Monsoon von Sascha Fliegener, Onlinebau-Bildbericht

Baubericht zum Monsoon von Sascha Fliegener

Einleitung

Der >>Monsoon<< ist ein wettbewerbsfähiges F3A - Indoormodell, mit dem schon einige hervorragende Platzierungen auf Wettbewerben erflogen worden sind. Ausgelegt für exaktes Fliegen, sowohl in- als auch bei mäßigem Wind outdoor. Der Monsoon besticht durch neutrales Flugverhalten, z.B. durch exakts Einrasten und Stoppen bei Rollen. Durch den langen Hebelarm ergibt sich ein sehr ruhiges Flugbild. Alle gängigen 3D Flugfiguren sind fliegbar.
Das Modell ist serienmäßig mit einer schwimmenden Flächensteckung und einer Motoraufhängung mit stufenloser Sturz- u. Seitenzugeinstellung ausgestattet. Ebenso ist ein CFK-verstärkts Fahrwerk im Bausatz enthalten.




Technische Daten

Spannweite: 970 mm
Länge über alles: 970 mm
Profil: Strak NACA 0012 - 0015 mod.
EWD: 0°
Gewicht: ca. 220 - 300 g, je nach Komponenten

Antrieb: mindestens 300-400 g Schub
Luftschraube: 8 x 4,3 - 10.5 x 5 ",
Akku: 2 - 3 Zellen Lipoly 350 - 700 mAh, z.B. KOKAM / ETEC

[ 24. April 2004, 17:55: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
 
Inhaltsverzeichnis

  • 1. Baukasteninhalt S.1
  • 2. Vorgesehene Ausstattungskomponenten S.1
  • 3. Einbau der Motoraufhängung S.1
  • 4. Fahrewrksaufnahme S.1
  • 5. Leitwerkseinbau S.1
  • 6. Flächensteckung S.1
  • 7.Querruderanlenkung und Anschlagen der Querruder S.2
  • 8. Lackierung S.2
  • 9.Restarbeiten S.2
  • 10. Der flugfertige Monsoon S.2
  • 11. Technische Daten S.2
  • 12. Erstflug S.2
  • Zusammenfassung S.2

[ 03. September 2004, 21:57: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
 
1. Baukasteninhalt

Der aus Depronhalbschalen gefertigte Rumpf



Die 17 seitige, mit vielen Bildern und Zeichnungen ergänzte Bauanleitung, beschreibt den Bau des Modells in einzelnen Bauschritten sehr ausführlich.

Die aus geformten Depronhalbschalen fertig zusammengeklebte Flächehälfte mit Profil: Strak NACA 0012/0015 mod.



Die Leitwerke



Gefräste Sperrholzteile und ein vollständiger Kleinteilesatz enthalten alle zum Bau des Modells benötigten Teile.



Der Kleinteilesatz enthält viele hochwertige Bauteile aus CFK und GFK, z.B Kohlerechteckprofile für die Verstärkung der Flächensteckung, 6 mm Kohlerohr zur Aufhängung des Motors, cnc-gefräster Winkelverstärker für das CFK - Fahrwerk.



und einige Depronformteile



[ 18. April 2004, 12:24: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
 
2. Vorgesehene Austattungskomponenten



Motor: >>Mfly<< 290-05-28 L für 3 Lipolyzellen
Akku: 3s1p Kokam 360 HD
Luftschraube: APC 9x4,7 Slowfly
Steller: MGM 1210-3 PL
Servos: >>Dymond<< D 54 JR
Empfänger: Jeti Rex 5 Plus

Messungen mit dem Mfly 290-05-28 L





Mfly 290-05-28L

LS immer GWS 8x4,3; Datenreihenfolge: Spannung in V Strom in A, Leistung in W, Drehzahl in 1/min, Standschub in g, Quotient Standschub/Aufnahmeleistung in g/W.

10,2 V; 6,2 A; 62 W; 8263 /min; 416 g; 6,7 g/W

Teillastmessung für 200 g

6,85V; 3,3 A; 22 W; 5804 /min; 200 g; 9,1 g/W.

