Nach Motiven von A.V.Roe

So heißt es doch so schön beim Film, wenn man was macht und für das Kind einen Namen braucht.
Ausgangspunkt war ein OS BGX . Der Motor hat einen denlbar schlechten Ruf , was mich persönlich anlockt. Zum glück konnte ich einen BGX erwerben den sein Vorbesitzer nach 1,5 Std aufgegeben hat. Ich habe dem Motor das laufen beigebracht..... aber das ist ein anderes Themea.
Schlußendlich habe ich für den Motor ein Modell gebraucht. Bei einem Modellfliegerkollegen und Freund konnte ich recht Günstig einen "Oldtimer" erwerben. Nach meiner Erfahrung stammt das Modell ursprünglich aus Tschechien und war wohl eine Grundlage für ein Vorbildgetreues / Vorbildähnliches Modell.
Na gut es flog einen Sommer , und im Spätherbst machte es mit Nachbars Grenzpfahl aus Eisen Bekanntschaft.
Das war der Startschuß für eine Grundüberholung. Die ist zwar schon relativ weit fortgeschritten und man kann nicht mehr erkennen wi das Modell vorher aussah, aber ich denke es ist doch vorzeigbar. Da mir benötigtes material ausgegangen ist habe ich die letzten zwei Tage an der Motorhaube gearbeitet ,die bisher überhaupt nicht vorhanden war.
Ich habs halt so gemacht wie ich es machen würde wenn ich zu der Zeit leben würde und das Flugzeug bauen müsste.
Für Heute ein paar Bilder vom Kühler.


Grüße vom
 

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Das Leitwerk

Das Leitwerk

Es geht weiter, wenn es auch anscheinend niemanden interessiert.Ich mache einen weiteren Versuch.

Hier das Seitenruder und die beiden Höhenruderblätter.

aus Balsa aufgebaut , mit Scharniertaschen versehen und mit Sperrholz 0,4dick beplankt. Die Kanten müssen noch beigehobelt werden und verschliffen, dann können die Stirnseiten beplankt werden. Die Sperrhölzer sind natürlich sauber geschäftet.
Ist alles rundherum glatt wird mit Oratex bespannt.
Der Weg ist das Ziel
 

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Hallo,
es tut mir leid, ich habe das Modell seinerzeit gekauft um den BGX zu testen. Ich habe nicht hinterfragt, was das für ein Modell sein soll. Da ich aber gerne Vorbildgetreu oder Vorbildähnlich baue, habe ich beschlossen das Modell so auszugestalten als ob es aus dieser Zeit stammt.
Nach meiner Erfahrung stammt das Modell mit sicherheit aus Tschechien.
( Ursprüngliche Bespannung , Baustil )
Gleich nach der Grenzöffnungen haben die geschäftstüchtigen Tschechen alles was sich in ihren Lagern befand, fliegbar aufgemöbelt und gut nach Deutschland verkauft. Warum auch nicht.
Solltest du Unterlagen haben die dem Modell nahe kommen , wäre es sicher interessant die einzusehen.


Der Weg ist das Ziel
 
Hallo Roter Baron,

das ist schon sehr interessant.

Aber vielleicht solltest du für uns außen stehende doch etwas mehr Informationen liefern:

- Wie groß ist das Modell?
- Wie ist es aufgebaut?
- Was hast du mit dem Modell weiter vor?

Berichte bitte ausführlich weiter, ich denke, es interessiert hier viele.

Gruß Walter
 
Hallo,
nachdem also doch ein gewisses Interesse besteht werde ich noch was preis geben.
Rumpflänge 197cm
Spannweite 245 cm
Flächentiefe am Querruder 45cm
Für diese Größe sehr dünnes Hohlprofil

Aufgebaut ist das Modell komplett aus Holz .Kiefer Balsa Buchensperrholz.
Die ganzen Aufleimer bestehen aus Buchensperrholz 0,4 dick,und werden jeder einzeln an den entsprechenden Stellen geschäftet.
Das Modell wird jetzt in dem angefangenen Stil weitergebaut und zu meinem vergnüglichen Fliegen verwendet.
Wie das am Ende so aussehen wird weiß ich noch nicht ganz genau.Es gibt keinen Plan und keine Bilder.
Ich stelle mir immer vor, welche Möglichkeiten die Leute damals hatten, und wie ich mit diesen Möglichkeiten die Probleme lösen würde.
Komme ich mal nicht weiter,lege ich dieses Modell weg und mache an einem anderen weiter das in der Planung schon weiter fortgeschritten ist. Meist habe ich so ca. 5 offene Baustellen.


