Mindestgewicht für F3P Wettbewerbsflieger?

CaBu

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Hallo Indoorflieger,

ich verfolge zur Zeit aufmerksam die Berichterstattung von der Indoor-WM. Der Christian Oppliger hat sehr schöne Fotos von den Wettbewerbsmodellen veröffentlicht https://plus.google.com/photos/105225538281230973645/albums/5839317018688639777?banner=pwa
Hierbei fällt auf, daß die Modelle immer leichter und extremer werden. Da sind ja zum Teil schon richtige Kunstwerke dabei. Ultraleichte Rahmen aus Carbonrohren mit hauchdünner Folie bespannt, usw.
Ich habe nur leider die Befürchtung, daß sich die Wettbewerbsmodelle immer mehr von den käuflichen Modellen entfernen und es am Ende in eine Materialschlacht ausartet in der nur noch sehr wenige gewillt sind da mitzumachen.

Ich fliege selber einen sehr leichten Disney mit 88 gr. Gewicht. Von voll alltagstauglich kann man hier schon nicht mehr sprechen. Deltang 0,2 gr 6 Kanal-Empfänger musste unter der Lupe gelötet werden, YGE 4 Regler hat sich nach kurz blockiertem Motor selber entlötet und ist abgeraucht und etwas Wind treibt einem schon den Angstschweiss auf die Stirn beim Transport zum Auto.

Ich habe mir daher die Frage gestellt, ob es nicht Sinn machen würde, wenn die massgeblichen Verbände ein Mindestgewicht von z.B. 100 gr. für die Klasse F3P einführen.
Das wäre mit einer digitalen Waage auf den Wettbewerben leicht zu kontrollieren. Sollte einer drunter liegen muss er halt schnell ein Gewicht im Schwerpunkt anbringen.
Bei einem Mindestgewicht könnten wenigstens handelsübliche Komponenten verwendet werden und der bauliche und finanziele Aufwand bleibt im Rahmen.
Das war doch bisher gerade das schöne an der Klasse, daß der Einstieg leicht und billig zu haben war. Depron kaufen, was draus schnitzen und ein paar Komponenten rein. Fertig war der Flieger. Wäre meiner Meinung nach Schade, wenn sich das jetzt in die falsche Richtung entwickelt.

Würde mich mal interessieren wie andere Piloten das sehen. Der Jürgen und der Karl-Ernst sind ja hier auch immer aktiv.

grüsse, Carsten
 
Hallo carsten

das finde ich auch, es sollte eventuell 2 klasen oder wertungen geben. modelle total normal wie zb Müller extra ohne schnick schnak und expertenklasse wo alles frei ist.
sonst wirds manchen teilnehmern vermutlich auf die dauer zu stressig.
gruß

Jürgen
 
Ich finde eine Gewichtsminimum einen Blödsinn.. den wenn man sie die mühe nimmt ein leichtes Modell zubauen, darf man die Vorteile auch nutzen ;) Du kannst auch mit einer MM extra fliegen im B oder eher C aber da wird man halt keine Chance haben, den es ist ein völlig anderes Modell (freestyle)

Teilweise finde ich ein all zu leichtes Modell auch ned sinvoll den wenn es einwenig wind in der Halle hat merkt man des enorm bei den ganz leichten Modellen.

Die Heutigen Modelle sind halt High-Tech Modelle welche einwenig was kosten. Zum Einsteigen kannst du ja auch einen Handelsübelichen bausatz wie en Disney, Spies, Triton, Armonia kaufen. einen 14g Motor, 6A ESC, 3 Servos, und dann hat sich das..

Motor ca. 30-250 euro (normal- koax)
Regler ca 15-35 Euro
Servo pro stück ca. 25 euro
Propeller (GWS 1Euro CFK 18 euro)
Modell ca. 60-80 euro
ein "billiges" leichtes und gutes Setup bist du bei ca. 150 euro.
Das ist nicht viel.. ;)
 
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Das war doch bisher gerade das schöne an der Klasse, daß der Einstieg leicht und billig zu haben war. Depron kaufen, was draus schnitzen und ein paar Komponenten rein. Fertig war der Flieger. Wäre meiner Meinung nach Schade, wenn sich das jetzt in die falsche Richtung entwickelt.

Würde mich mal interessieren wie andere Piloten das sehen. Der Jürgen und der Karl-Ernst sind ja hier auch immer aktiv.
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Hallo Carsten,

der Einstieg ist nach wie vor leicht und preisgünstig. Für die Klassen F3P-C und -B braucht man kein "High-Tech Modell".

Nicht vergessen, hier geht es um eine Weltmeisterschaft und so gesehen entwickelt sich halt alles in die "normale" Richtung. Die Unterschiede zwischen den Top-Piloten sind oft so gering, dass jeder "Vorsprung durch Technik" gesucht wird. Beim aktuellen F3P Programm in einer so großen Halle wie der HUK-Arena wäre das wohl gar nicht erforderlich, aber man fliegt ja auch in kleineren Hallen.

