mit ausgefallener Elektonik fahren musste,ging mir der Hut hoch. :o So musste ich mich zwangsläufig mit dem Problem Akku/Lader auseinander setzen mit vorstehendem Ergebnis.Dies ist natürlich nicht auf meinem Mist gewachsen,da gibt es viele,die ungleich mehr Ahnung von der Materie haben, als ich. :D Was Ihr nun macht ist Euer Problem.Aus dem Schneider seid Ihr heraus,wenn Ihr 2 Autoakkus habt,die Ihr wechselseitig im Auto laufen lassen könnt,denn Sulfatierungen im Akku bilden sich bei den Anforderungen im Auto wieder zurück.
 
Janee Werner, Du machst es einem aber auch nicht leicht :D !?
Die Autobatterie, die ich hatte, ist wieder seinem ursprünglichem Besitzer zugegangen, da die Spannung nicht über 9,5V wollte :( Also stehe ich wieder ohne Batterie da und mache mir wieder Gedanken... Also das mit den Kennlinien habbich verstanden, allerdings finde ich auf den meisten Ladern, die man in Bau- und Supermärkten kaufen kann, keinen Hinweis darauf, wie sie denn nun laden. Aber wahrscheinlich alle mit W-Kennlinie... Den Akku im Auto immer wieder ein- und ausbauen halte ich auch nicht für praktikabel. Wo liegen denn diese U-I-Kennlinien-Lader preislich?

Gruß
Heiko
 

knitz

User
Hallo Heiko,
ich weiss es nicht mehr,aber er war billiger als ich dachte.Geh mal ins Internet,z.B. Suchmasch. google,da gibts jede Menge Adressen.Das Problem ist aber nicht nur der Lader,sondern auch der Akku.Wenn Du den wirklich nur zum E-Flug gebrauchen willst,kann ich Dir keinen Autoakku empfehlen.Ich hab seiner Zeit für meinen Dryfit über Internetbestellg. kaum mehr als für einen Autoakku bezahlt.Man muss aber kräftig suchen,die Preise stehen teilweise im Verhältnis 1:2.Ausserdem brauchst Du keinen 50/60 Ah Akku,Du kommst sicher mit max.45 Ah aus.Der ist auch wesentlich leichter.
 

MichaK

User
Hallo Ihr Akkulader,

hab ich das jetzt richtig verstanden, dass man einen Autoakku ohne weitere Massnahmen an ein 13,8 Volt-Netzteil hängen kann?? (Weil...ich hab so eins, 13,8 V, 25 A.)

*ahnungslosguck*
 

Ulrich Horn

Moderator
Teammitglied
Hallo Michael,

Geht auf jeden Fall. Wahrscheinlich auch als Dauerlösung, ich denke, mann kann P.Frach da vertrauen :)

Bei einem hochwertigen Ladegerät mit 'exakt' 13,8V ohne Restwelligkeit wird der Akku vielleicht nicht ganz voll.. dürfte aber unerheblich sein.

@Helmut Franz: Wenn ein Lader 14 V nicht erreicht, ist das nicht eine Frage des Preises sondern womöglich der Produktstreuung. Es ist ja nicht so, dass jedes Volt Geld kostet ;)

@Werner: jetzt kommst Du wieder mit der W-Kennlinie :)
Ich denke mal, die ergibt sich automatisch, wenn man einen Akku an eine Spannungsquelle hängt.
Mein Baumarkt-Billiglader hat eine Leerlaufspannung um 15V. Die sinkt natürlich unter Last, und selbst wenn der Akku voll nur 14V hat, ist das zusätzliche Volt nur ein Spitzenwert, hinter dem keine effektive Leistung steckt.

Grüße, Ulrich Horn
 
Moin!
Nach weiterer Info-Suche im Internet bin ich nun zu folgender Lösung gekommen: Ich kaufe mir einen Billiglader aus dem Baumarkt und rüste diesen mit einem L200 Spannungsregler nach. Somit habe ich ein Ladegerät für Autobatterien mit U-I-Kennlinie für wenig Geld :D
Infos zu so einem Umbau findet man hier: Bleigelakku-Lader

Gruß
Heiko
 
Hallo Heiko,

Deine verlinkte Schaltung hat nur einen gravierenden Nachteil: Ladestrombegrenzung bei ca. 1A

Im Initialpost sprachst Du aber von einem 46Ah-Akku...... :confused:

Zum Puffern kannste die Schaltung nehmen(ist aber Perlen vor die Säue geworfen :D )zum richtig Laden musste halt Geduld haben( bei Akku"leer" ca. 45 Stunden=ca. 2 volle Tage :( )
 
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