Lagerung

Zum Thema lagern füge ich hinzu :
Der Sender ist nur zum Transport im Alukoffer mit Trockensalzbeuteln.
In der Werkstatt ( beheizter Wohnraum) ist er stets ausserhalb des Koffers im Regal....
 
Zum Thema Lagerung der Fernsteuerung:
Du darfst nicht so empfindlich sein, manchmal habe ich meinen Sender (MPX 3010) mit dem Modell über Nacht im Auto, manchmal Sender oder Modell in der warmen Wohnung, ich fliege den ganzen Winter, auch bei Schneefall und bei 10 Grad minus.

Gruß Michael
 
Hi Hahnenmoosfreak

Ich möchte hier klarstellen, dass ich dir in meinem Beitrag (im MC24 Thread) keineswegs einen unsachgemässen Umgang mit deinem Sender unterstellen wollte. Es war als allgemeiner Beitrag zum Thema Einwirkungen auf ein Feldgerät (was unsere Sender ja letztlich sind, ausser bei jenen, die ausschliesslich Indoor fliegen). Also, bitte ja nicht persönlich nehmen, ich kenne dich ja nicht.

Gruss

Kurt
 

Gast_2222

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Also wg der Kondenswasserbildung sagen wir mal so:

Hahnenmoos sein Sender wird vermutlich im Gehaeuse Kondenswasser bilden, wenn seine Brille beschlaegt, wenn er vom kalten Draussen zuegig die Werkstatt aufsucht. Ist er kein Brillentraeger, kann er ein Stueck Blech (gute Waermeleitfaehigkeit, hohe Waermekapazitaet) zum testen nehmen.

Die Salzbeutel in seinem Sendekoffer moegen ganz putzig sein, schuetzen den Sender jedoch nicht vor Kondenswasser. Begruendung: Mangels Zirkulation ist nicht davon auszugehen, dass sich die Luft im Sender mit der draussen kaum vermischt. Das dauert bei ruhigen Bedingung wohl Stunden (ausser bei Sturm im Senderkoffer). Fazit: tu die Beutel in den Sender und nimm Reis (Reis ist da besser als Salz und bleibt im Beutel), ich nehm aber gar nichts,...

... weil mein Sender zufaellig(!) kuehl und trocken lagert. Will sagen: weiss auch nich, ob Kondenswasser hier wichtig sein koennte...

Wolfgang
 

airtech-factory

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Salzbeutel im Senderkoffer.. :confused:

Übertreibt ihr die ganze Sche jetzt nicht etwas?

Wenn die Sender so empfindlich wären, was macht ihr dann mit euren Empfängern? Liegen die auch im Modell in Salzbeuteln? Wohl eher nicht, bei manchen leigen die offen im Rumpf, andere liegen versifft mit Spritresten oder eingenebelt von Benzindämpfen aus dem innenliegenden Vergaser im Modell, bewegen sich beim Fliegen durch mehrere Luftschichten mit veränderlichen Temperaturen u.s.w.

Natürlich ist ein grundsätzlicher gewissenhafter Umgang mit der Technik Pflicht, aber man sollte doch die Kirche im Dorf lassen. In meinen 22 Jahren Modellflug hate ich noch keinen Sender oder EMpfänger der durch Feuchtigkeit getötet wurde.

Gruß
Jörg
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
Zitat aus dem letzten MC-24 Thread :

Original erstellt von Wolfgang Kouker:

Der im feucht-warmen Wohnzimmer lagernde Sender hat auch dessen feucht-warme Luft im Gehaeuse. Kommt diese nun zum kalten Flugplatz, gibts Kondenswasser innen drin, bis die Wohnzimmerluft vollstaendig ausgetauscht ist.
Wolfgang spricht zwar das Kernproblem an, jedoch stimmt die Aussage so nicht. Ursächlich für die Taupunktunterschreitung ist die Temperatut des Senders selbst, also Gehäuse, Platine usw.
Ich habe vor ca. 2 Jahren mal umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, weil mich das interessiert hat. Es ist eigentlich vollkommen unproblematisch einen Sender von einem warmen Ort ins Kalte zu tragen, es passiert eigentlich gar nix. Wenn Feuchtigkeit ausfällt muss sie sich irgenwo niederschlagen und das tut sie sicherlich nicht an den warmen Senderbauteilen, egal wie kalt die Luft ist bez. der Grad der relativen Luftfeuchtigkeit.

