Mit welcher Lackierpistole lackiert ihr eure Modelle?

Servus,
Will mir jetzt eine eigene Lackierpistole zulegen. Sie ist nur für ein paar Kleinteile ( Motorhauben/Haubenrahmen usw) und mal einen Rumpf hier und da ein bisschen. Wird also nicht oft gebraucht. Soll jetzt kein Gerät für 100€ sein. Habt ihr evtl ein paar Erfahrungsberichte über so manche Marken/Modelle?
Würde mich freuen.

Gruß Dennis
 
Hallo Dennis,
ich benutze schon seit 25 Jahren diese hier, bzw. das Vorgängermodell und bin sehr zufrieden. Wichtig finde ich, vor allem für Kleinteile, die Einstellbarkeit der Farbmenge. Lieber etwas weniger als zuviel einstellen und wenn nötig zweimal drüber. Eventuell reicht dir auch diese ohne Möglichkeit der Luftregulierung.
Was meiner Meinung nach aber viel wichtiger beim Lackieren ist, ist die Erfahrung. Mit der Zeit kriegt man einfach raus welchen Lack, Härter, Verdünner man wann nehmen muss, welche Temperatur man benötigt, wieviel Farbe man auftragen muss usw. usw.. Das Ergebnis wird von Modell zu Modell besser, egal von welchem Hersteller die Spritzpistole ist.
 

Marc25

User
Hallo,

Ich hab ebenfalls eine Sata Minijet HVLP.
Kann nur empfehlen, da ein wenig mehr auszugeben, hat man ein lebenlang!
Gruß
Marc
 

onki

User
Hallo,

Auch ich nutze eine Sata miniJet seit knapp 10 Jahren. Hatte zuerst eine der 30 Euro Klasse und leider war das eine komplette Niete (wer billig kauft...).
Seht es als Lebensanschaffung und behandelt sie dem Preis entsprechend. Daher werde ich meine Pistole auch niemals an jemanden ausleihen, von dem ich nicht überzeugt bin, dass er sie ao wie ich behandelt.
Ich lackiere damit vorzugsweise ganze Rümpfe und sonstige Seglerteile (Haubenrahmen Fahrwerksklappen etc.)
Mitunter findet man auch brauchbare aus 2. Hand in der Bucht.
Habe mir erst vor ein paar Monaten ein 50er Set der aus meiner Sicht ultrapraktischen Sata RPS-Becher besorgt. Das sollte auch noch ein Leben reichen.

Gruß
Onki
 

Robinhood

Vereinsmitglied
Ich gebe es zu: Vor dem Lackieren habe ich total Schiß, besonders aus der Sprühdose. Nasen, Schlieren usw. sind bei mir an der Tagesordnung. Und für eine "richtige" Ausrüstung mit großem Kompressor, Lackiererpistole usw. habe ich einfach zu wenige und vor allem zu kleine Projekte. Luftschrauben weiß lackieren, Kabinenhaubenränder oder mal Servoabdeckungen...Kleinzeugs halt...das ist schon alles, was ich damit machen würde. Gestern habe ich den Stier bei den Hörnern gepackt und meinen 20 Jahre alten Revell Airbrush-Kompressor mit passender Airbrush-Pistole angeworfen. Verdünnter 1K-Buntlack eingefüllt und ran an die Kabinenhaube. Ist sogar richtig gut geworden. Weil ich sparsam mit der Farbe war (kommt auch nur ein Sprühnebelchen raus) und 3x im Abstand von 5min drübergegangen bin. Wenn man wirklich nur sehr wenig macht, langt das Starterset für 25€ (Druckluft aus der Kartusche) aus. Mit Kompressor kostet das Einsteigerset 75€.
 

onki

User
Hallo Robin,

das Schwierigste beim Lackieren ist es, den Impuls zu unterdrücken, nochmal einen Schub drauf zu geben.
Der Rest ist kein Hexenwerk.

Im letzen Winter hab ich einige Modelle optisch in Ordnung gebracht und kleiner Sachen beilackiert usw. Das hab ich in der Werkstatt mit Airbruschpistole und 0,5er Nadel sowie 2K-Lack gemacht. Sicher ist es eine Gedudsarbeit denn die Airbrusch hat nur einen überschaubaren Sprühkegel.
Aber dank meiner Airbrush-Absaugung geht das auch in der "Büro-Werkstatt" ganz gut.
Ich hab einen Werther-Kompressor von der Firma (ausgemustert wegen opt. Schäden) mit Kühlschrankmotor und 20l Speicher (43dBA). Mit dem klappt das prima.
Damit lackiere ich eigentlich nur Revell-Kunststoffmodelle (die bau ich wenn kein Flieger-Projekt ansteht) gaht aber auch für kleiner Flächen. So werde ich vermutlich auch den nächsten Haubenrahmen lackieren.
Der Aufwand (lackieren im provisorischen Lackierraum im Vereinsheim) lohnt sich für kleine Teile nicht. Daher nur größere Dinge (Rümpfe) dort.

Gruß
Onki
 
Habe mir jetzt mal alles von euch durchgelesen😊 Das war genau der Input den ich wollte/brauche. Erfahrungsberichte und ein paar Tips. Ihr seit die besten👍🏻
 

Robinhood

Vereinsmitglied
@onki
Wie sieht Deine Airbrush-Absaugung aus?
 

onki

User

Robinhood

Vereinsmitglied
Danke für den Tipp! 😀
 

Marc25

User
Ich hab mir eine selbst gebaut. Grundplatte aus Holz, drei Plexiglasscheiben und hinten einen Rohrlüfter dran und mit Wellschlauch wird es aus dem Fenster gepustet!
Gruß
Marc
 

softail

User
ne absaugung kann man sich für kleines geld auch aus einer alten dunstabzugshaube bauen. fettfilter entfernen und nur das vlies benutzen. funktioniert 1a
 

Huskydoc

User
Für so eine Absaugung gab es doch vor einiger Zeit einen "Baubericht" in der FMT......
 
Hallo Stefan,
muss Dich leider korrigieren. War im "modellflieger" Ausgabe 05/2020. Hab mir die Ausgabe aus genau dem Grund aufgehoben.

Viele Grüße
Michael
 

Robinhood

Vereinsmitglied
ne absaugung kann man sich für kleines geld auch aus einer alten dunstabzugshaube bauen. fettfilter entfernen und nur das vlies benutzen. funktioniert 1a
Super Tipps!! Ich habe mir gerade eine gebrauchte Abzugshaube für sehr kleines Geld aus ebay Kleinanzeigen geholt. Nur noch einen Abluftschlauch besorgen und Filtervlies für die Montage vor die Metallfilter. Dann habe ich für unter 30€ eine Absauganlage gebaut. Dank der guten Hinweise habe ich viel Geld gespart 😀.
 
Hallo, gutes Neues wünsche ich allerseits.

Mit welchen Kompressoren betreibt ihr denn eine Mini HVLP mit 0,5er Düse?

ich habe vor ein paar Jahren ein Airbrush Set mit 0,3mm Düse und einem Fengda FD-186 Kompressor gekauft und wollte jetzt mit dem Equipment einen Holzflieger komplett lackieren. Weil mir die 0,3mm Düse zu klein war habe ich eine Airbrush Pistole mit 0,5mm Düse gekauft. Ich hätte auch lieber eine Pistole wie die Mini HVLP gekauft, aber viele rieten mir ab weil der Kompressor das nicht schafft. Welche kleinen Kompressoren für den Hobbyraum verwendet ihr mit der Mini HVLP? Und mit welchem Druck sprüht ihr?

Gruß, Holger
 
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