Leprechaun (DANE RC): Baubericht

HeTu

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Hallo Leute

Melde mich wieder seit längerer Zeit wieder.
Bin momentan am Rumpf dran.

Möchte Euch meine Lösung für die Anlenkung des Seitenruders zeigen.

Ich fahre unten im Rumpf mit 22mm Abstand über 2x2 Stützrollen nach hinten und über die Umlenkung aus dem Rumpf.
Ich verwende 0.6mm Hochstartschnur weil es über die Umlenkung mit Stahlseil nicht Geht. Stahlseil ist zu Starr.

Gruß Herbert
 

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oT-To

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hat schon mal einer von uns / euch den Leprechaun mit einer Startwinde betrieben ?
hallo wolfgang!
das sehe ich kritisch. starte meine F3J flieger mit winde und da liegen bis zu 1,5 kw druck an. glaube nicht, dass ein filigraner flieger das aushalten kann. ausserdem müssten man erstmal eine befestigung für das seil schaffen. falls du das vorhast, würde ich dir einen doppelhaken, wie bei den scalefliegern empfehlen. links und rechts unter der tragfläche am rumpf eine pin befestigen und dann einem y-seil starten. kann man googlen. andere möglichkeit auf höhe zu kommen wäre gummistart. da kannst du unter RES fliegern mal nachsehen, wie die das machen. gewicht und grösse stimmen da ungefähr überein.

gestern ist nun mein leppi auch endlich eingetroffen. nach dem durchsehen, habe ich den eindruck, dass man V3 nicht ohne QR bauen kann??? oder wie macht ihr das? die rippen sind schon abgeschnitten fürs ruder...

grüsse: otto
 

sukzess

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Hallo Otto, beim V2 waren unterschiedliche Endstücke für die (abgeschnittenen) Rippen dabei, je nachdem, ob mit oder ohne QR gebaut werden will.
 

oT-To

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hallo markus!
diese teile gibt es leider nicht mehr. folglich muss man festhalten, die V3 version geht nur mit QR ruder zu bauen. die baupläne sind leider auch nicht aktualisiert, zumindestens finde ich auf der website keine V3 baufotos. da hat sich einiges an der tragfläche geändert. es gibt jetzt ober- und untergurte auf den holmstegen, die im plan nicht nummeriert oder dimensioniert werden. die kann man nur aus der holzstückliste entnehmen. qualität leider auch nicht so besonders: musste alle rippen nachschneiden, da der laser nicht bis auf die unterseite geschnitten hatte.
grüsse: otto
 
Servus zusammen
mir haben beim Bau der V3 die auf Youtube eingestellten Videos von Dane-rc sehr weitergeholfen.
Darin ist anschaulich dargestellt, wie der Aufbau der Fläche mit den neuen Teilen funktioniert.
Diese neuen Teil haben wirklich eine wesentliche Verbesserung in Punkto Zusammenbau bewirkt.
Durch die Füßchen an den Rippen braucht man nichts mehr unterzulegen und kann die Flächge frei aufbauen.
Auch die neue Nasenleiste ist gut gelöst und geht zügig von statten, sodass innerhalb kurzer Zeit das Grundgerüst der Fläche steht.
Der Rumpfaufbau hat sich nicht wesentlich verändert, bis auf den Einbau der Servos vor Ort.
Das hat aber den Nachteil, dass das Gewicht der Servus im Heck mit Gewicht in der Nase ausgeglichen werden muss.
Da ich dies schon beim Bau von V2 verwirklicht hatte, kamen so gut 350 gr Blei in die Nase, tut dem Vogel aber keinen Abbruch,
Ober-und Untergurte auf den Holmen habe ich bei V2 in Eigeninitiative aufgeleimt, da die Rippen gut 2mm überstanden.
Auch bei meinem Bausatz ist das Beplnakungsmaterial (Balsa) von sehr schlechter Qualität
und mit einer Strärke von 1,4 - 1,5 mm bei so einem großen Rippenabstand fast als unbrauchbar anzusehen.
Hier müsste durch Dane-rc dringend nachgebessert werden. Hätte dort beim Aufbau der Flächen auffallen müssen.
Die Beplankung muss mindestens 2, wenn nicht sogar 2,5mm sein, denn das Mehrgewicht ist vernachlässigbar.
Die Befestigun der Flächen am Rumpf mit 2 Haken und Gummi finde ich auch nicht so gut gelöst.
Ich habe das mit 2 M6 Nylon-Flügelmuttern gelöst, welche durch den Rumpf in ein in der Wurzelrippe eingepasstes
6 mm Sperrholz in welches ich ein M6 Gewinde geschnitten habe eingeschraubt werden und dadurch die Fläche am Rumpf hält.
Alle Laserteile waren aber einwandfrei durchgelasert.
Grüße vom Chiemsee
Bertl O.
 