10,2V ; 2,3A; 23,5 W; 5777 1/min; 200 g; 8,5 g/W

Hier noch ein paar interessante Meßwerte mit 200 g Standschub im Teillastbetrieb:

290-05-28L:

10,2V; 2,3A; 23,5 W; 8,5 g/W; 5777 1/min; Teillast GWS 8x4,3"

10,2V; 2,8A; 28,6 W; 7 g/W; 4820 1/min; Teillast APC 8x3,8"

10,2V; 2,1A; 21,4 W; 9,3 g/W; 4649 1/min; Teillast APC 9x4,7"

10,2V; 1,9A; 19,4 W; 10,3 g/W 3003 1/min; Teillast APC 11x4,7"

Die 9x4,7 ist eine der besten Luftschrauben für den Mfly 290-05-28 L. Mit Vollgas fließen 8,5A bei 530g Schub. Mit der 11x4,7 fließen 12A bei fast 700g. Auch das hält der 290-05-28 problemlos bei entsprechender Kühlung im Flug aus.
Deshalb kann man auch den 290-05-24Winder mit 3 Zellen heiß fliegen.



V.l.n.r. Michael Schöttner (Mfly), Gerhard Hanssmann, Jan Schulze-Melling bei Gastgeber Michael Grill.

Link zu >>Wickeln eines M-Fly 290<< (5.11.03; 18.08)

[ 04. Juli 2004, 18:34: Beitrag editiert von: Gerhard Hanssmann ]
 
3. Einbau der Motoraufhängung

Der Vorderteil des Rumpfes wird bei ca. 130 mm von der Vorderkante des Rumpfes aus gemessen, geteilt. Zum Anzeichnen ist ein Papierlineal und ein wasserlöslicher Folienschreiber hilfreich. Die Schnittkante sollte 6 mm vor dem Fahrwerkswiderlager (Loch) und parallel zur Abschlußebene des Rumpfvorderteils sein.



Die Motoraufhängung, mit stufenloser Sturz- u. Seitenzugeinstellung, ist für den Mfly 290-05 vorbereitet. Die Alugewindebuchse des Mfly-Motors wird senkrecht zum vorderen Motorspant eingedreht und mit Sekundenkleber gegen Verdrehen gesichert. Durch die 3 ausreichend dimensionierten Stege im vorderen Motorspant, wird die Aluhülse sicher gestützt und ist zur Motorzugverstellung über den hinteren Motorspant gelenkig genug.



Der 6 mm Kohlerohr wird ebenfalls mit Sekundenkleber in der Hülse festgeklebt. Spiel zwischen Kohlerohr und Aluhülse kann durch Tesaumwickelung ausgeglichen werden.

Wichtig: Das Ende des Kohlerohrs muss 3 mm innerhalb der Aluhülse sein, damit die Motorachse nicht am Kohlerohr aufsitzt.



Hier ist das Prinzip der stufenlosen Sturz- u. Seitenzugeinstellung für den Mfly 290-05 zu erkennen.



Der hintere Mororspant ist nicht symmetrisch. Von hinten nach vorne gesehen, ist die quadratische Aussparung für das Kohlerohr, nach links versetzt.



Der Motor ist über ein 2 mm Goldstecksystem trennbar mit dem Regler verbunden.



Beim Regler sind die 2 mm Stecker rechtwinklig zum Kabel angelötet. So können sie, bei eingebautem Motor, von vorne mit Hilfe einer Pinztte in die Motorbuchsen eingesteckt werden.



Der Motor ist so ohne Lötarbeiten jederzeit aus dem Rumpf leicht auszubauen.

Der vordere Motorspant wird über vier Klebepunkte mit eingedicktem Epoxydharz (Thixotropiermittel) mit dem Rumpf verbunden. Bei der unteren Klebestelle ist zum Ausgleich etwas Depron notwendig.



[ 19. April 2004, 20:14: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
 
Der hintere Motorspant wird an 4 Klebestellen mit Uhu - Por verklebt. Er muss keine Zug- und Druckkräfte aufnehmen, er fixiert die Motorwelle durch den Schieber für die Sturz/Zugverstellung. Hier ist eine lösbare Verklebung vorteilhaft, denn so kann im Bedarfsfall, durch Ausbauen des hinteren Motorspants, der vordere Motorspant ausgewechselt werden.



