Minimalste Akkuweiche ! Ist das OK so ?

Maden

User gesperrt
Ich habe gerade einen Jet erstanden in dem sich eine simple 5-Zellen "Akkuweiche" befindet. Es handelt sich um zwei (große) Graupner Schalter mit Ladebuchse und jeweils eine Schotky Diode in der Plusleitung. Das war dann bis auf die Spannungskontrolle (mit Mini-mal Speicher) auch schon alles. Was haltet Ihr von dieser "unspektakulären" Lösung ??? Ist das OK/empfehlenswert ? Sind zwei kleine 1000 mAh Akkus.
 

Dieter Wiegandt

Chefmoderator
Teammitglied
Auch wenn kompetente Elektroniker diese Art der Versorgung nicht ganz befürworten:
Ich setze diese Methode seit Jahren in verschiedenen Modellen ein und bin immer gut damit gefahren.
Durch den Spannungsabfall der Sperrdioden kommen nach meiner Kenntnis ungefähr 5,2 - 5,3 Volt beim Servo an. Die Servos laufen etwas besser und werden doch nicht mit zuviel Strom versorgt.
 

bie

Vereinsmitglied
Die geschilderte Konfiguration fliege ich in mehreren Seglern. Bisher keine Probleme...
 

gorg

User
Hi

Funktioniert Tadellos meine Katana 2,48m fliegt schon lange damit und auch die 3,1m bekommt das gleiche in "Grün"
Viel Akkuweichen z.B von Megra-elektronik und U-I-Modelltechnik verwenden dieses Prinzip!
Spannungsabfall je nach Diodentyp zwischen 0,4 und 0,5V absolute Highend Dioden kommen auf ca. 0,15V !
Durch den Spannungsabfall wird auch das Überspannungszittern und das eventuelle Überlasten der Servos verhindert man fliegt dann eben mit "4,5" - "4,8" "Zellen" statt mit 5 !! ;)

Grüße Georg

[ 22. April 2003, 12:27: Beitrag editiert von: gorg ]
 

FlyHein

Vereinsmitglied
Mahlzeit zusammen

ich setze seit Jahren folgende Schaltung ein:



Conrad:
Die Akkuweiche wird anschlussfertig geliefert. Technische Daten: Betriebsspannung 4,8 - 20 V = · Spannungsabfall 0,3 - 0,5 V · Belastbarkeit 2 A, kurzzeitig 5 A.
Die sechsstellige Zahl verweist auf den Conrad-Artikel.

Ich setze allerdings eine andere "Doppel-Schottky-Diode" ein, meine hat einen geringeren Spannungsabfall. Die Diode hab ich einfach auf eine kleine Lochrasterplatine aufgelötet. Diese hat MPX-Hochstromanschlüsse für die beiden 5-Zelligen Akkus und einen Anschluß für den Empfänger.

[ 22. April 2003, 13:38: Beitrag editiert von: FlyHein ]
 

gorg

User
Hi

Fertige und auf Anfrage mit dem Gewünschtem Kabelsystem bekommt man hier: megra-elektronik von 6 - 30A Belastbarkeit!!
Kosten ca. 10-20 Euro je nach Ausführung ( genauen Preis müsste man erfragen )

Grüße
 

Spunki

User
Ja lass es so! - vorausgesetzt Du hast keine Reichweitenprobleme mit laufender Turbine und Deine Servoströme sind nicht allzu hoch ...

Grüße Spunki

PS: wichtig dabei ist eine zweifache Stromeinspeisung in den Empfänger!
 

STErwin

User
Habe selbiges Prinzip in meiner Schlepmaschine:

2 x 5 Zellen 1800 MAh
2 x Schalter Graupner mit Ladebuchse
2 x Schottkidiode in Plus Leitung
2 x Stromkabel zum Empfänger

Es hängen insgesamt 9 Servos dran, daher Dioden für 15 A Dauerbelastbarkeit.

nach dem Prinzip 'keep it simple'

mfg erwin
 

Gerd

User
Hallo Erwin,

verrate mir die 15 A - Type!

Gruß Gerd

[ 05. Mai 2003, 18:20: Beitrag editiert von: Gerd ]
 

X-Men

User
FlyHein schrieb:
Mahlzeit zusammen

ich setze seit Jahren folgende Schaltung ein:



Die sechsstellige Zahl verweist auf den Conrad-Artikel.

