Mojo F3F/F3B

olaf 001

User
Ich war auf der Suche nach einem neuen F3B/Hangflieger, dabei bin ich auf den Mojo gestoßen, nachdem ich mir den Text zur Entwicklung des Mojo durchgelesen hatte war mir klar, ich will einen haben :-)


Zum Hersteller:
Der Entwickler Alex Hoektra (NL) vom Mojo ist in der F3K, F3J und F5J Szene sehr bekannt.
In den 90er Jahren ist er F3B geflogen. Alex war der erste F3J Europameister (1997). Er hat viele Jahre aktiv F3K geflogen, auch bei F3K war er einer der besten Piloten auf der Welt. Er hat den Twister1,2,3 und die Tweagel reihe entwickelt, auch der EL-Nino F5J kommt von ihm.

Homepage:

Er hatte einen B-waren Mojo Auflager in meiner gewünschten Version (F3F HARTSCHALE), also schnell bestellt nach ein paar Tagen war der Mojo bei mir auf dem Bautisch, der Bau ging super einfach und schnell von der Hand, weil alles sehr gut vorbereite war, Kabelbaum in der Fläche installiert, Ausschnitte fürs IDS von Servorahmen.de hat er schon gemacht, Servobrett lag bei mit Ausfräsungen für 12mm Servos, CFK- Stangen für V-Leitwerk waren schon fertig verbaut


Ich hatte noch nie so einen dünnen Rumpf gesehen und dieser ist trotzdem sehr stabil und biegungssteif, aber auch die Fläche setzt sich von den anderen Fliegern am Markt ab...


Verbaut habe ich:
- 2s Lilion 2900mah Hacker
- Zepsus Magnetschalter
- Jeti REX7
- 2x KST X12-508
- 4x KST X10mini
- 4x IDS von Servorahmen.de

Mehr muss nicht bestellt werden, alle benötigten Kleinteile liegt beim Bausatz bei.


Letztes Wochenende bei wenig Wind den Erstflug gemacht, erster Eindruck ist sehr positiv, er hält die Geschwindigkeit deutlich besser als mein PP2, vom Handling war er sehr einfach zu fliegen. Das Setup von Alex passen auf Anhieb.
Weitere Tests stehen noch aus wie z.b. Windenstart und Thermik fliegen in der Ebene, am Hang fliegt er sehr gutmütig in der Thermik und steigt sehr gut, also sollte es in der ebene nicht anders sein.


Bilder vom Flieger werde ich morgen oder in den nächsten Tagen machen, aber schon mal ein kleines Video vom Erstflug Tag.



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RetoF3X

User
Freut mich das Alex ein F3B Model entworfen hat! Ich habe ihn an der F3B WM in Holland in 2015 getroffen, und wie er auf der Homepage schreibt, hat die WM ihn dazu angetrieben, wieder etwas fuer F3B zu machen. Es gab in der Tat einige super spannende Streckenfluege und knifflig Starts bei viel Seitenwind. Da gab es einiges an Drama und auch tolles taktieren zum Beobachten. Das hat anscheinend einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen, und er hat ja auch von den Beobachtungen einiges in das Design einfliessen lassen.

Ein wettkampf-faehiges F3B Modell zu entwickeln ist extrem schwierig (es muss in sechs Disziplinen voll abliefern, Thermik, Distanz, Speed und Start, Start, Start), und es ist schwer den richtigen Kompromis zu treffen (Auslegung zu auftriebslastig, dann im Speed maessig oder zu speedlastig, dann aber zu wenig Hochstartleistung, usw).

Nimmt mich wunder, wie der Mojo sich schlagen wird.

Bitte weiter berichten.

Viele Gruesse: Reto

Ist der Rumpf wirklich so duenn? Pike Precision 2, Pitbull 2 und FSV-VI sind ja schon ziemlich duerr?
 

olaf 001

User
Ja Reto der Rumpf ist wirklich nochmal deutlich dünner wie der vom Pike Precision2. Hätte ich auch nicht geglaubt das da noch viel geht.