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Hallo zusammen

Ich habe ja auch den neuen XL gebaut.
Die Leisten wurden alle von Dane, also Michael postwendend ersetzt das sie schon beim runterfallen von alleine gebrochen sind !!
Die Rippen sind ebenfalls aus sehr schlechtem Holz gefertigt und brechen viel zu leicht, auch weil die Bohrungen viel zu groß sind und am Rand kaum mehr "Fleisch" bleibt.
Die Laserteile sind sauber geschnitten aber an den Querrudern und an mehreren, anderen Stellen bei weitem nicht passgenau.
Die Beplankung ist mit 1,4mm viel zu dünn und man darf die Flügel nur sehr vorsichtig anpacken.
Die Streben waren vorn 6mm zu lang und die Bohrung mußten versetzt werden.
Beide Positionen der Rumpf - und Flügelbohrungen für die Verschraubung sind durch formschlüssige Ankerpunkte exakt definiert , also sind die Streben falsch gelasert.
Leider ist die Steckung recht weit vom Holm entfernt was der Festigkeit auch nicht zuträglich ist - warum also so erdacht, warum nicht im Holm ???

Die Streben selbst sind auch um Gewicht zu sparen sehr groß gelocht und das Sperrholz hat gerade mal 3x1mm pro Seite um die mächtigen Flügel zu halten - hier habe ich verstärkt.
Die meißte Nacharbeit erforderten die Landeklappen die wegen des versetzten Drehpunktes sehr schräg ausfahren und ohne Gehrung einfach über 4mm Spalt erzeugen. - zugegeben, die Klappen- Konstruktion ist echt geil !
Beim einfädeln der Rippen muß der Sperrholzholm verdreht werden wobei er trotz aller Vorsicht an mehreren Stellen angebrochen ist !
An den beiden äußeren Felder wird dann der Holm nur stumpf verklebt , die ganze Festigkeit kommt dann, wie auch an der Holm-Oberseite nur von den beiden 9x10mm dicken Balsaleisten - bei über 4 Meter Spannweite !!
Die Höhenruderflosse ist superlabil und läßt sich extrem verwinden.
Für fast € 400.- für den Bausatz echt heftig !!
Der Bau hat wirklich Spaß gemacht und der Flieger ist einfach schön aber vor der Festigkeit bei dem superweichen Material und der Konstruktion hab ich echt Bedenken !
 
Zu den Rippen möchte ich noch anführen
man kann sich die großen Aussparungen schenken, ich habe alle herausgelasernten Balsa-Kreise gewogen ca 40 Gramm
Ja man könnte diese Rippen sogar in 4 mm ohne Aussparungen fertigen, auch so wäre die Gewichtszunahme vernachlässigbar
aber die Stabilität würde enorm gesteigert.
Grüße vom Chiemsee
Bertl O.
 
....und was mir am XL auch noch aufgefallen ist :::
Die negative V-Form zwischen Flügel und Erweiterungsflügel - Innenstück ist im Plan mit einer Unterleg-Leiste von 60mm angegeben.
Da die Steckung in allen Teilen komplett vorgegeben ist läßt sich daran nichts verändern.
Es sind aber fast nur halb soviel V-Form möglich, nämlich nur 36mm !!
Wer baut denn, oder hat gebaut die neue XL-Version ??
 

knzin

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Genau Bertl.
Das rede ich schon seit Jahren. Diesen Wahn, durch Kreise/Ovale/Fachwerk in Rippen oder Rumpfteilen Gewicht zu sparen, habe ich noch nie verstanden. OK, wenn man die Rippen bei Oldis so wie beim Original machen will, dann ist das Fachwerk in Ordnung.

Aber z. B. wird bei meinem ALBATROS von Schneider-Modell keines der 4 Rumpfbretter irgendwie "erleichtert". Lediglich die innen aufgeklebten Verstärkungen haben ovale Ausschnitte, denn da geht es nur um Stabilisierung, da braucht man nicht soviel Holz in der Fläche.
b06.jpg


Im Gegensatz dazu war der Rumpf vom F5J von Jo Schuster geradezu eine Meisterleistung an Filigranität (gibt es dieses Wort überhaupt?). Der Segler wog dann auch nur 1,5kg bei 3,60m SpW. Mein Geschmack im Flug war er dann doch eher weniger.
b06-2.jpg


Und das mit der Materialstärke sehe ich auch so. Wenn man für die Rippen Pappel-SpH in Stärke 4mm statt 3mm nimmt, erhöht sich das Gewicht nur unwesentlich, aber die Stabilität erhöht sich wesentlich. Außerdem habe ich schon lange festgestellt, wenn ein 5m-Segler 6-8kg hat, fliegt er viel ruhiger/besser, als wenn er "nur" 5kg hätte.
Das Ganze kommt aber nur daher, weil die/der CNC-Fräse oder -Laser das eben kann. Beim Flying-Cloud ging das sogar so weit, daß Rumpfspanten (!) schon beim herauslösen aus dem Brett durchbrachen, weil sie an manchen Stellen nur 0,5mm dick waren. Wozu?

Wer seine Rippen und Spanten mit der Laubsäge aussägen muß, kommt nicht leicht auf die Idee, Gewicht zu sparen. Das ist nämlich eine elende Schinderei. Aber am PC geht es halt leicht.

Das mußte ich jetzt mal loswerden. Und ich weiß, es gibt tausende andere Meinungen - nur zu.
Knut
 

mfgwst

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Hallo Knut,
richtig tausend Möglichkeiten und jeder kann seine Idee ausleben. Der Gewichtsparer und der Nicht Sparer!
Das zeichnet unseren Modellbau aus.
Sagt ein eifriger Mitleser
Es grüsst aus dem verregneten Rheinhessen
Uwe
 

Rave

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Hallo zusammen

Ich bin eigentlich weniger der Forum-Schreiber, aber dafür ein sehr regelmässiger Leser...
Aufgrund der Diskussion zur Festigkeit des Leprechaun aus dem Bausatz von Dane RC möchte ich aber doch meine Erfahrung weitergeben.

Als erstes vorweg: Ich bin überzeugt, dass man mit ein wenig Erfahrung im Holzbau aus dem Bausatz eine sehr leichtes und gut fliegendes Modell aufbauen kann, und möchte keinesfalls die Konstruktion anzweifeln oder die Qualität kritisieren.

Mein Bausatz war einer der ersten aus Ende 2019, und ich habe mit dem Bau begonnen, als es noch keinen Dane RC- Threat hier gab...
Meine Motivation war der Baubericht hier aus dem Forum über den Eigenbau aus Palowina sowie natürlich die Videos von John...

Von Anfang an schien mir die Konstruktion für meinen Geschmack zu sehr Gewichtsoptimiert, mit sehr leichtem Holz und sehr vielen "Löchern" in den Rippen". Da ich sehr gerne robuste, alltagstaugliche und langlebige Modell baue, habe ich den Bausatz zu Gunsten Festigkeit stark modifiziert:

Beim Rumpf habe ich sämtliche Stege bis 20 cm hinter den Flächen aus 10 x 10 Balsaleisten gebaut, dahinter alles mit 10 x 5. Die oberen und unteren Balsaleisten habe ich zusätzlich vom Motorspannt bis hinter die Flächen mit 1,5 mm Birkensperrholz-Streifen verstärkt. Die Höhenleitwerks-Aufnahme habe ich bis auf die volle rumpfbreite mit 10mm Balsaholz aufgedoppelt, und somit eine sehr stabile, grossflächige Auflage, die auch problemlos bespannbar ist, geschaffen.
Die Befestigung des HLW habe ich mit 2 M6 Nylonschrauben realisiert. Das Servo, ein KST X10, sitz direkt in der Dämpfungsfläche mit einer direkten, obenliegenden Anlenkung.

Beim Seitenleitwerk habe ich entlang der Scharnierlinie an Ruder und Dämpfungsfläche beidseitig 2mm tief und 10 mm breit das Balsa abgefräst, und dann jeweils eine 2 x 10 Kiefernleiste eingeklebt. Die wirken wie ein Holm und geben einen massiven Stabilitätsgewinn.