Ich setze allerdings eine andere "Doppel-Schottky-Diode" ein, meine hat einen geringeren Spannungsabfall. Die Diode hab ich einfach auf eine kleine Lochrasterplatine aufgelötet. Diese hat MPX-Hochstromanschlüsse für die beiden 5-Zelligen Akkus und einen Anschluß für den Empfänger.

[ 22. April 2003, 13:38: Beitrag editiert von: FlyHein ]
Hallo
kann mir jemand helfen?
Wie wird das angeschlossen mit 2 Schalter?
Kann mir das jemand zeigen?
Ich habe eine + Leitung zum Empfänger und eine zusammengeführte -Leitung von den Schaltern ! Ist das Richtig??
Mfg Andi
 
Hallo,
mach ich genauso.

Als Diode nehme ich 3A Silizuim-Diode, keine Schottky Dioden. Da diese bei 5-zelligen Akkus eine für meine Begriffe zu geringem Spannungsabfall haben. Bei vollen Akku hat man dann deutlich mehr als 6V anliegen, und das vermindert die Lebensdauer des Servos. Die 3A Dioden können auch kurzfristig über 10A, dabei werden Sie nur etwas warm.


Ich denke das dieses Prinzip für alle Normalmodelle okay ist, also alles bis 10 Servos. Wie schon erwähnt verwenden auch die Profi Powersystem nur Dioden, dort sind aber manchmal weitere Massnahme zur Entstörung getroffen. Ich denke das der Einsatz der Profi Powersystemen oft unnötig ist und einfachere Lösung meist ausreichen.

Neuerdings verwende ich den ACT Schalter mit Doppelstromversorgung, dort ist eine Doppel-Schottky Diode eingebaut, so wie im obigen Schaltbild. Diese Weiche betreibe ich nur mit 2x 4-Zellen, da Spannungsabfall unter 0,2 V ist.
 

plinse

User
Moin Hans,

fast volle Zustimmung, nur bin ich mit Aussagen wie "bis 10 Servos" sehr vorsichtig.

Ich bastel gerade an einem Flieger mit 8 Servos auf den klassischen Funktionen rum (4x Quer - Doppeldecker, 2x HR, 1xSR, 1x Gas).

Ich kann da lustig in den Knüppeln rühren, alles "nett", bis ich ins HR greife. Nur dort habe ich digitale Servos. SR mit einem nicht gerade schwächlichen 4421 ist vom Strom her harmlos dagegen! Ich bin gerade am überlegen, wie weit ich den ganzen Spassie separat versorge oder aber eben nicht. Für die ersten Tests steckt das alles noch am Empfänger, wer sich die nämlich mal genau anguckt, der weiß, dass hinter der Steckerleiste + und - gerade mit durchgehenden Leiterbahnen ausgeführt werden und bei weitem an keiner Stelle der gesamte Servostrom geführt werden muss, so man die E-Akkuanschlüsse nur sinnvoll verteilt. Bei mir plane ich V-Kabel an Servo 3 & 6 und die freien Plätze von Servo 9, 10 & Bat damit zu belegen. Das verteilt die Strombelastung recht gleichmäßig. An Servo 3 & 8 hängen die stromfressenden digitalen, deshalb ein V-Kabel wenn überhaupt auch bei denen oder direkt daneben, nicht bei 1, das Gasservo ist so böse nicht ;) . Dessen Strom darf viel eher noch 2 Anschlüsse weit über die Leiterbahnen des Empfängers geführt werden ;) .

Signalverstärker - naja - pro Ausgang ein Servo wird der Empfänger hoffentlich schaffen ;) . Wenn nicht, dürfte nicht SMC20DS drauf stehen. Denke auch, dass die meisten Power-Boxen einfach auf Spatzen gerichtete Kanonen sind ;) . Auch 2 Servos pro Kanal wären kein Problem, denke die wenigsten haben sich mal die Mühe gemacht, die Ströme auf der Signalseite zu messen - sie sind nämlich nicht wirklich relevant - und selbst wenn man diese Signalleitung bei einem Kanal dann noch mit einem Widerstand 4-fach höher belastet, ist das am Scope nicht nachvollziehbar - verglichen mit einem komplett unbelasteten Nachbarkanal einfach nur irrelevant. Nicht alles angebotene muss ein Sicherheitsgewinn sein, schließlich kommen auch die Ausfallwahrscheinlichkeiten der zusätzlichen Bauteile und Lötstellen dazu. Was nicht da ist, kann auch nicht ausfallen! Das vereinfacht die Betrachtung der Ausfallwahrscheinlichkeiten ganz erheblich ;) .
Dies bezieht sich allerdings auf hochwertige Empfänger! Wird aber hoffentlich keiner auf die Idee kommen, einen Indoor- bzw. Einfachempfänger in einem Flieger einzusetzen, wo sich nur ansatzweise die Frage stellt, ob eine Akkuweiche vielleicht Sinn machen könnte.