Bei abgenomener Magnetglocke kann der Mfly-Motor kraftschlüssig auf die Gewindehülse aufgeschraubt werden ( nicht über die Anschlussplatine den Motor festdrehen). Von vorn können die 3 Anschlussstecker des Reglers leicht mit einer Pinzette in die 2 mm Buchsen des Motors eingesteckt werden.



Damit ist der Bau der Motoraufhängung abgeschlossen. Dieser Bauschritt ist in der Bauanleitung ausführlich, Schritt für Schritt, mit mehreren Bildern auf 2 Seiten beschrieben. Daran kann man erkennen, wie vorbildlich die Bauanleitung gestaltet ist.

Diese patentreife Motoraufhängung ist für sauberen Kunstflug unerlässlich, da sie mit einfachsten Handgriffen eine Verstellung der Motorzugachse beim Einfliegen des Modells ermöglicht.
 
4. Fahrwerksaufnahme

Aus sauber gefrästen Sperrholzteilen werden der Drucksteg



und die Fahrwerksaufnahme



zusammengesteckt und mit Sekundenkleber verklebt. An den mit Pfeilen markierten Stellen wird etwas nachgefeilt, damit die 2 mm Kohlefahrwerksbeine exakt an den Kanten der dreieckigen Grundplatte verlaufen.



Die Grundplatte bildet mit dem Fahrwerksspant einen Winkel von ca. 100°, damit das Fahrwerk leicht nach hinten gepfeilt ist und damit besser federn kann (Pfeil zeigt in Flugrichtung).



Die Sperrholzräder mit Radachsenlager aus Bowdebzugaussenrohr



[ 24. April 2004, 19:49: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
 
Die Schlitze für das Höhenleitwerk werden so ausgearbeitet, dass der Rumpf und das Höhenleitwerk symmetrisch zur Hochachse sind. Das Höhenleitwerk dient zum Einpeilen des Drucksteges, der Fahrwerksaufnahme und später der Tragfläche.



Die 4 Widerlager für die Haubenbefestigung und die 2 Lochverstärkungen für die Fahrwerksbeine werden mit dem Rumpf verklebt. Die Lochverstärkungen mittels einer 2 mm Kohlestange mit dem Höhenleitwerk auspeilen. Den Drucksteg ebenfalls mit dem Höhenleitwerk auspeilen und verkleben.



 
Die Fahrwerksbeine und die Radachsen aus 2 mm CFK-Stäben werden auf 210 mm und 22 mm abgelängt und mit einem präzise gefrästen GFK Winkelverstärker mit Sekundenkleber verklebt. Die Klebestellen an den CFK-Stäben aufrauhen.



Die Fahrwerksaufnahme wird mit den Fahrwerksbeinen augerichtet und mit Weissleim am Lochverstärker verleimt und mit Klebeband bis zum Abbinden des Leims fixiert.



Die Fahrwerksbeine werden mit einer dünnen Nylonschnur an 4 Stellen mit der Fahrwerksaufnahme gesichert. Die Radachsen mit einer geringen Vorspur ausrichten und darauf achten, dass das Fahrwerk symmetrisch zum Rumpf ausgerichtet ist. Kontrolle durch Abstandsmessung am Höhenleitwerk zur Unterlage.



Die Nylonschnur wird mit wenig Sekundenkleber benetzt. Das Fahrwerksbein ist nicht auf der ganzen Länge mit der Nut in der Fahrwerksaufnahme verklebt. Im Reparaturfalle ist das ein grosser Vorteil. Ein abgebrochenes CFK-Fahrwerksbein läßt sich so leicht auswechseln.





Die Fahrwerksaufnahme wird über eine Nylonschnur zur Biegeentlastung mit dem Drucksteg verbunden.



Der Drucksteg wird durch eine V-Verstrebung aus leichtem 3x3 mm Balsa abgestützt.



