MPX Fiesta, Neubau: Flachstahlsteckung/Rundstab; Oberfläche Folie/GFK/lackieren ?

Hallo zusammen,

ich habe hier noch einen alten Fiesta Baukasten lagern, den ich von meinem Bruder geerbt habe und den ich voraussichtlich demnächst mal in Angriff nehmen will.

Es handelt sich um die Version mit Styro-Abachiflächen. Durch vorige Erfahrungen mit einer anderen gebrauchten Fiesta und auch aus Gesprächen mit MPX-Kollegen (Flamingo,Alpina) denke ich gerade darüber nach, gleich von Anfang an auf Rundstahlsteckung umzubauen. Die Flachstähle sind in den Flächen noch nicht eingebaut und die Wurzelrippe fehlt auch noch!
Ich denke mal, der Flachstahl ist im Original im Holm versenkt, so daß es doch jetzt noch leicht möglich sein müsste dort auch ein Rohr einzubauen.

Weiß jemand, ob die Flächen noch Stützrippen oder anderweitige Verstärkungen haben?

An der Rumpfseite sind die Flachstahlhülsen zwar schon eingebaut, da der Rumpf aber sowieso selbst lackiert werden muß und momentan noch "naturfarben/ nackig" ist, wären "Operationen" an der Stelle kein Problem. Gibt es dazu weitere Erfahrungen oder Tips? Ich denke anstatt der beiden Flachstahlhülsen müsste ich 2 Rohre einharzen. Anderst bekomme ich die V-Form nicht hin?

Diesen Thread über Flachstahlsteckungen habe ich schon ausgegraben. http://www.rc-network.de/forum/show...-ohne-Schlackern?highlight=flachstahlsteckung
Da bei mir erst alles neu gebaut werden muß, wieso nicht gleich Rundstahl?

Desweiteren habe ich mir über die Oberfläche der Flügel Gedanken gemacht. Die schnellste Lösung ist sicher Folie und fertig. Wäre es aber nicht auch denkbar, die Flächen mit GFK zu überziehen? Ich verspreche mir dadurch mehr Robustheit und auch etwas mehr Steifigkeit. Bei Art-Hobbyfliegern wird das doch auch oft gemacht. Ich hatte mal einen Zorro mit GFK beschichteten Flächen das war top.
Die Flächen des Fiesta sind schon recht "labbrig", wobei mir klar ist, daß der Oldi nicht zum rumheizen ist! Im Moment könnte ich aber einfach noch das Optimum an Steifigkeit heraus holen.

Querruder und Störklappenanlenkung werden natürlich direkt in den Flächen und nicht zentral angelenkt, schon allein das Gefummel ist grausam. Über einen Antrieb denke ich noch nach, anscheinend verträgt das Profil ja etwas mehr Gewicht. Mit Motor wäre sie eben einfach universeller einsetzbar und bis jetzt ist der Rumpf ja noch nackig.

Einige Informationen zur Fiesta habe ich im Netz schon gefunden und hänge sie mal hier unten an:

http://www.bnhof.de/~BKoenig/fiesta/fiesta.html
http://www.stephanb.rchomepage.com/d-segelflug.html


Über weitere Tips und Erfahrungen würde ich mich freuen. :)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Fiesta Flügelsteckung

Fiesta Flügelsteckung

Hallo Markus,

ich habe eine MPX Fiesta und eine elektrifitierte LS3 (selber Flügel).
Die Fiesta wiegt 2,8kg und die LS3 ist schon echt recht schwer (müßte ich wiegen). Das Profil bleibt weiterhin absolut gutmütig und der Flügel steckt das ohne Verstärkungen nur mit Oracover gebügelt gut weg.
Natürlich keine Hardcoremanöver! (aber auch das ist schon versehentlich passiert, ohne Komplikationen)
Dafür ist das FX 60-126 auch gar nicht gedacht, aber Rollen, Loopings, Turns und schnellere Überflüge mit ein bisschen Gefühl geflogen sind absolut kein Problem. Das Gleiten wird bei mehr Gewicht besser.

