Neue Steuerung + Motoren, Bitte um Hilfe

Coolio

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Hi zusammen,

ich bin auf der Suche nach einer neuen Steuerung für meine Portalfräse.
Momentan arbeite ich mit einer Steuerung von einfach-cnc.de (SRS14035). Allerdings habe ich damit so meine Probleme. Trotz des intensiven Testens des Motortuning (MACH3) bekomm ich keine ordentlichen Werte hin (Geschw. Max. 850, Beschleunigung 350). Außerdem sind die Motoren (Wantai 57BYGH627) sehr laut und immer wieder kommt es zu Schrittverlusten.
Ich vermute die Steuerung + Motoren sind einfach zu schwach. Daher möchte ich mir was Neues anschaffen. Preisrahmen <650€. Ich habe 2 Steuerungen nun 2 Steuerungen im Visier:

Sorotec Driveset:


3x Schrittmotoren 3Nm 4.2A mit doppelter Welle
1x Schaltnetzteil 48V 320W 6,7A
1x Interface Platine Advance Pro
3x Endstufe DM556 DIGITAL

Oder:

DriveSet Triple BEAST:

1x Triple BEAST
1x Schaltnetzteil 48V 320W 6,7A
3x Schrittmotor 4,2A

Was würdet Ihr mir empfehlen? Evtl. was ganz anderes? Bessere bezugsquellen?

Anbei mal noch 2 Bilder meiner Fräse, damit man die Dimensionen ungefähr abschätzen kann. Die Z-Achse stammt von Sorotec (AL-line).

Vielen Dank für eure Hilfe!

image.jpgimage.jpg
 
Steuerung + Motoren

Steuerung + Motoren

Moin,

die von Dir ins Auge gefassten Alternativen sind beide gut und qualitativ hochwertig. Hauptsächlicher Unterschied:

- kaum Verkabelungsaufwand beim Triple Beast
- dafür grössere Flexibilität beim Sorotec Driveset (Treiberendstufen können einzeln getauscht werden)

Laufruhe und Dynamik

- beim Triple Beast gut (eigene Erfahrungen)
- bei den digitalen Endstufen (nach sorgfältigem Tuning) vermutlich etwas besser.

Preislich kein grosser Unterschied.

Allerdings sind Deine Achslagerungen zumindest suboptimal und, wie @stud54 schon feststellte, die Motorhalterungen (zumindest der kurzen Achse) erbarmungswürdig!

Nun wirst Du etliche Antworten bekommen - und jede wird Dir eine andere Konfiguration ans Herz legen - und vermutlich an meiner Stellungnahme "kein gutes Haar" lassen. So ist´s halt im Forum ...

Gruß Michael
 
Moin,

die von Dir ins Auge gefassten Alternativen sind beide gut und qualitativ hochwertig. Hauptsächlicher Unterschied:

- kaum Verkabelungsaufwand beim Triple Beast
- dafür grössere Flexibilität beim Sorotec Driveset (Treiberendstufen können einzeln getauscht werden)

Laufruhe und Dynamik

- beim Triple Beast gut (eigene Erfahrungen)
- bei den digitalen Endstufen (nach sorgfältigem Tuning) vermutlich etwas besser.

Preislich kein grosser Unterschied.

Allerdings sind Deine Achslagerungen zumindest suboptimal und, wie @stud54 schon feststellte, die Motorhalterungen (zumindest der kurzen Achse) erbarmungswürdig!

Nun wirst Du etliche Antworten bekommen - und jede wird Dir eine andere Konfiguration ans Herz legen - und vermutlich an meiner Stellungnahme "kein gutes Haar" lassen. So ist´s halt im Forum ...

Gruß Michael


Quatsch...ich habe auch mit nem TripleB angefangen, mit Mach3. Das war auch absolut ok, nichts zu meckern.

Aber irgendwann sind die Mlglichkeiten von Mach3 ausgereizt, dann schaut man sich um.

Und irgendwann kaufst du dir richtige Servos, in meinem Fall 1kW JMC 230V, und du willst alle Schrittmotoren auf den Müll werfen.

Man wächst eben mit der Zeit...

Gruß Sven
 
Hallo,

Außerdem sind die Motoren (Wantai 57BYGH627) sehr laut und immer wieder kommt es zu Schrittverlusten.