[ 25. April 2004, 19:42: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
 
Die Fahrwerksverkleidung wird mit Uhu - Por mit den Fahrwerksbeinen und dem Rumpf verklebt. Zusätzlich wird u-förmig um das Fahrwerksbein auf beide Seiten der Fahrwerksverkleidung ein Streifen Tesa geklebt.





Durch die Fahrwerksverkleidung erhält die ganze Fahrwerksaufhängung eine beachtliche Stabilität.

Die Räder werden mit einem Tropfen Stabilit gesichert.



Es fehlt noch das Anbringen der Radverkleidung und die Bereifung der Räder durch Schrumpfschlauch.

Der Einbau der Fahrwerksaufnahme ist damit abgeschlossen.
In der Bauanleitung ist dieser Einbau Schritt für Schritt mit 12 Skizzen und Bildern ausführlich und leicht verständlich auf 3 Seiten erkärt.

[ 27. April 2004, 11:22: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
 
5. Leitwerkseinbau

Auf 2 Seiten mit 9 Bildern und Skizzen wird in der Bauanleitung Schritt für Schritt der Einbau der Leitwerke erklärt. Dabei bleiben keine Fragen mehr offen.

Seiten-und Höhenruderdämpfungsflosse werden ausgerichtet und miteinander verklebt.



Beim Seiten - und Höhenruder werden die Ruderhörner eingepasst und verklebt.



Die Ruderhörner an den Seiten der Ruder wie auf den Bildern verbauen, sonst passen später die Servos nicht.



Abweichend zur Bauanleitung werden die Ruder mit Fliesscharnieren angeschlagen. Der Spalt zwischen den Rudern sollte ca. 1 mm betragen.



In den Dämpfungsflossen werden die Fliesscharniere mit Styrosekundenkleber verklebt.

Die Schlitze im Rumpf für die Leitwerke werden so ausgearbeitet, dass sich die Leitwerke zum Rumpf lagerichtig und rechtwinklig zueinander ausrichten lassen.



Die Dämfungsflossen werden ausgerichtet und mit dem Rumpf verklebt.



Der Kabelbaum der >>Dymond D 54 Sub Micro Servo<< (5,4 g; 17,90 €) wird mit 0,3 mm Kupferlackdraht aufgebaut. Die jeweils ca. 70 cm langen Verkabelungen der Servos wiegen zusammen 3 g. Weitere Informationen zum Kabelbaum aus Kupferlackdraht >>hier<<


Für den Mosoon und andere Kleinmodelle gut geeignete Servos sind:

  • Dymond D 44 Servo 4,4 g , 1,1 Kg/cm bei 4,8 V , 0,12 sec , 19 x 7,5 x 15,7mm.( ab 4 Stk 18,90 , ab 10 Stk 17,90 Staufenbiel)
  • Futaba FS 30 pico (baugleich Dymond D 54 Sub-Micro Servo 17,90€ Staufenbiel), 5,5 g, 0,10 s für 45° ca.24 € Höllein
  • HiTec HS 50 (baugleich Lexors Micro 100 Ikarus 29,90 €), 6g, 0,09 s für 60°, ca. 32 € Höllin
Das C 141 hat kein so robustes Getriebe. Der Hersteller verlangt für ein Ersatzgetriebe ca. 7 €.
Futaba oder HiTec Ersatzgetriebe sind deutlich billiger (3 bis 4 €).
Bei den einzelnen Servos gibt es durch die baugleichen Typen enorme Preisunterschied.
>>Ikarus<< >>Staufenbiel<< >>Hoellein<<

[ 07. Mai 2004, 08:41: Beitrag editiert von: Gerhard H ]
 
Der Anschluss des Rudergestänges (1,5 mm Kohlestab) an die Servoruderhebel geschieht über Schrumpfschlauch, der mit dem Heißluftföhn eingeschrumpft wird. Mit etwas Sekundenkleber sichern. Zwischen Ruderhebel und Kohlestab muss ca. 2 mm Abstand sein. Damit sich 45° Ruderausschläge ergeben, muss der Abstand der Kohleschubstange zum Drehpunkt der Rudermaschine ca. 16 mm betragen (lange Ruderhebel verwenden).



