Luftschraube bohren

Gast_33001

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Hallo,
nachdem ich mir zum Wiederholten Male die Finger aufgeschlitzt habe: Wie bohrt Ihr Luftschrauben auf?
Mir ist noch nichts Brauchbares eingefallen wie ich den Prop auf der Ständerbohrmaschine vernünftig klemmen kann so dass er beim Bohren nicht herumschlägt und nicht verkantet und den Bohrwendel hochläuft. Insbesondere die sehr steilen Props sind hier echt schwierig....
Wie machen das die Profis?
Bis dann,
Ralf Schmidt
 

Gast_8039

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Hallo,
welches Material haben die Props? Vermutlich Spritzguss denn Holz und CFK dürften kein Problem sein, richtig?
In jedem Fall macht es Sinn, den Bohrer so zu schleifen dass er nicht mehr "zieht": den Spitzenwinkel von ca. 120° erhöhen, also noch stumpfer. Dann den Freiwinkel der Querschneide noch etwas reduzieren und den Prop vernünftig niederhalten!
 

Gast_33001

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Hi,
hauptsächlich die Faserverstärkten APC Speedprops, aber auch SpeedCam Carbon etc.
Ziehen tut' das natürlich auch bei CfK, bei den Gespritzdingsten aber am stärksten.
Zum Thema "Niederhalten" - ja, aber WIE? Das war genau die Frage?
Schraubzwinge ist ja nicht, und mit zwei Händen geht auch nicht wenn man keine Maschine mit automatischem Vorschub hat. Ausserdem lassen sich die steilen Props nicht gerade auflegen, das macht die ganze Sache nochmal wackeliger.
Bis dann,
Ralf Schmidt
Vielen Dank schon mal für den Tipp mit dem Bohrer, jetzt muss ich nur noch die Props klemmen...
 
Einfache Vorrichtung machen aus zwei Flachstählen mit Bohrung, und - falls nötig - U-Scheiben zum Distanzieren. mit Durchgangsschrauben an beiden Enden zusammenspannen, die Propellernabe kommt in der Mitte dazwischen.

Damit solltest Du den Prop im Schraubstock spannen können.

Und, ja: Aufbohren mit normalen Spiralbohrern verläuft gern. Spezielle Reibahlen zentrieren besser.
 

Gast_33001

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Hallo,
das mit den Flachstählen muss ich mir noch mal genau ansehen. Ist ja nicht viel Platz für Auflage/Spannen. Prinzipiell sollte aber eine Lösung die in der Mitte spannt und das Bohrloch freilässt die beste (und einzige?) Variante sein.
Zur Reibahle: Ich kenne nur Ahlen die ca. 0,5mm aufreiben können. Um damit von einer Vorbohrung bei den APC Props von 5mm auf 8mm zu kommen müsste man schon eine beachtliche Anzahl Ahlen haben. Ggf. gibt's auch andere?
Mit einer grossen Ständerbohrmaschine dürfte der Bohrer aber kaum weglaufen wenn man vorsichtig bohrt, nen scharfen Bohrer hat - und der Prop gut gespannt ist.

Bis dann,
Ralf Schmidt
 

kalle123

User
Nimm eine Rundfeile, die im vorderen Drittel konisch ist und den Bereich 5 - 8 mm abdeckt.

Und entgegen Uhrzeigersinn drehen.

Gruß KH
 
Zur Reibahle: Ich kenne nur Ahlen die ca. 0,5mm aufreiben können. Um damit von einer Vorbohrung bei den APC Props von 5mm auf 8mm zu kommen müsste man schon eine beachtliche Anzahl Ahlen haben. Ggf. gibt's auch andere?
Es gibt (gab?) spezielle Propeller-Reibahlen. Eine Art Stufenbohrer, der sich am alten Loch zentriert und auf den neuen Durchmesser aufbohrt.
 
bohren funktioniert schlecht.
Ich mache es so wie Kalle, mit einer Rundfeile "falsch herum", abwechselnd von der einen und der anderen Seite immer etwas weiter in die Luftschraube hineindrehen.
Das mache ich dann so lange, bis die sauteure, aber erstklassige Reibahle, die ich mal von Graupner gekauft habe, hineinpaßt und den Rest erledigt.
War die Luftschraube vor der Aktion schon ausgewuchtet, ist sie es danach immer noch.
Gruß
Detlef
 
Hallo,

ich hatte genau das gleiche Problem und einige Luftschrauben beim Bohren versaut.

