Mini-LRK, TMM18+3ph Regler schaltet komplett ab

B. de Keyser

Vereinsmitglied
Hallo, bitte bitte Hilfe...

Ich wollte heute einen auf Mini-LRK umgerüsteten Me109G-Parkflyer ausprobieren, zum Glück stellte sich folgender Fehler noch vor dem Abwurf ein, sonst wäre es wohl ein Totalverlust geworden:

Regler durch Gasknüppelbewegung programmiert, ok, Ruder gecheckt, ok, Motor läßt sich zwei dreimal bis Vollgas und zurück regeln, ok, kurz darauf beim Gasgeben vor Abwurf schaltet der Regler komplett inclusive BEC für den Empfänger ab! Nichts geht mehr. Durch Aus/Einschalten am Reglerschalter ist der Regler aber sofort wieder bereit, bis er kurz darauf wieder komplett abschaltet.

Ein ähnliches Verhalten hatte ich vor einiger Zeit schon mal beobachtet, allerdings dachte ich, es läge an einer zu starken Latte, mit der ich damals expermentiert hatte, mit der jetzigen war das bisher in ein paar Testläufen so nicht zu beobachten.

Ich nutze folgende Kombination:

Motor Mini-LRK (den original fertig gebauten von Causemann),
Regler TMM18+3ph für 6-12 Zellen Softwarevers. 2.33, keine verlängerten Drähte,
Akku 7 Zellen Sanyo 350 AAC, voll geladen, zu Hause circa 20-30 Sek. Testlauf mit Messung ok,
leichte Holzlatte 8x6,
bei Volllast werden etwa 4,3 - 4,5A gezogen bei einer Eingangsspannung am Regler von etwa 8,0 V.

Zu Hause ließ sich der Akku noch 3 Minuten lang mit 4A bis runter auf 6 Volt entleeren, also ok.

Woran kann das Verhalten liegen? Ist die Luftschraube noch zu stark für den Motor? Und wieso schaltet der Regler auch das BEC ab?

Kann mir da irgendjemand weiterhelfen?
Für Eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Bernd
 

Marcus M

User
Entweder bricht der Akku so stark ein, dass der Regler komplett abschaltet ( Was ich mir aber nicht vorstellen kann ) Oder er ist einfach kaputt. Wenn BEC auch abschaltet würde ich ihn auf jeden Fall überprüfen lassen !

Marcus
 

B. de Keyser

Vereinsmitglied
Hallo,

Danke schon einmal für die Anregungen.

Ich habe den Akku danach extra zu Hause mit dem PPI II und PC mit 4A restentladen. Es waren noch 3:15 Minuten bis zur 5,5V-Grenze, also das, was ich vom Akku auch noch erwartet habe. Es ist auch kein Knick in der Entladekurve (wg. defekter Zelle) zu sehen. Zwei nachfolgende Ladungen (1A) /Entladungen (4A) ergaben jeweils die gleiche Zeit von 4:30 bis runter auf 5,5V.
Spitzeneinbrüche kann ich so natürlich nicht simulieren, erscheint mir nach den obigen Werten aber eher unwahrscheinlich.

Auch die Servos sind m.E. nach freigängig (2 Querruder- und ein Höhenruderservo), jeweils von der 6g-Klasse. Bisher ist dieses Modell mit einem normalen 280er Motor, Getriebe Pibros c. 1:4 mit Dreiblattprop einwandfrei oft und ohne Störungen geflogen, bis halt der 280er-Motor nachließ.

An und für sich ist der Regler auch eine Nummer zu groß dimensioniert (18A statt 5A) und auch noch der mit dem stärkeren BEC als die normalen Regler, halt schon für später gedacht. Dies sollte erst mal der Einstieg in die BL/LRK - Klasse sein.

Das eigenartige ist halt die Art der Abschaltung: langsam Vollgas geben, langsam auf Null, wieder langsam Volldas, wieder langsam aus, bis dahin alles ok. Der Motor wird einwandfrei sauber geregelt. Beim nochmaligen Gasgeben hat der Regler dann komplett ausgeschaltet (bereits ab der Nullstellung).

Ich werde auf alle Fälle morgen mal den Verkäufer antelefonieren.