  • Motoren an sich haben nur wenig Einfluss auf die Lautstärke - Hauptursache für Vibrationen und Geräusche sind die Endstufen -> ich würde die Motoren erst mal lassen.
  • Die geringe Geschwindigkeit kommt von der geringen Spannung deiner Steuerung (24V soweit ich gegoogelt habe).
    Je nach dem was für Treiber-ICs verbaut sind und was die vertragen wäre alleine schon mit einem anderen Netzteil viel rauszuholen. (Dazu müsstest du mal nachsehen was auf den großen schwarzen ICs draufsteht)
  • Bei den Schrittverlusten ist die Frage ob sie von einem für die Maschine nicht ausreichend starken Motor oder von der Steuerung an sich stammen.
    • Die Motoren haben soweit ich weiss 1,9Nm -> sollte für so eine Maschine eigentlich locker ausreichen solange es nicht irgendwo mechanisch grob klemmt oder der Motorstrom falsch eingestellt ist.
      -> Beides keine Gründe die Motoren rauszuwerfen, sondern das zugrundeliegende Problem zu beheben.
    • Falls deine Steuerung über den Parallelport des PCs läuft wäre das ein wahrscheinlicherer Kandidat. Parallelportsteuerung ist auf modernen PCs leider ein gewisses Glücksspiel und wenn es daran liegen sollte nützen auch die besten Endstufen und Motoren nichts.
      -> USB oder LAN Steuerung verwenden

Mit Leadshine oder TripleBeast machst du auf jeden Fall nichts verkehrt.


Christian
 
Danke erst mal für eure Tipps. Ja, die Steuerung läuft über LPT an einem älteren Windows XP Rechner (Intel Pentium Dual-Core E2220, 2,4Ghz) mit nachgerüsteter LPT Karte. Ist nicht mehr der Schnellste, aber das Test Tool (DriverTest.exe) von Mach3 sagt, alles i.O.
Dass die Motoren ausreichend Kraft haben, glaube ich eigentlich auch. Wenn ich mit F800 fahre und an meine X-Achse kräftig dagegen drücke, bekomme ich diese nicht zum Stehen! Alles deutet also auf ein Problem mit dem LPT hin.
Der Ansatz nur die Steuerung zu tauschen, hatte ich auch schon in Erwägung gezogen. Aber wenn ich's angehe, dachte ich, mach ich Nägel mit Köpfen. Die Servo Variante hört sich verlockend an - und preislich noch einigermaßen im Rahmen. Hierzu mal ne Frage:

Das Drehmoment der Servos ist ja mit ~0,5NM angegeben die Stepper haben ein Drehmoment von 3NM vergleiche ich hier Äpfel mit Birnen, oder ist der Servo tatsächlich so „schwach“?
Benötige ich tatsächlich für jeden Motor ein Netzteil? Reicht da nicht ein Netzteil mit ~10A (48V)?

Aktuell bin ich bei dem „PoKeys57CNC“ – da dies über USB bzw. Ethernet betrieben wird und ich außerdem bei MACH3 bleiben kann. Um nun aber meine Motoren zu behalten müsste ich noch Treiber kaufen – dann doch lieber gleich die Servos!?
 
Glaube ich kaum

Mach+LPT = 2-3 fache Geschwindichkeit als z.Bsp. meine USB Planet CNC MK1
dein Problem ist Steuerung die man mit nur 24V betreiben darf

Gruß
Waldemar

Ich glaube für dich mit.
Speziell Laptops geben weniger Spannung am LPT aus. Mit Desktop PC's ist das anders.

Die Stepper würde ich auch so lassen.
Ich würde mir für 130€ Digitale Wantei Endstufen mit knapp 80V (8A) kaufen. Dazu ein potentes Netzteil.
Da kriegst du locker 1000U/min ohne Schrittverluste raus.

Servos sind auch toll, kosten aber halt inkl. Der Steuerung recht ordentlich.
 
Hallo zusammen,

die angesprochenen möglichen Probleme würde ich auch zunächst ausschließen, bevor irgendwelche Teile ersetzt werden.

Zur Ausgangsfrage: Ich habe ein TripleBeast Set wie im ersten ersten Beitrag und bin damit sehr zufrieden. Wenig Anschlussaufwand und läuft zuverlässig und dynamisch. Um das LPT-Problem auszuschließen, habe ich noch einen ESS (Ethernet Smoothie Stepper) zwischen PC und TripleBeast.
Läuft alles absolut problemlos.

Viel Erfolg!
 
