Magnete und Bleche für 3KW Aussenläufer

steve

User
Hallo,
in Planung ist ein Aussenläufer mit einem 68er Strator. Stratorlänge 30mm. Nun suche ich eine günstige Quelle für die Magnete (ca 30x7x3-3,5).
Interessant wären auch Quellen für Stratorbleche, die eine größere Innenbohrung ausweisen, da ich aus Gewichtsgründen gerne eine holle Welle, ähnlich dem großen Actro, verwenden würde. :)
Möglicherweise kennt auch jemand Industriemotore, aus denen sich geeignete Bleche recyclen lassen. Reicht es hier aus, sich neben dem Durchmesser, der Blechdicke etc. an der Eingangsleistung der "Spender" zu orientieren oder gibt es noch andere Kriteren? :rolleyes:
Für alle Rückmeldungen bereits jetzt besten Dank! ;)
Gruss
 

plinse

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Moin,

wenn die Bleche auch nur ansatzweise gerechnet wurden und du drehst sie aus, zerstörst du dir den Rückschluss. Sollte man lassen.

Bei Industriemotoren ist die Frage, was die Spender können sollten. Sind sie beispielsweise aus dem Automotive-Bereich, müssen sie die Nennleistung teilweise im Dauerbetrieb auch im Wüstenklima bringen. Sind es nur Steller, laufen sie noch kurzzeitiger als im Modell. Bezogen auf "Industriemotoren" lässt sich also pauschal gar nichts sagen. Meistens sind sie aber so ausgelegt, dass sie keinen Fatz Material mehr drin haben als sie wirklich brauchen.
 

steve

User
Hallo,
danke für die schnellen Antworten. :)
Das Design des Strators ist noch nicht abgeschlossen. Letztlich hängt es wie immer davon ab, was verfügbar und bezahlbar ist. :(
Da werde ich wohl so oder so einen Kompromiss machen müssen - nur sollte der Antrieb bei 3Kw doch deutlich unter 1.500g bleiben. Und das geht bei 68er Blechen aller Voraussicht nach nur mit weniger Eisen und natürlich einigen Versuchen. Na mal sehen. ;)
Kennt vielleicht jemand eine Quelle für Bleche die zwischen dem 68er und dem 43er Durchmesser liegen? Damit ließe sich der Motor nach bewährten Konzepten aufbauen und sollte nicht über 1.000g kommen.
Und dann denke ich da noch an die Magnete, die bei den samten Kosten einen ziemlichen Aktivposten ausmachen. Hat da jemand neben TM und Batmann noch andere Quellen?
Gruß
 
Hi Steve,
frag doch mal bei Frank Schwaab nach.Da gibts auch einen Motor mit 55ziger Blechen.
Zwei T-Rex auf einer Welle wäre auch eine Möglichkeit von Flyware.Ruf halt an und frag ob Du einen Teilesatz bekommen kannst,man weis ja nie.Mit zwei getrenten Glocken hast Du auf jeden Fall weniger Schwingungsprobleme.
 
Oder beim Strecker, der hat kürzlich einen 4 kW Motor als Neuheit vorgestellt. Der Verkauft evtl auch Bleche davon.
 

FamZim

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Natürlich mit Regler
Soll Manntragent für ein Drachenflieger sein mit 60 bis 70 Lipos mit 10 AH !?!
Gruß Aloys.
 
Bei HB arbeitet man am 11 kw Motor.
Bei MM gehts ab 25 KW los und 3 MW war bis lang Schluß ,kannst aber auch mehr haben wenn Du den passenden Flieger dazu baust.
Für meine begriffe war schon der 5 KW Hubi Motor von HB viel zu schwer(bei gleichem Gewicht haben wir schon 25 KW bei niedrigeren Drehzahlniveau)und für diese baugröße ist das Wicklungsprinziep nicht mehr angebracht da es viel zuviel nutzloses Kupfer mit sich herumschleppt.10 Lieter Wassereimer hat bei uns 400 KW ,dann aber mit 35000 min^-1.KW sind immer auch eine Frage des Drehzahlniveaus für das der Motor designet werden soll.
 

FamZim

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Hallo Powergemeinde
HB hat wohl keine eigenen Regler, sondern gibt andere Hersteller an. Keine Ahnung wo der 11 KW Regler herkommen soll!
Gruß Aloys.
 

steve

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Hallo,
so nun kann der Spass beginnen. 54er Bleche und 40x6,5x4,5mm Magnete bekomme ich von der Firma Wema. :) :) :)
Bis alles bei mir ankommt, kann ich mir noch über zwei weitere Baustellen Gedanken machen:
1. Gibt der Büroklammertest auch für große Glocken einen guten Anhaltspunkt für die Wandstärke des Rückschlussringes?
2. Bei der Luftschraubenaufnahme verwende ich gerne Spannzangen aus Stahl. Die bekommt man aber für 8 oder 10 mm Wellen eigentlich nicht oder sie sind so kurz, dass der Aufbau nicht für die größeren Props verwendet werden kann. Ich würde sie ja auch selber machen, denke aber es sind Norm-Teile. Da sollte man sich die Zeit eigentlich sparen können. Kennt da jemand eine Quelle?
Gruss

[ 25. April 2005, 02:18: Beitrag editiert von: steve ]
 

steve

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Ergebnis...bis 5,5kw

Ergebnis...bis 5,5kw

Hallo,
wollte mal über das Ergebnis der Bemühungen berichten.