:) Jürgen
 
Hallo,

Ein Mindestgewicht wurde aber auch nichts bringen, da wir sofort viel grösseren Flugzeug bauen würden, die knapp 100gr sind!

In den 10 Finalisten im WM sind mehrere Flügzeuge um die 110-120gr: Derk Van der Vecht, Testuo Onda, Turpaux, Donatas. Die Flugzeuge sind aber genau gleich leicht gebaut, einfach grösser als anderen und mit Coax-Motor.

Wie Christian geschrieben hat, ist leicht bauen nicht ein Preisprobleme. Es wird aber technisch immer anspruchsvoller! Die Coax-Motoren sind zur Zeit die einzigen "Teuren" Komponenten, mit EUR200..250. Im Finalflugzeug finden wir Hobbyking Servos, EUR25 Motoren und die üblichen 4 Kanal Empfänger.


Gruss

Boris
 
Nachdem ich im Livestream am Freitag die Finalflüge gesehen habe, muss ich meine Meinung etwas revidieren. Durch die Fotos dachte ich, der Trend geht jetzt Eindeutig in Richtung filigrane Konstruktionen a la Nicolas Pietu.
Hatte für mich allerdings den Anschein als wäre der Flieger schon fast zu leicht. Vielleicht setzt ja hier die Physik und die "Hallenthermik" durch Heizungen ein "natürliches" Mindestgewicht fest.
Hoffe trotzdem das der Aufwand für F3P Flieger auch in Zukunft im Rahmen bleibt. Die Kosten sind sicher der kleinere Part, hier geht es ehr um das technische Know-How. Wäre schön, wenn der Pool an potenziellen Wettbewerbspiloten möglichst gross bleibt.

grüsse, Carsten
 
Man müsste eine gerissene Rolle in das F3P Programm aufnehmen, denn diese Figur braucht ein gewisses Gewicht des Modelles damit sie gut aussieht.
Dann würden die Flieger wieder schwerer und alltagstauglicher werden.
Diese Folienbespannten Flieger kann man nur fliegen wenn man in der Hale alleine ist, was nur selten der Fall ist.
Das erschwert das Training für F3P.
 
Man müsste eine gerissene Rolle in das F3P Programm aufnehmen, denn diese Figur braucht ein gewisses Gewicht des Modelles damit sie gut aussieht.
...

Im Zweifelsfall würde man wohl eher eine niedrige Bewertung für die gerissene Rolle hinnehmen, als schlechtere Wertungen in allen anderen Figuren. ;)

Für eine F3P-Einstiegsklasse würde ich mir allerdings ein Mindestgewicht von ca. 100g wünschen und ein Koaxialpropverbot, einfach um den Aufwand und die Kosten für Modelle und Antrieb zu senken.

:) Jürgen
 
Hi,

Rahmenzeit verkürzen; dann muss schneller geflogen werden :D:D und wenn schneller; zerlegen sich die "Leicht-Dinger".

na ja.. erst mal so ein filligranes Modell gescheit bauen; also ein Gernot braucht für einen Indoorflieger länger als für eine Krill 3 m Kiste; und muss aufpassen, dass schon im Keller nichts passiert; geschweige denn auf den Weg zur Halle oder im Auto (= Kiste ist quasi Pflicht).

Kosten: also mit um die 450 EURO muss man rechnen und ein kleiner Crash und der Flieger ist hin; nichts mehr wie bei Deprom mit Seku oder Uhu Poor zu flicken.

Koax mit 200 EURO ?= dürfte bei weitem nicht reichen; und so ein Flieger liegt auch schon weit über 100 EURO.

Jürgen kennst sicherlich die exakteren Preise: ich meine was von 300 für alleine Koax gehört zu haben; Flieger um die 120-130 EURO dazu dann der Rest wie gescheite Servos, Regler, RX.

Was kostet denn so ein Flieger; Jürgen kann hier sicherlich mal addieren....


Gruss

HW
 
Hi Jürgen,

au Backe :confused::confused:

Aber wie sehen denn die Preise im Normalfall aus, um konkurrenzfähig zu sein

Modell (nebst vielen Metern CFK Stangen)
Koax
Servos
Regler
RX

Und wieviele Std. Bauzeit ca. für so ein Modell ?


Gruss

HW
 
Hi Jürgen,

au Backe :confused::confused:

Aber wie sehen denn die Preise im Normalfall aus, um konkurrenzfähig zu sein

Modell (nebst vielen Metern CFK Stangen)
Koax
Servos
Regler
RX

Und wieviele Std. Bauzeit ca. für so ein Modell ?
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Victory Bausatz in Carbon/Mylar mit Airbrush: €500.- fertig aufgebaut + €500.-
Antrieb: ca. €400.-, Regler, Servos, Empfänger - ca. €100+

Trivia 2.0 Bausatz von Gernot: €189.- (das ist dann allerdings nicht die CfK-Variante).
Rest: wie oben

Bauzeit? 50 Stunden? Beim ersten CfK-Flieger eventuell sogar mehr?