Sicher sollte ich nicht alle 8 Servos (teils recht starke) alle mit einem Servostecker - am Rande ins "Bat" gesteckt - versorgen. Dann fließt im Empfänger wirklich in einem Bereich der Leiterbahnen der volle Servostrom. Was ich mir aber noch überlegen muss - V-Kabel löten oder alternativ MC24 benutzen - könnte ja auch Servo 3 nach außen verlegen, so dass zwischen den beiden HR-Servos ein Versorgungsstecker sitzt - an den frei gewordenen Steckplatz (Servo 3) käme dann ein weiterer Akkuanschluss, ...
So einfach kann es nämlich auch sein - ohne Mehrkosten und ohne zusätzliche Teile, die ausfallen können ;) .

Wo ich allerdings sicher nicht sparen würde, das wären eben die Dioden. Die müssen die Verlustleistung verheizen, 10A Typen kosten auch kein Geld - verglichen mit dem Rest. Vor allem wenn das ganze eine Redundanz schaffen soll, muss ja auch eine Diode in der Lage sein, den ganzen Flieger zu versorgen!
Und solange es für die Geschichten mit den Überspannungen wegen nicht möglicher Rückspeisung in den Akku nichts neues bei rauskommt, werde ich bei Dioden immer ein paar dicke Elkos hier und da platzieren, wo es sich gerade anbietet. Da sind die Threads von Eberhard Mauk ganz interessant zu. Damit hätte ich 2 Akkus, 2 Dioden und 2-3 dicke Elkos. Das ist bezogen auf potenziell ausfallende, zusätzliche Bauelemente wesendlich weniger als eine Signalaufbereitung (die meiner Meinung nach keiner braucht) für jeden einzelnen Kanal!

So etwas , speziell der Optokoppler in Post 13 wird halt dann interessant, wenn man einen BEC-Steller ohne BEC als Opto-Steller betreiben will, nicht aber einen neuen Steller kaufen will. Ansonsten sehe ich viele neue Bauteile und Lötstellen. Wer sich industriell mit Lötstellen befasst, bekommt da einfach nur kalte Füße, wenn das pauschal - ohne Sinn und Verstand - auf jeden Kanal drauf kommt, egal ob man es braucht oder nicht.
 
hallo eike,
hab grad katze auf dem arm.
hast wirklich schön beschrieben das thema.
was ich noch anders machen würde, wäre im sinne deiner verteilung, das schaltbild der diode, auf 2 getrennte dioden pro pack und 2 kabel und wenigstens 2 stecker bis in den empfänger. das eine kabel und der eine stecker an einer diode gefällt mir gar nicht.
nur um 5 eu zu sparen, is das käse

gruß
eberhard
 

plinse

User
Moin Eberhard,

in der Weiche würde ich die beiden Akkus zusammenführen - das hier verwende Schaltbild hat hinter der Weiche auch nur noch 1 +/- . Die Schalter kommen akkuseitig noch vor die Dioden. Hinter den Dioden die Elkos und die Leitungen - nun ja, in dem Flieger sind original Graupnerschalterkabel verbaut. Die Schalter werde ich auch weiter verwenden, da sie außen sichtbar sind, Blenden, ... aber die Kabel fliegen raus - Scheiss Klingeldraht. Bei meinen neuen Boxen waren so "Alibi-Kabel" dabei (380W Boxen ;) :D ). Die werden später bis an den Empfänger laufen, dafür reichen sie allemal. Ob einfach oder doppelt ist da denke ich nebensächlich, wieder interessant wird sein, über sinnvoll verteilte Zuleitungen die Wege des Stromes im Empfänger kurz zu halten.

Habe gerade noch mal rumprobiert und habe das Gefühl, dass Kanal 9&10 verlangsamt bei SPCM übertragen werden - da war mal was...

