MC24: Display- und Steuerungsausfall im Flug

Wd

User
Habe soeben ein Schreckerlebnis hinter mir.

War heute Mittag mit meinem E-Thermiksegler fliegen. Nach dem zweiten Start, der Sender lief seit dem erneuten Einschalten mindestens schon wieder 10..15 Minuten, bekam ich mitten im Flug Probleme. Plötzlich schaltete der Motor mehrmals selbstständig Ein und Aus. Dannach schaltet der Motorsteller auf Kanal 1 komplett durch und reagierte nicht mehr auf die Steuerbefehle. Auch die Steuerung der anderen Funktionen war zum Teil gestört. Nach dem Leerfliegen des Akkus (Abschaltung des Motors erfolgte durch die Unterspannungserkennung des Stellers)gelang mir mit viel Mühe noch halbwegs eine Landung. Zuerst dachte ich an eine massive Störung durch den Regler. Doch nach Betrachten des Senders stellte ich fest, daß das Display komplett ohne Anzeige war. Nach Aus- und Wiedereinschalten des Senders kam die Displayfunktion nicht wieder zurück. Stattdessen ist ein Dauerton (Piepsen) zu hören.

Bin mal gespannt was der Gaupner Service dazu meint.

Nach diversen Beiträgen in den Foren bin ich jetzt doch ziemlich verunsichert. Ich darf gar nicht daran denken was möglicherweise hätte passieren können wenn ich statt meinem leichten Thermiksegler mein Hotliner in der Luft gehabt hätte.

Wer hatte schon ein ähnliches Erlebnis ?
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
Hallo Wd!

Ich will mich an dieser Stelle direkt einmal einklinken, den MC-24 Displayausfälle sind nämlich nicht nur ein Schreckerlebnis für dich, sondern auch für mich als Moderator.

Ich möchte daher schon alle zur Sachlichkeit ermahnen, die sich hierzu noch äussern möchten!

In der Tat wurde auf Display-Ausfälle schon mehrfach in diversen Foren hingewiesen und daraus entwickelten sich auch ziemlich hitzige Diskussionen. Die Ursache ist allerdings nicht eindeutig geklärt, auch Graupner zeigt sich gerade nicht kooperativ in puncto Fehleranalyse.

Es gibt mehrere Ursachen und mehrere Theorien, wies es zu diesem Display-Ausfall kommen kann. Ich habe mir meine eigenen Gründe zurechtgelegt, sie erscheinen mir immer noch am schlüssigsten.

In Endeffekt hast du sogar noch Glück gehabt, dass du dein Modell noch landen konntest, andere haben da wesentlich mehr Pech gehabt.

Der Gang zum Graupner-Service ist auf jeden Fall der richtige Weg.
 
...pass auf das Du dich beim Einschicken nicht blamierst, denn ich würde mit 70% Sicherheits darauf Tippen das Du den Fehler selbst pruduziert hast , nämlich in dem SU den Sender (z.B. beim Modellaufbauen usw.) im Gras oder in der nähe des Grases hast liegen lassen, so kommt Feuchtigkeit in den sender und Du hast schöne kleine Kriechströme im sender ...und dann folglich einen Kurzen.....das würde auch erstmal die 10-15 min Flugzeit erklären......

Also ist nur ne Vermutung (aber ne recht sichere wie ich aus eigener erfahrung weiß ;)
Hoffe Dir geholfen zu haben
 
Hallo WD!

Da hast du wirklich Glück gehabt! Heuer im Sommer ist einem Flugkollegen der Heli heruntergesaust. Darf gar nicht daran denken wenn er im Vorbereitungsraum jemanden erwischt hätte!

Arno: Wo kann ich deine persönliche Meinung darüber nachlesen? Würde mich sehr interessieren!

Irgendwie finde ich es schon komisch das sich Graupner nicht gerade kooperativ in puncto Fehleranalyse zeigt.

mfg,
markus
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
Hallo Markus!

