Magnete von Aussenläufern und das Auswuchten

Danger

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hallo,

ich wollte mal wissen, wie die magnete in einer rotorglocke von außenläufern aufgebracht sind. ich habe einen 16poler und nun ist die frage, wie die feldlinien auszusehen haben... (ich bau mir gerade eine glocke selber)

sollen die sich gegenüberliegenden anziehen, oder abstoßen? sollen die nebeneinander liegenden sich anziehen oder abstoßen?

es ist nicht so einfach... daher frage ich. es soll später als wirbelstrombremse verwendet werden können, nicht als antrieb...

wärs möglich vill eine zeichnung zu bekommen? wie macht man die magnete am besten innen an der aluglocke fest? kleben, oder klemmen?
 

Danger

User
so, ich hbe dieses teil jetzt gebaut und habe es bereits an meine welle montiert. so... nun habe ich baer ein problem!

die gesammte glocke, wenn sie montiert ist, schlägt um ca. 0,05mm, was eine enorme unwucht bei ca. 3000-5000U/min auslöst. wie kann ich das ganze jetzt auswuchten?

im moment sieht meine motorglocke so aus, wie auf dem bild unten (ich brauche es für nen projekt von mir ;) )

kann mir da jemand einen tipp geben, wie ich das anstellen kann? ich weiß ja net mal wo die unwucht ist! das is ja mein problem :(
 

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Hallo,

ich habe da neulich eine tolle Idee bei einem Kollegen gesehen, der Wellen für Turbinen "feinwuchtet". Dazu wurde die Welle auf zwei sehr leichtgängigen Keramiklagern gelagert, welche wiederum auf einer kleinen festen Bodenplatte montiert waren (über zwei Halter oder so). Unter der Platte befand sich ein alter Rasierapparat. Hat man diesen angeschlossen, so bewirkten die feinen Vibrationen ein drehen der Welle mit dem schweren Teil (also der Unwucht) nach unten.
Viel besser kann ich es nicht erklären, aber vielleicht hilft der Tipp mit dem Rasierer und den feinen Vibrationen ;)

Gruß
Heiko
 

Danger

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ok, das könnte ich eventuell probieren, danke schonmal für den tipp! (leider kann ich das teil nicht mehr ausbauen :( )

für weitere tipps bin ich aber dennoch sehr dankbar!!!
 

FamZim

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Hi

Kann man sehen das die Glocke eiert??
Wenn ja ist die Welle schief drinn und muss neu befestigt werden.
An sonsten möglichst leicht lagern, zur not mit Wibration das schwere nach und bekommen, und dort etwas abschleifen oder feilen.
Andernfalls an der leichten seite (oben) von innen zwischen den Magneten "auskitten" also schwerer machen.

Gruß Aloys.
 

Danger

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also die welle kanns eigentlich nicht sein, die habe ich selber frisch gedreht, alles in einer einspannung, also dürfte da nichts eiern von der welle her...

sehen kann man das auch nur, wenn man richtig genau hinschaut. laut messuhr sind es 0,1mm

bei ca. 3000rpm treff ich anscheinend irgendeine eigenfrequenz, also habe eine starke resonanz. bei ca. 6000rpm merke ich nur noch leichte vibrationen. aber das alles geht ja auf die kugellager, von daher ist es ja nicht so wirklich gut...

ich würde auch das auskitten bevorzugen. aber naja, ich probiers mal mit den vibrationen, aber ich glaube mal nicht, dass ich da zu einem guten ergebnis komme... wie gesagt, weitere vorschläge sind gerne willkommen!


p.s.: wenn ich noch zeit habe, stelle ich einfach nochmal so ein ganzes teil inklusive welle her. wenn das dann immernoch schlägt, oder eine unwucht hat, dann weiß ich auch nicht mehr weiter...
 

FamZim

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Man kann auch alles ein wenig "weicher" lagern wie die Verbrenner, die dämpfen das mit Gummi.
Auswuchten ist natürlich besser.

Gruß Aloys.
 

Danger

User
ja, wenn ichs net auswuchten kann, dann muss ichs wohl oder übel leicht dämpfen, das is aber nicht wirklich gut...


naja, der tipp mit dem rasierer... hat net geklappt :( habs versucht alles in schwingungen zu versetzen, aber es hat sich nix bewegt, egal wie ichs angestellt hab! rüttelplatte hatte ich auch versucht
 

FamZim

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Hi

Wenn die Welle hinten auch raussteht, kann man es auf 2 Lineale legen, dann gibts keine Reibungsverluste.
Die Lager können zur not auch drauf bleiben.
Aber dann dreht das schwere ganz sicher nach unten!!!

Gruß Aloys.
 