Bei den Flächen hat mich vor allem gestört, dass die Steckung nicht in den Holm integriert ist...für mich nicht nachvollziehbar.
Ich habe die ersten beiden Sperrholzrippen im Bereich Steckung bis hinter die beiden Balsaholme mit 3 mm Birkensperrholz aufgedoppelt, um die Kraft besser in den Holm einzuleiten. Anschliessend habe ich die Flächen gemäss Bausatz aufgebaut. Das Ganze erschien mir aber extrem filigran. Darauf habe ich den unteren und oberen Balsaholm entlang der ganzen Spannweite mit 10 x 2 Kiefernleisten aufgedoppelt. Die Holmverkastung habe ich einseitig mit 1,5 Balsaholz mit Faserrichtung senkrecht realisiert. Direkt unter dem hinteren Hilfsholm (5x5 Balsa) auf der Oberseite habe ich einen zweiten Hilfsholm eingelegt.
Die Rippen hatten für meinen Geschmack viel zu leichtes Holz mit viel zu vielen Bohrungen... Sie sind mir beim Aufbau schon mehrfach gebrochen.
Nun habe ich in mühevoller Arbeit jede Rippe auf der Ober und Unterseite mit leichten 5 x 5 Balsaleisten von der Endleiste bis zur Nasenbeplankung auf einer Seite aufgedoppelt. (...auch die Rippen der Querruder) Dies ging nach erlernen der Technik mit dünnflüssigem Seki eigentlich sehr gut. Das Ganze hat neben dem enormen Festigkeitsgewinn auch noch den Vorteil, dass die Klebefläche für die Folie auf den Rippen nun 8 mm Breit ist, und das hilft dann vor allem beim Bespannen auf der konkaven Unterseite.
Die Querruder-Servo, wiederum KST X10, sind direkt hinter dem Hauptholm auf der Unterseite Flach eingebaut, nun kann ich sehr stabile, und vor allem gerade Anlenkungen realisieren, und die Servos bei Bedarf jederzeit wieder ausbauen.
Das Resultat sind nun enorm robuste und auch Torsionssteife Flächen, die auch mal ein bisschen gröber angefasst werden können.
Ich habe die Flächen vor und nach den Modifikationen gewogen:
1 Fläche nach Bausatz (erste Version) gebaut: 255 Gramm
1 Fläche nach allen Modifikationen wie beschrieben: 412 Gramm
Fazit: ein aus meiner Sicht vernachlässigbarer Gewichtszuwachs, dafür eine gefühlt 20 mal robustere Fläche! Bei einem weiteren Neubau würde ich alles wieder gleich machen...

Auch die Rippen des Höhenleitwerks habe ich genauso verstärkt.

Nun ist mein Modell Bespannfertig. Ich verwende wiederum wegen der Robustheit, aber auch wegen der Optik (Retromodell) Oracover Antik.
Die Holzteile werde ich vor dem Bespannen mit Oracover Heisssiegelkleber einstreichen.

Meinen Leprechaun habe ich mit einem Hacker A30 Glider, Jeti 55 A Regler und einem Aeronaut Klapp-Propeller ausgerüstet.
Mit einem 4 S 4400 mAh Lipo für lange Flugzeiten brauche ich kein einziges Gramm Blei bei einer Schwerpunktlage von 190 mm hinter der Nasenleiste.

Das Fluggewicht inklusive Bespannung hochgerechnet kommt auf 3300 Gramm, mit einer daraus resultierenden Flächenbelastung von ca 29 g/dm2.
Dies ist natürlich rund 1000 Gramm höher als die Angaben gemäss Bauplan, aber aus meiner Sicht für so ein riesiges Modell immer noch absolut im grünen Bereich.
Dafür habe ich nun ein sehr hochwertiges, robustes und alltagstaugliches Modell, das mir hoffentlich lange erhalten bleibt.

Wie eingangs erwähnt, dies alles entspricht meinen Vorlieben, und soll keinesfalls als Kritik am Bausatz gelten.

In meinem Kopf entsteht bereits ein Eigenbau eines Leprechaun mit ca 4 Metern Spannweite nach den Umrissen des Plans von Dane RC...

Ich hoffe, ich kann mit meinem Beitrag ein bisschen inspirieren...

Gruss, Rave
 
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