Es ist ein super Motor heraus gekommen!

Er wurde in einer Byron-Pitt´s an 10s2p 3200 Kokam und einer 18x12 Dreiblatt eingesetzt. Drehzahl so um die 5.000 rpm. Aus dieser Zeit gibt es leider keine Loggs.

Dafür von einem heutigen Versuch mit 15s und einer 16*16 Rasa-Zweiblatt. Das Mittelteil hat 67mm.

Problem bleibt bei diesem Antrieb die Prop-Aufnahme, bzw. einen vibrationsfreien Rundlauf hin zu bekommen. 5,5kw und geschätzte 7.500rpm brummen auch bei kleinen Unwuchten ganz mächtig in der Hütte. Deshalb der etwas kurze Logg. Wenn alles rund läuft, gibt es auch längere...versprochen.

Ach ja - der Antrieb ist einer von mehreren in Frage kommenden Antrieben für meine TP RareBear.

Grüsse
 

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Snoopy

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Hallo Steve,

schön, dass Du den alten Thread ausgegraben hast. Ich bin bestimmt nicht der Einzige, der sich freut wenn geschrieben wird was aus alten Projekten geworden ist.

Gruß
Sebastian
 

steve

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Daten - Aufbau - Fertigung

Daten - Aufbau - Fertigung

Andreas Maier schrieb:
Mehr Input bitte....
Hallo,
an welchen Infos besteht denn Interesse?

Hier mal ein paar allgemeine Daten

Länge ohne Welle: 70mm
Durchmesser: 75mm
Welle: 10mm
Strator d: 54mm - L: 40mm
Gewicht: ~ 900g

Das Chassis wurde komplett aus Alu aufgebaut. Die Glocke wurde als Komposit in der gewählten Bauweise ausgeführt, damit der RR wirklich sauber rund läuft und sich nicht verwinden kann.
Die Wellenbohrung und auch die Bohrung für den RR wurden in einem Arbeitsgang ohne umspannen gedreht. Also nicht gerieben, sondern gedreht. So war bei der Welle ein wirklich strammer Sitz möglich.
Die Welle bekam zwar einen Flansch, der sie formschlüssig gegen ein nach-vorne-raus-rutschen sichert, der Sitz ist aber so stramm geworden, dass sie gar nicht ganz bis nach vorne reingepresst werden konnte.
Beim Abstechen der Glocke wurde auch die hintere Fläche plan gedreht. So war bei meinen Möglichkeiten (EMCO) ein Maximum an Rundlauf möglich.

Bei den Passungen ging ich so vor, dass zuerst der Stratorträger gedreht wurde. Dann wurde der Strator aufgeklebt und mit einer Wurmschraube gesichert. Zuletzt wurde er auf ein wirklich gleichmäßiges Maß um ein paar Zehntel abgedreht.

Jetzt wurde der RR gedreht. Zuerst kam die innere Bohrung dran. Sie wurde so angelegt, das ~ 0,4mm Spalt zwischen Magneten und Strator blieben.
Dann wurde außen soweit angedreht, dass der Büroklammertest durchgeführt werden konnte.
Dann wurde abgestochen.

Jetzt wurde die Glocke passend für den RR gedreht und er RR wie oben beschrieben montiert.

Nun wurde eine einfache Vorrichtung gebaut, in der die schrägen Lüftungslöcher für die Glocke gebohrt werden konnten. Sie bilden ein Gebläse, wobei der Motor thermisch sehr stabil ist und sich bis 3kw nur gering erwärmt.

Die 40mm langen kaskardierten Magnete einzukleben war ein echter Krampf. Die knicken derart schnell ab - echt erstaunlich. Irgendwann waren aber auch sie alle da, wo sie hingehörten.

Die Wicklung wurde bifilar ausgeführt und war von allem noch die leichteste Übung. Kann dazu aber gerade keine zuverlässigen Daten geben. Sie wurde bisher etwas dünner ausgeführt, als insgesamt möglich. Wichtig ist erstmal die Drehzahl bei den verfügbaren Props und den gewünschten Strom zu treffen. Erst wenn das wirklich sicher festgelegt ist, beginne ich mit dem Stopfen (: Wickeln mit maximalen Füllgrad).


Wichtig für den sauberen mechanischen Aufbau ist das vermeiden des Umspannens. Die wichtigen Bohrungen sollten alle von einer Seite durchgeführt werden und am besten in einer drehbaren Spitze geführt. Allenfalls für den vorderen Lagersitz musste umgespannt werden. Das ließ sich aber nicht vermeiden.
Die Reihenfolge der Passungen bestimmt den Aufbau. Alles andere führt in dieser Größenordnung ohne Profi-Ausrüstung zu Kompromissen. Dies erfordert einen bisschen Planung - es lohnt sich aber.

Logg´s gib es jetzt erst mal keine. Anscheinend kann der Unilog-Sensor die 62V Leerlaufspannung nicht ab - ist jetzt tot. Er ist ja auch für 60V ausgelegt. Der Unilog selber arbeitet noch aber der Sensor lässt nichts mehr zum Uni durch. Das muss ich erst klären und evtl. auf 14s ausweichen. Das wäre zwar ärgerlich, aber wenn´s denn sein soll.

Im Flieger kommen dann aber wieder 15s rein. Da muss man dann von den 14s Werten auf die 15s schätzen. Denke nicht, dass der Sprung dann sehr groß sein wird.

Grüsse
 
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