Habe den PP2 als Vergleich daneben gelegt, auf den Bilder sieht man den unterschied nicht so deutlich, wie wenn man beide in der Hand hat.

Ich glaube nicht das ich nächstes Jahr Zeit finde nochmal F3B zu fliegen, wenn dann Kirchheim Open... bin aber auch kein F3B Profi, mir geht es mehr um Spaß fliegen.

Das finish vom Sichtcarbon auf der Unterseite ist super 🤩.

Wie gesagt mein MOJO ist B-ware !!! Es gibt ein paar kleinere Fehler, die man auf den Bildern sieht.
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Arne

User
Moin zusammen,

sehe interessanter Flieger, bin gespannt mehr zu hören. Deutlich bessere Fahrterhaltung als ein PP2 ist ja mal ein Ort denn der dürfte grad ganz oben mitspielen.
F3B und F3F Versionen beide in Hartschale? Das ist mal interessant oder habe ich das mißverstanden? Was wiegt deine Version, was macht die Steifigkeit der Bauteile für einen Eindruck?

Gruß Arne
 

olaf 001

User
Meine Fläche und Rumpf ist sehr robust und Steif und aufjedenfall Alltagstauglich.
Leitwerke sind natürlich so leicht wie möglich gebaut.

Ich habe eine F3F Version, meiner wiegt RTF 2090gr.

Hartschale steht bei beiden bei also sollten auch beide so gebaut sein.
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JSI

User
Ein sehr interessantes Konzept, wobei der Flächeninhalt von 52dm2 deutlich unter dem F3B Durchschnitt ist.

Grüße Josef
 

Chrima

User
Weniger Flächeinhalt käme mir entgegen und die Flügelgeometrie gefällt mir auch sehr gut, aber mit dem Rumpf könnte ich nicht leben. Auch wenn der "B-ware"-Preis heiss ist. Kleiner Rumpfquerschnitt und ästhetisch gibts noch immer nur ein Modell.

Gruss
Christian
 

Tern

User
Finde es immer Klasse, das alte Sachen hinterfragt werden und Neues probiert wird.
Aus F3F Sicht interessiert mich hierbei:
-wie sich der dünne Rumpf bei den nicht immer guten Landebedingungen schlägt, besonders bei >4kg Gewicht.
-ob die Querruder ausreichend torsionssteif sind
-Die Querruderwirkung ausreichend gross ist für modernes F3F, bei dem extrem schnell zurückgedreht werden muss.
-ob die kleine Fläche der Querruder Einfluss auf die Bremsleistung beim Butterfly hat.
In jedem Fall spannend.
Wünsche viel Erfolg mit dem Flieger.
Gruss
Markus
 

olaf 001

User
Hallo Markus

- denke das der hält, PP2,PB2 und FS6 Rümpfe halten ja auch (da gab es die Diskussion auch schon 😀 ), klar ist der nochmal dünner sehe da kein Problem. ich mag den Rumpf, wenn man Angst hat legt Alex bestimmt noch mehr Material rein.
- QR sind torsionssteif, warum auch nicht?
- Video zeigt das er ausreichend wendig ist, ist mindestens genauso wendig wie der PP2, bin noch nie F3F geflogen, du Markus?
- gibt im Video 2 Landungen ,Bremst super bei kaum Wind. Querruder hat in meinen Augen wenig mit Bremswirkung zu tun, zu viel QR ist negativ beim Landen, dann schaukelt sich der Flieger auf, fahre QR bei allen Flieger max 2-4mm nach oben.


Gruß
Olaf
 
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Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo,

unser Biest hat ja in etwa den selben Flächeninhalt. Bei F3F ist es noch o.k. aber in F3B gibt es schon Probleme.

Vor allem die Windeninkompatibilität mit Modellen mit mehr Flächeninhalt, das Biest will da einfach dünnere Seile, um die gleichen Höhen rauszuholen. Also brucht amn eigene Winden für so ein kleines Modell. Und sobald Rückwindstartes angesagt sind bekommt man trotzdem Höhenprobleme oder muss leichter starten, was im Strecken- und Speedflug Punkte kostet. Die ehteigen F3B-Modelle mit rund 60dm² Flügelinhalt sind eben ziemlich perfekt auf die zulässige Windenleistung angepasst, so meine Schlussfolgerung aus unseren Erfahrungen.

