Nass einlaufen

Kann das sein, dass ein Speed 300, 7,2V nach zehn Minuten im Wasserbad zum Einlaufen seinen Geist aufgibt? :confused:
 

Jan

Moderator
Habe die Erfahrung gemacht, dass eine Minute schon reicht. Sobald sich das Wasser dunkel verfärbt solltest Du sofort nachschauen. Im Zweifel hat sich das Bürstenfeuer dann schon stark vermindert und es reicht. Wasser ist anscheinend ein sehr effektives Schleifmittel.
 
Vor allem sollten die Kohlen danach auch wirklich trocken sein, sonst geht's gleich fröhlich weiter... Deshalb während dem Einlaufen immer kontrollieren, danach dann föhnen und liegen lassen. ;)
 

Andreas Maier

Moderator
Teammitglied
daher lasse ich die kleinen " TROCKEN "
mit 4 zellen einlaufen. ca 2 akkuladungen
mit mehrmaliger pause damit er nicht zu warm wird.
dann gut ausblasen und gut ist.
das mit dem naß einlaufen mag ja bei 500er
aufwärts ganz flott von der hand gehen.
aber ich finde trocken ist genauso gut.
habe bisher 400er , 500er-car , 700 + 800er hopf
naß einlaufen lassen. war ok aber der heckmeck
hinterher ist mir zu stressig.
-und wehe es bleibt ein rest wasser drin!

gruß andreas
 

Spunki

User
>>und wehe es bleibt ein rest wasser drin!<<

Stimmt! ... restliches Wasser muss danach gleich wieder raus, zwei Std. bei 50°C in Oma´s Backofen bei Umluft reichen ... wegen den Kohlen aber auch um Rost zu vermeiden ...

Grüße Spunki
 
Nass einlaufen bringt keinen Vorteil, ausser dass es schneller geht, aber dafür viel mehr Probleme, wenn man es nicht richtig macht....

eben nasse Kohlen,
defekte Lager,
gerostete Anker.....

EInfach mal suchen, es gibt ganz gute ANleitungen dazu im Netz,
10 min. ear definitv zu lange, da sind keine Kohlen mehr da, die einlaufen könnten ;)
 

jowe

User
Hallo,

ich höre hier immer, naß einlaufen lassen. Das habe ich bislang nie gemacht. Meine Motore laufen trotzdem sauber. Wenn ich das richtig rausgehört habe, macht ihr das bei den Motoren mit Bürsten? Was versprecht ihr euch davon?

Gruß
Josef
 
Bürsten müssen für einen optimalen Wirkungsgrad vollflächig am Kollektor anliegen. Im Lieferzusatnd tun sie das nicht sondern schleifen sich erst beim Einlaufen so ab, daß sie gut anliegen.

Das Einlaufen im Wasserbad dauert wenige Minuten, während das trockene Einlaufen Stunden dauert. Strom, Metall und Wasser sind allerdings Komponenten die in dieser Kombination nicht unbedingt füreienander geschaffen sind, deswegen empfiehlt sich die Methode nur für billige Motoren.

Für Bürstenlose Motore ist prinzipbedingt keine Einlaufen erforderlich.
 

plinse

User
Moin,

beim ersten einlaufen mag beides gehen, nass und trocken. Dass man den motor hinterher gut trocknen muss, ist klar und deshalb geht nass einlaufen auch nicht wirklich schneller, wenn man das Trocknen mit reinrechnet.
Ein noch teils nasser motor darf nicht weiter betrieben werden, die Kohlen müssen länger durchtrocknen, Ofen ist auch eine Möglichkeit, bisher haben aber ein paar Tage auf der Heizung auch gereicht.

Vorteil dabei ist, dass man kein Bürstenfeuer während des Einlaufens hat und keine thermischen Probleme bekommt.

Ein entscheidender Vorteil ist aber bei alten Motoren gegeben. Hat man sich den kollektor mal verbrannt und die Kohlen etwas ausgeglüht, kann man einen Motor so sehr gut wieder auffrischen. Er wird nicht wie neu aber das hat schon einige motoren wieder zu akzeptabler leistung zurück gebracht, die vorher ein Fall für die Tonne waren. Die Kohlen in Industriemotoren halten normalerweise ewig auf Modellbauanwendungen bezogen. Oft sterben die Motoren durch verbrannten Kollektor. 1/4 der Kohle kann man da ruhig für ein erneutes nasses einlaufen opfern, wenn der Motor dadurch eine zweite Blüte bekommt.
 

Andreas Maier

Moderator
Teammitglied
da gebe ich eike schon recht,bei billigmotoren.
aber bei schaftkohlen hört der spaß schon auf.
ich habe ein wz gebaut mit welchem ich den
kollektor reinige (aufpolieren)kann.
aber nur wenn ich keine geschlitzten kohlen
(von den carfahrern)drinn habe.
mit diesen wird der kollektor wellig und die
anlagefläche der kohlen erhöht sich.
setze diese in hochdrehenden motore ein.
geht sehr gut in leichten seglern (1,0-1,4kg
mit goßem geriebe 5:1-7:1) kurzeitbetrieb.

gruß andreas

[ 12. März 2005, 13:09: Beitrag editiert von: elo-gustel ]
 
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