Obwohl ich mittlerweile auch lieber Rundstahl mag, brauchst du das nicht unbedingt. Mit entsprechenden Abstützungen vor und hinter der Steckung im Rumpf ist der Flachstahl völlig ok. Du hast ja schon die Steckung im Rumpf, also warum nochmals operieren?
Umbauen müßte aber, wenn du unbedingt willst, kein Problem sein. Du mußt aber die Bohrung im Holmstummel sauber hinbekommen bei beiden Flächen und da ein Messingrohr einharzen. 10mm Rundstahl müßte passen. V-Form natürlich nicht vergessen. Und dann mußt du das auch auf deinen Rumpf übertragen!

1.JPG

Das ist eine Flügelsteckung von einer alten abgestürzten MPX DG 600. Bei der Fiesta sieht das auch so aus. Glasgewebeverstärkungen unter der Beplankung gabs nicht. Langt für diesen Flieger aber vollkommen aus.

Meine Meinung: Das brauchts nicht wirklich. Flachstahl paßt.

Gruß Martin
 
hi Markus,

ich hatte auch zwei geerbte Fiestas, leider voreilig entsorgt/weggegeben. Der Flachstahl ist völlig ok. Wichtig sind wie oben gesagt wirklich gute Abstützungen ca. bei Nasen- und Endleiste. Nicht nur Röhrchen hinten, sondern besser ein horizontales Sperrholzbrett einpassen (Querschnitt 30x4mm oder so).

Flugeigenschaften sind wirklich angenehm gewesen.

Bertram
 
Hallo Ihr Beiden,

vielen Dank für Eure Einschätzung!

Ich hatte eben auch schon eine gebrauchte Fiesta und möchte mir den Bausatz jetzt gleich so optimal wie möglich aufbauen. Was ich schon vermutet hatte aber irgendwie nicht glauben konnte, daß in den Flächen sonst keine Verstärkungen drin sind. Martin ist das auf dem Bild wirklich alles oder geht das als Holm noch weiter? (hat Sie überhaupt einen Holm, wie hält das?)

Die einfachste Lösung mit der Steckung wäre sicher, das wie im Original vorgesehen aufzubauen und entsprechend im Rumpf abzustützen. Das wird ja in dem verlinkten Thread thematisiert und es funktioniert ja wohl auch bei vielen, also wäre das eine Option. Meine ehemalige hatte das eben nicht, hab damals auch nicht dran gedacht. Das Gewackel ist mir aber noch in Erinnerung!

In dem Video von der Teck sieht man auch schön, wie die Flächenenden wackeln, das dachte ich mit einer "GFK-Kur" etwas reduzieren zu können.
 
Hallo Markus,

ja, das ist alles an Steckung was da im Flügel ist. Ein Holmstummel, der am Ende ein paar cm eingekerbt ist, damit die Krafteinleitung in den weiteren Flügel weicher ist. Der Holmstummel ist einfach im Styropor eingeklebt und oben und unten ist das mit der Abachibeblankung verklebt.
Und das wars dann!!
Ja, schon verblüffend wie das damals gebaut wurde. Kein durchgängiger Holm und kein Glasgewebe. Von Kohle wollen wir hier ja gar nicht reden.
Aber es langt für die Auslegung des Modells auch bei flottem Flugstil.
Das Ding ist aber ja eh ein Thermikflieger und das für die damalige Zeit einer der Besten!! Auch heute noch genial das Teil.

Deine überlegten Umbaumaßnahmen sind aufwendig. Wenn du dir schon bei so einem Grundflügelaufbau die Mühe machst einen Rundstahl einzubauen, dann mußt du die Flächen auch mit Matte belegen, um dadurch wenigstens ein bisschen mehr Stabilität zu bekommen. Ansonsten bringt dir das Ganze gar nichts, denn nur durch einen Rundstahlumbau wird der Flügel auch nicht stabiler.