Dann habe ich mir drei entsprechende Stufenbohrer schleifen lassen und alle Sorgen waren weg.

Stufenbohrer-k.jpg

Der dünnere Teil zentriert und führt den Bohrer und da der Schneidewinkel flacher ist, wird die Luftschraube kaum noch nach oben gezogen.

Gruß Dieter
 

Maistaucher

Vereinsmitglied, Offizieller 1. Avatarbeauftragter
Wie wäre es, wenn die Experten ihr Wissen nicht für sich behalten, sondern hier im WIKI einfügen?! ;)

Generationen von Luftschraubenverhunzern werden es danken.


(Notfalls auch nur stichpunktartig, falls jemand nicht gerne schreibt, es findet sich schon ein anderer, der ganze Sätze daraus macht.
Traut euch!)
 

Gast_33001

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Hallo,
also, die Lösung heist offensichtlich "Stufenbohrer".
Trotzdem bleibt mein Ursprungsproblem den Prop zum "Stufenbohren" adäquat zu spannen.
Die verlinkten Teile von den Modellbauanbietern sind ja für den Handbetrieb gedacht, da passiert natürlich nichts.
Reibahlen, Maschinen-Stufenbohrer etc. müssen aber in einer Maschine gespannt und elektrisch betrieben werden. Hier habe ich das Problem dass a) der Bohrer nur schwer genau zentriert gehalten werden kann um zum Schluss eine sauber zentrierte Bohrung zu erhalten und b) auch bei verminderter Einhakneigung der Prop verhaken und dann herumschlagen kann. Ausserdem bleibt weiterhin das Problem dass z.B. ein 8x10er APC nicht flach aufzulegen ist.
Als mal irgendwann gelernter Maschinenschlosser sind mir diese Dinge zutiefst zuwieder (es gab da in der Ausbildung auch schöne Filme mit abgehackten Fingern, abgerissener Kopfhaut an drehenden Werkzeugmaschinen, etc., das bleibt haften!).
Ich werde es mal mit den Handteilen versuchen, klingt mir derzeit noch am logischsten sowohl für Prop als auch mich am ungefährlichsten.
(Ich nutze eine wirklich grosse Ständerbohrmaschine, für die sind Finger ein Klacks....).

Bis dann,
Ralf Schmidt
 
Also nochmal zur Reibahle.

Im Netz werden ja auch solche Propeller-Reibahlen angeboten:

http://www.google.de/products/catal...a=X&ei=9VhqTozbHIrEsga-l5jsBA&ved=0CCMQ8wIwAQ

Gibt es dazu, oder etwas Ähnlichem, eigentlich seriöse Erfahrungswerte?

Hallo

die Reibahle nutze ich seit vielen Jahren ohne Probleme im Handbetrieb, der Griff läßt sich durch lösen eine Schraube entfernen, so das sie auch in eine Bohrmaschine/Akkuschrauber eingespannt werden kann

mfg Rene
 
Ralf,
der vielzitierte Stufenbohrer ist sicher ideal, wenn er alle in Frage kommenden Durchmesser abdeckt.
Ich bohre alle meine LS schon seit Jahren mit normalen Bohrern auf und zwar zwei-millimeterweise. So hakt nix und klemmt nix und wird auch nichts hochgezogen : confused:
Zieh einfach nen Arbeitshandschuh an, dann passiert der Hand nichts.
Grüße Otto
 
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