Das Höhen - und Seitenrudersevo wird mit montiertem Gestänge mit Uhu-Por in den Rumpf geklebt.

Höhenruderservo auf der rechten Rumpfseite unterhalb der Höhenruderdämpfungsflosse:



Seitenruderservo an der linken Rumpfseitenwand unterhalb der Höhenruderdämpfungsflosse:



Die Fliesscharniere des Höhenruders werden mit Styrosekundenkleber in der Höhenruderdämpfungsflosse befestigt. Um 45 ° Ausschläge zu erreichen, auf einen Spalt von 1 mm achten. Das Höhenrudergestänge wird mit Schrumpfschlauch mit dem Ruderhorn verbunden. Mit der heißen Lötkolbenspitze einschrumpfen und mit Sekundenkleber sichern. Diese Ruderanlenkung ist leicht,absolut spielfrei, kraftschlüssig und leichtgängig.



Das Seitenruder wird anscharniert, das untere Scharnier ist über ein Stück Schrumpfschlauch realisiert.



Das Seitenruderhorn wird mit Schrumpfschlauch mit der Kohleschubstange verbunden. Mit einer heißen Lötkolbenspitze einschrumpfen und mit etwas Sekundenkleber sichern.



Das Anbringen des Hecksporns schließt den Leitwerseinbau ab.





[ 07. Mai 2004, 08:51: Beitrag editiert von: Gerhard H ]
 
6. Flächensteckung

Vor dem Einbau der Flächensteckung ein ganz wichtiger Hinweis: Um die Nasenleiste des Flügels unbedingt einen Streifen Tesa über die gesamte Spannweite kleben. Dieser Streifen verhindert bei großer Belastung ein explosionsartiges Auseinanderspringen der beiden Flächenhalbschalen.



Die Holmzungen und die CFK Holmgurte werden mit Spiritus entfettet und mit Uhu-Por (alle Klebeflächen sorgfälig einstreichen und 10 min ablüften lassen) zusammengeklebt . Den überstehenden Klebstoff wegrubbeln und die Oberfläche der Holmzungen mit feinem Schleifpapier glatt schleifen. Mit Spiritus den Schleifstaub entfernen.



Beide Tragflächen werden von der Länge her aneinander angeglichen. Bei der linken Tragfläche wird die Lage der Holmzunge mit Folienschreiber markiert. Probehalber die rechte Fläche anstecken und die Lage der Holmzunge parallel zur Querachse im Gegenlicht kontrollieren. Im Bereich der Klebeflächen die Flächeninnenschalen mit Spiritus entfetten. Mit Epoxydharz wird die linke Holmzunge in die linke Fläche geklebt, dabei genau auf die in der Bauanleitung angegebenen Klebemarkierungen achten. Übersquellendes Harz an den hinteren Klebekanten muss entfernt werden, damit später die zweite Holmzunge ungehindert an der ersten Holmzunge vorbeigeführt werden kann.


Die Kanten der CFK Holmgurte an der Stirnseite etwas brechen und mit sanftem Druck die erste Probesteckung durchführen.



Die Steckungsbolzen, die Sperrholzteile für die Flächensicherung durch Gummi und die Steckungsstege für die Holmzungenführung werden nach den Angaben in der Bauanleitung positioniert, mit Styrosekundenkleber und Aktivator geheftet und mit Epoxydharz festgeklebt. Da die Flächenoberseite später an die Rumpfkontur angepasst wird, sollte das Sperrholzteil für die Flächensicherung weit genug in der Fläche eingebaut werden.



Linke Flächenhälfte:



Rechte Flächenhälfte:



Nach einigen Probesteckungen läßt die Schwergängigkeit der Flächensteckung nach.



[ 10. Mai 2004, 14:19: Beitrag editiert von: Gerhard H ]
 
Festlegung der EWD

Der nun folgende Bauschritt legt die EWD fest und bestimmt maßgeblich das Flugverhalten des Monsoons. Dieser Bauschritt sollte mit größter Sorgfalt durchgeführt werden.
Über die 4 Steckungsbolzen wird die Fläche mit dem Rumpf verbunden. Die Holmzungen haben keinen Kontakt zum Rumpf, sie "schwimmen" in einer rechteckigen Rumpföffnung, deshalb auch der Name: " schwimmende Flächensteckung".