Hallo,

verstehe mal wieder nicht, warum der Jahrelang bewährte parallel Port schlecht geredet wird.
Nimmt man ein ordentliches BOB, mit Pegelwandlern, dann spielt es überhaupt keine Rolle ob aus dem Notebook nur 3,3 Volt oder aus dem PC 5 Volt kommen.
Natürlich braucht so ein BOB eine eigene Spannungsversorgung, die wäre aber z.B. auch bei einem PWM zu 0-10 Volt Wandler für die Spindel notwendig.
Mein PC liefert mit interner Parallel Karte auch nur 3.3 Volt, eine PCI Karte liefert 4 Volt, die andere knapp 5 Volt.
Es ist überhaupt keine Aussage, Notebooks sind schlecht, PC dagegen besser.

Ich habe ein günstiges parallel Port BOB von hier https://www.omc-stepperonline.com/stepper-motor-driver/5-axis-cnc-breakout-board-interface-mach3-cnc-router-kit-st-v2.html

Dazu habe ich die JMC IHSS57-36-20 Closed Loop Stepper.
Servos halte ich für mich zu aufwendig zu programmieren und sie benötigen die 3 Fache Leistung, bzw. 3 Netzteile.

Ich habe leider nur Erfahrungen mit einem bestimmten USB BOB für Mach3, das hat leider selber Schritte "verschluckt", und zwar bei jedem Richtungswechsel.
Das ist bei normaler Fräserei einer Außenkontur nicht aufgefallen, aber beim 2,5 D oder Wirbelfräsen war ein deutlicher Versatz zu sehen.
Beim V-Carven eines relativ langen Textes fiel es auch schnell auf.
Das ist der Grund, warum ich wieder beim parallel Port gelandet bin.

Meine "alten" Stepper hatte ich auch ersetzt (gegen die JMC CL's), da ich nicht der Meinung war, das diese 1.9 Nm Motoren in der Lage waren, meine schwere Z Achse ordentlich bewegen zu können. Damit waren sicherlich keine 8m/min möglich. Auch nicht bei sehr kleinen Rampen.
Das braucht auch kein Mensch, meine ich, es kommt doch nicht auf die Zeit an, wie lange ein Bauteil dauert, es ist Hobby, und dafür haben wir doch immer Zeit.

So weit, Gruß Toby
 
Da gebe ich dir Recht Toby, der Parallelanschluss ist immernoch super. Absolut störsicher und bewährt.


Will man aber mehr, da kommt man an anderen Dingen nicht vorbei. Nicht jeder will den Rechner neben der Fräse haben, manche bauen sich ne komplette Steuerung auf Industriestandart, da ist kein PC im Schaltschrank vorgesehen. ;)


Jeder eben, wie er will...
 
Hallo,

verstehe mal wieder nicht, warum der Jahrelang bewährte parallel Port schlecht geredet wird.
Nimmt man ein ordentliches BOB, mit Pegelwandlern, dann spielt es überhaupt keine Rolle ob aus dem Notebook nur 3,3 Volt oder aus dem PC 5 Volt kommen.
Natürlich braucht so ein BOB eine eigene Spannungsversorgung, die wäre aber z.B. auch bei einem PWM zu 0-10 Volt Wandler für die Spindel notwendig.
Mein PC liefert mit interner Parallel Karte auch nur 3.3 Volt, eine PCI Karte liefert 4 Volt, die andere knapp 5 Volt.
Es ist überhaupt keine Aussage, Notebooks sind schlecht, PC dagegen besser.

Ich habe ein günstiges parallel Port BOB von hier https://www.omc-stepperonline.com/stepper-motor-driver/5-axis-cnc-breakout-board-interface-mach3-cnc-router-kit-st-v2.html

Dazu habe ich die JMC IHSS57-36-20 Closed Loop Stepper.
Servos halte ich für mich zu aufwendig zu programmieren und sie benötigen die 3 Fache Leistung, bzw. 3 Netzteile.

Ich habe leider nur Erfahrungen mit einem bestimmten USB BOB für Mach3, das hat leider selber Schritte "verschluckt", und zwar bei jedem Richtungswechsel.
Das ist bei normaler Fräserei einer Außenkontur nicht aufgefallen, aber beim 2,5 D oder Wirbelfräsen war ein deutlicher Versatz zu sehen.
Beim V-Carven eines relativ langen Textes fiel es auch schnell auf.
Das ist der Grund, warum ich wieder beim parallel Port gelandet bin.