Gruß Martin
 
Hm, bei der Gelegenheit könnte man gleich noch überlegen die Flächen ein wenig zu stutzen, ein Fahrwerk dranzumachen und vorne einen 6,5er Verbrenner einzubauen, dann hätte man einen brauchbaren Trainer ;)

Nee, mal im ernst - ich hatte die Version, damals, natürlich genau so aufgebaut wie vorgegeben und geflogen wie üblich - vollkommen ausreichend, stabil und leicht.

Speziell wegen der Flachstähle kannst du eigentlich nichts besseres machen. Das Brettchen quer hinten an der Endleiste und den Buchendübel vorne an der Nasenleiste sollte man natürlich nicht vergessen. (P.s. im Original warens 3mm Sperrholz hinten, 5mm Buche rund vorne) Simpel, einfach und nebenbei werden die im Rumpf auch noch sehr einfach und sicher geklemmt.
Noch heute habe ich einen bergeichbaren in Betrieb, den etwas kleineren Bingo, immer noch mit Servos im Rumpf. Auch das ist garkein Problem, es funktioniert einfach, und das Gefummel ist keins, mit einem Schraubenzieher schnell einhängen, fertig.

Wenn du wirklich einen Rundstahl einbauen willst ist es mit einfach Loch bohren in Fläche, Hülse rein etc. nicht getan, wahrscheinlich wärs am einfachsten die Beplankung abzunehmen und das sauber von aussen zu machen - ob man sich das antun will ? Also ich würds nicht tun.

Thema Flächenfinish. Ich hatte insgesamt drei Varianten, einmal klassisch Folie - viele tun sich interessanterweise etwas schwer das Profil auf der Unterseite sauber zu bügeln - so auch ich damals, aber mit einem Tuch ging es ganz gut.

Die zweite war mit 49er Glas belegt, das brachte Gewicht, ich hatte nicht bedacht mit Füller vor dem aufziehen die Beplankung vorzubehandlen, also ging viel Harz rein. Und Füllern und schleifen und füllern und schleifen bis die ganzen Pinholes weg waren, und dann das lästige Lackieren. Zum Schluss wars schwerer und irgendwie nicht stabiler. Druckfest waren die Flächen sowieso schon, naja.....

Irgendwann hab ich einen Flächensatz einzeln bekommen und kam damit auf die Idee mal richtig zu beschichten, also ganz schlaue Idee zweimal 49er Glas jeweils in 45 Grad drauf - das war dann leicht torsionsfester, spielte aber keine Rolle, dafür wars sauschwer - die Fläche kam dann nur bei Kachelwind drauf.

Lange Rede kurzer Sinn, Steckung zu aufwändig, Beschichtung ausser Spesen nix gewesen, baus Modell wies sein soll, das bringt den meisten Spass....

Meiner Meinung aus Erfahrung mit dem Modell.

p.s.: Allerdings - das war alles zu einer Zeit, als das Modell aktuell war und das Qualitätsmerkmal kein 300m ABlasser sondern ein schönes Flugbild und Stärken ind er Thermik waren.
 
Flachstahl für diesen Fall besser

Flachstahl für diesen Fall besser

Bin auch der Meinung, das alte Prinzip so zu lasen.
Und zwar aus einem weiteren Grund: die Flexibilität nach vorne und hinten.
Bei Landestößen / leichten Einschlägen federn die Flügel nach vorne, ohne dass es einen Schaden gibt. Wäre ein Rundstahl eingebaut, würde die Steckung im Styropor ausreißen, es fehlt schließlich eine gute Abstützung im Flügel über eine Stützrippe. Somit geschieht die Krafteinleitung auf kleinster Fläche, -dadurch die Gefahr des Ausreißens der Steckung.