Umgekehrt wirds da schon wesentlich problematischer. Aber dabei spielt der Grad der relativen Luftfeuchtigkeit eine wesentliche Rolle. In dutzenden Versuchsreihen habe ich den Sender für 30 Minuten bei Temperaturen unter 0°C (bis -12°C) vor die Tür gesetzt und dann wieder in die Wohnung gebracht. Ein kritischer Wert im Gehäuse wird dann erreicht, wenn die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung über 65% betragen hat, was sich ungefähr auch mit meinen theoretischen Überlegungen gedeckt hat. Wenn man eine Wohnung nicht zusätzlich befeuchtet, wird allerdings dieser Wert im Winter wohl eher nur in der Küche oder im Bad erreicht. Ein feucht-warmes Wohnzimmer ist im Winter eher selten anzutreffen.

Fahrlässig ist es, wenn man seinen Sender im Winter auf dem Platz nach dem Flug ins Auto legt oder in das Vereinsheim mit nimmt, wenn letzteres denn vorhanden ist.

Ein Vereinsheim ist meistens beheizt, die Luft kann einerseits wesentlich mehr Feuchte aufnehmen, andererseits springt die relative Luftfeuchtigkeit durch die vielen quatschenden und schwitzenden Menschen schnell weit über 80%. Wird nun ein kalter Sender mitgenommen ist der Taupunkt in weniger als eine Minute unterschritten!!
Exakt dasselbe passiert, wenn man sich mal kurz ins Auto zurückzieht, am besten noch mit zwei oder 3 Mannn. Auch wenn die Heizung nicht eingestellt wird, reicht das aus. Auch hier entsteht durch die Personen ein schnelle Sättigung der Luft. Wenn man einen Sender mit nimmt, kann man innerhalb von Minuten den Feutigkeitsniederschlag bis hin zur Tröpfchenbildung beobachten. (Meine alter 6014-Sender hat´s überlebt! :cool: )

Im Endeffekt hat die ganze Versuchsreihe das ergeben, was uns der gesunde Menschenverstand sowieso sagt: Mich haben in dem Fall nur die genaueren Rahmenbedingungen interessiert.

Als Konsens für mich persönlich: Da ich ein Weichei bin und bei Temperaturen unter 5 °C garnicht mehr fliege (so ab diesen Temperaturen abwärts wird das Ganze interessant), ist das Thema für mich ohnehin nicht von ständiger Bedeutung. Wenn das aber doch mal passiert (es kommt wirklich vor ;) ), bleibt der Sender halt wie gewohnt draussen stehn, wenn ich im Auto bin oder im Vereinsheim, um mir mal die Nase zu wärmen und auf der Rückfahrt nach Hause lasse ich das Fenster im Auto immer einen Spalt offen, bis die Heizung nach ein paar Minuten in Funktion tritt. :) Ich würde einen kalten Sender auch niemals in einen Alukoffer packen.

Alle Mittelchen, die in irgendeiner Weise hygroskopische wirken, werden eine direkte Taupunktunterschreitung wohl nicht verhindern. Dafür sind sie übrigens auch nicht gedacht!

