Laminat aufbau Kunstflugzeug 2.6m Spannweite

Hallo zusammen

Ich habe vor einen Rumpf zu laminieren.

Wie würdet ihr das laminat aufbauen?

Ich plane zudem den einsatz von 1.2mm

Herex.
Bin auf eure Vorschläge gespannt.
 

Yoshio

User
Bei Sandwhich Konstruktionen jeglicher Art versucht man einen symmetrischen Aufbau zu gestalten um so Spannungen im Bauteil und somit einen Verzug zu vermeiden.
Also außen wie innen gleich. Außenlage Glas um das Carbon zu "schützen", dann die Carbon Lage, dann das Herex, danach wieder Carbon und abschließend Glas. Ist dann mit großer Wahrscheinlichkeit für unsere Modellbauanwendungen überdimensioniert, dafür aber läuft man nicht Gefahr, dass sich die Bauteile verziehen.

Schöne Grüße,

Johannes
 

steve

User
Hallo
je größer die Modelle und Bauteile werden und desto weniger Du in Serie fertigen willst, desto eher machen abstufte Laminate Sinn und Spaß. Da kannst Du dann an den belasteten Stellen zusätzlich Lagen vorsehen usw. - der Rest bleibt so leicht es eben geht.
Ich taste mich da über 2-3 Abzüge an das Optimum heran, bzw. nach jedem fertigen Teil fällt Dir ein, wo man es beim nächsten Mal leichter oder fester gestalten kann. Das hört eigentlich nie auf aber bei den ersten Teilen ist die Lern/Erfolgskurve am steilsten.

Konkret würde ich anstelle Gelcoat einen leichten Lack verwenden. Dann die 50g Glas. Damit wird die Oberfläche sehr gut. Wenn Du Gelcoat nutzt, kann je nach Sichtdicke das Glas dünner ausfallen oder auch ganz weggelassen werden. Die Innenlage auch in 50g Glas aber den Stützstoff würde ich etwas dicker auswählen.
Die 160g Kohle würde ich gegen 50-100g austauschen und nur an den belasteten Stellen wie Steckungen und Motor-Fahrwerksbereich doppelt einlegen. Beim Kabinenausschnitt ebenfalls doppelt. Wenn dort keine wirklich stabilisierenden Kanten oder Sicken sind, lege ich mir da einen Steg aus cfk-ummantelten Depron ein.

Wenn Du unbedingt die 160g Kohle verwenden willst: Bei den Verklebungen, Stützrippen und überhaupt beim Ausbau wird oft sehr viel Gewicht in den Verklebungen versenkt. Dort etwas umsichtiger arbeiten lohnt sich (bei mir) mehr als das letzte Gramm aus der Schale zu ziehen.

VG
 
Zuletzt bearbeitet:

Eisvogel

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Innenlage extra absaugen ist entspannter und bringt das bessere Ergebnis.
Bei komplizierten Teilen/ scharfen Kanten meist gar nicht anders möglich.
 

Gideon

Vereinsmitglied
Bei Sandwhich Konstruktionen jeglicher Art versucht man einen symmetrischen Aufbau zu gestalten um so Spannungen im Bauteil und somit einen Verzug zu vermeiden. Also außen wie innen gleich. Außenlage Glas um das Carbon zu "schützen", dann die Carbon Lage, dann das Herex, danach wieder Carbon und abschließend Glas. Ist dann mit großer Wahrscheinlichkeit für unsere Modellbauanwendungen überdimensioniert, dafür aber läuft man nicht Gefahr, dass sich die Bauteile verziehen.
Schau mal bitte bei Prof. Funke: https://www.r-g.de/w/images/e/ee/Sandwichbauweise.pdf

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Yoshio

User
Stefan, danke für die Informtion!
Mehr schreibe ich hier nicht mehr dazu, da mein Ursprungspost und die Reaktionen darauf wieder einmal zeigen wie einfach es ist, dass das geschriebene Wort falsch vestanden werden kann.
 
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