Leistung bei Flammenfressern

Hallo erstmal, ich bin der Neue, ich soll hier singen. ;)

Nee ernsthaft, ich bin auf dieses Forum gestoßen, weil ich ganz etwas Anderes suchte und mir die Beschreibung (Erklärung) des Flammenfressers ins Auge fiel. Und dazu dann gleich noch ein paar Fragen:

Gibt es Berechnungsmöglichkeiten zur Leistung, z. B. über Kolbendurchmesser und -hub?
Gibt es Erfahrungswerte wie lang der Hub maximal sein darf?
Wäre ein 2-Zylinder-Vakuum-Motor praktikabel?

Zum Hintergrund: Ich möchte einen Heckraddampfer damit antreiben. LWL 115 cm, Verdrängung ca. 30 Kg. An Dampfmaschinen traue ich mich wegen des Druckkessels und den vermutlich höheren Anforderung an die Präzision, nicht heran. Und ekeltrisch ist mir zu leise. ;)

Aber ist meine Idee überhaupt umsetzbar oder sollte ich das Motörchen doch lieber nur als Geräuschgenerator nutzen?

Gruß Michael
 

Volker Cseke

Moderator
Teammitglied
Hallo Michael,

schön dich hier zu lesen.

Die Leistung - eine unendliche Geschichte. Auch ich bin auf der Suche bzw. mittlerweile schon in der Konstruktion eines Flammenfressers für ein Boot. Jedoch unter anderen Voraussetzungen. Meine Barkasse ist eher klein, hat einen erprobten Antriebsstrang mit Verstellpropeller und trägt recht viel. Mit einem Stirlingmotor komme ich gut in Fahrt. Mit der alternativen Dampfmaschine bin ich auch nicht viel schneller. Siehe auch hier.

Bei den Vakuummotoren darf man nicht vergessen, daß sie gegenüber Stirlingmaschinen nur einen Arbeitshub haben pro zwei Umdrehungen. Eine Berechnungsgrundlage für die Leistung habe ich noch nicht gefunden.

Bezüglich Hub/Bohrung sind quadratische Verhältnisse üblich, aber auch Langhuber bzw. Kurzhuber habe ich schon laufen gesehen. Zwei Zylindermaschinen gibt es schon, Brauchen dafür aber zwei Flammen und die dürfen sich nicht beeinflussen.

Bezüglich eines Heckraddampfers hätte ich Bedenken mit dem Wirkunggrades des Heckrades. Die Kraft liegt bei einem Vakkuummotor eher im Drehmonment als in der Drehzahl, diese darf aber beim Start nicht abgewürgt werden. Das bischen Leistung, was man an der Welle hat, muß schon gut ins Wasser.

Deine Bedenken bei einer Dampfmaschine hinsichtlich des Kessels sind unbegründet und die Sorge um Präzision fehl am Platze, da ein Vakuummotor mit mindestens der gleichen Präzision wie eine Dampfmaschine zu fertigen ist. Eigentlich braucht ein Hochleistungsvakuummotor ein noch glücklicheres Händchen. Dampfmaschinen laufen unter Dampf eigentlich fast immer und haben Kraft ohne Ende :D verglichen mit Vakuummotoren.

Viele Grüße

Volker
 
Hallo Volker,

Schönen Dank für deine schnelle Antwort. Damit hast du alle meine Befürchtungen bestätigt. :cry:

Muß ich mich wohl doch erstmal mit ekeltrisch zufriedengeben und den Dampf erst später machen. Mal sehen ob ich bei der elektrischen Bucht was Passendes finde, das ich ggf. anpassen kann.

Tschüß bis demnächst, dann wahrscheinlich bei den Schiffsmodellen.
Michael
 

Volker Cseke

Moderator
Teammitglied
Hey Michael,

nicht so schnell aufgeben, eine Dampfmaschine ist mit einfachen Mitteln und auch ohne großartige Werkstatt gebaut. Also ran, nix mit Elektro. Hier gibt es jede Menge Hilfe.

Viele Grüße

Volker
 
Moin Volker,

zuerst muss ich mein Drehbank etwas modifizieren. 1/10 mm Vorschub pro Arbeitsspindelumdrehung als kleinste Größe ist zu heftig für eine glatte Oberfläche.

Da ich im Getriebekasten nicht rummurksen will, werde ich mit Hilfe eines Scheibenwischermotors, zwei Riemenscheiben und eines regelbaren Netzgerätes die andere Seite der Zugspindel antreiben. Wenn es so funktioniert wie es soll, stelle ich es ein. Der Abtrieb bekommt dann noch ein paar Magnete, damit ich die Umdrehungen der Zugspindel vom Taschenrechner zählen lassen kann.

Bis bald (jetzt wird gezeichnet)
Michael
 

Fred

User
Vakuummotore

Vakuummotore

Volker Cseke schrieb:
Bei den Vakuummotoren darf man nicht vergessen, daß sie gegenüber Stirlingmaschinen nur einen Arbeitshub haben pro zwei Umdrehungen. Eine Berechnungsgrundlage für die Leistung habe ich noch nicht gefunden.


Viele Grüße

Volker
Hallo Volker !

Habe ich einen Denkfehler, meiner Meinung hat der Vakummotor bei jedem Hub einen Arbeitshub.



Bitte um Erleuchtung
Servus Fred
 

Volker Cseke

Moderator
Teammitglied
Hallo

:cry:

klar - natürlich hat der Fred recht, jede Umdrehung hat einen Arbeitshub.

Ich sollte wirklich mal Urlaub machen.

Viele Grüße

Volker
 
Hallo Fred und Volker,

ist es nicht so, dass eigentlich 2 Arbeitstakte je Hub erfolgen? Einer ,vermutlich der leistungsstärkere, bei der Expansion der Luft und der 2. wenn sich das Vakuum bildet, also bei Rücklauf des Kolbens.

Oder liege ich jetzt völlig daneben?
Gruß Michael
 
Oben Unten