[ 19. Januar 2005, 08:47: Beitrag editiert von: Arno Wetzel ]
 

Gast_2222

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Tach Arno, das ist ja mal was:
Original erstellt von Arno Wetzel:
Wolfgang spricht zwar das Kernproblem an, jedoch stimmt die Aussage so nicht. Ursächlich für die Taupunktunterschreitung ist die Temperatut des Senders selbst, also Gehäuse, Platine usw.
Dem wuerd ich mal ein entschiedenes jain entgegenschleudern. ;) Das Wasser kondensiert schon aus der Luft bei ihrer Abkuehlung unter den Taupunkt. Es schlaegt sich jedoch am kaeltesten Teil des Senders nieder, und weil dieser draussen von Aussen nach Innen abkuehlt, gibts Tau halt an der Innenseite des Gehaeuses.
Umgekehrt wirds da schon wesentlich problematischer. Aber dabei spielt der Grad der relativen Luftfeuchtigkeit eine wesentliche Rolle. In dutzenden Versuchsreihen habe ich den Sender für 30 Minuten bei Temperaturen unter 0°C (bis -12°C) vor die Tür gesetzt und dann wieder in die Wohnung gebracht. Ein kritischer Wert im Gehäuse wird dann erreicht, wenn die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung über 65% betragen hat, was sich ungefähr auch mit meinen theoretischen Überlegungen gedeckt hat.
Das sehe ich aber so lange anders als Du nicht schreibst Du haettest folgendes beachtet: Der von draussen reinkommende Sender hat im Gehaeuse die Luft von draussen(!) mit entsprechend niedrigerem Wasserdampfmischungsverhaeltnis. Deswegen wirst Du bei Erwaermung des Senders nie Taubildung innen drin bekommen. Auf dem Sender bildet sich aussen(!) Tau, weil die kalte Huelle die warme Zimmerluft mit hohem Wasserdampfmischungsverhaeltnis kurzzeitig unter ihren Taupunkt abkuehlt.

Insofern sehe das Mitnehmen des Senders in die dampfende Vereinshuette voellich unproblematisch.

Alle Mittelchen, die in irgendeiner Weise hygroskopische wirken, werden eine direkte Taupunktunterschreitung wohl nicht verhindern.
Ueber Salz/Reis ist der Taupunkt bei sonst gleichen Bedingungen hoeher als ueber sonst neutralen Oberflaechen. Bei Reis hoeher als bei Salz. Deshalb kondensiert das Wasser dort bei Abkuehlung eher als sonst. Der Beweis fuer das Funktionieren ist der Salzstreuer mit einigen Reiskoernern: Das Salz klumpt nie. Stell mal selbigen ohne Reiskoerner daneben und fang in der Kueche an zu kochen, dann siehst Du, wie das funzt.

Allerdings ist es wirklich laecherlich, seinen Sender mit einem Reisbeutel auszustatten, solange dieser nicht als Proviant dienen soll ;)

Noch'n Gruss, Wolfgang
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
Hallo Wolfgang!

Ich will dieses Thema jetzt nicht kontrovers diskutieren, dafür halte ich es nicht für so besonders wichtig. :) Nur soviel:

Die Luft im Sender ist eben nicht eingeschlossen (bei der MC-serie), wie ich das anfangs auch vermutet habe. Du wirst erstaunt sein, wie schnell die sich mit der Umgebung austauscht insbesondere, wenn Temperaturunterschiede von mehr als 20 K bestehen. Es ist tatsächlich so: Du kommst von draussen, stellst den Sender auf den Tisch und schon fängt die Luft an, sich durch den Dichteunterschied auzutauschen. Das Ergebnis war für mich auch unerwartet, aber offensichtlich reichen die vielen kleinen Schlitze und Öffnungen für einen raschen Luftaustausch aus. Umgekehrt verhält es sich übrigens genau so, es kommt auf die Temperaturdifferenz an.

Ich habe diese Messreihen sowieso nur deshalb gemacht, weil ich damals für ein kurzen Zeitraum hoch präzise und empfindliche Messgeräte zur Verfügung hatte und was anderes oder Sinvolleres ist mir damals nicht eingefallen. :rolleyes:

Aber wie gesagt, Wolfgang: Das Thema ist zu unwichtig, um darüber zu diskutieren. :)
 

Gast_2222

User gesperrt
Hallo Arno,

da Du den Luftaustausch (wie auch immer) gemessen und ich den "Nichtaustausch" nur postuliert habe, buch ich das dann unter "wieder was gelernt" ab.

Ankucken tu ich mir meinen mpx 3030 aber mal daraufhin.

;) Wolfgang
 
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