Der Weg ist das Ziel
 
Hallo,

weil ich zum Einmessen das Modell gerade mal zusammengebaut habe , hier ein paar Bilder
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Langsam wird die Werkstatt zu klein

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Die Tragflächen wurden vor einiger Zeit schon fertig gemacht

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Das Leitwerk ist fertig mit Sperrholz beklebt aber noch nicht gesäumt.

Ich warte derzeit auf Sekundenkleber , um die Sperrholzränder zu sichern.

Bis demnächst

Der Weg ist das Ziel
 
Hallo,
ein sehr interessantes Projekt was Du da angegangen bist.
Das ist auch das was mich an den Alten Kisten so interessiert.
Wie haben die damals mit ihren Mitteln und Erfahrungen Probleme gelost.
Eine überaus interessante Herangehensweise.
Natürlich ist es sehr schwer, alles im Modell um zu setzen... Z.B. die Endfahne des Seitenruders machen wir natürlich in Balsa und gleichen sie der Form an... Einen Draht als Endkante zu benutzen und dann Stoff darüber nähen wäre ja auch zu kompliziert... Obwohl....
Auf jeden Fall sehr interessant...
Bitte weiter berichten...
 
Hallo,
habe wieder ein paar Tage, wenn ich Zeit hatte, mit dem Flieger zugebracht.Hatte leider sehr voreilig die Flächen fertig gemacht.Jetzt bin ich dafür bestraft worden. Die Übergänge passten überhaupt nicht. Also war wieder einmal Mehrarbeit angesagt.

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Der Übergang zwischen Cockpit und Rumpfrücken

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Das ist der Übergang von der Flächenvorderseite, richtung Brandschott.Der Spalt sieht etwas groß aus. Liegt daran, daß der Deckel nur lose aufgelegt ist. Bin mir noch nicht im Klaren wie der Deckel festgemacht werden soll. Habe beschlossen, daß der Deckel abnehmbar sein muß , weil man beim echten Flugzeug ja auch ständig da hinein musste. Interessant wären irgendwelche Vorbildähnliche Verschlüsse. Kann da jemand helfen?
Habe gerade festgestellt, daß ich so elegant Fotografiert habe, daß man den Spalt gar nicht sieht.Er ist oben auf dem runden Rumpfrücken


Der Weg ist das Ziel
Wenn es theoretisch nicht geht, mach es praktisch.
 
Hallo,

so jetzt bin ich wieder da. Es geht ans Fahrwerk. Um verschiedene Maße abschätzen zu können. brauche ich zunächst die Räder. Richtig, Speichenräder kann man kaufen. Für sehr viel Geld in meiner benötigten Größe. Also ist selbermachen angesagt.
Ich biete heute ein Lösung an, die nicht ganz Vorbildgetreu ist, aber für dieses Projekt reicht es allemal.

Ausgangspunkt für unser Unternehmen sind Dosendeckel. Wenn sie vorsichtig geöffnet werden, kann man sie gut gebrauchen.

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Aus diesen Deckeln schneide ich das innere heraus.

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Die Schneidearbeiten lassen sich am besten mit einer Lexanschere durchführen. Sie hat ganz kurze gebogene Schneiden.
Nachdem der Deckel heraussen ist, muß der Rand beschnitten werden.
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Jetzt habe ich zwei Felgenhälften vor mir liegen.Eine Hälfte muß jetzt vorsichtig so viel ausgeweitet werden, daß sie über die zweite gestülpt werden kann. Beide Felgenhälften mit Schleifpapier gut reineigen sonst gibt es beim Löten probleme.
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Zusammenfügen mit Abstandshaltern und auf ebener Fläche plan ausrichten.