Mit freundlichen Grüßen (hoffentlich ist das Problem bis zum SBF behoben)

Bernd
 
Hallo Bernd,

ich hatte exakt das gleiche Phänomen.
Während meiner „Prüfstandstest“ zur Antriebskonfiguration für meinen EPP-Eurofighter hatte ich mit einem „model motors 25e+3ph“ (der ist, glaube ich, baugleich mit dem TMM18+3ph) und einem Axi 2808/16 auch solche sporadischen Totalabschalter.
Ich wollte schon den nagelneuen Controller an den Händler zurückgeben.

Nach einigen Tests kam ich dann darauf, dass die von mir für die „fliegende“ Testverkabelung verwendeten billigen Prüfkabel nur sehr „windig“ an die Krokoklemmen gequetscht waren.
Nachdem ich die Stecker mit den Kabeln verlötet hatte, gab es keine Abschaltungen mehr.

Vielleicht solltest du dein System mal auf „kalte“ Lötstellen untersuchen.

Gruß

KN
 

Michael Schöttner

Vereinsmitglied
Hallo Bernd,
prüf mal, ob der Kondensator auf der Eingangsseite Akku noch fest ist, oder ob er vielleicht ein bisschen aufgeblasen aussieht.

Gruß,
Michael
 

B. de Keyser

Vereinsmitglied
Hallo,

@Michael:
Den beiliegenden Elko habe ich nicht in den Eingangskreis eingelötet. Laut Beschreibung ist dieser nur notwendig bei Betrieb nahe den zulässigen Parametern/längerer Teillast. Der Regler wird in dem vorliegenden Fall mit max 4,5 A weit unter der Spezifikation betrieben. Ansonsten sieht der Regler soweit ok aus.

@Kitt Nevis:
eine kalte Lötstelle wäre eine Möglichkeit, aber ich halte sie hier für eher unwahrscheinlich. Das Abschalten ist immer nach dem Regeln auf Null eingetreten. Eine kalte Lötstelle sollte sich wohl eher während der Vibrationen unter Volllast bemerkbar machen?

Da dies der Einstieg für mich in die BL-Klasse sein soll, habe ich mit derartigen Reglern/Motoren logischerweise noch keine Erfahrung, um hier selber etwas herauszufinden.

Ich habe daher gestern mit dem Verkäufer telefoniert. Ein ähnlich gelagerter Fall ist hier nicht bekannt. Wir haben deshalb vereinbart, daß ich den Regler samt Motor zur Überprüfung einschicke. Da ich denke, daß dort wesentlich bessere Messmöglichkeiten und Erfahrungen vorhanden sind, möchte ich auch nichts vorher an den verschrumpften Steckern ändern.

Für Eure Tips bedanke ich mich herzlich.
Wenn alles geklärt ist, werde ich hier natürlich davon berichten. Vieleicht hilft's dann ma l anderen.

Bernd
 
Original erstellt von B. de Keyser:
Hallo,

Danke schon einmal für die Anregungen.

Ich habe den Akku danach extra zu Hause mit dem PPI II und PC mit 4A restentladen. Es waren noch 3:15 Minuten bis zur 5,5V-Grenze, also das, was ich vom Akku auch noch erwartet habe. Es ist auch kein Knick in der Entladekurve (wg. defekter Zelle) zu sehen. Zwei nachfolgende Ladungen (1A) /Entladungen (4A) ergaben jeweils die gleiche Zeit von 4:30 bis runter auf 5,5V.
Spitzeneinbrüche kann ich so natürlich nicht simulieren, erscheint mir nach den obigen Werten aber eher unwahrscheinlich.

Auch die Servos sind m.E. nach freigängig (2 Querruder- und ein Höhenruderservo), jeweils von der 6g-Klasse. Bisher ist dieses Modell mit einem normalen 280er Motor, Getriebe Pibros c. 1:4 mit Dreiblattprop einwandfrei oft und ohne Störungen geflogen, bis halt der 280er-Motor nachließ.

An und für sich ist der Regler auch eine Nummer zu groß dimensioniert (18A statt 5A) und auch noch der mit dem stärkeren BEC als die normalen Regler, halt schon für später gedacht. Dies sollte erst mal der Einstieg in die BL/LRK - Klasse sein.

Das eigenartige ist halt die Art der Abschaltung: langsam Vollgas geben, langsam auf Null, wieder langsam Volldas, wieder langsam aus, bis dahin alles ok. Der Motor wird einwandfrei sauber geregelt. Beim nochmaligen Gasgeben hat der Regler dann komplett ausgeschaltet (bereits ab der Nullstellung).

