Messerschmitt P.1091

Pünktlich zum zweiten Lockdown ist die Werkstatt zumindest provisorisch eingerichtet. An der 1091 hab ich parallel zur 109 für die FMT immer wieder mal gezeichnet. Die Hälfte der Teile ist identisch, die Optik zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftig, der Aufbau aber aircombattypisch sehr einfach. Wettbewerbstaugliche Flieger habe ich momentan genug und damit ist jetzt die richtige Zeit für ausgefallene Projekte. Bei den Slowflyern werden seit einiger Zeit zusammengestauchte Flieger gebaut, in dem Fall ist es die Stretch-Version einer 109 ;-)

Die 1091 hat in 1/12 177 cm Spannweite und ist 111 cm lang. Der Flügel hat eine Streckung von 1/10, was für diese Größe sehr geschickt ist. Der Flügel hat in der PSS bzw. Motor-Version das SD6060. Mein Modell hat das AG35 und ich bin mal gespannt ob es damit möglich ist mit einer Messerschmitt in der Thermik zu kreisen. Ein kleiner 180W-Motor und 3S1300-1500 soll rein, mit dem Gewicht hoffe ich mit etwa 900 Gramm rauszukommen. Der Flügel bekommt vier Klappen, das Seitenruder wird angelenkt. Wenn das Segeln langweilig wird dürften Formationsflüge mit normalen Aircombatmodellen interessant sein :-)

Ein bisschen spannend wird wie genau ich den Schwerpunkt bei den ersten Flügen erwische und wie gut die Stabilität und Steuerbarkeit ist. Das Leitwerk habe ich zwar deutlich vergrößert, es ist aber immer noch relativ klein. Und mal schauen wieviel die Schalenbauweise mit Balsaholm hält.

Die Einzelteile habe ich am letzten Wochenende ausgeschnitten/gesägt, Baubeginn war Montag und morgen sollte der Rohbau zu 95% abgeschlossen sein. Nach der Routine durch den Bau von vier 109ern in den letzten beiden Jahren ist die 1091 wirklich schnell gebaut.

Viele Grüße und ein gutes Neues Jahr,
Timo
 
Kurz vor Weihnachten hab ich noch das passende Buch bekommen. Erst 2019 erschienen und neben der Bv 155 auch mit vielen Infos zum Höhenjägerprogramm bei Messerschmitt, inklusive der 1091.

 
Der Flügel ist mit dem Balsaholm ähnlich zu dem der H-Version in der FMT, allerdings mit Verkastung. Nur sind die Außenflügel etwas nach hinten gedreht.
 

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lkas2205

User
Moin Timo,
interessantes Projekt:)
VG
Lukas
 

Ewald

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Hallo Timo,
das ist ja eine sehr interessante Maschine. Sieht aus wie eine Kreuzung aus einem RES Segler mit der Aircombat 109.

Bin gespannt.

Gruß Ewald
 

rchajue

Vereinsmitglied
Tolle Sache die P1091. Ich dachte zuerst an einen Jet, aber das war ja die P1101 😙
Welche Variante ist das? Ich habe irgendwo von mehreren Varianten der P1091 gelesen.
 
Es gibt ein paar Varianten der 1091 und manchmal widersprechen sich die Bezeichnungen. Ich hab eine gute Zeichnung bei der P.1091 Stufe II steht. Stufe III hat am Rumpf außenliegende Abgasrohre und hinter dem Flügel einen Lader mit einer Form wie bei der Mustang. Die III würde mir etwas besser gefallen, aber fürs Segeln sollte die II mit weniger Luftwiderstand besser sein.

Die II, sorry für den langen Link ;-)

III

Eigentlich hatte ich immer gedacht ich mal mal eine Wellesley für den Zweck, bisschen Hangsegeln etc. Aber bei der 1091 sind soviele Teile inklusive Spinner und Kabinenhaube von der Standard-109 verwertbar. Außerdem kennts keiner :-)

Grüße, Timo
 
Weils nicht für den Wettbewerb ist gibts mal ein bisschen mehr Details im Cockpit.
Rumpf aushöhlen vor dem Motorspant ankleben ist einfacher als andersherum...
 

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Und mal wieder schauen wie es aussieht. In der richtigen Perspektive schauts gut aus, aus den anderen Richtungen, nun gut, es wird wie es wird...
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Beim Ausrichten der Tragfläche messe ich immer mehrmals nach, richtig sicher bin ich mir aber oft nicht. Man kann ja zum Rumpf hin messen, aber das setzt ja voraus dass der auch perfekt gerade ist ;-)

Den äußeren Teil des Querruders klebe ich am Flügel fest. Ein Grund um die Strömung im Langsamflug durch Ruderbewegungen nicht zum Abriss zu provozieren (wobei ich mit der schwarzen 109 noch nie Probleme hatte, da gehen die Querruder bis ganz raus), außerdem damit ich die Nullstellung der Querruder vor dem Fliegen kontrollieren kann. Bei der 1091 sind die inneren Klappen ja auch beweglich und dann fehlt die Referenz.

Motorzugang und Akkudeckel sind auch schon ausgeschnitten, da kommen jetzt Dübel und Magnete rein. Folie und Flächenservos sollen morgen kommen, der Empfänger ist seit gestern da. Mal gespannt, der Kleinkram dauert immer länger zum installieren wie der Rohbau.

Viele Grüße, Timo
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Tja, Urlaub ist rum und damit gehts beim Bau langsamer voran. Folie und Servos sind gestern gekommen, mit dem RC-Einbau fange ich am Wochenende an. So wie es aussieht werd ich den Erstflug nur teilweise bespannt machen. Bin noch ein bisschen am überlegen für welche Ausführung ich die Details anbringe, Stufe II oder doch die III. Befestigung mit Magnet wäre für die Kühler möglich für wenig Luftwiderstand beim Segeln (wenn sie das denn ordentlich tut).
Auf jeden Fall gibts einen Beuteflieger, passend zur Geschichte vieler ähnlicher Projekte. Nicht ganz fertig gebaut (teilweise Blechoberfläche statt Tarnschema) und mit britischen Abzeichen. Eine der Bv 155 die aus der P.1091 entstanden sind und auch noch geflogen ist, hat den Weg über England nach Amerika gefunden und wartet noch auf die Restaurierung.

Den Plan habe ich auf den neuesten Stand gebracht damit Martin in England die PSS-Version probieren kann, ein paar Kleinigkeiten gabs zu verbessern. Wie die Tempest im Vergleich zur Typhoon ist das eine dankbare Sache, ein paar Änderungen und ein komplett neues Modell.

Grüße, Timo

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Hab mich mit den Details doch für die Stufe II entschieden, lässt sich einfacher realisieren. Flächenkühler, Auspuff, Motorverkleidungen, etc. wirken besser wenn sie nicht nur aufgemalt sind. Um die Segeleigenschaften nicht zu sehr zu verschlechtern hab ich dünnes Balsa verwendet und passend zurecht geschliffen.

Das Höhenruder bekommt jetzt den Ausschnitt für das Seitenruder, deshalb ist der Buchenholzstab eingeklebt. Einfacher als zwei getrennte Hälften auszurichten und zu verbinden.

Komplette Holzmodelle sehen immer klasse aus. Letzte Gelegenheit, demnächst geht's mit Bügeln los.

Grüße, Timo
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Bleibt nur zu hoffen dass es das Finish rausreisst ;-)

Gibts einen schwarzen oder dunkelgrauen Stift für Panel Lines der auf Oracover hält?

Grüße, Timo
 
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