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Zum zusammenlöten verwende ich einen 100Watt Lötkolben, der bringt die erforderliche Hitze .
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Nach dem abkühlen wird die Felge mit Drahtbürste und Spirituslappen gereinigt.
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Wenn man das alles zweimal gemacht hat, liegen zwei fertige Felgen vor einem auf dem Tisch.
Wie es weitergeht beim nächsten mal.
Wo bleiben eigentlich eure Vorschläge für Haubenverschlüsse? Ich hatte da eigentlich schon einiges erwartet.
 

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Hallo Roter Baron,
ist ne gute Idee mit den Dosendeckeln... werd ich auch mal versuchen...
Zum Haubenverschluss, da hatte ich mal ein ähnliches Problem mit einem Spalt. Ich habe es mit etwa 30mm breiten Allustreifen gfelöst, die ich als Band quer über den Rumpf gespannt habe.
Gespannt habe ich die Bänder mit zwei Schrauben mit denen ich sie jeweils rechts und links an einem Block an der Rumpfseite befestigt habe. Aber da kann man auch aufwändige Spannschlösser herstellen an statt der Schrauben...
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im vorderen Cockpit habe ich eine abnehmbare Schleppkuplung montiert, dieich hauptsächlich zum Bannerschlepp genutzt habe...
Sicher findest Du da noch eine schickere Lösung für die Befestigung der Spannbänder. Mann kann sie natürlich auch aus Leder machen, dann wird das noch etwas autentischer.
 
Hallo,
heute melde ich mich zweimal, bin ich nicht fleißig?!

Jedes Speichenrad braucht eine Nabe. Sonst verlöte ich die Naben immer hart mit Silberlot. Weil das nicht jeder machen kann, habe ich diesmal mit Lötkolben und Lötzinn gearbeitet. Man Wird sehen was daraus wird.

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Dieses Bild zeigt uns eine fertig verlötete und verputzte Nabe, und die Teile die notwendig sind diese herzustellen.

Die Achse ist ein dickwandiges Messingrohr mit 6mm innen und 8mm außen. Die Scheiben sind handelsübliche Karosseriescheiben für 8mm Schrauben. Darum ist die Bohrung auch 8,4mm im Durchmesser. Damit die Scheibe auf der Welle stramm sitzt, wickel ich das dünne Messingblech darum. Außerdem sieht es gut aus wenn die Welle noch mal abgesetzt ist.

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Jetzt ist die Nabe fertig zum verlöten zusammengesetzt. Natürlich kann man die Nabe auch aus einem Stück auf der Drehbank herstellen.

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Die Nabe ist fertig verlötet und kann verputzt werden.

Der nächste Schritt sind die Speichen, aber dazu beim nächsten mal.
 
Hallo opflettner,

das mit dem Seil an der Endleiste habe ich auch schon mal gemacht, aber das lohnt sich nur dann wenn man eine Tragfläche bis ins Innerste nach dem Vorbild aufbaut, und auch die originalen Materialien hernimmt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, man kann ein Vorbildgetreues Modell nicht leichter und stabiler bauen, als das Original.
Leider ist es aber oft so, daß man den originalen Aufbau nicht kennt, dann muß man halt schwindeln.
Aber nicht vergessen: Bei jedem Teil, daß du an dein Modell klebst muß man sich fragen: Ist das überhaupt notwendig?
Kein Bauteil ist leichter als jenes das man als unnötig weggelassen hat.
 
Da muss ich Dir, Roter Baron, absolut recht geben..
Ach übrigens, hast Du noch einen anderen Namen als diesen?
So wie etwa Karl, August oder Heinrich, damit spricht ( schreibt) es sich leichter an---
Hier habe ich auch so fast alles Überflüssige weggelassen, aber ich habe die Räder gekauft...
IMAG0616 doku klein.JPG
Der Pilot schaute damals noch etwas unglücklich, weil er zum Erstfug noch keinen richtigen Sitz hatte.

Hätte ich da schon Deine Bauvorschläge gelesen, hätte ich vielleicht auch gelötet....
Also mach weiter so, zeig uns wie das geht.....
 
Hallo Ottopeter?, Otto Peter?,
ja sicher habe ich auch einen anderen Namen. Ich heiße Christian.
So eine Demoiselle habe ich auch, aber nur mit etwa 2m Spannweite. Angetrieben von einem Viertaktboxermotor. Den Motor habe ich von einem Tschechen gekauft der die Motoren selbst angefertigt hat. Laüft ganz gut, hat aber gerade so viel Leistung, um das Modell vom Boden wegzu ziehen.
Wie hast du das bei deiner Demoiselle mit dem Schwerpunkt geregelt? Bei meiner liegt er kurz vor der Endleiste. Bei eventuellen Motorausfall heißt es sofort Knüppel nach vorne und Augen zu. Ist aber Gott sei Dank noch nie passiert.
 
Hallo Christian,
Ottopeter ist schon richtig.....
Möchte den wunderschönen Thrade von Dir hier nicht auf Abwege führen...
Deswegen nur kurz zu meiner Demoiselle.
Sie ist im Masstab 1:2 aus Bambusrohr und Fallschirmseide gebaut. Die Bambusstöcker wurden mit Lederbändern verbunden und das ganze abgespannt. Der Schwerpunkt befindet sich dank des etwas vorgebauten Motors (nicht original) doch etwas hinter der Flächenvorderkante. Die Flugeigenschaften sind wie zu erwarten, da auch das original Kreisbogenprofil verwendet wurde, mehr mäsig als gut... Aber für einen Flug in einigen Metern Höhe reicht es. Bei Motorausfall geht sie runter wie ein Drachen, dem der Wind fehlt.... Führt dann eventuell auch zu Fahrwerksstrebenbruch...
War mal eine Kurzzeitbaustelle, weil ich für einen Flugtag gerade nichts hatte. Von der Idee bis zur Fertigstellung ca 6 Wochen...
So, nun aber weiter mit Deinen interessanten Bautips...
zur Demoiselle gerne mehr per PN
 
Hallo Freunde und Mitleser,
soeben bin ich aus meiner Werkstatt zum Computer gestolpert, um wieder etwas abzulassen. Warscheinlich gehe ich euch schon derbe auf die Nerven.Aber was mut dat mut.


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Hier seht ihr einen Satz vorbereitete Speichen


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diese Bilder zeigen das Einspeichen. Dazu ist eine Vorrichtung nötig, die die Nabe in der Mitte hält und zentrisch dazu die Felge

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Eine Seite ist fertig eingespeicht.Über die Speichen wird ein Messingröhrchen geschoben, das die Speichenmutter simuliert. Hier verhilft es zu einer guten Verlötung.
Jetzt muß die zweite Seite noch eingespeicht werden. Wenn alles gut verlötet ist, können die Speichen in den Felgen gekürzt werden, so daß der Reifen nich hochsteht. Kurz vor der endgültigen Reifenmontage wird die Felge mit PU Kleber gefüllt. Damit entsteht eine gute Klebeauflage für den Gummi.

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So, daß ist das vorläufige Endergebnis. Ein bisschen putzen , ein bisschen schmirgeln, und etwas Farbe schließen die Arbeit ab.
Leider konnte ich heute nur einen Reifen fertig machen. Bei der zweiten Nabe mußte ich mit erstaunen feststellen, daß ich für 16 Speichen nur 15 Löcher gebohrt hatte. Man soll einfach nicht schnell noch etwas erledigen wollen.

Ich muß versuchen die Scheibe abzulöten und eine Neue draufzumontieren. dann muß neu gebohrt werden. Aber richtig .
So das wars für Heute. Bis zum nächsten mal.
 
Hallo zusammen.

nicht daß ihr glaubt ich erzähl euch da was vom Pferd, von wegen zwei Räder und so....
Aber wer richtig verrückt ist, der baut ein Flugzeug mit zwei Rädern, und dann braucht er auch zwei
siehste da:zwei

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Leider ist es hier bei den Scalern so still. Anscheinend traut sich hier bis auf ein paar ganz wenige niemand etwas zu sagen. Habt ihr Fragen oder Zweifel? Meldet euch es wird keiner gefressen. Wir sind alles nur Menschen,- ich gebe zu ich bin schon etwas Besonderes,.........verrücktes.

Modellflieger sind alles Verrückte,-
aber glückliche Verrückte !!!
 
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