Hans
 

RetoF3X

User
Hallo Hans,

Wir hatten an der WM 2017 im US team Pitbull (54qdm) und Freestyler V (57 qdm) geflogen*.
Das ging eigentlich sehr gut mit dem Pitbull, aber ja, man musste die Winden und die Seile entsprechend auswaehlen, und man fliegt in absoluten Gewicht etwas leichter.

Es gibt die "kleine Modell-Theorie" in F3B die besagt das bei gegebener Windenleistung mit einem kleineren Modell bei schwachen Bedingungen mehr im Speedflug herausgeholt werden kann (da das kleine Modell in absoluter Masse leichter geflogen werden kann). Dies wurde mehrfach mit dem Shocker (Herrig design) gezeigt, welcher mir positiv an der Eurotour aufgefallen war.

Wie klein man den Flieger nun machen kann, bevor man wirklich zu duenne Seile braucht und die Re-zahlen auch zu klein werden, muss natuerlich auch herausgefunden werden. Nach meiner Meinung hat der Pitbull und der Shocker in F3B sehr gut funktionniert. Ein anderes Beispiel war die Caldera, auch ein eher kleines Modell mit welchem Dieter Perlick auch erfolgreich F3B geflogen ist. Vielleicht ist das Biest die untere Grenze wo die kleine Modell Theorie an die Grenzen kommt?

Wie es mit dem Mojo sein wird, wird sich zeigen. Was aber sehr gut passen koennte ist F3G. Da sollte man nach meiner Meinung ein kleines Modell fliegen, so dass die 350Wmin in mehr Hoehe resultieren, verglichen mit groesseren Modellen (das kleine Modell kann relativ leichter geflogen werden fuer Speed und Strecke).

viele Gruesse:
Reto

*Ich wollte urspruenglich Pike Precision fliegen (~60qdm), da aber meine Teamkollegen die kleineren (e.g. der Pitbull) einsetzen wollten, habe ich dann davon abgesehen. Mit dem Precision haette ich zuviele Seilrisse gehabt mit dem Windensetup fuer den Pitbull.
 
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olaf 001

User
Hallo Hans und Reto,

Ja da bin auch gespannt drauf, wie er im Hochstart geht, dass ist leider erst möglich wenn der Flugplatz wieder betreten werden darf, was F3B angeht habe ich aber auch zu wenig Ahnung, bin nur als Rookie 2019 mitgeflogen.

Stimmt bei F3G könnte man in Zeit- /Speed- und Streckenflug ca. 200gr. leichter Fliegen zum PP2 für die gleiche Flächenbelastung.

Für mich ist der Mojo auch als Hang und Spaßflieger gedacht.
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo Reto,
die Caldera 2003 von Dieter Perlick musste mit 0,1mm weniger Seildurchmesser gestartet werden. Das Biest kann profilbedingt sehr viel Druck aufbauen, aber zu Shooter oder Target fehlten bei gleichem Seil immer 15-30 Meter. Wollte ich das mit noch mehr Druck ausgleichen, ging das von 5 Mal 4 mal gut und einmal gab es kurz nach dem Start einen Strömungsabriß, speziell wenn es etwas böig war oder eben bei Rückenwind. Was nie ganz klar war, ob der Abriß am Leitwerk oder am Flügelauftrat. Da sonst das Biest absolut unkritisch war und man Strömungsabrisse außer an der Winde nur am Leitwerk mit großen Ausschlägen provozieren konnte, will ich nicht ausschlißen, dass es am Leitwerk war, aber ein sicherer und hoher Hochstart ist für F3B eben das A und O.

Und im Speedflug ist die Hochstathöhe meiner Beobachtungen nach Ausschlaggebender als das Modell, zumindest bei den guten Piloten und den bewährten Modellen.

