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Luftkissenboot Erfahrungen gesucht

Hallo zusammen,

suche Hersteller bzw. User mit Erfahrungen bez. Luftkissenboot.
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schiebe es mal zu den Experimenten.
HWE

[ 07. Dezember 2002, 22:09: Beitrag editiert von: Heinz-Werner Eickhoff ]
 
Hallo Thomas,
ich habe mal vor Jahren(ca.15 oder mehr) in der Schule eins gebaut.Es war ca 60cm lang und wenn ich mich nicht irre 40 cm breit,war ein Nachbau von einem Orginal 1-Mannboot.Als antrieb hatte ich einen Mabuchi 550 und 6 Zellen.Zur steuerung dienten "Seitenruder und Gewichtsverlagerung.
Den Grundkörper bauten wie aus Styrotapete und die Schürze bestand aus ca. 100 einzelnen "Fingern".

Sebastian
 
moin,

mal ne frage
100 einzelne finger als schürze
ich nehme mal an du meinst so finger von gumihandschuhen
wie hast du das gemacht??
wenn man die nur am rumpf befestigt dann würde doch der theorie nach wenn man die schürze aufbläst die finger sich nach ausen biegen und somit den sinn und zweck der schürze zerstören

hast du die finger irgendwie noch unten befestigt das die nicht nach ausen abhauen können??

mfg flo
 
Hallo,
die "Finger"wurden einzeln aus Plastikfolie (vom Müllbeutel)agefertigt und mit einem Haushaltsschweißgerät verschweißt.Die Form habe ich damals durch etliche Zuschnittsversuche ermittelt,Ausgang war ein Dreieck.Der Finger wurde oben auf "Deck"und unten am Rumpfboden befestigt.
Die Luft wird oben in den Finger geleitet und entweicht unten unter den Rumpfboden,wodurch das Luftkissen erzeugt wird.Hört sich alles kompliziert an,ist aber relativ einfach wenn man es mal gesehen hat.
Vorteil dieser Schürzenkonstruktion ist,das man nicht an Hindernissen wie z.B.Stöcken mit der Schürze hängen bleibt,da die Finger ausweichen können.Dieses Manko hatte damals das Luftkissenboot von Graupner mit Stoffschürze und das von Hegi mit der starren "Schürze" aus ABS erst recht.

Sebastian
 
@ Flo,
leider habe ich weder Scanner noch Digicam :( ,werd mal versuchen in CorelDraw ne Skizze zu machen,die ich Dir mailen kann.

Sebastian
 

Gerald Lehr

Moderator, Usertreffen, Modellbaukalender, Kalende
Teammitglied
Hi,

hier mal ein Bild von meinem Hovercraft:



Jetzt siehts wieder gut aus und es fährt auch wieder.

Nachfolgend noch ein paar Bilder vom Putzen:

So hab ichs bekommen:







Dann alles weggebaut, Motor eingelegt und ein wenig geschliffen und lackíert:





Weiter im nächsten Artikel ....
 

Gerald Lehr

Moderator, Usertreffen, Modellbaukalender, Kalende
Teammitglied
Weiter gehts:

Dann noch der Zusammenbau:





 

Al

User
Vor 15 Jahren hab ich mal ein Elektro-Luftkissen-Bott gebaut... Grundkörper bestehl aus einer Styro-Platte, beidseitig mit Balsa beklebt. unten dau, am Rand entlang, wird ein passender Fahrradschlauch geklebt und aufgepumpt, d.h. es handelt sich nicht um ein "richtiges" Luftkissenboot, aber für ebene Gelände ist es geeignet. Hat den Vorteil auf Wasser unsinkbar zu sein. Nun zu den Antrieben: In der Grundplatte sind zwei Löcher, passend für Luftschrauben, von je 1 Speed 400 angetrieben, dies sorgt für das Luftkissen. Für den Vortrieb sorgt ein Speed 600 samt etwas gekürzter Luftschraube für einen aggressiven Sound. direkt hinter dem Vortriebsmotor/Luftschraube sitzt ein Seitenruder. Insgesamt kann man also Luftkissen,Vortrieb und Seitenruder getrennt steuern. Hab das Ding damals auf Asphalt und Schnee getesetet, geht ordentlich ab, nur die Richtung ist schwer zu ändern, ein großes Gelände wäre damals von Vorteil gewesen.