Ich werde auf alle Fälle morgen mal den Verkäufer antelefonieren.

Mit freundlichen Grüßen (hoffentlich ist das Problem bis zum SBF behoben)

Bernd
Hallo Bernd,

die meisten 6g Servos saufen unmenschlich viel Strom! Die meisten 6g Servos nehmen einen Blockierstrom von 750mA auf. Das heißt wenn alle 3 Servos gleichzeitig anlaufen fließen 2,25A.
Beim Reversieren aus vollem Lauf fließt übrigens etwa 1,5 mal der Blockierstrom. Diese Ströme treten zwar nur kurzeitig auf, müssen aber vom BEC abgegeben werden können. Also bei BEC immer auf den Blockierstrom der Servos achten!

Gruß,

Ulf
 

B. de Keyser

Vereinsmitglied
Hallo Ulf,

das war mit der Grund für mich, den TMM18+3ph Regler zu nehmen, obwohl der ansonsten für meine Anwendung überdimemnsioniert ist. Dieser Regler liefert etwa das doppelte an BEC-Strom wie z.B. der TMM18-3ph und liegt auch mit den max. 18A Motorstrom fast 4 mal so hoch wie benötigt.

Ich nutze bisher in allen meinen Parkflyern diese Servos mit BEC ohne Probleme, zum Teil auch mit den sehr kleinen (nicht BL) Kontronik-Reglern.

Mein Händler hat inzwischen die Kombination mehrfach getestet, allerdings mit 10 Zellen statt 7, ohne Beanstandung. Vielleicht bricht bei 7X350er doch die Spannung zu sehr ein? Daneben wurde der Prop noch bemängelt bzw. dessen Befestigung. Der war bisher nur fest aufgepreßt, soll dabei dann schon mal durchgeruscht sein, was mir selbst nicht aufgefallen war. Das wäre zu hören durch Geräusche, die der Motor beim Außertrittkommen von sich gibt.

Wenn der Motor/Regler wieder hier ist, werde ich in der Richtung weiterforschen. Auch einen größeren Akku (8x600) habe ich dann parat.

Also erst mal bis dann
Bernd
 

B. de Keyser

Vereinsmitglied
Hallos,

heute ist der Regler und Motor wieder zurückgekommen. Wieder eingebaut und auch schon eine volle Batterieladung (7X350er) durchgetestet. Die Kombination lief einwandfrei. Bevor ich aber damit fliege, werde ich noch einige Ladungen durchprobieren!

Einzige Änderung gegen vorher ist die Befestigung der Luftschraube mit einer Madenschraube statt nur aufgepreßt zu sein. Wenn es daran lag, verwundert es mich schon, daß der Regler, wenn er dadurch außer Tritt kommt, nicht nur den Motor abschaltet, sondern auch das BEC.

Das BEC sollte m.E. nach vom eigentlichen Regler vollkommen unabhängig sein. Das es das nicht ist, sieht man auch daran, daß der Strom für die Servos und den Empfänger erst bereit gestellt wird, wenn man der Regler über den Schalter startet und damit die Programmierung beginnt.

Ist dies bei anderen Reglern auch so realisiert?

Mit freundlichen Grüßen
ein immer noch etwas unsicherer
Bernd
 
Hallo Bernd,

nein, bei anderen Reglern ist das anders geregelt. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Die MGM Lösung gefällt mir persönlich am besten.

Gruß Gerhard
 
komisch kommt mir das schon vor.
ich habe mehrere TMM Regler, aber das das BEC streikte gab es wirklich nie.
Meine Ultimate fliege ich mit nur 6 N3US, auch das funktioniert einwandfrei. Auch sind die 9g und 6g Stromfresser drinnen (3 Stück, Freunde fliegen mit 4 Stück).

Entweder der Regler, der Akku oder dazwischen.

Schau mal ob die Zellen untereinander einen Wackler haben (während des Betriebes kräftig an den Kabeln und zellen rütteln, drücken und quetschen) Das Problem hatte ich mal - ist immer erst nach der Landung aufgetreten, wenn alles gut warm war.

mfg Wolfgang
 

B. de Keyser

Vereinsmitglied
Hallo, seit heute Mittag weiß ich mehr.

Meine bisherigen Tests zu Hause waren alle ohne Probleme. Deshalb hab ich mich heute mit dem Modell raus getraut.