Hans
 

Tern

User
- QR sind torsionssteif, warum auch nicht?
- Video zeigt das er ausreichend wendig ist, ist mindestens genauso wendig wie der PP2, bin noch nie F3F geflogen, du Markus?
- gibt im Video 2 Landungen ,Bremst super bei kaum Wind. Querruder hat in meinen Augen wenig mit Bremswirkung zu tun, zu viel QR ist negativ beim Landen, dann schaukelt sich der Flieger auf, fahre QR bei allen Flieger max 2-4mm nach oben.
-Die Querruder haben bei dieser Konfiguration aussen kleinere Steghöhen. Das hat einen Einfluss auf das Torsionsträgheismoment.
-Bei einem F3F Wettbewerb habe ich schon mal mitgeflogen.
-Das Bremsen bei F3F passiert manchmal im Lee und bei 4+ kg. Dann ist man froh, um alle geeigneten Bremsklappen. Und um eine entsprechende Wirkung dieser. Zu kleine Ausschläge führen dann zu flachen Anflügen mit entsprechendem Bruch-Risiko.

Freue mich auf jeden Fall mal einen Mojo live zu sehen.
Der Flieger gefällt mir !
Gruss
Markus
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo,

das Leitwerk vom Biest haben wir aus den gleichen Überlegungen auch etwas größer gehalten und mit Profilen mit steilem Auftriebsanstieg bei niedrigen Auftriebsbeitwerten ausgestattet und den Widerstandszuwachs durch dünne Profile versucht klein zu halten, also anscheinend die gleichen übelrgeunegn angestellt. Das Leitwerk wirkt sich vor allem im Langsamflug positiv aus. Im Schnellflug spüre zumindest ich keine Unterschiede mehr, schwänzeln aus der Wende ist aber kaum zu sehen. Bin gepannt wie die Erfahrung beim Mojo sind.

Hans
 

RetoF3X

User
Hallo Hans,

Danke fuer Deine Erfahrungen. Wir haben viel Hoehen geloggt, und wir haetten nicht die Modelle an der WM geflogen, wenn wir in einem Nachteil gewesen waeren (zu groesseren Modellen wie Pike Precision). Thomas Kiesling z.B. kam konsistent hoeher als mit seinem vorherigen Modell und wir haben viel in unterschiedlichen Bedingungen (auch Rueckenwind) trainiert. Wie gesagt, das brauchte auch einen angepassten Windensetup, der dann nicht kompatibel mit den grossen Fliegern ist.

Was ich sagen wollte ist dass man auch mit kleinen Modellen um 54qdm (z.B. Pitbull und Fosa) sehr gut F3B fliegen kann. Andreas Boehlen wurde mit dem Fosa dritter in den Niederlanden, nachdem er an der vorhergehenden WM den groesseren Fosa Lift auch erfolgreich geflogen war*. In meinen bescheidenen Haenden ging es mit dem kleineren Pitbull klar besser im Speed bei schwachen Bedingungen als mit den groesseren Modellen die ich vorher hatte.

Daher bin ich auch gespannt, ob es aufgeht mit dem Mojo. Klar, da ging etliches anderes in die Auslegung hinein, was entscheidend sein wird ob es in F3B funzt oder nicht. Aber das Modell ist nochmals eine Ecke kleiner als was ueblich ist:).

viele Gruesse:
Reto

* klar, Top Piloten holen aus jedem Modell das maximum heraus. Aber es ist trotzdem interessant wie Andreas soviele verschiedene Modelle (und auch verschiedene Ansaetze im Design) an die Spitze fliegen kann.
 
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Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo Reto,

ich fand den Target und Energija z.B. einfacher am Seil als unser Biest, aber
- bin ich kein guter Pilot in F3B
- waren die Einstellungen des Target und der Energija die Werte, die von eine guten Piloten erflogen wurden
- die Biest-Einstellwerte nur vom mir erflogen.

Und damit sind wir beim eigentlichen Problem: Man braucht ein erfahrene F3B-Piloten um das Potential wirklich vergleichen zu können. Da hattet ihr mit Andreas natrülich die bestmögliche Benchmark.

Hans
 
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