Motor zerlegen

Habe heute versucht meinen kleinen Scorpion von seinem Frontflansch zu befreien. Hab mit dem Heißluftföhn das Teil angefunzt bist es geraucht hat, dann habe ich versucht mit einem Durchschlag die beiden Teile zu trennen. habe den Statzor mit nem Schweißhandschuh gehalten und drauf losgeklopft. Nix geht!! (natürlich auf der Hinterseite)
Sche....!!! Brings nicht auseinander.
Wie macht Ihr das?? Backofen geht auch nix, meine Frau hat da was dagegen. Denke aber, mit dem Föhn wirds auch ganz schön heiß.
LG
Hans
 
Ich mach nix mehr mit Hitze und Kälte, das nervt nur, stinkt, etc...
Die selbe Geschichte mit dem Backofen kenne ich :D
Deshalb steht bei mir ein billiger Pizzaofen im Keller...

Ich lege das Teil ein paar Tage in Aceton ein, dann schraube ich den Motor an ein Aluprofil, klemme das Profil in den Schraubstock, und dreh mit nem Ölfilterschlüssel den Stator einfach runter.... Einfacher gehts nicht. Keine Gewalt notwendig, die billige grüne Iso kann man dann auch noch leicht abfriemeln, und man verbiet keine Bleche.
Es geht sogar bei verstifteten Statoren, einfach hin und her wackeln, und ein bisschen dabei ziehen.

Grüße

Andrej
 
Hallo,
Boh ei, geile Tipps, Danke. Werde ich mal testen.
Wenn jemand noch ne andere Methode anwendet nur her damit, denke ist bestimmt für alle interessant

LG
Hans:):):)
 
Hi,
kommt immer drauf an wie der festgemacht ist.
Die Lösung ihn warm zu machen ist schon nicht schlecht, nur sollte man nur das Eisen warm machen, ich mach das mit einem Heißluftföhn mit vorsicht,
solange bis der Spuckefinger dran zischt, dann entweder zwei lange Schrauben rein, die in den Schraubstock und mit den Brennofen Handschuhe runter drehen oder hin und her drehen mit ziehen.
Man kann auch den Stator dann in den Schraubstock leicht klemmen, nehme dafür Weichholzbacken, dann die Schrauben rein drehen und auf den Sator U-Scheiben legen, wo die Schrauben dann gegen gedrückt werden.
So geht es Stück für Stück.
Eine Andere Möglichkeit wäre, den von innen her warm zu machen, da habe ich mir Heizspulen gebaut, geht auch sehr gut.
Wenn der nicht will und von Außen warm gemacht wurde, mal versuchen einen passende Stahlstab innen rein stecken, so das das Alu schnell abkühlen kann.

Die Aceton Lösung kommt bei mir als aller letzte Lösung in wahrsten sinne des Wortes:D

Mit drauf rumkloppen, gerade auf dem Alu, machst du alles nur schlimmer, das Staucht und geht in die Breite, dann klemmt der richtig fest.

Andere Verfahrensweisen habe ich noch nicht gebraucht.

Viel Spaß und Erfolg wünsche ich

MFG
Dennis
 
Erst vor kurzem ist mir auch so ein kleiner Fiesling unter gekommen, bei dem sich der Stator nicht lösen lassen wollte. Der Motor wurde wie gewohnt, in eine extra dafür gefräste Aluplatte eingespannt, mit dem Heißluftgebläse erhitzt, umwickelt mit 2 Lagen temperaturbeständiger Pappe und mit einer sehr gut passenden Zange versucht abzuziehen. Das Ende vom Lied sah dann so aus.

IMG_2107.jpg

Nagut – Stator ist Schrott – nein ich habe keine Lust die Bleche wieder hinzubiegen. Aber viel schlimmer ist, dass ich genau den gleichen Motor nochmal habe und der auch gewickelt werden muss. Dieser liegt jetzt schon seit etwa 2 Wochen in Aceton und wartet auf eine Art doppeltes Prisma aus Holz…was aber noch gefräst werden muss.
Oder alternative auf so was. Damit habe ich zumindest die Lehner Motoren immer sehr schön öffnen können.

LMT_oeffnen.jpg

Das Problem bei diesem Motor waren gleich 3 Dinge, die vielleicht auch bei Dir der Fall sein können.

