LiIo statt LiPo?

Hallo,

die Kinderschuhe stehen längst auf dem Boden. Ich erinnere mal an "Konion".
Sorry, bin erst jetzt dazu gekommen, mich wieder etwas einzulesen:
Ich bleibe dabei, de LiJon-Zellen haben noch "ungeahnte" Zukunftschancen.
Wenn ich mich richtig umgesehen habe, sind die Diagramme von G. Giese von 2017 und letztlich ist eine c-Rate von 10 empfohlen. Dies prädestiniert die dort vorgestellten Zellen für low-power-Antriebe oder eben Hochstromversorgungen im Grossmodellsteuerungsbereich (Auch ich setzte sie sogar bei meinen kleineren Modellen dort ein, allerdings mit BEC), allerdings kann man die C-Rate drastisch steigern durch Parallelschaltung.
Was mir etwas Sorgen macht bei gewissen Zellen, ist dass sie bei beträchtlicher Überlast einfach irreversibel die Anode "abhängen", ohne backup-System bedeutet dies der der Tod des Fliegers.
Sind solche "standardisierte" Diagramme nach G. Giese bei den oben empfohlenen Zellen verfügbar? (Was meint der Meister selbst zu jetzigem Thema?)

Auf jeden Fall eine interessante Geschichte! Und vor kurzem habe ich wieder einen Lipo im Einsatz gesehen mit deutlich gestauchtem Vorderende...

LG Werner
 

Gerd Giese

Moderator
Teammitglied
Was meint der Meister selbst zu jetzigem Thema?)
Moin, kann ich gerne sagen ... ein Versuch habe ich mal gestartet, allerdings mit fast kurzschlussartigem Lastprofil.
Sie (die PCB) schaltete irreversibel (gibt sie auch auch reversibel) die Zelle tot. Deshalb ja auch immer meine Warnung:
Keine LiIon Zellen im Modellbau mit PCB Beschaltung! Die sind mit PCB immer ausgezeichnet erkennbar und
haben deutliche Überlänge als die Standardzelle 18650 ohne PCB.
 
Zuletzt bearbeitet:

tomahi

User
Ich finde interessant, dass im Modellbaubereich jetzt die Li-Ion Zelle auflebt.
Im Powertools-Bereich werden heute quasie nur Li-Io eingesetzt und man ist dabei auf Pouch Zellen umzusteigen. Die C-Raten sind einfach viel höher.
Allerdings werden die Li-Io Zellen sehr viel tiefer entladen, als wir Modellbauer Li-Pos endladen. Wenn ich es noch richtig weiß ist bei den Li-Io bei 2,6 V erst Schluss.
Das erklärt auch, warum z.B. im Longrange-Bereich bei den Copter Piloten diese Zellen immer weiter Verbreitung finden, weil man, wenn man nicht die hohen Ströme braucht, mehr Kapazität aus der Zelle bekommt.

Nur ein paar Gedanken von mir.
 
Moin, kann ich gerne sagen ... ein Versuch habe ich mal gestartet, allerdings mit fast kurzschlussartigem Lastprofil.
Hallo Gerd,
herzlichen Dank dass du so schnell reagierst! Nun meine Frage, hast Du mit neueren Zellen als diejenigen von 2017 "standardisierte" Diagramme gefahren?
Das mit der Überlänge wusste ich nicht, aber guter Tip!

Grundsätzlich habe ich auch im Empfängerbereich nur noch LiJonZellen im Einsatz, leider meistes mit BEC (die ich auf meiner Stromsenke mit max. 3,5A alle zuerst austeste, weil meistens aus China stammend, ausgestiegend ist mir noch keines, weil ich durch die Testung fake-BECs vorher aussortieren konnte). Nicht alle Vögel will ich mit neuen HV-Servos ausrüsten, ist mir zu aufwändig.

VG Werner
 
Allerdings werden die Li-Io Zellen sehr viel tiefer entladen, als wir Modellbauer Li-Pos endladen. Wenn ich es noch richtig weiß ist bei den Li-Io bei 2,6 V erst Schluss.
Hallo Tomahi,
erstaunt mich auch, aber sieh Dir die Diagramme von G. Giese an, kann man tun, aber dann geht die Spannung noch schneller in die Knie als erwartet, ausser man hat ein back-up-Syste, das die Telemetriewarnung etwas ausdehnen kann (beim Copter hilft das wohl auch nicht mehr lange).
VG Werner
 
Im Powertools-Bereich werden heute quasie nur Li-Io eingesetzt und man ist dabei auf Pouch Zellen umzusteigen.
Hallo Tohami,
kann man tun, aber für meine Zwecke ist diese "Chemietütenlösung" ein Rückschritt, weil bei mechanischer Verformung auch diese Zellen wohl losgehen können und darum bevorzuge ich eindeutig die Stabil-Becherlösung. :)
VG Werner
 

tomahi

User
Klar, die Sicherheit spielt natürlich eine Rolle. Und ein Akku eines Powertools ist ja immer noch in einem Gehäuse und hat ein eigenes BMS, teilweise auch aktiv, so dass der Akku bei Fehlfunktion sich selbst abschalten kann. Das wird dann schon etwas sicherer, als unsere "Chemietüten" im Modellbau.

Grüße, Matthias
 
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