mc22 - Gewichtsreduzierung?

Hi Leute,

vor einigen Tagen habe ich meinen mc22-Sender bekommen.
Das Ding hat wirklich umfangreiche Programmiermöglichkeiten und ich bin schwer begeistert, aber eine Eigenschaft stört mich etwas: das hohe Gewicht!
Ich muß zugeben daß ich etwas verwöhnt bin vom MPX Cockpit-Sender aber ich könnte mir vorstellen, über den Sender-Akku etwas Gewichtsreduzierung zu erreichen.
Momentan ist ein 3000er-NiMH-AKku installiert der (nach Test's von Rudolf Fiala) ca. 13h Betriebsdauer ermöglicht.
Mir würden 4h Betriebsdauer aber vollkommen reichen.
Jetzt meine Frage:
Welcher Akku-Typ käme da in Frage (speziell im Hinblick auf geringes Gewicht)?

Gruß
Dieter
 
Hi Dieter und alle anderen Leser,

ich habe den 3000-er NiMH nur nachgetestet, weil er beim Original Graupnerset dabei war und vermutlich noch immer ist. Wenn ich mich richtig erinnere, hat der Akku ca. 1/2 kg. (Bin nicht zu Hause.)

Das Sender-Leergewicht hast Du in der Bedienungsanleitung.

Natürlich ist ein 8-zelliger Akku mit weniger Kapazität auch gewichtsreduziert zu realisieren.

Aber: die ca. 13 Stunden Betriebszeit SCHEINEN bei vollem und GESUNDEM Akku fast zu viel zu sein, Du hast aber die Sicherheit einer Reserve von ca. 40 min. Betriebszeit zum ordnungsgemäßen Beenden des Fluges, bevor es ECHT brenzlich wird.

Mit einem schwächeren Akku wäre diese Reserve WESENTLICH kürzer, bei einem 1500-Akku vielleicht nur 15 Minuten, da er ja auf seine Kapazität bezogen doppelt so hoch belastet wäre und der Spannungsabfall nicht nur kürzer sondern auch steiler wäre. Denkbare Folge: Crash.

DAZU kommt als unbedingt bedenkenswert:

1) Die MC22 warnt bei Unterspannung nur ein paar mal und beendet dann das nervende und u.U. Landungskonzentration-störende Warn-Gepiepse und man kann somit im Stress des Fluges auch schon mal darauf VERGESSEN, DASS ES SCHON GEPIEPST HAT!!

2) Senderakkus sind bekanntlich ziemliche Pflege-STIEFKINDER und viele Modellflieger verlassen sich auf die "eh zeitgerecht einsetzende Unterspannungswarnung". Und unterlassen die mindestens einmal pro Monat sinnvolle Kapazitätsuntersuchung samt Protokoll, um das Schwachwerden EINER Zelle bereits zu diagnostizieren.
Auch dafür ist die Reserve des stärkeren Akkus sinnvoll.

Mit einem schwächeren Akku würdest Du höchstens 200g leichter sein. Wenn du Deinen Sender SAMT Pult (unbedingt empfehlenswert wegen der Schmutz und Feuchtigkeit durchlassenden Öffnungen am/beim Senderboden) und Riemen auf die Waage stellst, wirst Du unter Anerkennung der o.a. Problemanalyse die Ersparung von max. 10% Gewicht unter Verlust von mindestens 50% Sicherheit verwerfen.
 

knitz

User
Hallo Dieter,
ich bin auch der Ansicht von Rudolf,besser nicht am Akku zu sparen. :) Aber die Öffnung am Senderboden könnte man mit einem Tesa-Gewebestreifen verkleben und hätte damit keinen Eintritt von Feuchtigkeit oder von wem auch immer. ;) Somit könnte man sich ein Pult ersparen,zumal es eh keins gibt und der Sender nur mit Tragriemen gut in der Hand liegt.
 

TomDa

User
Hi!

Ein Pult wiegt auch einiges! Ein Streifen Tesaband weniger.
Am Akku würde ich auch nicht sparen. Hab' es allerdings gegen ein NiCd ausgetauscht - wegen der unangenehm unterschiedlichen Selbstentladung der einzelnen NiMH-Zellen.

Gruß Thomas
 
Hi,

danke erstmal für eure Antworten.

@TomDa
was meinst Du mit unangenehm unterschiedlicher Selbstentladung der einzelnen NiMH-Zellen ?

Gruß
Dieter
 

X-Wing

User
es ist ja bekannt, das nimh akkus sich schneller selbstentladen. und bei dieser halben ewigkeit ist es ja klar, das die schwächeren zellen sich mehr entladen und die stärkeren weniger...

Is doch klar, ja e nee.

PS: Haut mich, wenn's net stimmen sollte, war nur so zusammengreimt, ich spreche nicht aus erfahrung :D :D :D :D :D :D :D
 

TomDa

User
Wär ja nicht so schlimm, wenn sich die Zellen wenigstens gleichmäßig selbst entladen würden. Aber kommst du mal ein paar Tage/Wochen nicht zum Fliegen und Laden, sind einige Zellen fast leer, andere noch fast voll.

Hängst du den Akku jetzt an den Lader, schaltet der bei dem Delta-Peak ab, den die vollen Zellen machen. Die, die leer waren, sind noch lange nicht voll.
Fliegst du einige Stündchen, sind die Letzteren dann dafür schneller leer.
NiMHs soll man nicht überladen und nicht leernuckeln...

Fazit: ständig formieren! Wenn du den Sender brauchst (schönes Wetter), dann ist das Akku garantiert gerade nicht mehr fit!

Deshalb NiCds - die sind robuster gegen Überladen (mal schnell noch aufpowern) und die Zellen sind einfacher auf einheitlichem Ladezustand zu halten. Sie haben zwar weniger Kapazität, aber die ist ohne großen Zeitaufwand verfügbar.

Meine Erfahrung mit 3 Akkupacks (NiMH: 3000er Panas, 3000er Saft, NiCd: 2400er Sanyos).

Gruß Thomas

[ 01. Mai 2002, 17:48: Beitrag editiert von: TomDa ]
 

knitz

User
So schlechte Erfahrungen,Tom,hab ich mit meinem 3000 NiMh Saft nicht gemacht.Man kann zwar nur die ca. halbe Kapazität nutzen,dann ist er bei 9,6 V,aber beizeiten nachgeladen hat er bis 0,8 V/Zelle noch praktisch seine vollen 3000 mAh.
 
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