Grüße
Klaus.
 
Desweiteren habe ich mir über die Oberfläche der Flügel Gedanken gemacht. Die schnellste Lösung ist sicher Folie und fertig. Wäre es aber nicht auch denkbar, die Flächen mit GFK zu überziehen? Ich verspreche mir dadurch mehr Robustheit und auch etwas mehr Steifigkeit. Bei Art-Hobbyfliegern wird das doch auch oft gemacht. Ich hatte mal einen Zorro mit GFK beschichteten Flächen das war

Hallo,

Ich beschichte aktuell StyroAbachi Flächen mit 49er Gewebe mit Parkettlack.
Das lässt sich sehr einfach verarbeiten, ist keine Sauerei und geht schnell. Insgesamt 3-4mal streichen, die letzten Male den Lack mit Talkum eingedickt und immer zwischengeschliffen. Ähnlich leicht wie Folie.

Ich mach's bei den Flächen meiner ASW 24 auch wieder so

Mirco
 
@Mirco. Wenn ich das richtig verstehe nimmst du zum Aufbringen des Gewebes also kein Harz, sondern Parkettlack? Hast du eine bevorzugte Marke?

Weil wir schon bei Flachstählen waren. Wo bekommt man heute noch Fachstähle für den Modellbau her, z.b. wenn man sich selbst Flächen bauen will zu einem Rumpf mit bereits eingebauter Flachstahlsteckung?

Gruß Martin
 
@Mirco. Wenn ich das richtig verstehe nimmst du zum Aufbringen des Gewebes also kein Harz, sondern Parkettlack? Hast du eine bevorzugte Marke?

Weil wir schon bei Flachstählen waren. Wo bekommt man heute noch Fachstähle für den Modellbau her, z.b. wenn man sich selbst Flächen bauen will zu einem Rumpf mit bereits eingebauter Flachstahlsteckung?

Gruß Martin

Hallo Martin,

Ich habe wie hier im Forum beschrieben Clou Aqua Parkettlack genommen-gibt's im Baumarkt.
Eine Flächenseite dauert 5 Minuten dann nach ner Stunde die andere Seite... Geht wirklich schnell.
 
Hallo Martin,

Ich habe wie hier im Forum beschrieben Clou Aqua Parkettlack genommen-gibt's im Baumarkt.
Eine Flächenseite dauert 5 Minuten dann nach ner Stunde die andere Seite... Geht wirklich schnell.


Angesichts des "Geisterholmes" ist die flexiblere Flachstahlvariante wohl tatsächlich besser. Ihr habt mich überzeugt!

Mirco nochmals zur Parkett-GFK-Bauweise. Legst Du das Gewebe drüber und dann Lack mit Rolle/Pinsel oder erst Lack aufbringen und dann Gewebe drauf?
Wünsch Euch einen schönen, verregneten Bausamstag!
 
Angesichts des "Geisterholmes" ist die flexiblere Flachstahlvariante wohl tatsächlich besser. Ihr habt mich überzeugt!

Mirco nochmals zur Parkett-GFK-Bauweise. Legst Du das Gewebe drüber und dann Lack mit Rolle/Pinsel oder erst Lack aufbringen und dann Gewebe drauf?
Wünsch Euch einen schönen, verregneten Bausamstag!

Hallo Marcus,

Das zurechtgeschnittene Gewebe trocken auf die Flöche legen und ausrichten. Dann einfach mit dem Pinsel von der Mitte aus alles einpinseln. Das Trocknet in 30-60 Minuten. Jetzt die andere Seite usw. Da ich die Ruder alle abgetrennt habe, wollte ich von der Oberseite aus das Gewebe rumziehen. Das geht nicht so gut. Wenns getrocknet ist, kann man das überstehende Gewebe ganz einfach mit ner scharfen Klinge bündig abtrennen.

Mirco
 
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