:) Jürgen
 
Erfolgsgarantie für alle muss her !.....

Vielleicht hat Ikarus ja noch ein paar verstaubte Shockflyer rumliegen, 2s350er Kokam sollte es noch zu Hauf geben, mit Chinaklingeln wird man vermutlich überhäuft.....
Back to Basics !

:D

So, nu mal im ernst.... es ist überall dasselbe, sobald ich verstärkt echte Experten rauskristallisieren wird immer nach einer Reglementierung gerufen.
Und warum ? Weils der Rest sonst nicht auf die Kette bekommt ? Keine Ahnung... spielt jedenfalls überhaupt garkeine Rolle welche Klasse man anschaut
 
Erfolgsgarantie für alle muss her !.....

Vielleicht hat Ikarus ja noch ein paar verstaubte Shockflyer rumliegen, 2s350er Kokam sollte es noch zu Hauf geben, mit Chinaklingeln wird man vermutlich überhäuft.....
Back to Basics !

:D

So, nu mal im ernst.... es ist überall dasselbe, sobald ich verstärkt echte Experten rauskristallisieren wird immer nach einer Reglementierung gerufen.
Und warum ? Weils der Rest sonst nicht auf die Kette bekommt ? Keine Ahnung... spielt jedenfalls überhaupt garkeine Rolle welche Klasse man anschaut

Es geht hier speziell um das Indoorfliegen.
Das Indoorfliegen ist doch dafür da, um mit kostengünstigen Modellen Spaß zu haben.
Da kann es nicht sein, dass es eine sehr große Lücke, nein fast einen Grand Canyon zwischen den normalen Indoorfliegen und den konkurrenzfähigen Wettbewerbsmaschinen gibt.
So ist das nicht im Sinne der Grundidee des Indoorfliegens.
 
Im Zweifelsfall würde man wohl eher eine niedrige Bewertung für die gerissene Rolle hinnehmen, als schlechtere Wertungen in allen anderen Figuren. ;)

Für eine F3P-Einstiegsklasse würde ich mir allerdings ein Mindestgewicht von ca. 100g wünschen und ein Koaxialpropverbot, einfach um den Aufwand und die Kosten für Modelle und Antrieb zu senken.

:) Jürgen

Ja, das stimmt!:)
Im Übrigen würde ich mir eine weitere Verbreitung der Einstiegsklassen F3P-D und F3P-C wünschen, damit es mehr Wettbewerbe gibt, an denen man teilnehmen kann, was auch mehr Piloten zur Teilnahme ermutigen würde.
 
Es geht hier speziell um das Indoorfliegen.
Das Indoorfliegen ist doch dafür da, um mit kostengünstigen Modellen Spaß zu haben.
...

Nein, es geht hier um F3P, also Indoor Kunstflug.

Und Indoorfliegen umfasst fast die gleiche Modellvielfalt wie das Fliegen draußen. Von einfachen, preisgünstigen Modellen bis hin zu großen, teuren und aufwändigen Modellen ist da die ganze Bandbreite abgedeckt - genau wie draußen auch. ;)

:) Jürgen
 
Hi,

einfach die Rahmenzeit verkürzen und dann muss automatisch schneller geflogen werden; wie auf den Videos zu sehen, kamen etliche so eben zeitlich durch die Programme. Wenn schneller geflogen werden muss - dazu noch ein Snap - müssen die Flieger geändert werden; auch stabiler gebaut werden.

Die Entwicklung ist sicherlich bewunderswert, aber Indoormodelle für Wettbewerbe mit um die 1000 EURO sind für den Nachwuchs - gerade welcher Jungendlicher kann sich dieses leisten - nicht gut. Und dann steht so ein Modell noch den ganzen Sommer nur im Keller und kann nicht genutzt werden.

Es gibt ja auch schon deutsche Piloten, die diese Preisspirale nicht mehr mitmachen und sich aus dem Indoorwettbewerb ausgeklinkt haben.



Gruss

HW
 
Hi,

einfach die Rahmenzeit verkürzen und dann muss automatisch schneller geflogen werden; wie auf den Videos zu sehen, kamen etliche so eben zeitlich durch die Programme.
...

Warum sollte man Indoor (F3P) schneller fliegen müssen als draußen (F3A)?

11 Figuren in 5 Minuten (F3P) entsprechen ca. 27.3s pro Figur (und da ist die Zeit für das Anklemmen des Akkus noch nicht einmal berücksichtigt), bei F3A sind es 16 bis 17 Figuren in 8 Minuten, also mind. 28.2s pro Figur.

In einer normalen Sporthalle mit knapp 7m Hallenhöhe, Decke und Wänden hat sicher kaum einer Probleme mit der Rahmenzeit. ;)

:) Jürgen
 
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