Auf dem Flugplatz dann wieder massive Probleme. Der Regler meldete sich direkt beim Einschalten schon mit einer Folge von Piptönen = Fehler, dann ließ er sich irgendwann doch einschalten. Sobald ich aber näher zum Sender kam (in der einen Hand den Sender, in der anderen das Modell), schaltete er wieder ab, mal mit mal ohne Piptöne. Nach einigem Hin- und Herprobieren ergab sich eine kritische Entfernung / Richtung Modell - Sender, unterhalb der dieses passierte. Dies ist zuhause wohl deshalb nicht aufgetreten, weil ich dort immer mit eingeschobener Antenne getestet hatte.

Ein neuer Test eben in der Wohnung (reinstes Beton) mit voll ausgezogener Antenne ergibt noch ein anderes Fehlerbild: Der Abstand zur Sendeantenne muß noch kleiner sein (1/2 m), dann schaltet alles ab, aber in einer etwas größeren Entfernung (1 m) ist alles wieder richtig eingeschaltet (Motor und Ruder). Vielleicht hätte ich draußen mit dem Modell noch etwas weiter vom Sender weggehen müssen, um wieder eine Reaktion zu haben. Werde das noch überprüfen.

Es liegt also wahrscheinlich daran, daß der Empfänger (Robbe RX600) in ganz nahen Bereich übersteuert. Ich werde jetzt noch andere Empfänger ausprobieren. Aber weiter als Sender vorm Bauch und Modell in der anderen Hand zum Starten geht ja nicht. Eine (aber nicht gute) Art wäre wohl noch, die Sendeantenne beim start noch fast eingeschoben zu haben und erst danach voll auszuziehen.

Zumindest ist damit schon mal der Grund für die Ausfälle eingekreist.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd
(der froh ist, damit endlich weiter zu kommen)
 
Hallo Bernd
das klingt für mich nach einem Empfangsproblem. Sender oder Empfänger. Kontrolliere auch mal Deine Einstellung des Knüppelwegs am Sender. Die MGM-Steller reagieren auch auf die Impulslängen vom übertragenen Signal. Dazu steht auch was in der Anleitung. Dauerpieptöne(Fehler)meldet der Regler auch, wenn z.B. beim einschalten der Gasknüppel nicht ganz in einer Endstellung steht. Aber erst mal rate ich Dir auch zu einem Versuch mit anderen Empfänger.
Gruß Jürgen
 

B. de Keyser

Vereinsmitglied
Hallo Jürgen,

es steht fest, es ist ein Empfängerproblem.

Der Robbe RX600 ist zwar neu, aber der Fehler ist mit ihm reproduzierbar. Empfängerantenne in die Nähe der Senderantenne = Regler schaltet ab.

Das Fehlerbild ist nicht mit einem ausgeschalteten Sender zu vergleichen, hier zittern die Servos wild, Motor arbeitet unregelmäßig, regelt sich aber c. 3 Sekunden nach Wiedereinschalten des Senders ein.

Test mit Empfänger ACT Micro 6 und ACT 4uP: Empfängerantenne berührt sogar Senderantenne oder Antennen dabei angefaßt - keine Regler-Probleme, Servos/Motorregler arbeiten!

Wenn dann morgen wieder weniger Wind ist als heute Abend, steht der nächste (Erst)-Flug an.

Vielen Dank an Alle für ihre Mühen und Ratschläge. Auf dieses Ergebnis war ich so nicht gefaßt.

Viele Grüße
Bernd
 
Ist ja echt interessant,

und ich dachte meine minderwertigen Prüfkabel wären an meinen gleichen Problemen (meine Antwort vom 24.Februar 2003 in diesem Thread) Schuld gewesen.
Zunächst hatte ich einen Graupner R700 Empfänger verwendet (der sieht dem RX600 von Robbe zumindest optisch ziemlich ähnlich).
Nachdem ich dann die Prüfkabel verlötet hatte, habe ich auf einen Empfänger verzichten können, da ich inzwischen den Motorentester "UniTest" von sm-modellbau verwende.
Ich werde auch noch einmal Vergleichstests mit dem Graupner R700 und einem ACT Empfänger machen und darüber berichten.

Gruß

KN
 
Nee,

bei mir waren es doch die Prüfkabel (Wackler).
Ich kann das Phänomen nicht mehr reproduzieren.

Gruß

KN

[ 15. März 2003, 14:51: Beitrag editiert von: Kitt Nevis ]
 
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