Motoreinlauf unter Wasser

Rico

User
Moin zusammen,

als Anfänger in der Elektrofliegerei lese ich gerade einen Artikel in einer Zeitschrift, der mir erklärt, ich solle meinen Speed 400 mit dem Kollektorbereich in Wasser getaucht einlaufen lassen.
"Meinen die das im Ernst? Klar", denke ich "sonst würden die das doch nicht schreiben. Aber frage doch mal im Forum nach", ist mein nächster Gedanke.
Also hier meine Frage:
Wie kann das funktionieren? Wasser und elektrischer Strom sind nicht gerade die besten Freunde...
Hat jemand zur Durchführung noch weitere Tipps?
Funktioniert das auch mit anderen E-Motoren? Bis zu welchem Typ kann man das machen?

Schreibt mir doch bitte alles, was Ihr zu diesem Thema wisst...

Bis dann
Rico
 
Nur für Billigmotoren ohne Kugellager empfohlen.
Du nimmst nen 8 Zeller N500 AR, oder größer, dann mußt du aber dringend auf die Uhr schauen :)

BEcher mit Wasser, Motor direkt anschließen, reinhängen und ca. 3-5 Minuten laufen lassen.

Motor rausnehmen und bei gutem Licht die Kohlen anschauen. Wenn sie gut anliegen, gut trocknen lassen, ein Tröpfchen Öl auf die Lager und gut is.

Wenn die Kohlen noch nicht anliegen, noch mal eintauchen und laufen lassen.

Das Wasser wird schön schwarz, vom Abrieb, gleichzeitig kühlt es den Motor. Wenn du den Motor, wie bei hochwertigen bürstenmotoren empfohlen, bei geringer Spannung und "trocken" einlaufen läßt dauert das mehrere Stunden, so dauerts maximal 5 Minuten.
 

Rico

User
Hallo Jürgen,

der Motor dreht aber schrecklich hoch, wenn ich ihn direkt an den Akku anschließe, richtig?

Ist das Einlaufen dennoch effektiv? Trockenes Einlaufen macht man doch mit runtergeregelter Drehzahl, wenn ich mich nicht irre...

Was ist mit der Kurzschlussgefahr, wenn ich die Kontakte des Motors und somit die des Akkus direkt ins Wasser halte?

Bis dann
Rico
 
Die Methode existiert nicht erst seit gestern. ;)

Durch das Wasser, wird der Motor runter gebremst und wie gesagt kühlt es ja auch.
Im Wasser macht der Strom nix, du mußt nur aufpassen, wenn du mit einer fliegenden Verdrahtung arbeitest, daß es keine Kurzschlüsse gibt. Deswegen immer schön aufpassen und am besten immer dabei bleiben.
 
1. Wenn ihr das macht, achtet darauf dass der Motor komplett unter Wasser ist, keine Kugellager hat und sich das Wasser nicht zu sehr verfärbt.

2. Müsst ihr unbedingt dabei bleiben da der Vorgang u.U. in 1-2 Minuten schon erledigt sein kann. Normal sind etwa 5 Minuten.

3. Lasse ich meine Motoren generell nur an 4-6Zellen einlaufen (endlich hat der doofe Batteriehalter von der Funke eine Aufgabe)
ODER ich löte den Regler ran und drossel die Drehzahl über die Funke.

4. Macht es dem Motor garnichts, wer auf Nummer sicher gehen will nimmt Destiliertes Wasser.

5. Ist gutes trocknen nach dem Bad und ein Tropfen Öl in das Gleitlager mit das A und O.

6. Wer mehr wissen will guckt auf: www.frach.de

7. Wünsche ich viel Spaß :cool:
 

SU31

User
4. Macht es dem Motor garnichts, wer auf Nummer sicher gehen will nimmt Destiliertes Wasser.
mit destiliertem Wasser gehts nicht besser und nicht sicherer. Nach 2 Minuten ist da soviel Kohlestaub drin, da ist es grad egal ob destiliert oder Leitungswasser.

Gruß Walter
 

Rico

User
Moin,

vielen Dank für Eure zahlreichen Beiträge.
Ihr habt mir sehr geholfen.

Hoffentlich kann ich mich mal revangieren...

Bis dann
Rico :p
 

Snoopy

User
Nach zehn Sekunden Motorlaufzeit leitet das destilierte Wsser auch Strom, da das Wasser den Kohlenabrieb aufnimmt. Da kann man auch gleich Leitungswasser nehmen. Der Kriechstrom ist eh zu vernachlässigen.
 

Hanns

User
Hallo Leute,
was macht ihr den für einen Zirkus um einen Motor der nicht einmal 10€ kostest?
Ich baue so einen Motor in den Flieger ein, fliege ihn eine Saison und kauf mir zur nächsten Saison einen Neuen.
Gruß Hanns
 
Das Einlaufen macht man nicht, damit der Motor länger hält, sondern vor allem damit er mehr Leistung abgibt und das Bürstenfeuer geringer wird.

Außerdem kann Zirkus Spaß machen.
 
Das Einlaufen ist nur für die Lebensdauer wichtig !
Mehr Leistung gibt es nicht !
Bei gleichem Prop bleibt die Leistung auch gleich. Zumindest fast. Aber man kann eingelaufene Motoren höher belasten, da der Einbrand am Kollektor nicht so hoch wird (Übergangswiderstand), und dann gibt es mehr Leistung.

Erinnert mich an eine Diskussion um eine Mini Heli der nicht fliegen wollte: Hersteller fragte "ob der Motor eingelaufen wurde" ich "Nö, steht ja nichts in der Anleitung davon" Hersteller: " Das bringt aber mehr Leistung"
Damit hatte er sich um Kopf und Kragen geredet :D
Denn es war ein leichtes , ihm das zu widerlegen, zumal ein Heli der wegen fehlender 1 oder 2 Watt nicht fliegt, eh nichts taugt.
Übrigens kostet dort ein Speed 400 25€ :D

Gruß Frank
 
Hi..

das deckt sich nicht ganz mit meinen Beobachtungen, ich HATTE spürbar mehr Leistung mit einem nass eingelaufenen 400er gegenüber einem Vergleichsmotor aus derselben Charge.
Bei gleicher Spannung (Netzteil) etwa 2% weniger Stromaufnahme, und auch 2% mehr Drehzahl.
(Speed400 6V, Günther Prop, 9.0V stabilisiert).
Vielleicht ist das aber auch noch die Streuung innerhalb der Charge gewesen.

mfg
andi
 
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