Ich meine, ich hätt´s schon einmal hier gepostet, finde es aber nicht mehr. Kann auch in einem anderen Forum gewesen sein.
Also noch einmal:

Folgendes sind Fakten:

1. Die MC-24 führt beim/nach dem Einschalten einen automatisch Selbsttest durch. Hier werden u.a. auch sämtlich Modellspeicher auf Plausibilität geprüft, jedoch nicht der aktive Modellspeicher !!!

2. Wird ein Fehler in einem Modellspeicher festgestellt, erscheint eine Meldung und der Speicher wird automatisch gelöscht.

3. Speicherfehler entstehen durch verlorene/verbogene Bits. Diese können durch Überspannungen auf der Platine, hervorgerufen durch falsches Laden, statische Aufladungen, sonstige starke äussere Einflüsse (Magnetfelder u.ä.) entstehen (O-Ton Graupner).

4. Bei einem schwerwiegenden Fehler schaltet die Anlage ab, sie lässt sich auch nicht mehr einschalten. Wie allerdings ein schwerwiegender Fehler definiert ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Anlage muss allerdings dann zum Service, um ihr wieder Leben einzuhauchen.

Jetzt meine Überlegungen dazu:

Erstaunlich ist die Tatsache, dass kein Test des aktiven Modellspeichers durchgeführt wird, aber das kann die Testroutine/Software eben nicht.

Falls nun tatsächlich ein Speicherfehler im aktiven Modellspeicher vorliegt, wird das zunächst einmal nicht festgestellt. Ich nehme an, dass der Prozessor aussteigt, wenn der Fehler im laufenden Programm relevant wird. Ob es sich dann um eine Abschaltung durch einen schwerwiegenden Fehler handelt oder um einen kompletten Systemabsturz, weiss ich nicht genau.
Tatsache ist aber, dass die Anlage aussteigt, wie auch immer. Bei der MC-24 ist es dann der black screen, bei Windows bekanntlich der blue screen.

Wie kann man der Sache begegnen?
Hört sich jetzt blöd an, ich hab´s mir allerdings angewöhnt: Nach dem ersten Einschalten auf dem Platz den aktiven Modellspeicher grundsätzlich wechseln. Wenn´s dann ausgerechnet der Speicher war, mit dem man fliegen wollte, noch mal kurz Aus- und Einschalten und in den Speicher wieder zurück wechseln. Wie gesagt, ich mach´s einmal vor dem ersten Flug.
 
hallo arno!

auch wenn es sich wie du sagst "blöd" anhört, wichtig ist das es funktioniert! werde deinen vorschlag gleich mal ausdrucken und heute abend in unsere clubhütte zum nachlesen für die kollegen geben.

warum und wieso dies jetzt so ist und warum graupner so und so reagiert, darüber will ich gar nicht zuviel nachdenken. menschlich find ich es halt nicht in ordnung wenn man zu diesem wichtigen thema von graupner keine "ordentliche" antwort erhält!

mit besten dank,
markus

-flying through the earth-
 

Wd

User
Hier eine kurze Rückmeldung meinerseits.

Auch mir ist an einer sachlichen Klärung ohne jedliche Polemik gelegen.

Sender wurde nicht in der Wiese sondern im Senderkoffer abgelegt.
Akku hat ausreichend Spannung. Leerlaufspannung 10,28V. Displayanzeige vor dem letzten Flug 9,9V
Habe inzwischen zum Test meinen frisch geladenen Zweitakku (außerhalb des Senders geladen !) angeschlossen.
Auch nach über 24h ist nach dem erneuten Einschalten das Diplay dunkel und der Sender piepst mit einem Dauerton.

Kan mir daher nicht vorstellen was ich falsch gemacht haben sollte.
 
@WD: Ich würde mir nicht allzuviel Hoffnung machen, dass du eine befriediegende Antwort erhälst. Graupner ist in diesen Fragen nicht sehr kooperativ bzw. hält sich sehr bedeckt. Wennn du nicht telefonisch nachfragst wirst du vermutlich überhaupt keine Stellungnahme zu deinem Problem erhalten.

Du kannst Dir aber sicher sein, dass du mit diesem Problem kein Einzelfall bist (mich hatte es auch schon erwischt siehe hier .)