Gruß
Al
 
Original erstellt von seppel:
@ Flo,
leider habe ich weder Scanner noch Digicam :( ,werd mal versuchen in CorelDraw ne Skizze zu machen,die ich Dir mailen kann.

Sebastian
Stimmt nicht mehr ganz,habe mir gestern ne Digican gegönnt :D ,wenn ich die Bedinung begriffen :( habe,schick ich mal ne Foto einer Skizze,da mein Hovercraft die letzten 14 Jahre nicht überlebt hat.

Sebastain
 
Hallo Männers,

Mooooment jetzt mal.
ich verfolge die Hooverfreds nun schon ne ganze Weile.
Wenn ich mir die Fotos von Gerald anseh, kann ich keine Erzeugung eines "Luftpolsters" in irgend einem Sinne erkennen.Nur Vortrieb.
User "Al" schrieb ja auch von seinem Versuch mit einem "nicht richtigen Hoover..." ;) mit aufgeblasenen Fahrradschlauch...
@ Gerald: rutscht Dein Ding nur so auf einem aufgeblasenen Dingsda durch die Gegend? :D ich denke, daß wollte auch flo wissen...
Gibt es denn nun ein Modell, daß auf dem Wirkprinzip des original Hoovercraft aufbaut und wie funktioniert es?
Wird das Luftkissen unter der gesamten Fläche erzeugt? wenn ja, wie? Wie sieht dann die Abdichtung dessen nach Aussen aus? Wie erreiche ich, daß die "Schürze" nicht horizontal absteht?
Wird das Luftkissen nur in Form eines "aufgeblasenen Schlauches/oder einzelnen Fingern ringsrum" erzeugt? In der "Mitte" ist nix?

Fragen über Fragen.

Klärt einen Provinzler auf, Jungs. Bitte. :D :D
 
Aufklärung:
Auf Geralds Fotos kann ich auch wenig erkennen, ist irgendwie etwas anders gebaut als mein Hoverstar, obwohl es sich um das selbe Modell handelt. (Das auf Geralds Fotos ist auch ein Hoverstar, Vertrieb Simprop)

Also, das Prinzip: Der Motor steht schräg und bläst nach hinten/unten. Um die Luftschraube ist ein 'Tunnel'.
Schräg hinten unter dem Motor ist ein großes Loch im Boden, ein Teil der Luft wird nach unten durch dieses Loch unter den Hoverstar gelenkt und hebt die Chose an.
Ein weitere Teil bläst frei nach hinten raus und dient dem Vortrieb. Hinter dem Tunnel sind auch die 'Seitenruder' angebracht; somit kann gelenkt werden.
Im hinteren Teil ist noch ein Loch in der 'Bordwand'. Durch dieses Loch pumpt der Motor auch ein wenig Luft und bläst die Schürze auf.
Hier mal eine schnelle Skizze:

Alles in allem also ein vollwertiges Luftkissenboot, aber mit nur einem Motor.
Durch die Schrägstellung der Luftschraube reicht ein Motor zum Shweben und Antreiben...

Soweit das Prinzip, zur Praxis kann Gerald vielleicht noch was sagen...

bis bald,

Thorsten

[ 16. Dezember 2002, 10:16: Beitrag editiert von: earthquake ]
 

Gerald Lehr

Moderator, Usertreffen, Modellbaukalender, Kalende
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Hi all,

also das Prinzip wie earthquake es beschrieben hat ist bei meinem Dingsda genauso.
Ein Teil der Luft geht direkt nach unten, ein Teil bläst den Schlauch auf und der Rest dient dem Vortrieb.

Ich habe es jetzt auf Straße und Wasser getestet - geht echt gut. Auf kurz geschnittenem Rasen sollte es auch gehen, hat mir der Vorbesitzer versichert.

Das Fahren ist so eine Angelegenheit für sich. Von kontrolliertem Fahren bin ich noch weit entfernt - aber Spaß machen tut es.