Es müssen nur 4 Lochverstärkungen für die Steckungsbolzen an der richtigen Stelle verklebt werden. Dazu wird die Nullline vom Höhenleitwerk mit dem Lineal in den Flächenbereich verlängert. Bei einer Messungenauigkeit von +/- 3 mm auf 700 mm Länge, ergibt sich über tan alpha = 3/700 eine Winkelungenauigkeit von nur +/- 0,1°.



Die Löcher im Rumpf für die Steckbolzen müssen von der Nulllinie den gleichen Abstand haben, damit sich eine EWD von 0°ergibt.



An das vorhandene vordere Loch wird die Lochverstärkung an der Rumpfinnenseite mit Weissleim ( verklebt nicht die Kohlesteckbolzen und läßt Zeit zum Ausrichten) geklebt. Das hintere Loch wird so eingemessen (gleicher Abstand zur Nulllinie), dass die EWD 0° beträgt. Der hintere Lochverstärker wird ebenfalls mit Weissleim und unter Zuhilfenahme eines Holzstabes, an den der Lochverstärker mit doppelseitig klebendem Klebeband geheftet ist, geklebt. Nochmals die korrekte Platzierung der Lochverstärker kontrollieren.



Nach dem Trocknen des Weissleims wird die Flächenhälfte entfernt und die Klebestellen der Lochverstärker werden mit etwas Epoxydharz verstärkt.



Ein ca. 30 cm langer 1,5 mm Kohlestab dient zur Platzierung des zweiten vorderen Aufnahmelochs für die Flächensteckung.





Der Kohlestab muss mit dem Höhenleitwerk fluchten und zur Scharnierkante des Höhenruders parallel sein.
Nun werden die Lochverstärker auf der anderen Seite eingebaut.Der vordere Lochverstärker wird mit Weissleim geklebt. Die Nulllinie vom Höhenleitwerk nach vorne übertragen und das hintere Loch für den Flächenbolzen so platzieren, dass der Abstand zur Nulllinie bei beiden Löchern gleich ist . Die hintere Lochverstärkung mit Weissleim und montierten Flächen einkleben. Durch Peilung und Vermessung nochmals die korrekte Lage der Fläche zum Höhenleitwerk und die gleiche EWD beider Flächenhälften kontrollieren.





Nach dem Abbinden des Weissleims werden die Klebestellen der Lochverstärker an den Rändern mit etwas Epoxydharz gesichert.

[ 12. Mai 2004, 12:40: Beitrag editiert von: Gerhard H ]
 
Da die Flügelhälften im Bereich mit starker Rumpfkrümmung anligen, müssen die Oberschalen an die Rumpfform angepasst werden. Messen, anzeichnen , schneiden und schleifen führen hierbei schnell zum Erfolg.



Vorne müssen ca. 5 mm bei der Flächenoberschale abgetrennt werden.



Perfekter Übergang: Rumpfkrümmung-Fläche





Neben der stufenlosen Sturz- und Seitenzugverstellung ist die schwimmende Flächensteckung das zweite technische Highlight des Monsoons. In der Bauanleitung wird der Aufbau der Flächensteckung auf 4 Seiten mit 9 Bildern und Skizzen Schritt für Schritt ausführlichst und verständlich erklärt. Selbst schwierige Bauabschnitte sind mit dieser vorbillichen Bauanleitung zu bewältigen.

[ 27. Juni 2004, 17:24: Beitrag editiert von: Gerhard H ]
 
7. Querruderanlenkung und Anschlagen der Querruder

Die Servos für die Querruder werden auf der Unterseite der Tragflächnhälften in einem "Servoschacht" liegend verdeckt in der Tragfläche eingebaut.
Für das Dymond D 54 Sub Mirco Servo mit 8,3 mm Dicke wird die quadratische Aussparung (3,5 x 3,5 cm) für die Servos auf der Unterseite ausgeschnitten. Die Koordinaten der Eckpunkte sind in cm (14;4,5); (17,5;4,5); (14;8); (17,5;8) in einem Koordinatensystem mit Hinterkante der Tragfläche und Wurzelrippe als Koordinatensystem. Die Servokabel werden mit 22 cm langen Kupferlackdrähten mit 0,3 mm Durchmesser verlängert.