Meine "alten" Stepper hatte ich auch ersetzt (gegen die JMC CL's), da ich nicht der Meinung war, das diese 1.9 Nm Motoren in der Lage waren, meine schwere Z Achse ordentlich bewegen zu können. Damit waren sicherlich keine 8m/min möglich. Auch nicht bei sehr kleinen Rampen.
Das braucht auch kein Mensch, meine ich, es kommt doch nicht auf die Zeit an, wie lange ein Bauteil dauert, es ist Hobby, und dafür haben wir doch immer Zeit.

So weit, Gruß Toby

Wusste nicht das man im Hobby so baut das man nicht schnell arbeiten darf. Wenn du eins nie wieder bekommst, ist es Zeit.
Von daher würde ich mir da mal Gedanken drüber machen.
Meine 2Nm Stepper schieben 150Kilo hin und her mit mittelmäßiger Rampe über 4m/min.
Ok, sind Markenstepper, würde ich mir aber auch nicht mehr kaufen. Die Endstufen sind da wichtiger.
 
Hallo,

der reine Parallelport ohne davor geschalteten USB oder LAN Motion Controller ist auf modernen Rechnern ein gewisses Glücksspiel geworden - unabhängig von der Spannungsfrage.
Das Hauptproblem ist die immer schlechter werdende Echtzeitfähigkeit moderner Computer.

Jedes Programm muss sich heute den Prozessor mit zig anderen Programmen, Treibern und Diensten teilen.
Für reichlich unspektakuläre 10kHz Takt muss die Steuerung z.B. alle 0,1ms "dran sein" - für 100kz schon alle 10µs - und das sehr zuverlässig und regelmäßig ohne größere Schwankungen.
Aufschieben und nachholen geht nur in extrem begrenztem Umfang. Funkt irgend ein schlecht programmierter Dienst oder Treiber dazwischen, so dass die Steuerung eine komplette ms verpasst war es das und der Schrittverlust ist nicht mehr aufzuhalten auch wenn der Prozessor gleich danach wieder bei 1% Auslastung dahindümpelt.

Das ist heute ziemliche Glückssache. Es kann extrem zuverlässig laufen wenn keine problematischen Treiber und Dienste auf dem Computer laufen - und es kann total schief gehen wenn ein vom Hersteller gelieferter und unbedingt benötigter Treiber das System immer wieder um wenige ms blockiert.

Es hat eine gewisse Ironie, doch eine uralte DOS-Steuerung auf einem 80386 schlägt locker praktisch alle modernen GHZ Boliden in Bezug auf Zuverlässigkeit und Gleichmäßigkeit der Schrittimpulse.
Selbst in Bezug auf die mögliche Taktrate dürfte häufig die Uraltsteuerung als Sieger aus dem Rennen gehen.
Die CPU war zwar um Welten langsamer, gehörte der Steuerung aber praktisch alleine.


Christian
 
Hallo,

wenn der PC noch gut ist, würde ich schrittweise vorgehen. Als erstes auf 48V Netzteil gehen und die Treiber austauschen. Dann mal testen. Stärkere Motoren kannst du dann immer noch nachkaufen. Ich habe nach einem Defekt meiner alten 3D-Step eine Billig-China-Karte eingebaut. Alleine das war schon ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Gruß Rudi
 
Hallo,

ordentliche Endstufen kosten schon so viel wie die JMC Closed Loop Stepper, und die haben die Endstufen schon an Bord.

Nur mal so als Hinweis.

Um das größere Netzteil kommt man eh nicht rum, egal was dahinter kommt.

Gruß Toby
 
Ordentlich empfindet jeder anders.
Ich bin mit meinen 30€ Chinendstufen zufrieden.
80V und 7.8A. Ich finde die ordentlich.
Den Preis aber nicht.
Wüsste auch nicht was an den Stufen ordentlicher sein muss.
 
Vielen Dank für eure Beiträge. Mittlerweile habe ich schon mal ein Netzteil besorgt, Omron S8VK-G48048 480W, 48Vdc / 10A. Allerdings gab es dieses im Doppelpack. D.h. eins würde ich zu einem angemessenen Preis abgeben, Falls jemand Interesse hat, bitte PN.
Für das PoKeys57CNC habe ich mich eigentlich auch schon entschieden - da, gegenüber dem Triple Beast, viel flexibler für die Zukunft. Hier suche ich nur noch eine günstige Quelle.
 
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