Laden des Senderakkus einer MC20

Hallo Senderelektronik-kundige,
Nachdem der Graupner/Varta-NiCD-Akku (8/RSE1700) meiner MC20 wegen des Totalausfalls einer Zelle nicht mehr weiter verwendet wird, hab ich als Ersatz einen Sanjo RC3000-NiMH-Akku besorgt.
Die Betriebsanleitung der MC20 (ist inzwischen 10 Jahre alt) schreibt ja vor, den Akku mit höchstens 1,2 A zu laden. Dabei wird das Laden eines leeren 3000er Akkus doch eine recht langwierige Angelegenheit.
Nun mal meine Fragen: Bezieht sich die von Graupner angegebene Stromstärke von 1,2 A auf die maximal zulässige Stromstärke, welche die Senderelektronik beim Laden über die Senderladebuchse bei überbrückter Schutzdiode verträgt oder auf den, für die damalig verbreitete Akkutechnik noch vertretbaren Ladestrom des Akkus???
Als Ladegerät verwende ich ein Graupner "MC-Ultra Duo PlusII sowohl an einem Heimnetzgerät, als auch an der Autobatterie.
Die gleichen Akkutypen, aus welcher der Senderakku besteht, verwende ich als Antriebszellen für den TwinJet und lade sie mit bis zu 5,5 A, was sie klaglos vertragen. Die Abschaltautomatik funktioniert tadellos. Die Akkus werden gerade mal handwarm und sind proppevoll.

Danke für Euer Interesse!
Harry
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
Ich frag´mich immer wieder, warum ein 3000er NiMh mit 5A Ladestrom "gequält" werden muss?
Mit so einem Akku kann man einen Sender, wie die MC-20, locker 10 Stunden ununterbrochen betreiben.
Tagsüber fliegen und nachts laden, dafür braucht man keine hohen Ladeströme und der Akku wird´s einem danken. ;)

Ansonsten bezieht sich die max. Stromstärke auf den Schutz der Senderelektronik, so wie´s Ticmic schon gepostet hat.
 

Marcus M

User
Ich frag´mich immer wieder, warum ein 3000er NiMh mit 5A Ladestrom "gequält" werden muss?
Naja, also Quälen ist was anderes. Mein Akku der MC 22 musste erstmal ein bischen "gequält" werden. Erst dann brachte er die volle Leistung. Immer Rein mit den Amp´s.

Marcus
 

Ticmic

User
Hallo Harry,

ich denke die Strombegrenzung auf 1,2 A ergibt sich aufgrund der dünnen Kabel und der Leiterbahnen im Sender.

In meinen Sendern sind die Akku's über eine Hochstrombuchse mit der Elektronik verbunden.
Zum Laden trenne ich den Akku von der Elektronik und lade diesen dann wie gewohnt mit den 5,5A direkt.
Dabei lege ich den Sender auf den Kopf und lasse das Gehäuse offen, damit die entstehende Wärme gut abziehen kann.
 

Arne

User
Hi!

Bei uns haben fast alle am Sender eine eigene Ladebuchse nachgerüstet. Einfach in die Seitenwand des Senders zwei 2mm Goldkontakte versenken und diese direkt mit vernünftigem Kabelquerschnitt mit dem Akku verbinden. So kannst du immer und sehr einfach den Akku mit dem größten für den Akku geeigneten Ladestrom laden/Entladen!

Gruß Arne
 
Hi Arno,

die NiMh-Akkus benehmen sich unter 1C Ladestrom ziemlich zickig (z.B. zu frühes Abschalten). Ich lade mit 3-3,5A. So leben meine Akkus recht lange bei voller Kapazität.

Gruß, Andreas
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
Hallo Andreas!
Das Argument musste kommen, aber das überzeugt mich auch nicht. Letztlich ist das dann eine Sache des richtigen Ladegerätes. :rolleyes:
Es ist halt meine Philosphie Sender und Empfangsakkus nur mit kleinen Ladeströmen zu behandeln und ich fahre damit in all den Jahren meines Modellbauerlebens nicht schlecht. ;)
 
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