Ich werde heute abend mal noch ein paar Bilder von der Unterseite machen, vielleicht hilft das dem einen oder anderen noch weiter.
 
Hallo,
ich habe an Flo einige Bilder gemailt,ich hoffe,das er sie hier reinstellen kann.

Alle mir bekannten Modelluftkissenboote sind extrem einfach aufgebaut,daß heißt,daß sie zwar auf einem Luftkissen schweben,das aber extrem empfindlich gegenüber Hindernissen sind,da sie kaum in der Lage sind Unebenheiten auszugleichen.

Wenn mann z.B.den Deckel eines Schukartons nimmt,oben ein Loch reischneidet,ihn dann auf eine ebene Fläche legt und dann in das Loch reinpustet,fängt der Deckel an einige Millimeter hoch zu schweben.Bei dieser Schwebhöhe wäre aber an der nächsten Teppichkante schluß,da der Rand des Deckels starr ist.Baut bann nun eine bewegliche,einteilige Schürze an das Hc wie bei dem von glehr ist mann zwar in der Lage Hindernisse wie die Teppichkannte zu überwinden,kann mann aber an Hindernissen wie z.B.an aus dem Wasser herrausragenden Stöcken mit der Schürze hängen bleiben.
Nun schließt mann den Deckel auf der Unterseite und macht am Rand(der im 1.Versuch unsere "Schürze"war)Löcher und baut vor jedes Loch einen Finger,der unten noch mal befestigt wird,daß er nicht nach außen auslenken kann,so wir die Luft durch die Finger unter den Rumpf geleitet.Das hat den Vorteil,daß "unser"Ast beim Überfahren erst zwischen 2 Fingern durchrutscht und hinten den einen Finger nur kurzzeitig "hochklappen"läßt.

@ Norbert:
das Luftkissen wird innerhalb der Schürze aufgebaut,d.h.auf der(fast)ganzen Fläche,die Du in der Draufsicht siehst,die Schürze diennt "nur"zur Abdichtung,und sollte so flexibel wie möglich sein,deswegen im Orginal viele kleine "Schürzen",also Finger

Zur Funktionsweise von Glehrs`s Hc.
Es ist im Prinzip unser Schuhkartondeckel mit einteiliger Schürze,vobei der größere Teil des Luftstroms der Luftschraube zum Vorttrieb genutzt wird und der Rest durch Öffnugen in den Ecken hinten(Bild 3,vor dem Umbau?)und durch eine Öffnug(Bild4,nach dem Umbau?)unter dem Motor auf die Rumpfunterseite zur Erzeugung des Luftkissen geleitet wird.
Graupner hatte mal nach dem gleichen Prinzip ein Hc im Programm,jedoch mit 2 Motoren,ein fürs Luftkissen und ein für den Vortrieb,mit bem konnte mann sogar rückwärts fahren.Das Hc von der Firma Hegi hatte auch 2 Motoren,aber eine starre Schürze.

Kommt jemand von Euch aufs JAF nach Grevenbroich,dann hätten wir schon ein ergiebiges Thema für die "Benzingespräche" :D :D :D

Sebastian
 
ähhh,
muß mich berichtigen,wußte nicht,daß das Hc von Simprop auch einen "Schlauch" als Schürzeverwendet,dachte es ist so wie bei dem von Graupner damals,sah wie auf ThorstenSkizze aus,mit dem Unterschied,daß nur an einer Stelle die Luft nach unten geleitet wurde und der "Schlauch" an der Innenseite offen war.

Sebastian
 

Gerald Lehr

Moderator, Usertreffen, Modellbaukalender, Kalende
Teammitglied
An alle:

Auf Wunsch von Seppel hier seine Bilder:





 
Hallo,
@ Gerald:Danke
Zur Erklärung:

Bild 1 zeigt,wie er am Rumpf zu liegen kommt/befestigt wird

Bild 2 zeigt deb Finger,wie er geformt wird.

Bild 3zeigt den Zuschnit eines Fingers,an der schwarzen Strichen wird er oben zusammengefügt
Sebastian
 
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