Wer an Details der Gefährlichkeit von Halon interessiert ist, schaut bitte mal hier:
http://www.gifte.de/Chemikalien/bromtrifluormethan.htm
Halon entzieht der Luft nicht den Sauerstoff, sondern es verdrängt aufgrund seines hohen Molekulargewichts die Luft und sammelt sich in Vertiefungen und Mulden (somit auch in der angesprochenen Kabine des Panzers) an. Dort ist eine Atmung dann nicht mehr möglich (...auch für das Feuer...).
Von einer karzinogenen Eigenschaft des Halons finde ich in der Literatur nichts, aber es hat in höheren Dosen eine narkotisierende und leberschädigende Wirkung. Diese "mindergiftigen" Eigenschaften sieht man auch an den relativ hohen Arbeitsplatzgrenzwerten für das Gas.
Wird es zum Löschen von Feuer benutzt, entstehen aber von der Giftigkeit nicht zu unterschätzende Reaktionsprodukte (Flusssäure, Bromsäure), so dass es auf jeden Fall sinvoll ist, sich davon fernzuhalten.
Die sehr guten Eigenschaften als Löschmittel beruhen auf der Verdrängung der Luft aufgrund seines hohen Molekulargewichts und der extremen Kühlwirkung durch die hohe latente Wärme beim Sieden.
Übrigens widerspreche ich Jan mit der Feststellung, dass das einzige, worum ich mir bei einem Halon-Feuerlöscher Sorgen machen würde, die Belastung der Umwelt durch die extreme Schädigungswirkung des Halons an der Ozonschicht ist.
Daher gehört der Löscher fachgerecht entsorgt. Aber da sind wir uns ja alle einig ;-)
Gruß,
Thomas