1 Trotz Billigmotor wurde der Stator mit einem Mittel befestigt, was ähnlich gut ist wie Loctite 638 und bei Erhitzung nicht so leicht auseinander flutscht wie das Zeug bei vielen anderen preiswerten. (bei Scorpion ist da immer gutes Zeug drin, die gehen nie so ganz leicht auseinander)
Abhilfe: Relativ hoch erhitzen, min 160°

2 Der Stator wurde mit sehr viel Epoxy zugekleckert, das Zeug ist nach unten gelaufen und verklebt den Stator noch zusätzlich mit dem Träger.
Abhilfe: Gutes Epoxy ist resistent gegen Aceton, aber das temperaturfeste in vielen Motoren nicht, einlegen in Aceton kann durchaus helfen….Die grüne Isolation ist dann aber auch weg.

3 Der Stator war regelrecht auf den Träger gepresst, sieht man im Bild an den Schleifspuren.
Abhilfe: Wenn sich der Stator schon ein klein wenig dreht, aber noch nicht abzuziehen ist, kann man ihn etwas abkühlen lassen und ein wenig Aceton zwischen Träger und Stator träufeln. Das wirkt wie ein Gleitmittel - löst die Reste vom Loctite und die Sache wird gleich viel beweglicher. Wieder erhitzen und vorsichtig weiter versuchen, evtl. nochmal wiederholen.

So habe ich den Motor dann auch auseinander bekommen, ohne ihn noch mehr zu vermurksen, aber leider war er vorher schon hin…..jetzt weiß ich wie`s geht und einen Versuch habe ich ja noch :)
 
Moin
Da hat ja jeder so seine Tricks :D

Also Heiß und Klat mach ich nicht mehr, endete meißt in größerem Schaden :D

Aceton würde ich nie nicht nehmen, da ich bei den meisten Motoren nicht weiß was für Iso zwischen Blechen ist, nicht das die sich mit anlößt.

Mein Trick ist noch wieder anders;
Stator mit Träger auf die holzwerkbank (Zewa wegen Kratzer drunter), ein Aluzippel im Ausendurchmesser der inneren Beschichtung auf dem Stator auflegen, auf keinen Fall auf der Beschichtung ! Dick(st)en Hammer, und ein-zweimal richtig draufrummsen. Das ist zwar quasi in die falsche Richtung, aber dadurch löst sich der Kleber, und so einen Rumms bekomme ich in die anderen Richtung nunmal nicht hin. Ich halte dabei den Stator so fest das ich einen Finger am Träger habe, die restlichen am Stator, dann spürt man förmlich wie er sich löst (ein Ruck geht durch den Stapel).

Danach fällt der Stator meist mit kleinen Klöpferchen im Träger schon fast allein ab.

Hier http://lambertus.info/?motor-zerlegen-i-small-hau-ruck-i-small-,34 rechts eine kleine Bilderserie, Beschreibung ist noch nicht fertig (hab se ja hier geschreibselt ;))
 
Ah jetzt ja…das hat einen Moment gedauert bevor ich es verstanden habe :)
Du haust also den Stator erst in Richtung Lagerschild des Trägers, um die Verklebung zu lösen! Danach nimmst Du den Austreibdorn und es reicht den Motor, beim Austreiben des Stators, in der Hand zu halten?...dann darf der Stator aber nicht auf den Träger gepresst worden sein.

Hast Du auf diese Weise auch schon einmal einen Motor gelöst der mit original Loctite 638, oder noch schlimmer, mit Loctite 648 verklebt wurde?
 
Moin Falko

Jupp, ein HK4035 und zwei Align-Motoren die im Ofen mit Endfest verbacken wurden, diese hatte ich mit all den anderen Methoden nicht abbekommen. (Rückläufer, im Feld gestürzt, und Motor nicht ausgeschaltet, und solche Späßchen :D)
 
Also die "normalen" Align und Scorpion Motoren habe ich immer heiss gemacht (Lager schon raus) und dann einen tiefgekühlten Metallbohrer entsprechender Grösse in den Statorträger geschoben und ca.15 Sec. drin gelassen. Das schrumpft den Aluminium Statorträger wieder ohne den Stator selber abzukühlen.
2 kräftige Schläge und er war lose.
Die neuen Scorpions sind leider mit 638 oder 648 verklebt.
Da hilft ne Nacht in Isoprophylalkohol. Das löst den Kleber auf.
 
Hallo Jungs,
werde morgen mal versuchen einen zu zerlegen, berichte dann
Noch ne Frage, wo bekomme ich der Isoprophylalcohol her:confused:

Gruß
Hans:)
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten