Motorsturz/zug bei Deltaflügel

fly-bert

User
Hallo,
ich bau ja gerade im Impellerforum die Arado 581 http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/172402-Arado-580

Habe mir jetzt ein 2. Erprobungsmodell gebaut mit neuem Flügel, durchgehend HM 50 T mit 0° Verwindung. Fliegt im Gleitflug eigentlich so wie ich es mir vorstelle, nur im Kraftflug will der Flieger unbändig nach oben. Was kann die Ursache dafür sein?
Motor ist jetzt vorne, in der Mitte der Rumpfröhre. Wieviel Sturz und Zug braucht der Motor in dieser Anordnung?

Mfg
Herbert
 
Na ja, ich würde sagen nachdem der Antrieb unter dem Flügel sitzt ergibt sich ein Moment, welches die Nase hinaufdrückt.
Entweder die Schubachse hinauf, Richtung Flügel, verlagern.
Oder den Schubvektor etwas nach unten weisen lassen, vielleicht mit einer Düse die nach hinten unten umlenkt.

Grüße
Andi
 
Hi,

ich sehe es genauso wie Andi! Er hat alles erklärt und genau die richtigen Tipps zur Abhilfe gegeben. Noch was zum Verständnis. Du fragst, wieviel Sturz der Motor braucht und merkst an, dass Du ihn vorne eingebaut hast. Ich hoffe, Dir ist bewußt, dass es so gut wie keine Rolle spielt mit wieviel "Sturz" Du Deinen Impeller einbaust. Entscheidend ist der Schubvektor der durch Deine Düse bestimmt wird und eben der Hintergrund, den Andi trefflich beschrieben hat. Mach Dir also mehr Gedanken um den Winkel der Ebene Deiner Austrittsöffnung sprich Düse, als um Deinen Impeller! Teste doch einfach mal unterschiedliche Düsen. Wenn Du einen provisorischen Versuchsträger hast....zwei drei Testdüsen sind doch schnell aus Pappe, Tesa und Heftklammern zusammengetackert und mit Panzerklebeband befestigt. Dann teste einfach mal Andis und meinen Tipp aus und lenke den Schubvektor nach unten ab.

Liebe Grüße
 
Hi,

ich sehe es genauso wie Andi! Er hat alles erklärt und genau die richtigen Tipps zur Abhilfe gegeben. Noch was zum Verständnis. Du fragst, wieviel Sturz der Motor braucht und merkst an, dass Du ihn vorne eingebaut hast. Ich hoffe, Dir ist bewußt, dass es so gut wie keine Rolle spielt mit wieviel "Sturz" Du Deinen Impeller einbaust. Entscheidend ist der Schubvektor der durch Deine Düse bestimmt wird und eben der Hintergrund, den Andi trefflich beschrieben hat. Mach Dir also mehr Gedanken um den Winkel der Ebene Deiner Austrittsöffnung sprich Düse, als um Deinen Impeller! Teste doch einfach mal unterschiedliche Düsen. Wenn Du einen provisorischen Versuchsträger hast....zwei drei Testdüsen sind doch schnell aus Pappe, Tesa und Heftklammern zusammengetackert und mit Panzerklebeband befestigt. Dann teste einfach mal Andis und meinen Tipp aus und lenke den Schubvektor nach unten ab.

Liebe Grüße

Ups, da besteht etwas Erklärungsbedarf von meiner Seite: natürlich habe ich hier keinen Impeller eingebaut, sondern einen E-Motor mit Propeller an der Rumpfspitze. Im Prinzip ist es mir hier fast egal wie der Flieger mit Motorkraft fliegt, es ging hier nur um die Gleitflugeigenschaften und um den SP Ermittlung. Natürlich täte es mich interessieren, warum der Flieger bei Vollgas so steigt und man hier ev. Rückschlüße auf die Impellerversion ziehen kann. Wie es momentan ist, sind die Motorachse und die Profilsehne parallel. Und hier sind wir wieder am Anfang: wieviel Sturz(+/-) ist notwendig, um hier ein neutrales Flugverhalten zu bekommen.

Mfg
Herbert
 

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Servus Herbert!

wieviel Sturz(+/-) ist notwendig, um hier ein neutrales Flugverhalten zu bekommen.

Du hast in Deiner Skizze zwei Achsen eingezeichnet, wobei der Abstand zwischen beiden Achsen
einen Hebel bildet.
Daraus ergibt sich ein Drehmoment um die Querachse des Fliegers, welches von mehreren Faktoren
wie: Vortriebskraft des Motors, Hebellänge, ... , abhängig ist.
Hier nun einen bestimmten Winkel zu nennen, der das Drehmoment kompensiert, wäre unseriös.

Mein Tipp ist, sich dem optimalen - es gibt keinen *richtigen* - Motorsturz schrittweise zu nähern.
Als Anhaltswert: beginne mit 3°. (Motorachse zeigt nach unten!)
 
Ob Impeller oder Propeller - wie Fritz richtig meint, den Sturz kann man nur ausprobieren. Greift die Kraft mit dem Motor in der Schnauze somit vor dem Schwerpunkt an, muss der Zug ein wenig nach unten gehen. 3° sind sicher ein guter Wert um zu beginnen.
Bei der Macchi von Sebart (Wasserflugzeug mit mächtigen Schwimmern weit unterhalb der Motorzugachse) erzeugen die Schwimmer genau den gegenteiligen Effekt: Ohne Motorzug nach oben nimmt der Flieger bei Vollgas die Nase runter. In dem Fall kuriert ein Zug des Motors von ca.4° nach oben dieses Leiden, damit fliegt die pfeilgerade.

Grüße
Andi
 
Hallo Herbert !
Falls doch Impeller:
Bei einem Eigenbau hatte ich mal ein ähnliches Problem.
Daraufhin hatte ich das WeMo-Rohr hinten abgeschrägt, sodaß der Schubstrahl jetzt mehr nach unten zeigte.
Sofort war es wesentlich besser !

Gruß
Dieter

ImpVector.jpg
 
Herbert,

Du könntest auch ein Strahlruder in das Schubrohr einbauen. Damit kann der Strahl dann abgelenkt werden. So kann man sich an den richtigen "Sturz" rantasten, ohne groß was umbauen zu müssen.

Gruß,
Rene
 
Zurück von der Erprobungswiese und heute ist das Ding bis auf eine Kleinigkeit perfekt geflogen.
Wie Andi schon anmerkte, war der Motor einfach zu weit unten. Hab ihn höher gesetzt und jetzt ist nur mehr wenig steigen bemerkbar. Wahrscheinlich müßte der Motor profilmittig sein.
Gleitflug, so wie ich es mir vorstelle, auch der SP passt. Leider dreht er noch ein bischen zuviel nach links, ich denke hier muß ich noch mehr Zug(1°) einbauen.

Mfg
Herbert
 
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