Eine Lösung des Problems wäre wohl nur ein Senderwechsel.

Arno´s Vorschlag werde ich zukünftig berherzigen. Schaden kann es ja nicht!
 

Wd

User
Hallo zusammen,

habe nun seit gestern endlich meinen Sender wieder.
Erfreulich hierbei, die Modelle im Modellspeicher waren alle noch erhalten.

Die Auflistung der durchgeführten Arbeiten auf der Rechnung lassen bei mir noch einige Fragen offen:

Zitat:
Sender auf Funktion überprüft, kein Fehler festgestellt. Dauertest durchgeführt. Reset durchgeführt. Sender neu initialisiert.

HF-Sendemodul auf beiliegenden Quarz abgestimmt. Auf max. Leistung und Reichweite abgestimmt. Funktion überprüft.

Was soll ich davon halten ?

Irgenwie habe ich kein gute Gefühl dabei. Wenn kein Fehler gefunden wurde kann diese Situtation doch jederzeit wieder auftreten.
Oder gab es vielleicht doch heimlich still und leise ein Softwareupdate ?

Wie kann ich eigentlich die Softwareversion an der MC24 auslesen ?
 

plinse

User
Moin,

das ist interessant zu hören. Was hat denn die Überprüfung gekostet?

Ich hatte letztens einen Displayausfall, habe leider dabei nicht getestet, ob der Sender als solcher noch funktioniert hat.

Ausschalten und wieder einschalten hat nix verändert, auch mehrfach nicht, ein mal den Akku abzuziehen und der Sender lief wieder, einen "Dauertest" hat er bei mir auch hinter sich - erfolgreich.

Ich bin jetzt am überlegen, ob ich den Sender einschicken soll, nur ohne akuten Befund ist es ein "einwandfrei" funktionierender Sender und das brauch ich nicht kostenpflichtig bestätigt.
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
Hallo Wd!

Das sind Standart-Texte, die auf deiner Rechnung ausgewiesen werden. Sie sagen nur wenig über die tatsächlich durchgeführten Arbeiten aus.
Ich habe in der Vergangenheit solche Fehler mal intensiv verfolgt und bei den entsprechenden Leuten nachgehakt.
Einige haben vor dem Einschicken wesentliche Bauteile markiert und sich gewundert, was da so alles ausgewechselt wurde. Neben dem ROM waren es teilweise komplette Platinen. Allerdings wurden diese Auswechselungen niemals auf der Rechnung vermerkt bez. gar berechnet.

Bitte, es sind Info´s die ich auf Nachfrage erhalten habe, den Wahrheitsgehalt kann ich natürlich nicht prüfen.

Einen wichtigen Aspekt konnte ich einmal selbst erfahren. Beim werkseitigen Umrüsten auf das Profi-ROM hatte ich vorher mindestens 10 Modellspeicher gelöscht, die ich ausschliesslich zum Testen verwendet habe. Alle diese Modellspeicher waren auf dem Profi-ROM wieder vereint. Offensichtlich gibt es neben dem Backupspeicher noch einen anderen Speicher, wo die gelöschten Modelle abgelegt werden. Beim Konvertieren sind die dann wieder mit eingerichtet worden.

Wenn die Aussage von Graupner stimmt, dass solche Ausfälle auf verlorene/verbogene Bits zurückzuführen ist, ist es natürlich ein leichtes, den Modellspeicher entsprechend zu reparieren. Die Frage bleibt dann nur: Durch welchen Umstand ist es zu diesem Speicherfehler gekommen?

Wenn es dich tröstet: Mir ist kein Fall bekannt, wo nachweislich dieser Fehler zweimal aufgetreten ist.
 

