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Modellsuche mit GPS

Modellsuche mit GPS

Vergleich der Systeme

Dominik Andrist

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Bei der Modellsuche zählen immer mehr Modellflieger auf die Hilfe von GPS-Geräten. Es gibt verschiedene Produkte, die benützt werden können. In diesem Artikel geht es um das iCare2 von Frederic Aberlenc aus Frankreich und den PYXIS GPS von Massimo Ursicino aus Italien. Beide Systeme funktionieren sehr ähnlich. Man muss sich mit seinen Modellflugkollegen absprechen, da die Systeme nicht kompatibel sind. Es macht Sinn, dass die Piloten die gemeinsam an die Wettbewerbe reisen dasselbe GPS fliegen, damit man sich unterstützen kann.

Ich besitze momentan beide Systeme. Ich habe nur Gutes zu berichten. Es erleichtert die Suche stark. Vor allem in Kornfeldern kann man viel Zeit gewinnen. Die Genauigkeit der Geräte wird mit 20 m angegeben. In der Realität aber funktionieren sie viel besser, so dass das Suchen kein Problem ist.
Beide GPS-Geräte funktionieren ohne Internet- oder Telefonverbindung. Der GPS-Sender im Modell und das Suchgerät haben jeweils einen GPS-Empfänger. Diese stellen aufgrund der Auswertung der empfangenen GPS-Daten den eigenen Standort fest. Der Sender im Modell sendet über die eingebaute Funkverbindung diese Position an das Suchgerät. Das Suchgerät gibt aufgrund seiner eigenen Positionsbestimmung die Richtung und Entfernung zum Modell an. Die Reichweite am Boden beträgt bei beiden Produkten etwa. 2 km, in der Luft reicht diese bis 10 km oder mehr. Die Position wird alle paar Sekunden aktualisiert.


Sender


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Der iCare2-Sender wiegt 4,8 g, seine Abmessungen betragen 37 x 16 x 6 mm.



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Der PYXIS gps-Sender wiegt 3 g, seine Abmessungen betragen 28 x 5 mm.​


Empfänger

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Anzeigen


Anzeige iCare2

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Der Pfeil zeigt auf den Sender. Die Entfernung zum Gerät wird auf dem Pfeil angezeigt.​

Zusätzliche Informationen werden auf dem Display in Echtzeit angezeigt:
- Sendernummer,
- Akkustand im Modell,
- Höhe über Grund,
- Fluggeschwindigkeit ,
- Qualität des Funkempfangs und des GPS-Empfangs.


Anzeige PYXIS gps

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Der Pfeil zeigt auf den Sender. Die Entfernung wird unten rechts in Meter angegeben.​

Zusätzliche Informationen:
- Sendernummer - unten links,
- Bereitschaft des Senders, Empfänger und Signalstärke.



Unterschiede

Beim iCare2 wird der Sender gesucht und dann verbunden. Dadurch werden alle aktiven Sender in einer Liste angezeigt. Diese ist mittlerweile lang. Es kann beliebig zwischen den Sendern gewechselt werden. Beim PYXIS gps muss der Sender vorher abgespeichert werden. Es können bis zu 20 Sender gespeichert werden. Es kann nur unter diesen gewechselt werden.

Das iCare 2 bietet Zusatzfunktionen, die beim PYXIS gps nicht möglich sind: - Höhenanzeige – Fluggeschwindigkeit – Akkustand. Diese sind meiner Erfahrung zufolge nicht sehr genau. Aber es ist schon beruhigend, wenn man während dem Flug ablesen kann, ob das Modell steigt oder sinkt. Zusätzlich kann man die gespeicherten Flugdaten auf dem PC in 3D auf Google Earth anschauen.

Bei dem PYXIS gps-System kann man auch Punkte abspeichern und so zum Beispiel wieder zum Startplatz zurückfinden.

Bei beiden Systemen muss gut überlegt werden, wie die Batterie angeschlossen wird. Ich habe eine externe Stromversorgung für das GPS. Es kann auch direkt an der Hauptbatterie angeschlossen werden. Die Anschlusskabel sind nicht optimal, darum bauen viele diese um.

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Es werden Gehäuse für den GPS-Sender gebaut, damit dieser fest im Rumpf sitzt und schnell gewechselt werden kann.


Anmerkung

Lucca Aringer liefert Einbausätze mit Verkabelung, um den Austausch von iCare2-Sender im Modell schneller und einfacher zu machen.
Beim iCare2 -Empfänger kann man in der Anzeige auch Karten vom Fluggelände hinterlegen, diese muss man allerdings selber programmieren.


Quellen

https://www.optimaltracking.com/de/content/8-tracker-gps-drohne-modellflugzeug
https://www.facebook.com/Icare2-GPS-tracker-for-drones-and-aeromodelling-138756446183619/
www.ffelectronics.com
www.facebook.com/ffelectronics
Der Beitrag erschien in der Thermiksense 3/2018
 

Kommentare

> Ich habe eine externe Stromversorgung für das GPS.


Eine eigene Stromversorgung würde ich auch dringend empfehlen und diese mechanisch fest mit dem GPS Modul verbinden. Bei den abgestürzten Modelle welche ich gesehen habe, sind meisten die Akkus durch den Aufprall heraus gerissen und die Stromversorgung wurde zum Modell getrennt. Da nützt dann das beste GPS System nichts.
 
Für die JETI users gibt es sonst noch eine einfachere Lösung: Man braucht im Modell einen beliebigen GPS-Sensor der an der Duplex Telemetrie angeschlossen ist, dann die "gps to QR-code" LUA App installieren: https://github.com/nightflyer88/Lua_gpsQRcode
oder per JetiStudio

Bei Modellverlust erzeugt die App dann einen QR-Code mit der letzten bekannten GPS Position, mit dem Smartphone den Code scannen, und Google-Maps öffnet sich mit der Modellposition.
 
Danke für den interessanten "Test" bzw. Vergleich. Eine Frage zu "PYXIS GPS", gibt es dazu einen Link? Ich würde ggf. ein Set mir zulegen, leider finde ich keine entsprechende Homepage oder sonstigen Vertrieb in Netz. :cry:
 

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