Danger

User
ok, das wäre eine möglichkeit! probier ich nochmal aus, danke :)

hab auch noch mal eine wirklich 100% exakte welle aus silberstahl, statt aus normalem stahl hergestellt. falls das nicht klappen sollte mit den linealen, kann ich ja mal schauen, was dabei herauskommt ;)oder ich bau nochmal eine glocke, muss aber schauen wie ich das diesmal mit den magneten mache...

vorteilhaft ist es ja, die glocke aus stahl zu bauen. aber dadurch wird das ganze nochmals schwerer... derzeit is das teil aus alu gebaut. is halt schon nen verdammt großer durchmesser... und nicht wirklich prickelnd für die flussdichte.

oder soll ich nochmal eine glocke aus stahl bauen? ich weiß nur nicht, wie ich die magneten wirklich 100% exakt an ihre stelle tun soll dann... bei der jetztigen glocke haben wir einfach tachen eingefräßt und dort die magnete befestigt. aber bei stahl is das net so einfach :(

soll ich jetzt nochmal alu nehmen, oder doch das risiko eingehen und auf stahl gehen?
 

FamZim

User
Hi

Wo die Magnete sitzen muss sowiso Stahl rein, das ist der Rückschluss für das Magnetfeld!!!!!!!!!!!

Kanst ja das Alu bis auf einen Zentriersitz wegdrehen und dann einen dünnen Stahlring draufkleben.
Der muss so lang sein wie die Magnete und so dick wie Magnetbreite durch 4 !!

Gruß Aloys.
 

Danger

User
also ich habe das ganze mal etwas ausgewuchtet (durch probieren) das mit dem lineal hat auch ent ganz so funktioniert, wies sein sollte, aber naja... jetzt hat er zwar noch kleine vibrationen, die bekomm ich aber vermutlich auch nicht ganz weg.

im moment funktioniert der wirbelstromgenerator eigentlich auch ohne rückschluss ganz gut. zumindest nen axi 2820 überlastet er ziemlich gut!also es fließen ströme von mehr als 40A bei 3s lipos.

wie gsagt, ich bau mir nochmal eine neue glocke, aus stahl. aber das kann ich erst machen, wenn ich wieder irgendwo ein praktikum mache. dann muss ich auch schauen, dass der zylinder besser eingepasst wird. derzeit habe ich 1mm platz zwischen magneten und zylinder. is auch nicht gerade optimal, aber nagut, damit muss ich jetzt leben.oder gibts solche glocken schon fertig zu kaufen? wäre natürlich noch besser.
 

Danger

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das prb liegt nicht in der theorie, das prob liegt in der herstellung der drehteile! ich habe alo gewählt aus dem grund, weil es leichter zu bearbeiten war. die herstellung ist eben das schwere an der ganzen sache...
 

steve

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Auswuchten

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Hallo,
vor kurzen bekam ich auch einen Motor, bei der ziemliche Vibrationen entwickelte und sichtbar unrund lief. Machte in der Summe nicht viel, ausser einer leichten Vibration bei 30.000. Denke mal, die Teile laufen dann in einer Art Magnetbahn.

Als erstes habe ich die Welle neu positioniert. Das brachte dann bereits weitgehend Ruhe in das System. Dann wollte ich allerdings bestimmte Metallspinner und custom-made-Props verwenden und es kam wieder Unruhe rein.
Um diese Unwucht zu minimieren, wurde der Spinner auf der Welle um jeweils 90° gedreht, nach jeder Drehung ein Testlauf gemacht und auf Veränderungen bei den Vibrationen geachtet. Wenn es weniger wird, dann wird das Spiel in diesem Winkelbereich mit 45° Schritten wiederholt. Und siehe da, es fand sich dann sehr rasch eine Position mit akzeptabler Rest-Vibration.

Wenn es nur um die Glocke geht, kann auch zunächst an einer beliebigen Stelle etwas Knette in die Ritzen zwischen den Magneten aufgetragen werden. Dann wird wie oben beschrieben die Position und evtl. auch die Masse geändert, bis ein akzeptabler Rundlauf gefunden wurde. Diese Methode funktioniert um so besser, je geringer die Unwucht ist.

Für die erste Orientierung find ich die Rasierer-Methode optimal. Werde das auch mal ausprobieren.

Eine weiche Aufhängung kann ich übriges nicht empfehlen. Eher das Gegenteil. Einige Antriebe bekam ich erst gebändigt, nachdem ich den Akku nicht mehr locker in den Rumpf schob, sondern die Masse des Akkus durch eine stamme Führung direkt mit dem Motorspant verband. Das ist besonders bei dicken, großen Rümpfen wichtig. Spart viel Baugewicht und erlaubt vergleichsweise leichte Motorspanten.

Grüsse
 
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