Vor dem Verkleben der Servos und der Servoabdeckung mit Uhu-Por, werden die Servohebel in Neutralposition gebracht und mit Hilfe des Schrumpfschlauchs mit dem Rudergestänge verbunden.





Die Servoabdeckungen werden mit Uhu-Por in die Aussparungen der Fläche geklebt.



Die Scharnierseite des Querruders wird v-förmig angschliffen und mit 4 Schlitzen für die Patentscharniere versehen.





Zwischen die geklebten Halbschalen der Fläche werden ebenfalls 4 Schlitze für die Scharniere geschnitten. Mit Sekundenkleber werden die Klebestellen der beiden Flächenhalbschalen nachgeklebt. Neben den Scharnieren werden die beiden Halbschalen zusätzlich mit etwas Tesa u-förmig umklebt (auf dem Bild rechts neben dem Scharnier), damit sie auch heftige Querruderbelastungen aufnehmen können.



Das angeschlagene Querruder



Nach dem Lackieren, werden die Scharniere mit Styrosekundenkleber gesichert. Der Schlitz sollte für genügend Ruderausschlag ca. 1 mm breit sein.

[ 27. Juni 2004, 18:01: Beitrag editiert von: Gerhard H ]
 
Hallo Gerhard der sieht bis jetzt so farblos aus.
Du mußt dich jetzt intensiv mit der
Farbgebung beschäftigen!
Oder fliegst Du den Monsoon nur im Winter mit der
weißen Tarnfarbe?

Gruß Michael ;)
 
Hallo mein >>Maler- Lackierer- und Schilderbauermeister<< , hast Du die Farbpötte schon bestellt ? :)

8. Lackierung

Die Bauanleitung gibt detaillierte Tipps zum Lackieren von Depron. Weitere Hinweise zum Lackieren von Depron sind auf der
>>Hompage von Sascha Fliegener<<(Tipps, Airbrush) zu finden.





Diese Farbgebung ist schnell und einfach zu realisieren. Die kräftigen Farben und die unterschiedliche Farbgebung auf der Ober- und Unterseite ermöglichen eine gute Fluglagenerkennung.

9. Restarbeiten

Befestigung der Rumpfschnauze

Die Rumpfschnauze wird mit Tesa am Rumpf befestigt. Damit die Lackierung beim Abziehen des Tesas nicht beschädigt wird, sollte um den Rumpfrand jeweils eine Lage Tesa geklebt werden. Die Verklebung des Tesas ist dauerhaft, wenn zuvor mit Uhu-Por grundiert wird (10 min ablüften lassen). Das Klebeband kann ruhig etwas überstehen, eine Rassierklinge schneidet den Überstand sauber ab. Auf diese zwei Tesastreifen wird zum Sichern der Rumpfschnauze auf jeder Rumpfseite ein Streifen Tesa geklebt.



Hochwertiges,25 mm uv-beständiges Klebeband von Scotch 3M.


Motor- und Reglereinbau

Die Rumpfschnauze so abschleiffen, dass die Luftschraube nicht streift. Den Motor ohne Motorgkocke aufschrauben und von Hand gefühlvoll anziehen. Die Motorkabel von vorne mit Hilfe einer Pinzette einstecken.



In den Spinner werden für die Luftschraube Einsparungen geschnitten. Der Spinner wir mit Uhu-Por mit der Luftschraube verklebt. Diese Verklebung läßt sich im Bedarfsfall rückstandsfrei wieder lösen.





Der Regler wir mit doppelseitig klebendem Klebeband gehalten



[ 04. Juli 2004, 17:29: Beitrag editiert von: Gerhard Hanssmann ]
 
Oben Unten