Somit wird es das V-Kabel bei Kanal 3 werden (fängt quasi den Strom des einen digitalen Servos auf und sitzt direkt neben dem starken SR-Servo). Außerdem bleiben dann Steckplatz 9, 10 und Bat für weitere Anschlüsse, direkt daneben auf Kanal 8 sitzt ebenfalls ein stromfressendes digitales. Der Rest ist wegen Doppeldecker alles recht human - die Querruder sind nicht sooo groß und haben alle ein eigenes Servo. Damit wären die Strompfade im Empfänger sehr kurz, die Belstungen abgefangen oder aber gleichmäßig verteilt.

Natürlich werde ich keine Doppeldioden nehmen - wenn Redundanz, dann sicher nicht diese wieder in einem Bauteil zusammenfassen ;) ... oder wie war das mit dem Bock und dem Gärtner ;) ...
Habe hier auch gerade nette, schraubbare Dioden in meinem Fundus ausgebuddelt ;) . Da kommt sicher nichts schwächliches rein, wo ich mir ein realistisches Überlastszenario vorstellen könnte, was die klein bekommt ;) . Gerade bei Dioden ist eine drastische Überdimensionierung billig und mit wenig Gewicht zu bekommen ;) ...

Wo du gerade mitliest - was war noch deine Erfahrung mit den Elkos? 2000µF low ESR?
 
Hallo,
Ihr habt natürlich recht, ich meine 10 Standard Servos. Also z.B. Graupner 507, oder 4041 und keine 12kg Digi Servos.

Übrigens das mit den Leiterbahnen im Empfänger ist nicht das Problem. Das Problem ist die Stromzuführung zum Empfänger, da die Servokabel nur ca. 2 A vertragen. Daher ist es besser mehrere Zuleitungen (z.B. 2) oder sogar V-Kabel zu verwenden. Von Graupner gibt es ein Power Schalter mit integrietem V-Kabel für 2 Servos und dicken Zuleitungen. Auch die Lösung von ACT mit einer Hochstromzuleitung (DDS-10) zum Empfänger ist sehr gut.


Übrigens die Diodenauswahl ist vollkommen unkritisch, die 3A Version vertragen das doppelte bis dreifache an kurzzeitigen Strömen. In unseren Modellen fliessen, auch bei Digi Servos die hohen Strömen nur beim Motoranlauf. Rechnet doch mal aus wie lange ein 2Ah Akku halten würde wenn da 6A Dauerstrom fliessen würde (20Minuten).

Hier meine Ausstattung für meine Mustang mit 2m:
2x5 Zellen je 1000mA mit 3A Dioden
2x Graupner Schalter mit V-Kabel
6 Standard Servos
3 Digi Servos 5kg
Graupner PCM Empfänger

Nach drei Starts muss man 2x 300mA nachladen, also fliesst nur wenig Strom im Mittel.
 
Hallo Eike,
du kriegst das mit deinen Kabeln schon in den Griff, aber bei den meisten anderen, erwarte ich durch die Fibrationen aber eher Kabeldrüche an irgend welchen Steckern Kabeln, Dioden, deshalb rate ich grundsätzlich zu 2 Akkus, 2 Kabeln, 2 Steckern, 2 Dioden, Also ALLES bis in den Empf. mindestens doppelt.

Naja, dachte mal, ich käme mit normalen 2000 ern Elkos aus. Durch die Praxis wurde ich aber eines besseren belehrt. Heute sinds 2 x 10000 er von Emcotec.
Ich such erst gar nimmer bei Reichelt oder beim Connie rum, sondern mach das was funzt.

Jetzt musst du aber meine Anwendung mit berücksichtigen, zwischenzeitlich sind das 7 x HS 5745 MG plus 2 Analoge zwar über die Twin aber die hat auch nur begrenzte Kapazitäten. Deshalb soviel µF. Ohne Twin wären es aber 3 x 10000 µF :D :D

Ich denke mal, das deine 4421 und 2 Digis da eher wenig Probs machen, 2000 er sollten also theoretisch reichen.
Aber Garantieren würde ichs auch nicht. Ähm ich weis ja nicht wie groß dein DD ist, aber warum die 4421, die sind zwar gut, aber das Getriebe is nix gut, das bricht bei Schockbelastung recht schnell, das baugleiche 4621 mit MG is da deutlich besser bzw Getriebebruch ausgeschlossen. Was für HR Servos sind da vorgesehen wenn das alles JR ist, dann reichen dir dir die 2000 wohl.

Gruß
Eberhard
 
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