Darius

Vereinsmitglied
Hallo,

ob ein SW Update erfolgt ist, kannst Du auf Deiner Platine sehen. Wenn dort mit Edding ein ziemlich aktuelles Datum steht, wurde die SW wohl getauscht. Es gab früher ein 1MB großes SW Prom. Das hat wohl öfter Probleme verursacht und daher wird es automatisch bei einer Überprüfung gegen das 4MB Prom getauscht. Dann wird das aber auf der Platine vermerkt. Bei meinem damaligen MC24 Sender wurde das stillschwiegend gemacht und da ich den Sender selbst abgeholt habe und etwas unangenehm gefragt habe, warum auf der Rechnung immer das selbe, Nichtssagende steht, hat der freundliche Servicetechniker eben mal unten aufgemacht und bestätigt, dass da eine funkelnligelnagelneue Software drin ist.

Ich hab's hingenommen und mir jetzt die EVO12 zugelegt :D Sorry, aber ich lass mich ungern vera.....
 

Wd

User
Preis betrug incl. Porto Euro 62,48

Auf der Platine kann ich kein Datumshinweis mit Eding erkennen.

Der Flash-Baustein hat einen "4 Mega-..." Aufdruck. Kann mich allerdings nicht mehr erinnern was vorher drinn war.

Frage:
Die Litium-Zelle für den Backup-Speicher ist bei mir fest eingelötet.
Ist das normal. Sender müsste dann ja zum Batteriewechsel zu Graupner eingeschickt werden.
 

leinel

Vereinsmitglied
hi wd,

mal so aus der erfahrung mit der computerei:

ein kunde bringt einen pc, der nicht bootet oder so aehnlich. wir haben in der werkstatt eingeschaltet: bootet nicht ohne weitere fehlermeldung. danach einmal durchs sehtubb, nix veraendert. danach alles ok. ich rede so von den fruehen neunzigern.

was solls du nun machen als werkstatt? alles auswechseln? :) gretchenfrage. und was solls du dem kunde auf die frage antworten "ob das nochmal passieren kann" oder "woran hats gelegen?" :)

kann ja auch sein, dass JR dem graupner hin und wieder teile schickt mit dem hinweis, diese doch bei gelegenheit = wartungsfall einzubauen. JR is ja nicht daimlerchryler und kann reisen rueckruf aktionen machen ... was arno schreibt spricht auch dafuer, dass sie sich muehe geben, allerdings wohl "etwas unserioes" dokumentieren.

gruesse von
rainer
 

Darius

Vereinsmitglied
Hallo WD,

jojo, die Batterie ist fest eingelötet. Das hält auch vieeel besser als irgendso 'ne Clip. Also finde ich das schon Ok, zumal die Batterie ja mehrere Jahre hält!

Wenn Du das 4MB Prom drinne hast, scheint von daher schonmal alles zu passen.

Alles andere bleibt das Geheimnis von Herrn Graupner und Mr. JR (Ewing ;) )
 

Georg Funk

Vereinsmitglied
Ich arbeite auch im Servicebereich, an Kopieren, da kommt es auch immer wieder mal vor, daß ein Fehler auftritt, nach dem Prinzip AEG (Ausschalten, Einschalten, Geht wieder) behoben wird und eine weitere Fehlersuche nicht möglich ist. Da bleibt einem dann nur das Prinzip Hoffnung (wird schon nicht wieder vorkommen), oft ist es dann auch so, wenn nicht, nochmal hinfahren, beim Kunden entschuldigen und genaueste Fehlersuche, zur Not austausch des Ganzen Gerätes. Hier geht es aber um Kopierer, der wenn Stehenbleibt, gibts Zeitverlust, finanzielle Einbußen, aber sicher keinen Personenschaden.

Bei Fernsteuerungen, ganz besonders der Oberklasse wie die MC24, Hängt da hinten drann eben nicht nur ein Modell, das finanziellen Schaden bereitet, sondern ein Modell, daß irgendwo einschlagen kann, und Personenschäden sind da wiklich nicht auszuschließen. Da hätte ich als Techniker richtige Probleme, wenn ich ein Problem nicht sicher gefunden habe, schon gar nicht, wenn ich mir sicher bin, daß das Problem wirklich da war und nicht vom Kunden verursacht wurde.

Sicher, der Techniker ist auch nur ein Angestellter, der im Endefekt das machen muß was sein Chef sagt. Dann gilt das über den Techniker geschriebene halt für den Chef.
 
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